Ich frage mich gerade ernsthaft, wie ich bisher eigentlich überlebt habe.
In dieser Lebensfeindlichen Umwelt, in der es überall geradezu von fleischfressenden Monsterbakterien in Hundekot zu wimmeln scheint, sollte dies ja quasi unmöglich sein.
Nur mal so nebenher gesagt: Wenn mein Hund z.B. Giardien hat, dann hilft das bloße Aufsammeln auch nicht mehr. Die verbreiten sich dann trotzdem, mal davon abgesehn, dass sie auch schon übertragen werden, wenn am Hinterteil des betreffenden Hundes geschnuppert wird. Ich hoffe die extrem ängstlichen unterbinden dann auch jeglichen Kontakt mit Hunden ohne Gesundheitszeugnis.
Desweiteren würde ich stark empfehlen, dass, wenn ich so immungeschwächt, alt, schwanger oder einfach nur hysterisch bin, das die normalen Einflüsse des täglichen Lebens (früher als normal) tödlich enden, sich entweder einen gegen Biokampfstoffe undurchlässigen Schutzanzug zuzulegen oder sich zu Hause einen Reinraum zu bauen, den man dann auch am besten nicht mehr verlässt. Einfach nicht mehr regelmäßig durch Gebüsche zu kriechen und Äste abzulecken an denen eventuell Hundekot hängt, soll aber auch geholfen haben.
Die Giftstoffe die hier z.B. auf Feldern versprüht werden, die Chemikalien die Obst haltbar machen sollen oder heraufgesetzte Grenzwerte für nachweislich mutagene Substanzen, machen mir ehrlich gesagt mehr Angst als ein Hundehaufen, der im Wald irgendwo in einer Böschung liegt.
Insgesamt entsteht für mich, wie in meinem ersten Posting schon angedeutet, einfach langsam der Eindruck, dass dieses Thema nur zu gerne künstlich hochgepusht wird. Irgendwo einig ist man sich noch, dass es nicht unbedingt sein muss wenn mitten auf dem Weg Hundehaufen liegen.. und nach 14 Seiten ist man dann so weit, dass Hundehaufen am besten eigentlich zu den Biokampfstoffen gezählt werden sollten und sowieso nachhaltig gesundheitsschädlich sind - zu entfernen nicht nur auf Gehwegen und öffentlichen Grünflächen, sondern am besten auch aus dem hinterletzten Gebüsch im tiefen Wald, damit der Waldarbeiter der hin und wieder die Böschung zurückschneidet sich nicht der Gefahr aussetzt dreckig zu werden. Mal davon abgesehn, dass der Urin "unschuldiges Gras" schädigt.
Wenn ich nochmal auf den Nachbarn zurückkommen darf, der hier die Laternenpfähle mit irgendwelchen Drohungen zutapeziert und sich wohl in einer ähnlichen Rolle wie die Herren aus dem Link sieht...
Wir wohnen hier wie gesagt jetzt ungefähr 8 Jahre (so genau ist es mir gerade entfallen..), von Anfang an mit Hund. Bis Datum X, als dieser Herr hierher zog, kann ich mich nicht erinnern hier jemals von irgendwem, egal ob Hundehalter oder nicht, irgendwie angefeindet geworden zu sein. Ich kann mich auch nicht an größere Ansammlungen von Hundekot auf Gehwegen erinnern, was eventuell daran liegt, dass diese hier eigentlich nur genutzt werden um in den nahegelegenen Wald zu kommen. Wenn ich jetzt wirklich angestrengt darüber nachdenke, dann lag von den Handtaschen-Flexi-Westis (derer es hier 3 oder 4 Stück gibt) mal ganz selten ein kleines Häufchen in den kleinen, verwilderten Grünstücken, die, wenn nicht gerade gemäht wurde, fast einen Meter hoch bewachsen sind.
Ein Kleingärtner hat übrigens mal eines dieser Dinger teilweise mit Blumen bepflanzt - nicht lange,denn dann kam die Stadt, die übrigens hier nicht per Hand mäht, sodass auch kein bemitleidenswerter Kerl schmutzig wird, mit dem Mähwagen an und hat selbige einfach mit umgemäht. Auf Beschwerde hin, kam übrigens die Antwort..wenn er Spaß daran hat, öffentlichen Grund mit Blumen zu bepflanzen, sei das erstens schonmal rechtlich kritisch und zweitens hätte er dann eben Pech gehabt, wenn sie nicht die Zeit hätten darum herum zu mähen
Wie dem auch sei, auf jeden Fall gab es eigentlich garkein Problem hier - weder durch herumliegende Haufen, noch durch Anwohner die sich irgendwie störten- , bis dieser neue Nachbar eins daraus gemacht hat. Seitdem versucht er permanent die Stimmung künstlich hochzukochen und einige Hundehalter, die nicht so schlagfertig sind wie ich das war, sind mittlerweile irgendetwas zwischen teils verängstigt, teils einfach genervt.
Dieser Kerl ist für mich einfach das typische Bild eines Bürohengstes - unter der Woche nichts zu melden, zu Hause gibt die Frau den Ton an, da kann man dann am Wochenende ein ganzer Kerl sein und irgendwelche Leute, die das Pech haben an seinem Haus mit ihrem Hund vorbeizulaufen anpampen.
Sein wir mal ehrlich, wenn es nicht die Hunde wären (und wie gesagt, bis er hier herzog waren sie es auch nicht..), dann wäre es etwas anderes. Dann könnten die Kinder eben nicht nicht mehr auf der Wiese spielen, weil sie der Gefahr eines hochinfektiösen Biokampfstoffes ausgesetzt sind, sondern weil sich der Herr z.B. durch das Kindergeschrei gestört fühlt. Oder er verteilt Flugblätter gegen die hinterlistigen Katzen, die sicher einen persönlichen Krieg gegen ihn führen, indem sie ihm ebenfalls Haufen hochgiftigen Materials vor die Türe legen.
Ich für meinen Teil versuche mein Leben möglichst so zu führen, dass ich meine persönlichen Freiheiten entfalten kann, im Gegenzug niemanden anderen störe und nicht ständig unnötig Energie darauf verwende, mich sinnlos über Dinge aufzuregen, nur damit ich meinen Frust an jemanden abgelassen habe.
Wenn der Schäfer hier seine Herde durchgetrieben hat, sieht man z.B. teilweise den Teer nicht mehr. Und die Freigängerkatzen hier, lassen sich scheinbar auch von den Hunden nicht davon abhalten, die Beete oder den Rasen zu dekorieren.
Trotzdem mach ich daraus kein größeres Problem als es ist. Im Sommer wenn ich barfuß durch den Rasen laufe wird selbiger sowieso einmal täglich gegossen, sodass der Katzenkot weg ist, und die Schafsch**** ist auch irgendwann wieder weg. Das gehört für mich einfach mal zum Leben dazu.
Wenn ich dann Nachrichten schaue und sehe, wie Kinder alleine in Wohnungen verhungern oder in Kellerverliese eingesperrt und jahrelang vergewaltigt werden, dann frage ich mich doch ernsthaft, wo waren denn die aufmerksamen Nachbarn da? Größtenteils Verbrechen, die von den Anwohnern bemerkt werden MUSSTEN, aber keiner hat etwas gesagt. Vielleicht wäre es mal sinnvoller, Bürgerinitiativen zu Gründen, die für mehr Zivilcourage stehen? Oder die Aufklärungsarbeit zu Fällen von Missbrauch, Rechtsextremismus und Misshandlung betreibt?
Oder ist das dann zu sinnvoll und anstrengend? Da scheint es mehr Spaß zu machen irgendwelchen Haltern Hundehaufen vor die Tür zu legen, Drohungen an Laternen zu kleben (siehe mein netter Nachbar) oder darüber zu sinieren, welche gar bösen Krankheiten von Hundekot übertragen werden..