Beiträge von bordy

    Ausstellen an sich ist in der Form wie es heute betrieben wird sowieso alles andere als förderlich für die Rasse - genauer gesagt ihr ziemlicher Tod. Wenn es dir also nicht mal Spaß macht bei diesem Zirkus mitzumachen, warum dann also überhaupt?

    Tu lieber wirklich etwas für die Rasse und lass es sein - und gib deinen Züchtern echtes Feedback über die Entwicklung deines Hundes, indem du ihn auf Veranstaltungen zeigst, die eine echte Aussagekraft haben.

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    ist bei golden aber auch nix annormales, nur die labbis sollten es nicht haben.

    die krankenkasse zahlt die ausbildung, ankauf, leinen, futternapf, futter (ca. 150,- euro), tierarztkosten etc. komplett.

    Sehr sehr viele Labradore haben es trotzdem. Lässt sich schön glatt kämmen.

    Meine (Golden)Retrieverhündin hat ebenfalls gewelltes Fell im hinteren Teil des Rückens, ihre Mutter ist (je nach Pflegestand) stärker gelockt, auch im Rückenbereich.

    Beide haben VDH Papiere, meine Hündin ist mit V bewertet und die Mutter hatte mehrmals dsd V1. So schlimm kann das also nicht sein.

    Übrigens gehen die Locken sehr gut weg wenn man regelmäßig bürstet.. sieht man auf Ausstellungen also nicht wirklich.

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    In einem Wesenstest bekommt er die Beute aber nie. Er soll also lernen das die Beute meine ist und er daran nichts zu suchen hat.
    Meine beiden eigenen Hunde haben damit kein Problem es war sehr einfach ihnen das klar zu machen. Sam ist der Meinung der Ball ist zum apportieren da und dann machen wir das auch. Er kann ja eben Aus machen!! Also weiß er was das heißt und was von ihm erwartet wird.
    Aber er läßt die Bälle nicht auf dem Boden liegen sondern nimmt sie nach dem Aus wieder auf sagt man dann wieder Aus läßt er denn Ball auch wieder los. Im Wesenstest muss er neben dem Ball stehen bleiben und darf ihn eben garnicht nehmen. Daher versuche ich es mit Nein wenn er den Ball aufnehmen möchte (klappt beim Schweineohr) er nimmt ihn aber trotzdem auf.

    Dis-Scheiben als Verstärker werden bei ihm nicht helfen da er auf solche Sachen eh nicht mit Beeindruckung reagiert. Du könntest die Scheiben ihm auf den Kopf schlagen (machen wir natürlich nicht) da würde er nicht mal mit der Wimper zucken.


    Äh ja... also wenn er sich den Ball selbst wieder holt dann "kann" er kein Aus, sonst würde er das nicht tun.


    Der Knackpunkt an der ganzen Geschichte ist, dass du entscheidest wann er an die Beute darf, nicht er. Nennt sich auch Gehorsam :roll:

    Im Test darf er dann eben mal nicht hin - ob er das sonst darf, interessiert den Prüfer rein garnicht.

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    bordy, ich denke hier im Forum wurde schon genügend über die Rasse diskutiert. ;)

    Was jetzt nichts daran ändert, dass wenn man kritisiert, dies auch fachlich richtig tun sollte. Nur so kann man überhaupt etwas ändern, wenn man denn über das pure "ne die sind nicht schön" hinaus kommen möchte - ich kann keine Veränderungen bei Zuchtrichtungen versuchen, wenn ich nicht einmal weiß wo ich eigentlich ansetzen muss.


    Zum Thema Richter:

    Wie wird man eigentlich ein "SchauRichter"?

    Man möchte einen Hund, entscheidet sich für eine Rasse, geht zum Züchter. Man geht mit diesem Hund auf Ausstellungen, findet gefallen daran, es kommt ein weiterer Hund dazu, man erwirbt eine Hündin und zieht einen Wurf. Man zieht weitere Würfe, stellt wiederum aus und wird dann Richteranwärter.

    Richter sind also zu allererst mal genauso Liebhaber einer Rasse wie andere auch, keine Freaks die sich in ihrem Kämmerchen irgendwelche Ideale zusammenlegen, wie das manchmal hier rüberkommt.


    Die Erfahrung spricht auch ähnliches. Der gemeine Hundehalter findet gerade die Showlinien optisch recht ansprechend. Dicke Bollerköpfe, viel Fell, schön plüschig und niedlich.
    Dazu passen dann auch Sprüche wie "ein Boxer muss einen guten Schädel haben"(bringt dem Hund sicher viel), "ein Dobermann muss stolz aussehen", "ich will einen Schäferhund, keine Katze" (45kg, 70cm = sicher der ideale Gebrauchshund!) , "ein Schnauzer muss nen ordentlichen Brustkorb haben" etc etc.
    Alles Sprüche von "ganz normalen" Hundehaltern und auch schon hier so im Forum gelesen.
    Auch nicht anders als die "Richter".


    Das was du da rausgesucht hast ist aber
    a) spätestens seit 1964 keine Leistungs- sondern Hochzucht mehr, bzw dass was ihre Anfänge waren.
    und b) hat die Winkelung erstmal relativ wenig etwas mit der übertriebenen Rückenwölbung, bzw der abfallenden Rückenlinie die einem auf Standbildern stehts ins Auge sticht zu tun.
    Denn zum einen steht ein Hund der nur korrekt gewinkelt ist vollkommen normal, wenn man ihn denn nicht in die Körstellung zieht und zum andern kommt von der Winkelung noch lange nicht die gewölbte Rückenlinie.
    Die Gradanzahlen die beim DSH vorgegeben sind, gibt es im übrigen auch noch bei anderen Rassen und die stehen nicht so, vonwegen die Winkelung wär ja vorgegeben..

    Was der HZ eher zu schaffen macht, ist der zu lange Ellenbogen in der Hinterhand, damit verbunden die lockeren Gelenke und bei vielen Exemplaren der zu lange Rücken - hieraus resultiert die Schonhaltung mit dem Rundrücken, die viele HZ-DSH teilweise schon freiwillig einnehmen.

    Etwas vollkommen anderes sind "nur" schräge Hunde - die stehen ohne Beeinflussung des Menschen nämlich vollkommen normal, da ich dir so ziemlich jeden Hund so hinziehen kann.

    Nur mal so als Beispiel - und bei dieser Rasse habe ich noch keinen den schrägen Rücken bemängeln hören :

    http://www.working-dog.eu/dogs-details/5…isabeth-Brunnen


    Im übrigen ist man an der Wandlung der Rassen selber schuld - ein Hund soll plüschig aussehen, aber sich bloß nicht wie einer benehmen. Die fokussierung auf reine Äusserlichkeiten hat eben auch bei den Hunden einzug gehalten.

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    Fast alle HUnde, mit denen ich es zu tun habe, tauschen. Es ist übrigens im Moment die Methode der neuen Hundeerziehung und wird auf vielen Seminaren vernünftig so gelehrt. Kein Hund ist verpflichtet, seine Beute herzugeben. Alles, was er hat, gehört in den Augen des Hundes ihm (siehe Gansloßer). Daher macht Tauschen bei vielen Hunden Sinn. Konflikt mit dem HF sehe ich da keinen, sondern eher einen Lernprozeß, außer der HF kämpft wirklich um die Beute.

    Da ich keinen apportierfreudigen Hunde habe, aber einen Hund, der seine Beute meist nicht hergab und sie soagr mit in sein Eck nahm, um sich dann beschützend drüber zu legen, weiß ich, wie schwer und schwierig es für einen Hund ein kann, seine Beute wieder zu geben ist. Hier ist das Tauschen das A und O, es darf auch ein gleichwertiger Ball sein, um das zu üben.

    Tauschen generell ist aber etwas ganz anderes, als der einfache Tausch gegen Futter.

    Meine Hunde tauschen (die meiste) Beute gegen gleichwertige Beute - aber nicht unbedingt gegen Futter, denn Futter ist lange nicht so hochwertig. Das möchte ich allerdings auch nicht anders.
    Wenn ich das Kommando Aus gebe und dann füttere, nehmen sie es zwar (meist) an, allerdings einfach weil ich es ihnen gebe, es stellt keinen Ersatz für die eigentliche Beute dar.

    Tauschen von Beute gegen Beute muss ein Hund allerdings auch erstmal lernen - manche Hunde, gerade die durch Ausbildung schon "schlau" gemacht wurden, tauschen garnicht freiwillig und man muss es ihnen mühsam beibringen. Meine jungen Hunde haben von Anfang an gelernt Beute konfliktfrei gegen Beute einzutauschen, die älteren tauschen zwar auch, empfinden das ganze aber teils als eher sinnfrei - sie kennen in der Beute das Aus als "Tausch" gegen weitere Aktion.


    Im übrigen ist ein Konflikt an der Beute, gerade bei triebstarken Hunden, sehr sehr schnell produziert und die Mehrheit der Hunde von Haltern, die sich über das Aus kaum Gedanken machen hat ihn. Zeigt sich in (wenn auch nur leichtem) Sichern der Beute, teilweise Nachfassen, unruhige Griffe, übertriebenes Schütteln etc.


    Einem Hund, für den die Beute das hochwertigste ist, bringt man am besten bei, wie er an genau diese Beute kommt - zumindest wenn man nicht gegen ihn arbeiten möchte.
    Eine Belohnung sollte man dem Hund entsprechend aussuchen, nicht nach irgendwelchen Dogmen. Wenn der Hund genau diesen Ball möchte, dann krigt er ihn auch - wenn er das Verhalten zeigt, dass ich sehen möchte.
    Möchte ich, dass er sich z.B. immer zuerst an mir orientiert bevor er den Ball nimmt, so fange ich langsam an dies zu fordern. Zeigt er dann erwünschtes Verhalten, so kann er auch gerne haben was er begehrt.

    Man kann auch einem sehr triebstarken Hund wunderbar beibringen auf Kommando abzulassen, bzw das Erfolg nur über Gehorsam kommt.
    Sicher, dafür muss man erstmal keine Angst vor Gewissen Erregungsleveln haben und etwas Ahnung, hat man das nicht, dauert "die Entwöhnung sicher Jahre". :roll:


    Wie man das angeht, hängt zum einen erstmal davon ab, ob der Hund eher die Beute sichern möchte oder ob es sich für ihn vor allem um die Bewegung geht, bzw in welchem Verhältnis es zueinander steht - häufig handelt es sich hier um Mischformen, da beides Hand in Hand geht.

    Wichtig halte ich bei all diesen Geschichten, dass es für den Hund nie den Anschein hat, als würdet ihr *ernsthaft* mit ihm um die Beute streiten - spielerisch kämpfen ja, aber nie ein wirklicher Kampf um die Beute. Also, nicht versuchen den Hund abzulenken und dann wegziehen, sondern ganz klar mit Bestätigung und Sanktion von erwünschtem und unerwünschtem Verhalten arbeiten.


    Das Grundprinzip sollte immer sein, dass Bewegung in der Beute immer erst kommt, wenn er zeigt was ihr wollt - in kleinen Schritten aufgebaut. Wie man nun genau anfängt hängt wie gesagt von Hund und seiner bisheriger Erfahrung ab. Es gibt Hunde, bei denen kann ich ganz locker anfangen, indem ich z.B. eine Beisswurst nehme , eine Leine an den Hund mache und dann die Beute absolut ruhig halte und warte. Je nach Hund auch mal 20 Minuten. In dem Moment in dem er ablässt, Freigabekommando und Überlassen der Beute - danach darf er diese auch behalten, bzw wieder mit in den Zwinger nehmen.
    Wenn der Hund schon "schlauer" wurde durch diverse Versuche ihm das Aus schmackhaft zu machen, hilft es häufiger auch, erst einmal andere Dinge abzuverlangen und ihn dafür zur Beute freizugeben und dann anzufangen, selbige auf Distanz zu befestigen und das gleiche Spiel zu treiben wie am Mann selbst.

    Meist handelt es sich bei Problemen mit dem Auslassen entweder um Konflikte mit dem Halter oder, bzw auch schlicht und einfach darum, dass man dem Hund kein Aus lernt und wenn der Hund dann mit einem Jahr auf einmal nicht alles sofort ausspuckt, ist er auf einmal ein pöser pöser Balljunkie.
    In jedes andere popelige Kommando investiert man viel Zeit und Herzblut, aber das Aus soll dann vom Himmel fallen?

    Im übrigen würde keiner meiner Hunde, ausser vielleicht der mittlerweile älteren Retriever Hündin ernsthaft Beute gegen Futter tauschen - sie nehmen es evtl an nach dem Aus, weil ich das so verlange, aber weil sie das Futter besser finden als die Beute auf keinen Fall. Möchte ich im übrigen auch nicht.
    Allerdings macht sogar die Retrieverhündin ein höchst schlampiges Aus bei anderen Leuten als bei mir oder meinem Freund, was allerdings wohl auch eher daran liegt das andere ihr dies nicht so vermittelt haben - ausgeprägtes "Junkietum" :hust: kann man ihr wahrlich nicht nachsagen.


    Ich habe für das Aus im übrigen noch bei keinem Hund Jahre benötigt.

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    Der Welpe kann ja gerade mal abgegeben worden sein, wenn er 10 Wochen alt ist. Meiner Meinung nach ist die Züchterin verpflichtet, ihn zurückzunehmen, da ein so schwerer Herzfehler "von Geburt an", dh klar vor Abgabe vorhanden gewesen sein muß, wenn sich das alles so verhält.
    Auch wenn sie den Hund nicht zurückgegen will, sollte sie dringend Kontakt mit der Züchterin aufnehmen, bevor sie den Welpen operieren läßt, und vorher nichts alleine veranlassen. Wenn die nicht erreichbar ist, mit dem Zuchtwart des Verbands. Das sind die ersten Ansprechpartner.

    Ganz verständlich ist es nicht, dass ein Welpe mehrmalige Tierarzt-Besuche beim Züchter hinter sich bringt, und so ein schwerer angeborener Herzfehler nicht gehört wurde. Worauf bezieht sich das "Gesundheitszeugnis"?


    Gruß
    Petra


    Leider hört nicht jeder Tierarzt soetwas.

    Wichtig ist allerdings, wenn man sich nicht gütlich mit dem Züchter einigt, sich an die vorgegebenen Rechtsschritte zu halten. Also nicht operieren lassen und die Rechnung dann an den Züchter schicken.


    Aber nachdem die Freundin den Welpen ja wohl nicht wieder hergeben will, muss man eben auf Kulanz des Züchters hoffen.