Man kann auch einem sehr triebstarken Hund wunderbar beibringen auf Kommando abzulassen, bzw das Erfolg nur über Gehorsam kommt.
Sicher, dafür muss man erstmal keine Angst vor Gewissen Erregungsleveln haben und etwas Ahnung, hat man das nicht, dauert "die Entwöhnung sicher Jahre". 
Wie man das angeht, hängt zum einen erstmal davon ab, ob der Hund eher die Beute sichern möchte oder ob es sich für ihn vor allem um die Bewegung geht, bzw in welchem Verhältnis es zueinander steht - häufig handelt es sich hier um Mischformen, da beides Hand in Hand geht.
Wichtig halte ich bei all diesen Geschichten, dass es für den Hund nie den Anschein hat, als würdet ihr *ernsthaft* mit ihm um die Beute streiten - spielerisch kämpfen ja, aber nie ein wirklicher Kampf um die Beute. Also, nicht versuchen den Hund abzulenken und dann wegziehen, sondern ganz klar mit Bestätigung und Sanktion von erwünschtem und unerwünschtem Verhalten arbeiten.
Das Grundprinzip sollte immer sein, dass Bewegung in der Beute immer erst kommt, wenn er zeigt was ihr wollt - in kleinen Schritten aufgebaut. Wie man nun genau anfängt hängt wie gesagt von Hund und seiner bisheriger Erfahrung ab. Es gibt Hunde, bei denen kann ich ganz locker anfangen, indem ich z.B. eine Beisswurst nehme , eine Leine an den Hund mache und dann die Beute absolut ruhig halte und warte. Je nach Hund auch mal 20 Minuten. In dem Moment in dem er ablässt, Freigabekommando und Überlassen der Beute - danach darf er diese auch behalten, bzw wieder mit in den Zwinger nehmen.
Wenn der Hund schon "schlauer" wurde durch diverse Versuche ihm das Aus schmackhaft zu machen, hilft es häufiger auch, erst einmal andere Dinge abzuverlangen und ihn dafür zur Beute freizugeben und dann anzufangen, selbige auf Distanz zu befestigen und das gleiche Spiel zu treiben wie am Mann selbst.
Meist handelt es sich bei Problemen mit dem Auslassen entweder um Konflikte mit dem Halter oder, bzw auch schlicht und einfach darum, dass man dem Hund kein Aus lernt und wenn der Hund dann mit einem Jahr auf einmal nicht alles sofort ausspuckt, ist er auf einmal ein pöser pöser Balljunkie.
In jedes andere popelige Kommando investiert man viel Zeit und Herzblut, aber das Aus soll dann vom Himmel fallen?
Im übrigen würde keiner meiner Hunde, ausser vielleicht der mittlerweile älteren Retriever Hündin ernsthaft Beute gegen Futter tauschen - sie nehmen es evtl an nach dem Aus, weil ich das so verlange, aber weil sie das Futter besser finden als die Beute auf keinen Fall. Möchte ich im übrigen auch nicht.
Allerdings macht sogar die Retrieverhündin ein höchst schlampiges Aus bei anderen Leuten als bei mir oder meinem Freund, was allerdings wohl auch eher daran liegt das andere ihr dies nicht so vermittelt haben - ausgeprägtes "Junkietum"
kann man ihr wahrlich nicht nachsagen.
Ich habe für das Aus im übrigen noch bei keinem Hund Jahre benötigt.