Beiträge von bordy

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    Genau du entscheidest für dich, aber du kannst nicht für andere entscheiden.


    Glücklicherweise entscheidet hier der Gesetzgeber für mich und stuft solcherlei Ausfälle der Urteilskraft dann auch als fahrlässige Tötung ein..


    Damit ist für mich das Thema auch beendet, denn zum Glück scheint es da auchnoch realistisch denken zu geben.

    Zitat

    Und du möchtest nun für mich oder andere HH entscheiden, was ein Risiko ist, welches ich eingehen kann und welches unnötig ist?
    Du möchtest für mich oder andere HH entscheiden, was verantwortungsbewusst, rücksichtsvoll, nicht egoistisch oder grob fahrlässig ist?

    Wie soll das gehen?

    och, ich möchte für mich als Menschen und mögliches Opfer deiner "Tierliebe" entscheiden, dass ich auf einer Schnellstraße ungern einen Hund auf der Scheibe hängen haben möchte.


    ich muss mit dem Auto fahren um meinen Studienort und meinen Arbeitsplatz zu erreichen - warum muss ein Hund an einer Hauptstraße frei laufen?

    Zitat

    Und wer entscheidet das, wenn nicht jeder HH oder jedes Elternteil für sich selber? Muss man als immer erst alle anderen Fragen, wie die sich an genau dieser Stelle verhalten und dann auch nur das machen? Eigene Fähigkeiten und Einschätzungen sind irrelevant?


    Nun dann solltest du das Bett niemals mehr verlassen. Denn das ist neben der Gummizelle der sicherste Ort im Leben.


    Och weisst du,
    ob du dich in einen Löwenkäfig setzt und dort auf und ab hüpft ist allein deine Sache. Wenns dich erwischt ist "es deine Entscheidung ob du das Risiko eingehst" und dann biste selber Schuld und mir ist das ziemlich latte.

    Wenn dein Hund auf die Straße rennt und ein Autofahrer deswegen, weil er vielleicht noch ausweichen will, auf die Gegenspur gerät, mit einem anderen Auto zusammenknallt und schwer verletzt oder auch tot ist, ist das dann nicht mehr nur deine Sache. Dann sterben Menschen, nur weil du scheinbar trotzig bist und deinen Hund nicht anleinen willst, obwohl davon keinem ein Zacken aus der Krone bricht.

    Sollte das passieren, hoffe ich, dass du dein Lebtag nicht mehr froh wirst.


    Es gibt Risiken die muss man eingehen und es gibt auch welche, die es schlicht und einfach dumm ist einzugehen, allein schon weil sie so unnötig sind.

    So, man könnte auch sagen "betroffene Hunde bellen." :roll:


    Hier wird wieder nur das gelesen was man lesen möchte und dann einfach mal losgeprollt.


    Ich habe hier noch von keinem gelesen der der Meinung war, einen Hund dürfte man nirgends laufen lassen egal wie gut er hört. Die Rede war eigentlich immer nur davon, dass es nunmal durchaus Situationen gibt, in denen es schlicht und einfach fahrlässig einen Hund ungesichert laufen zu lassen, genauso wie es fahrlässig wäre sein Kind dort mal etwas Fußballspielen zu lassen.


    Und bitte, aber die Argumentation mit "ich zahl das ja" ist doch jetzt nicht wirklich ernst gemeint?

    Wie kommt man zu der absoluten Überheblichkeit das leibliche und seelische Wohl von anderen Menschen mit "ich zahl das ja" abzuschmettern?


    Ich für meinen Teil ziehe es vor, unversehrt zu bleiben, egal ob man mir den Krankenhausaufenthalt dann zahlt oder nicht..

    Erfahrungsgemäß sind die Halter, die ihre Hunde ständig und überall frei laufen lassen in zwei Gruppen einzuteilen.

    Gruppe 1 ist es schlicht und einfach wurscht. Anleinen ist zu anstrengend, Diskussion zwecklos, is ja nur ein Hund.


    Gruppe 2 gehört im Normfall der spätpubertierenden Gruppe der sich absolut Selbstüberschätzenden an. Hier scheint es ein besonderer Beweis der eigenen Fähigkeiten und der eigenen Coolness zu sein, den eigenen Hund immer und überall ohne Leine laufen zu lassen, vollkommen unabhängig von der Verkehrslage und der Passantendichte.


    Und nein, dass ist es für mich nicht. Reife bedeutet auch Situationen und Gefahren realistisch einzuschätzen. Wer der Meinung ist, dass es zur Sozialisation zwingend nötig ist seinen Hund an einer viel befahrenen Straße abzuleinen bzw ihn sämtliche Passanten Samstag Nachmittag in der Fußgängerzone anbetteln zu lassen, bei dem sei es mir bitte vergönnt diese Reife anzuzweifeln.
    Diskussion aber meistens eh völlig unnötig..


    Meine alte Hündin ist schon sehr nahe an dem, was man mit Fug und Recht als absoluten Gehorsam bezeichnen könnte. Sie läuft bei uns in der Siedlung auch meist frei. Allerdings seh ich Autos, wenn mal alle 10 Minuten eins kommt auch von Weitem und kann reagieren. Selbiges mit Passanten und Fahrradfahrern.
    Gehe ich aber über die große Hauptstraße, wird sie angeleint. Ich muss mir und auch sonst niemanden beweisen das ich das kann und dabei die Gesundheit meines Hundes und anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzen. Ich weiß das sie gut ausgebildet ist, dass reicht - denn ihr wird kein Zacken aus der Krone brechen wenn ich sie mal anleine.


    Mal davon abgesehn, hört nunmal bei Angehörigen beider Gruppen wirklich nur ein verschwindend geringer Teil ... also so, wie ich mir das vorstellen würde um sowas überhaupt in Erwägung zu ziehen.

    schau doch mal z.B. nach Hundeführerwesten von Gappay oder Sporthund.

    Die kann man locker über die "figurbetonten" Jacken ziehen und hat auchnoch den Vorteil, das selbige deutlich sauberer bleiben. Es Schlackert nichts und es passt wirklich alles rein... ist mir tausend mal lieber als irgendein Beutel.

    Oder die Good Boy Jacken.. ebenfalls extra praktische durchgängige Taschen.

    Meine Hündin schreit auch....wie am Spieß. Wenn ihr was nicht passt.


    Und sie schreit und schreit und schreit... Vielleicht sollt ich den Dauerstrom runter nehmen? :roll:


    Spaß bei Seite, ich halte absolut nichts von der Mode jeden wegen jedem Mist anzuschwärzen weil man meint da könnte und überhaupt. Rede mit der Frau bzw eher dem Mann und wenn das nicht klappt, ist es am Ende immernoch ihre Sache.

    Wenn heute die unvorhergesehene Situation eintritt, dass ich meine Hunde nicht mehr halten kann, dann gebe ich sie lieber früher ab und habe Zeit geeignete Leute zu finden, als das es dann wirklich eng wird und alles schnell gehen muss.

    Zumal die Threadstarterin hier nun wirklich keine Schuld daran hat, dass sie nun 3 Hunde "an der Backe" hat. Da finde ich es ehrlich gesagt vollkommen unmöglich wenn Leute wie schlaubi sich hier hinstellen und sich die Frechheit rausnehmen so über andere Menschen zu urteilen, deren Situation sie garnicht kennen.

    Manchmal ändert sich die Situation eben mal in eine Richtung die man nicht voraussehen konnte und ja, manchmal hat der Hund dann eben keinen Platz mehr. Deswegen mehr oder weniger zu verlangen, dass man sich im Keller versteckt und keine Freude mehr am Leben hat, halte ich für absolut weltfremd und frage mich schon, in wie weit jemand mit diesen Ansichten noch in der Realität lebt.


    Auch ein Hund den man nur kurz hat verursacht im übrigen Kosten, gerade ein so großer. Dazu kommt die Zeit, bzw wie in ihrem Fall die doppelte Zeit wegen der beiden Listenhunden in denen sie z.B. nicht arbeiten kann. Hundehaltung kostet eben nunmal Geld.
    Ich bin auch Studentin und ich könnte es mir zur Zeit nunmal nicht leisten, über längere Zeit 3 Hunde zu halten und anstatt dann mit der Abgabegebühr meine finanziellen Lücken wieder aufzufüllen das ganze dann noch zu spenden. Punkt aus.

    Die Erfahrung lehrt dann übrigens auch, dass man den Leuten nur vor den Kopf schauen kann und ein gewisser Preis auch einfach ein gewisses Klientel abschreckt..
    Ein Bekannter von mir hat vor einiger Zeit eine Hündin an eine Jugendliche verkauft, mit einem Preis weit unter dem was sie an Marktwert gehabt hätte. Fazit, weiter vertickt mit viel Gewinn und jetzt Zuchtmaschine... hätte man das verlangt was eigentlich angedacht war, ginge es dem Hund nun besser.

    Zitat

    bordy
    eine ziemlich bittere Quintessenz die Du da ziehst.
    Mal abgesehen davon das hier sicher nicht geklärt werden kann wie repräsentativ Deine Beobachtungen sind -
    kann es nicht auch sein das Dir verstärkt die unerzogenen Hunde auffallen, und dann ggf. im Gespräch rauskommt das zwar nach AL trainiert wird, man aber eben irgendwie unzufrieden ist?
    (so wie die Themenstarterin z.B.)
    Das muss ja nicht zwangsläufig ein Beleg dafür sein das die Methode falsch ist - wie schon erläutert gibt es mehr Gründe fürs Scheitern als für Funktionieren das es so viele Schnittstellen und damit potentielle Fehlerquellen gibt.


    Och nö, interessanter Weise sind die Leute mit sich da noch relativ zufrieden meist. Ich höre einfach nur gut zu..
    Da wird dann größtenteils geschwärmt davon, welche großé "Fortschritte" man doch macht und man wäre ja auf seinem so guten Weg - dann sehe ich mir den Hund dazu an und es ist teilweise doch recht interessant :hust:


    Wenn ich mir ansehe, dass ich eigentlich noch keinen Hund gesehen habe, bei dem das Ergebnis dann auch nur ansatzweise so aussieht wie ich mir das wünsche - nur ganz ganz viele Hunde die gerade (teils seit Jahren..) auf dem "Weg" sind und sehe, dass es bei etwas anderem Übungsaufbau, mti weniger Vermeidung und mehr klaren Ansagen doch tatsälich auch irgendwann mal Probleme gelöst werden dann frage ich mich doch ernsthaft...

    Wie gut ist eine Methode, die scheinbar nur im Labor funktioniert?