Beiträge von bordy

    Ich kann jetzt mal nochein paar "duemmliche" Argumente dagegen bringen, in gewisser Weise habe ich naemlich gerade aehnliche Ueberlegungen.

    In gewisser Weise ist aber auch wieder alles ganz anders.
    Wir haben eine junge Huendin, bei der wir darueber nachdenken, sie irgendwann vom passenden Rueden decken zu lassen. Sie hat Papiere und eine interessante Abstammung. Sie selbst hat einwandfreie Gesundheitsergebisse eingetragen bekommen, genauso wie ihre Geschwister und ihre naehere Verwandtschaft. Ebenso besitzt sie ueberdurchschnittliche Anlagen im Bezug auf Arbeitsbereitschaft und Triebveranlagung und ist auch hier kein Einzelprodukt. Ihr Gebaeude sollte sie befaehigen bis ins Alter hin agil und gesund zu sein (auch wenn sie jetyt offiziell haesslich ist :hust: ). Diese Meinung haben nicht nur wir ueber sie.
    Wir haben nicht erst seit gestern Hunde, ich kenne mich mit Vererbungsgenetik aus und habe einen erfahrenen Zuechter an der Seite.

    Trotzdem bin ich mir nicht wirklich sicher, ob wir das so durchziehen - die Tendenz ist gerade eher nein und ich kann dir auch sagen wieso.
    Obwohl sie und ihre Welpen Papiere haetten und nicht viele Verpaarungen so durchdacht sind, ist der Welpenmarkt uebersaettigt. Nicht selten kommt es vor das ein Zuechter auf seinen Welpen sitzen bleibt, auch wenn er sich noch so Muehe gibt, zumindest wenn er sie nicht verschenken oder an einfach an irgendjemanden verscherbeln will. Ich moechte aber weder 5 Junghunde (passiert bei einem 10er Wurf schnell mal) hier rumtoben haben, noch moechte ich so in die Situation kommen sie einfach irgendwo hin bringen zu muessen, weil ich sie einfach nicht halten kann. Womit wir bei den Oertlichkeiten waeren.
    Ich moechte einen Wurf eigentlich weder nur im Zwinger, noch unter meinem Bett aufziehen.. ebenso will ich nicht unbedingt danach komplett renovieren muessen (wovon meine Familie wohl auch kaum begeistert waere). Das heisst, dass wir uns erstmal nochetwas diesbezueglich einfallen lassen muessen, bzw wuerde es wohl vielleicht auf einen (kleineren oder groesseren) Umbau rauslaufen. Das Geld hierfuer muss ich aber erstmal in der Hand haben - ich werde es wohl mit vielleicht maximal 2-3 Wuerfen (eher nur einer) meiner Huendin nicht wieder reinbekommen.
    Auch der Deckruede ansich und die Tieraerztliche Vorbereitung (Gelbkoerpertest, Abstriche, Herpesimpfung..) kosten Geld. Die machen das alles nicht nur, weil sie Welpen so suess finden. Dann moechte ich meine Huendin evtl noch gegen Herpes impfen lassen, bzw moechte eine regelmaessige Kontrolle durch Ultraschall haben.
    Kaiserschnitte sind im uebrigen auch garnicht soo selten - und sie kosten nicht nur einen Haufen Geld (roundabout 1000 Euro), sondern koennen auch ganz Schnell Komplikationen nach sich ziehen. Angefangen bei Stoerungen der Wundheilung durch evtl unsauberes Arbeiten des Tierarztes, ueber eine Huendin die ploetzlich ihre Welpen nicht mehr annimmt (viel Spass bei der Handaufzucht eines 10erwurfes), bishin zu einer toten Huendin. Wie gesagt, ich ziehe mir das alles nicht aus den Fingern, man braucht sich nur mal bei Leuten die mehr zuechten umhoeren was es alles nicht zu selten gibt.
    Dann kann es durchaus sein das die Welpen vielleicht bereits in der Gebaehrmutter mit einem Virus infiziert wurden, den die Huendin aufgeschnappt hat (oder auch herpes..). Dann verstirbt dir vielleicht der ganze Wurf, bzw du wirst nicht unerhebliche Kosten aufwenden muessen, um vielleicht noch einen Teil durchzubringen - den du dann uebrigens kaum verkaufen wirst koennen, weil kaum jemnd einen schwer erkrankten Welpen erwirbt.
    Bis das alles durch ist, habe ich noch keinen mueden Euro ueber die Welpen eingenommen, nur mal so am Rande.. also erstmal viel viel Geld vorstrecken.

    Dann moechte ich eigentlich auch die Zeit haben den Welpen alles an Praegung zukommen zu lassen, was ich mir so vorstelle. Ich bin zwar zur Zeit Studentin mit relativ langen Semesterferien, aber auch hier muss ich arbeiten (z.B. um irgendwann die Kosten eines Wurfes vorstrecken zu koennen..). Im Semster waere ein Wurf sowieso undenkbar, hier bin ich mal froh einen einzelnen freien Tag zu haben.

    Sind die Welpen dann verkauft (vielleicht nicht mit 8 Wochen, wobei sie hier ja dann weiter Kosten verursachen und nicht unbedingt begehrter werden -> uebersaettigter Markt), habe ich eigentlich auch nicht das gesteigerte Verlangen mich vielleicht mit Welpenkaeufern rumzuaergern die vielleicht nur Mist bauen, der Hund dann irgendwelche Krankheiten oder "Umweltprobleme" hat und dann versuchen, mir das ganze anzuhaengen. Ich moechte mich eigentlich weder verklagen lassen, noch moechte ich einen meiner Welpen dann irgendwann irgendwo rausholen muessen, um schlimmeres zu verhindern.
    Ihr glaubt garnicht, wofuer Zuechter heute alles verantwortlich gemacht werden..

    Das sind mal so meine persoenlichen Gruende, die mir noch etwas Kopfzerbrechen bereiten und den schoenen Gedanken, dass was ich unter einer guten, planvollen Verpaarung verstehe einmal umzusetzen, bzw einen Welpen aus genau dieser Linie zu haben trueben.
    Muss alles nicht passieren, aber ist garnicht so selten und muss ich eigentlich nicht haben..

    Wenn du wirklich sicher sehen moechtest ob dein Hund HD (oder eine sonstige Erkrankung) hat, wird dir nichts anderes uebrig bleiben als ihn in Vollnarkose zu legen. Ansonsten wird keine totale Entspannungshaltung erreicht und das Ergebnis verfaelscht, von Verwacklungen im Bild mal ganz abgesehn. Davon ab wird dein Hund quasi stark ueberstreckt werden muessen, was er sich wohl kaum nur leicht sediert ruhig gefallen lassen wird.
    Ich weiss, das viele Tieraerzte das so anbieten, aber das kann man sich im Endeffekt dann auch sparen. Gutachter von Verbaenden erkennen solche Aufnahmen z.B. auch nicht an.

    Worauf solltest du noch achten?

    Nun, ich wuerde nicht bei einem normalen Haustierarzt roentgen lassen. Diese haben selten sonderlich viel Erfahrung (auch wenn sie von irgendeinem Verband mal ein Zertifikat bekommen haben), weder beim erstellen von aussagekraeftigen Aufnahmen, noch beim Beurteilen der selbigen.
    Falls du die Moeglichkeit hast, in einer Uniklinik roentgen zu lassen wuerde ich das tun. Ansonsten ist ein Tierarzt von Vorteil, der digital roentgt. Sollte keine Uniklinik oder zumindest eine spezialisierte Klinik vorhanden sein, so wuerde ich versuchen zumindest einen TA zu finden, der oefters (damit meine ich schon mind. 2-3 mal die Woche) Aufnahmen fuer offizielle Auswertungen erstellt.
    Bei Zweifeln in der Diagnose wuerde ich empfehlen die Aufnahmen an einen Auswerter schicken zu lassen - teilweise wurde schon voellig gesunden Hunden schwerste HD angedichtet und andersrum.

    Zeigen sich wirklich Auffaelligkeiten, so wuerde ich nicht uebereilt handeln, sondern wiederum eine zweite Meinung einholen. Nicht jede Auffaelligkeit bereitet dem Hund Probleme und nicht immer muss es direkt die neue Huefte oder die Goldakkupunktur sein..


    Dein Hund ist mit 18 Monaten uebrigens im idealen Alter fuer eine Roentgenauswertung. Zu Empfehlen sind zumindest Aufnahmen von Huefte und Ellenbogen.
    Ich wuerde allerdings vermeiden, falls sie unkastriert ist, zu roentgen wenn sie laeufig oder scheintraechtig ist.

    Im Prinzip ist es ganz einfach.

    Alles was nicht Lackschwarz (also, von Haarwurzel bis Spitze komplett schwarz) oder solid Schwarz mit Ebenso durchgehend braunen Abzeichen (schwarz braun) ist, ist grau. Mehr Farbabstufungen gibt es nicht, ausser man moechte grau nochmals in hellgrau oder tiefdunkelgrau unterteilen.

    Zitat

    Ma OT interessiert mich jetzt wirklich ;)

    Absolute Trennung? Stell ich mir grad was schwierig vor, mir gehts ja schon auf den Pinsel wenn ich zu gewissen Zeiten die Damen von den Herren trennen muss
    Bei mir liefen auch durchaus starke Rüden zusammen und wurden nur getrennt wenn sie "Aufsichtsfrei" waren
    Da hat ich dann immer die Hand drüber...

    Absolute Trennung ist jetzt etwas irreführend... sie sehen sich durch den Zaun. Früher liefen sie auch zusammen, aber mittlerweile möchten wir das dem Altrüden einfach nicht mehr antun. Der "kleine" macht Druck auf ihn und das wirst du auch kaum verhindern können - und sich Prügeln ist sowieso der liebste Zeitvertreib.
    der Altrüde ist eher der "soziale" der sich so garnicht streiten mag und sich bei ihm auch absolut nicht wehrt.. "schlimmeres" würde wohl also nicht passieren, aber er hats auch nicht verdient so traktiert zu werden.
    Sicher kann man das durch Gehorsam regeln.. aber ich denk du weisst auch, dass ein wirklich stärkerer Hund auf einen schwächeren auch dann immernoch Druck macht. Mal davon abgesehn, dass ich ganz ehrlich zugebe, dass der Kleine mit 11 Monaten noch nicht den Gehorsam hat, dass er den anderen absolut ignoriert.
    So haben sie beide große Ausläufe und abwechselnd läuft einer von beiden mit auf dem Hof frei, was so auch problemlos klappt. Das erspart dann doch einigen Stress, für beide Seiten. Wir haben übrigens bereits getrennt als es "absehbar" wurde.. so läuft das Zusammenleben sehr konfliktfrei, was, wenn man erst wartet bis aus ein bisschen Prügeln ernst wird wohl nicht so ist.

    Mal davon abgesehn sprichst du es ja auch an - getrennt wenn sie aufsichtsfrei waren. Dafür muss man ja auch erstmal die Möglichkeit haben. Wenn ich jetzt in einer 3-Zimmer Stadtwohnung lebe, wird das wohl etwas schwierig, vor allen Dingen wenn ich keine Rundumbetreuung gewährleisten kann sondern z.B. ausser Haus arbeiten muss.


    Oder meintest du das absolute trennen wegen der Läufigkeit?
    Also zum einen schießen sich die Jungs, wenn sie an ner Standheißen Hündin noch bissl rummachen dürfen unserer Erfahrung nach noch extra hoch.. und zum andern reicht für nen ungewollten Deckakt ja nun einmal umdrehen. Also heißt (bzw. hieß) es in der Zeit ganz einfach Einzelhaft.

    Zitat

    bordy: da Du dich ja in den Linien doch auskennst, kannst Du denn einen Züchter empfehlen, der Hunde züchtet, die noch führig sind und entgegen deiner beschriebenen Einschätzung nicht ganz so Ernsthaft und Führerhart sind?

    Ich kann nur von dem urteilen, was ich gesehen habe und hier muss ich sagen, dass die Beschreibung der Mutterhündin auf WO def. zutrifft, denn das war dass, was uns gestern am meißten gefallen hat, sie hat dermaßen gelassen darauf reagiert, dass wir die Welpen angeschaut waren und kam uns auch freundlich im Hof schon entgegen.

    Ob und wie weit die Hunde aus deiner Verpaarung "führig" sind oder nicht, kann ich dir sicher nicht 100% beantworten. Desweiteren ist noch lange nicht jeder Nachkomme eines Hundes ein "typischer" Vertreter, hier kann auch etwas ganz anderes rumkommen.
    Dir einen Züchter zu empfehlen wird wirklich allein schon schwer, weil du ziemlich offen lässt, was du dir nun genau eigentlich vorstellst.

    Meine kleine Hündin ist eher beuteorientiert und sehr sozial (wie ihre Schwestern), ihr Onkel ist Typisch für dessen Vater (und ihren Großvater) und mal klar gesagt ein Drecksack. Empfehl ich dir die "Linie" nun, wo ich weiß, dass du einen Rüden willst und unser Rüde keine Ausnahme ist?
    Gefallen dir solche Hunde nicht vielleicht sogar oder willst du wirklich etwas "beuteorientiertes, soziales"?


    Ernsthafter oder nicht bezieht sich übrigens nicht nur auf den Schutzdienst.. das wäre ja noch einfacher. Meine Hündin kann im SD auch durchaus ernst werden, trotzdem ist im Normalleben von ihr in 98% aller Fälle nicht zu erwarten, dass sie auf irgendwelche Konflikte mit Agression antwortet. Anders bei klein Byron oder auch dem Rüden meines Freundes..
    Und hier ist dann mal wieder die Frage - willst du das? Ernsthafter auch im normalen Leben heißt übrigens nicht, dass die Hunde jeden fressen der auf einen zukommt. Wenn sie richtig geführt werden (!) ist das auch weniger das Thema. Klein Byron freut sich (bis jetzt )noch über die meisten Leute die aufs Grundstück kommen, solange diese von ihm nichts wollen, usw. Trotzdem ist für ihn mit "ich fütter dich und spiel mit dir" nicht automatisch absolute Führerneutralität verbunden.


    Ich kann dir nur nochmal empfehlen.. fahr rum, geh auf verschiedenen Plätze. Schau dir an wie die Hunde dort arbeiten, rede mit den Besitzern (und versuche das Äussere der Hunde erstmal hinten an zu stellen) und lass dich nicht mit irgendwelchen Standartbeschreibungen abspeißen. Lass dir von Hunden die dir rundum gefallen die Abstammung sagen und vielleicht steht einer dieser Hund sogar in der Zucht zur Verfügung. Speicher dir die Abstammung und wenn du einen halbwegs einheitlichen Geschmack hast und dir klar geworden bist, was du willst, wird dir wahrscheinlich irgendwann eine Häufung bestimmter Hunde, bzw eine Häufung einer gewissen Konstellation auffallen.
    Das gleiche Spiel kannst du mit Hunden anfangen, die dir so garnicht gefallen und diese dann bei Wurfmeldungen streichen.
    Ja - das kostet Zeit und ist Aufwändig (obwohl, in Zeiten von Working dog, Pedigree search und Co ist das garkeine so große Sache mehr), aber denke daran, du wirst den Hund im Idealfall locker 12 Jahre bei dir haben. Da sollte das schon drin sein.

    Anders habe ich das auch nicht gemacht (und es machen auch sehr viele Leute so, die schon viele Jahre selbst Züchten, wenn sie z.B. einen Deckrüden suchen), als es das letzte Mal wieder konkret wurde.


    Aber Voraussetzung ist natürlich, dass du für dich erstmal herausfindest was du eigentlich willst... Willst du einen Sporthund, der die Anlagen hat ihn irgendwann mal auf einer überregionalen Ausscheidung vorzustellen oder einen Hund, der vor allen Dingen mit dir Gassi und auf die Hundewiese geht und eben einmal die Woche Sonntags auf den Hundeplatz. Wenn du letzteres planst und einen Hund für ersteres kaufst wirst du wohl genauso unglücklich werden wie andersrum.


    Zur Problematik Hündin oder Rüde..

    Willst/musst du die Hunde permanent zusammen halten oder kannst du trennen? Trifft ersteres zu, wirst du wahrscheinlich bei einem Rüden Probleme bekommen genauso wie bei einer Hündin, bei letzterem wird auch eine Hündin kein Thema sein.
    Hündin und Rüde in Konstellation ist normalerweise recht unproblematisch, da man dann eben 6 Tage im Jahr konsequent trennt und ansonsten seine Ruhe hat. Wenn beide halbwegs sozial sind, entstehen hier eigentlich die wenigsten Probleme und du musst auch keinen kastrieren lassen. Mein Freund hält aktuell auch meine Hündin zusammen mit einem intakten Rüden und mein bester Freund hat dies als Züchter auch Jahrelang praktiziert.

    Kannst du aber so garnicht trennen, will ich ja nicht schonwieder den Miesepeter spielen, aber dann wirst du mit einem vorhandenen Rüden und einem eventuell sehr starken Nachwuchsrüden auch keinen Spaß bekommen. Ich kenne deinen Rüden ja nicht, aber sollte auch er eher selbstbewusst sein, so wird er den Nachwuchs wohl stark deckeln. Nicht unbedingt förderlich für einen evtl. zukünftigen Sporthund (und auch für die sonstige Entwicklung nicht klasse). Mal davon abgesehn, dass, wenn der kleine auch nicht von Pappe ist, er sich das nicht ewig gefallen lassen wird.
    Andersrum kann es auch sein, dass der Neue deinen Rüden ab einem gewissen Alter auch keine Freude am Leben mehr lassen wird.. ob das dann so schön ist?
    Zwei Rüden permanent ohne eine Möglichkeit der Trennung halten würde ich mir nicht antun.
    (Wir halten auch mehr als einen Rüden.. allerdings ab einem gewissen Alter absolut getrennt).

    Ich weiß jetzt nicht ob du an deiner Entscheidung überhaupt noch etwas ändern möchtest, aber ich kann mich eben nur nochmal sunshine anschließen.


    Bitte, tu dir und dem Hund nochmal den Gefallen und schau dir vor allen Dingen die mentalen Eigenschaften der Linie, aus der dein zukünftiger Hund stammen soll genau an.
    Dinge wie Führerhärte, Ernsthaft, linkslastig etc sind bei Hunden aus gewissen Linien auch absolut so zu verstehen, nicht nur schmückende Umschreibung.


    Das sind die Dinge auf die du achten solltest wenn du dir einen Welpen aussuchst - Äusserlichkeiten sind nur Schall und Rauch!!
    Ich weiß der Spruch ist abgenutzt, aber hier zählen wirklich eher die inneren Werte. Wenn du in einem Jahr mit einem Hund da stehst, der Wesensmäßig überhaupt nicht zu dir passt, dann wird die Optik dein kleinstes Problem sein. An eine Fellfarbe die einem vielleicht nicht gefällt gewöhnt man sich recht schnell, an einen Hund der in seinem ganzen Wesen absolut 100% anders ist als man das in seinem Leben gebrauchen kann, nur schwer.


    Nur mal so als Beispiel:

    Unser "kleiner" ist jetzt 11 Monate alt. Ich wollte unbedingt einen Hund aus möglichst enger Verwandtschaft von Asko von der Lutter (übrigens ein Hund der auch bei dir recht eng vertreten ist). Nachdem selbiger Hund dann leider verstorben war (mit ich glaube 13 jahren... und bis zum Schluss topfit), haben wir eine Verpaarung mit der sehr engen Inzucht von 2-3 auf ihn gewählt. Asko soll im Durchschnitt sehr führerbezogene, Ein-Mann Hunde vererbt haben, dominant im Wesen, nervlich etwas "angekratz", ernsthaft, ausgeprägte Bereitschaft zur Agression.

    Rein optisch wollte ich keinen zu großen, maximal mittelgroßen Rüden mit mittlerer Breite - also lieber 63cm und 35kg, als mit viel gutem Willen noch 65cm und 45kg. Ausserdem eher quadratisch.
    Farblich hätte mir ein tiefdunkelgrauer sehr zugesagt.
    Genetisch hätte ich ganz gute Chancen auf Verwirklichung dieser optischen Vorlieben gehabt, nachdem nach Asko eher mittelgroße Hunde fallen sollten, sein Vater auch 63cm maß und seine Mutter die dunkelgraue Farbe trug (nagut, grauxgrau verdunkelt sich meist eben nicht..).
    Ausgewählt hat mein bester Freund nach meiner "Anweisung" nach verschiedenen Kriterien und als die Wahl dann zwischen zwei Welpen stand, hat er den mit weniger Knochenkraft und ausgeprägterer dunkler Maske genommen. Er hat in mehreren Jahrzehnten dann doch den ein oder anderen Wurf aufgezogen und viele Hunde gehalten und war auch der Meinung, dass dieser Welpe einmal rein optisch perfekt das erfüllen müsste, was ich möchte.


    ..

    Tja, also wir vermerken dann: mit 10 Monaten ging er schon deutlich gen 65cm, Seitdem haben wir nicht mehr gemessen :hust:
    Sieht man sich diese Bilder an, dann wird einem dämmern, dass ich wohl eher Chancen auf 45kg als auf 35kg haben werde.
    (Hier im zarten Alter von 10 Monaten..)

    http://i35.photobucket.com/albums/d175/-bordy-/IMG_6777.jpg

    Und hier aktueller im Schnee mit recht genau 11 Monaten:

    http://i35.photobucket.com/albums/d175/-b…ee/DPP_0014.jpg

    Das er auch nicht tiefdunkelgrau ist, hatte ich erwähnt? :hust:


    Wesensmäßig ist er schon eher das was ich erwartet habe. Bei mir absolut kooperationsbereit (gut, das ist natürlich auch Ausbildung), von der Zusammenarbeit mit anderen (auch dem, der ihn aufgezogen hat und tagtäglich füttert) hält er so garnichts. Das diese ihm irgendetwas wegnehmen findet er auch im Alter von 10 Monaten schon komplett inakzeptabel und verleiht dieser Ansicht auch "Nachdruck". :hust: Ebenso kann er seinen Unmut äussern wenn man ihn irgendwo hinführen möchte, wo er gerade keine Lust hat hin zu gehen (z.B. von mir weg). Auch andere Hunde sind, wie zu erwarten war, nachdem die Welpenstunde nach dem Apport eines Retrieverwelpen dummerweise gestrichen wurde, nicht unbedingt nette Spielkammeraden für ihn - so lang sie vor ihm kriechen ganz nett, ansonsten findet er sich prügeln schon länger viel lustiger (ja, er wird erwachsen..). Hier ist also klares Management nötig.
    Im SD zeigt er ebenfalls eindeutig, dass die Beute nun nicht so überragend wichtig ist und er eher Interesse an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Helfer hätte. Er ist im Sport allgemein kein absoluter Beutegeier, sondern eher ernsthafter anzusiedeln.

    So, und nun sagen wir mal, du hättest diesen Welpen erworben, vor allen Dingen eigentlich wegen der Optik (sagen wir mal du hättest die selben Anforderungen wie ich gehabt) die du dir erhofft hast - du hättest wohl ein Problem. Aus deinen bisherigen Beiträgen kann ich kaum herauslesen, dass vom Wesen her, dieser Hund dein Traumhund wäre (ich tippe einfach mal Spontan eher die andere "Traum"-Richtung). Optisch wäre er das auch nicht, was nun?
    Oder sagen wir optisch wäre er genau das was du wolltest, aber der Hund der in der hübschen Hülle steckt, wärs dann so garnicht?
    Wäre es dann nicht sinnvoller gewesen, einen Welpen zu erwerben, bei der man eine recht hohe Wahrscheinlichkeit hat das der "Kern" einem gefällt und dann vielleicht noch nach Tendenzen im Äusseren zu sehen?
    Wie gesagt... ich mag mein Baby auch in nicht ganz so dunkelgrau, etwas größer und wohl demnächst auch schwerer - weil das innen drin passt. Würde letzteres nicht passen, hätten wir wohl auch bei 60cm und 30kg ein Problem.


    Vom Beispiel weg wieder zu deinem konkreten Fall..
    Es gibt durchaus auch HZ Hunde, die eher gemäßigt kompakt sind, normal laufen können und durchaus auch nette Sporthunde sein können. Vielleicht nicht für den Spitzensport, aber für den normalen Hundesportler dankbare Hunde.
    Optisch sind diese dann auch nicht sooo weit von der ein oder anderen, kräftiger gebauten, LZ weg.
    Unser "alter" Rüde z.B. entstammt einer solche Linie. 64cm, 36kg, kein Hund für eine Weltmeisterschaft aber von klein auf bis heute gearbeitet, gesund und hat durchaus sehr gute Prüfungen abgelegt.
    Du hast ja bisher nicht viel konkretes an Ansprüchen geäussert, aber meine Glaskugel sagt mir, dass sein Typ wohl eher dem entspräche was du suchst.
    Hier mal ein Bild: http://i35.photobucket.com/albums/d175/-b…ch/IMG_3906.jpg


    Wenn ich mir die Verpaarung des Welpen so ansehe, den du dort besucht hast, dann würde ich dir , wenn du einen Welpen für den Leistungssport suchen würdest , so garnicht von dieser Verpaarung abraten. Ich kenne die Eltern nicht persönlich, was "dahinter" steht ist aber allgemein sehr bekannt. Hier Tummeln sich die Topvererber für das, was die meisten Hundehalter nicht wollen :hust:
    Asko von der Lutter (zu dem habe ich ja schon etwas gesagt), Janko vom Vorwerkswald, Ellute, Tom, Lump.. und alles in allem dann Inzuchten auf Yoschy, Troll und Mona. Alles jetzt keine Hunde, die dafür bekannt sind umgängliche "Anfängerhunde" zu produzieren. Vor allen Dingen nicht in der Summe..
    Ich bin mir aber ehrlich gesagt nicht so sicher, ob du soeinen Typ Hund suchst. Wenn du schon so festgelegt sein solltest auf diesen Wurf dann nimm einen letzten Rat an und entscheide dich wenn dann für eine Hündin.. die sind meistens doch noch einfacher zu haben als ihre Geschwister.


    Es gibt im Prinzip einen eigenen Markt für Hunde, die an Familien oder Nichtsportler verkauft werden und dann spätestens wenn sie erwachsen werden nicht mehr tragbar sind. Und das sind nicht alles nur unfähige Nur-Gassi-Gänger..
    Das ich einen Hund kaufe, der irgendwann dann mal diesen Markt befriedigt, würde ich vermeiden wollen.

    Zitat

    Welchen Thread meinst Du? bordy

    Sarah, wie lange machst Du denn schon VPG?? :???:

    Meine Erfahrung ist leider sehr begrenzt, deshalb lese ich gerne und interessiert mit :D

    Welchen jetzt?

    In diesem habe ich z.B. unseren Junghundaufbau erklärt: https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…light=erfahrung


    Und in diesem hier sollte man sich evtl mal zum Thema Erfahrung umsehen:
    https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…hrung&&start=20


    @BolleBoxer

    Vielleicht ist es für dich gar so schwer zu verstehen, aber es ist durchaus auch ermüdend, wenn man sich Mühe gibt in seinem Sport, sich über Jahre hinweg Wissen und Erfahrung aneignet und diese auch gerne weiter gibt, um anderen diese Mühe etwas zu ersparen und dann kommt XY an, der (sagen wirs jetzt mal so knallhart) 3 mal auf nem Platz gucken war und "erklärt einem dann jetzt mal wie das geht".
    Am Anfang kann man kaum die Vor und Nachteile überblicken, man ist froh wenn es mit dem eigenen Hund einigermaßen klappt. Das ist auch garnicht verwerflich, es ist einfach komplett normal. Allerdings wird es dann nun etwas schwierig ebensolche Leute ernst zu nehmen, wenn sie "Abhandlungen" im Brustton der Überzeugung zu Themen abgeben, über die sich andere seit Jahren die Köpfe zerbrechen, weil sie eben nicht so einfach zu lösen sind und obwohl sie nicht ganz doof sind, wie man hier manchmal meinen könnte.

    Das die Meinung eben doch nicht so ganz fundiert ist, sticht dann nämlich an anderer Stelle wieder heraus. Angefangen bei der Weitergabe von irgendwelchen althergebrachten Vereinsinterna bishin zum abkanzeln von absolut kompetenten Ausbildern aufgrund von irgendwelchen Bildern auf denen man angeblich "Starkzwang" erkennt.

    Würde hinter den Aussagen mehr Wissen stehen, dann wäre nämlich auch bekannt, dass die Ausbildung die das Team Heuwinkl praktiziert, keinesfalls "schlecht" sein kann, denn sonst würde kein Hund über diese lange Zeit, diese konstante Leistung zeigen - und auchnoch im Alter mental und körperlich fit sein.
    Um Ausbildung zu beurteilen braucht es etwas mehr, als nur ein paar Bilder. (Wasfür Bilder überhaupt? hat irgendwer Werbebilder gemacht auf denen ein Verprügelt wird oder was?)

    Team Heuwinkl ist zur Zeit das, an was man sich messen mussen wenn es um moderne und zielgerichtete Ausbildung geht. Das wüsste man, hätte man sich etwas tiefgründiger informiert. In ihren Seminaren geht es vor allen Dingen um klare Kommunikation und saubere Arbeit, die einen dann befähigen seinen Hund bis zu höheren Prüfungen auszubilden. Auch propagieren sie den Aufbau über Helfertreiben und haben diesen wohl ganz offenkundig bis zur Perfektion gebracht. Wäre das nicht so, wären sie im Team nicht da wo sie jetzt stehen.
    Wenn ich trotzdem nicht sicher bin, was die Methoden anbelangt erscheine ich dort eben ohne Hund und ziehe mir nur das raus was mir gefällt. Das ist im "normalen" Umgang mit dem Hund so, warum sollte das im Sport anders sein? Mal davon ab, habe ich auch noch nie erlebt, dass jemand der mit Hund an einem solchen Seminar teilgenommen hat, zu irgendetwas gezwungen wurde, was er eigentlich garnicht wollte. Gerade die Heuwinkler sind dafür bekannt fundiert zu Problemen Auskunft zu geben und auch Alternativen zu kennen, falls einem ihre Lösungen nicht zu sagen. Gefällt mir etwas für meinen Hund nicht sage ich nein und packe ihn notfalls eben wieder weg.


    Heute gewinnt man, zumindest in den Sportverbänden, keinen Blumentopf mehr mit mittelalterlicher Hauruck Ausbildung, sondern Zielvolles und angepasstes Training ist gefragt. Die Sprüche, nach denen alle "Spitzensportler" ihre Hunde quasi in jedem Training einmal quer über den Platz prügeln und sowieso alle 2 Monate einen neuen Hund haben, kommen idR von Leuten, deren Fähigkeiten eher begrenzt sind und auf dderen tuen ersteres viel eher zuträfe.

    Zitat

    Sag mal, hast du mein Posting überhaupt richtig gelesen? Er hat es nicht schlecht gemacht, es ist nur nicht sein Weg.

    Er mischt das auch nicht, er hat es mir nur mal demonstriert wie das aussähe.


    Aber du und bordy habt natürlich in Sachen VPG die Weisheit mit Löffeln gefressen... :roll: Und gerade Janina kann natürlich auf Jahrzehnte von Erfahrungen zurückblicken... :hust:

    Ich bin raus hier, mir ist das echt zu Blöde langsam.


    Er mischt es nicht, hat aber mal eben mit Beutebestätigung demonstriert wie das aussähe?

    Soeine Art des Aufbaus hängt vor allen Dingen an der Grundeinstellung des Hundes und die "demonstriert man nicht mal eben".

    Und nein.. im VPG, dass für viele immernoch die einzige Möglichkeit ist einen Selbstbewussten, triebstarken Hund zu selektieren, ist es natürlich kein schlechtmachen einer anderen Art des Aufbaus, wenn man mal eben "durchblicken" lässt, dass ein wirklich selbstbewusster Hund "sowas" ja garnicht braucht und die "wirklich guten" damit ja nur schlechter werden.


    Ich denke schnauzermädel und ich lesen hier beide deine (und auch andere Postings zu diesem Thema) doch genauer als du denkst, auch wenn dir die Antworten dazu wohl nicht passen. Und ja, ich denke auch, wir beide haben schon ein paar mehr Hunde in diesem Bereich gesehn und ausgebildet, wir haben wohl auch ein paar mehr "Methoden" kennengelernt und wissen um die Problematiken - nicht nur aus theoretischen Abhandlungen.
    Wenn du hingegen meinst, von 3 mal einen Hund, an dem vielleicht mal ein Schäferhund vorbei geschaut hat, in den Lappen beissen lassen, weisst du alles zum Thema Gebrauchshundezucht und Ausbildung auch mindestens 3 mal besser, dann ist dir auch nicht mehr zu helfen.
    Hier gab es mal einen Thread zu "Erfahrung" und den daraus resultierenden Gebaren, vielleicht führst du dir den mal zu Gemüte?

    Ist doch lustig, wenn ein PSKler von nem selbstbewussten Hund spricht.... selbstbewusste Hunde, entsprechende Helfer und Hundeführer gibts ja im PSK zu hauf, da kann man einen der wenigen ruhig noch schlecht machen :hust:


    Ich hatte das Helfertreiben übrigens bereits einmal in einem VPG Thread hier erklärt.