Beiträge von bordy

    Ich frage mich gerade ernsthaft, wie ich bisher eigentlich überlebt habe.
    In dieser Lebensfeindlichen Umwelt, in der es überall geradezu von fleischfressenden Monsterbakterien in Hundekot zu wimmeln scheint, sollte dies ja quasi unmöglich sein.

    Nur mal so nebenher gesagt: Wenn mein Hund z.B. Giardien hat, dann hilft das bloße Aufsammeln auch nicht mehr. Die verbreiten sich dann trotzdem, mal davon abgesehn, dass sie auch schon übertragen werden, wenn am Hinterteil des betreffenden Hundes geschnuppert wird. Ich hoffe die extrem ängstlichen unterbinden dann auch jeglichen Kontakt mit Hunden ohne Gesundheitszeugnis.
    Desweiteren würde ich stark empfehlen, dass, wenn ich so immungeschwächt, alt, schwanger oder einfach nur hysterisch bin, das die normalen Einflüsse des täglichen Lebens (früher als normal) tödlich enden, sich entweder einen gegen Biokampfstoffe undurchlässigen Schutzanzug zuzulegen oder sich zu Hause einen Reinraum zu bauen, den man dann auch am besten nicht mehr verlässt. Einfach nicht mehr regelmäßig durch Gebüsche zu kriechen und Äste abzulecken an denen eventuell Hundekot hängt, soll aber auch geholfen haben.

    Die Giftstoffe die hier z.B. auf Feldern versprüht werden, die Chemikalien die Obst haltbar machen sollen oder heraufgesetzte Grenzwerte für nachweislich mutagene Substanzen, machen mir ehrlich gesagt mehr Angst als ein Hundehaufen, der im Wald irgendwo in einer Böschung liegt.

    Insgesamt entsteht für mich, wie in meinem ersten Posting schon angedeutet, einfach langsam der Eindruck, dass dieses Thema nur zu gerne künstlich hochgepusht wird. Irgendwo einig ist man sich noch, dass es nicht unbedingt sein muss wenn mitten auf dem Weg Hundehaufen liegen.. und nach 14 Seiten ist man dann so weit, dass Hundehaufen am besten eigentlich zu den Biokampfstoffen gezählt werden sollten und sowieso nachhaltig gesundheitsschädlich sind - zu entfernen nicht nur auf Gehwegen und öffentlichen Grünflächen, sondern am besten auch aus dem hinterletzten Gebüsch im tiefen Wald, damit der Waldarbeiter der hin und wieder die Böschung zurückschneidet sich nicht der Gefahr aussetzt dreckig zu werden. Mal davon abgesehn, dass der Urin "unschuldiges Gras" schädigt.

    Wenn ich nochmal auf den Nachbarn zurückkommen darf, der hier die Laternenpfähle mit irgendwelchen Drohungen zutapeziert und sich wohl in einer ähnlichen Rolle wie die Herren aus dem Link sieht...
    Wir wohnen hier wie gesagt jetzt ungefähr 8 Jahre (so genau ist es mir gerade entfallen..), von Anfang an mit Hund. Bis Datum X, als dieser Herr hierher zog, kann ich mich nicht erinnern hier jemals von irgendwem, egal ob Hundehalter oder nicht, irgendwie angefeindet geworden zu sein. Ich kann mich auch nicht an größere Ansammlungen von Hundekot auf Gehwegen erinnern, was eventuell daran liegt, dass diese hier eigentlich nur genutzt werden um in den nahegelegenen Wald zu kommen. Wenn ich jetzt wirklich angestrengt darüber nachdenke, dann lag von den Handtaschen-Flexi-Westis (derer es hier 3 oder 4 Stück gibt) mal ganz selten ein kleines Häufchen in den kleinen, verwilderten Grünstücken, die, wenn nicht gerade gemäht wurde, fast einen Meter hoch bewachsen sind.
    Ein Kleingärtner hat übrigens mal eines dieser Dinger teilweise mit Blumen bepflanzt - nicht lange,denn dann kam die Stadt, die übrigens hier nicht per Hand mäht, sodass auch kein bemitleidenswerter Kerl schmutzig wird, mit dem Mähwagen an und hat selbige einfach mit umgemäht. Auf Beschwerde hin, kam übrigens die Antwort..wenn er Spaß daran hat, öffentlichen Grund mit Blumen zu bepflanzen, sei das erstens schonmal rechtlich kritisch und zweitens hätte er dann eben Pech gehabt, wenn sie nicht die Zeit hätten darum herum zu mähen |)
    Wie dem auch sei, auf jeden Fall gab es eigentlich garkein Problem hier - weder durch herumliegende Haufen, noch durch Anwohner die sich irgendwie störten- , bis dieser neue Nachbar eins daraus gemacht hat. Seitdem versucht er permanent die Stimmung künstlich hochzukochen und einige Hundehalter, die nicht so schlagfertig sind wie ich das war, sind mittlerweile irgendetwas zwischen teils verängstigt, teils einfach genervt.
    Dieser Kerl ist für mich einfach das typische Bild eines Bürohengstes - unter der Woche nichts zu melden, zu Hause gibt die Frau den Ton an, da kann man dann am Wochenende ein ganzer Kerl sein und irgendwelche Leute, die das Pech haben an seinem Haus mit ihrem Hund vorbeizulaufen anpampen.

    Sein wir mal ehrlich, wenn es nicht die Hunde wären (und wie gesagt, bis er hier herzog waren sie es auch nicht..), dann wäre es etwas anderes. Dann könnten die Kinder eben nicht nicht mehr auf der Wiese spielen, weil sie der Gefahr eines hochinfektiösen Biokampfstoffes ausgesetzt sind, sondern weil sich der Herr z.B. durch das Kindergeschrei gestört fühlt. Oder er verteilt Flugblätter gegen die hinterlistigen Katzen, die sicher einen persönlichen Krieg gegen ihn führen, indem sie ihm ebenfalls Haufen hochgiftigen Materials vor die Türe legen.


    Ich für meinen Teil versuche mein Leben möglichst so zu führen, dass ich meine persönlichen Freiheiten entfalten kann, im Gegenzug niemanden anderen störe und nicht ständig unnötig Energie darauf verwende, mich sinnlos über Dinge aufzuregen, nur damit ich meinen Frust an jemanden abgelassen habe.
    Wenn der Schäfer hier seine Herde durchgetrieben hat, sieht man z.B. teilweise den Teer nicht mehr. Und die Freigängerkatzen hier, lassen sich scheinbar auch von den Hunden nicht davon abhalten, die Beete oder den Rasen zu dekorieren.
    Trotzdem mach ich daraus kein größeres Problem als es ist. Im Sommer wenn ich barfuß durch den Rasen laufe wird selbiger sowieso einmal täglich gegossen, sodass der Katzenkot weg ist, und die Schafsch**** ist auch irgendwann wieder weg. Das gehört für mich einfach mal zum Leben dazu.

    Wenn ich dann Nachrichten schaue und sehe, wie Kinder alleine in Wohnungen verhungern oder in Kellerverliese eingesperrt und jahrelang vergewaltigt werden, dann frage ich mich doch ernsthaft, wo waren denn die aufmerksamen Nachbarn da? Größtenteils Verbrechen, die von den Anwohnern bemerkt werden MUSSTEN, aber keiner hat etwas gesagt. Vielleicht wäre es mal sinnvoller, Bürgerinitiativen zu Gründen, die für mehr Zivilcourage stehen? Oder die Aufklärungsarbeit zu Fällen von Missbrauch, Rechtsextremismus und Misshandlung betreibt?
    Oder ist das dann zu sinnvoll und anstrengend? Da scheint es mehr Spaß zu machen irgendwelchen Haltern Hundehaufen vor die Tür zu legen, Drohungen an Laternen zu kleben (siehe mein netter Nachbar) oder darüber zu sinieren, welche gar bösen Krankheiten von Hundekot übertragen werden..

    Man könnte fast meinen es handele sich hier um Atommüll..

    gibt ja auch kein Endlager für. Im Wald nicht (beleidigt ja das Auge), auf dem Grünstreifen nicht, am besten überhaupt nicht.


    Ich träume ja ehrlich gesagt auch von einem Leben, indem unästhetische Hundehaufen oder Hunde, die eben etwas Urin (der beim gesunden Hund übrigens keinerlei Keime enthält) an einem Laternenmast hinterlassen meine einzigen Probleme sind. Obwohl, nein, lieber nicht, das wäre wohl recht langweilig und frustrierend..und am Ende würde ich auch auf die Idee kommen meine wenigen freien Tage damit zu verbringen, Böschungen hinunterzukrabbeln, Häufchen zu markieren die ansonsten wohl kaum einer bemerkt hätte und dies dann zu fotografieren oder auch Laternenmasten mit Drohungen zu pflastern (was ich übrigens jetzt mal unästhetisch finde).

    Wie solche Verzüchtungen zustande kommen sieht man doch wiedermal in diesem Thread..

    Man möchte ja schon einen (jetzt mal als Beispiel) DSH, aber der soll dann bitte nicht so extrem (extrem was?), triebstark, territorial und personenbezogen sein. Er soll einen "gerade Rücken" (entschuldigung, ich werf mich langsam nur noch weg wenn ich das lese..) haben und er soll bis ins hohe Alter vital und gesund sein. Nebenher bitte noch möglichst leicht zu erziehen und Hundespielwiesen tauglich.

    Nur die Frage ist für mich, warum dann überhaupt einen DSH? Der DSH wurde als Hund des Schäfers, zum Schutz des Eigentums und der Herde gezüchtet. Diese täglichen Belastungen, der absolute Arbeitswille, gute Ausbildbarkeit und die Bereitschaft seinen Herren und dessen Besitz bis aufs Blut zu verteidigen haben ihn zeitweise zum Gebrauchsund Nummer 1 weltweit gemacht.

    Schon der Rassegründer schrieb "Schäferhundezucht ist Gebrauchshundezucht. Und wenn sie keine Gebrauchsundezucht mehr ist, so ist sie auch keine Schäferhundezucht mehr". Allein aus dieser Aussage geht schon hervor, dass die neuerlichen Auswüchse der Zucht, wie z.B. die Hochzucht einfach keine Berechtigung haben. Daher brauche ich auch nicht auf Erfolg hoffen wenn ich mich mit dem Bundeszuchtwart in einen Raum sperren lasse... Dort geht es nämlich seit langem um ganz andere Werte als einen gesunden, einsatzfähigen Gebrauchshund zu züchten.

    In der Hochzucht des DSH verpaaren sich die reine Selektion auf Äusserlichkeiten, die dann durchaus "interessante" Wesenszüge hervorbringen, neben absoluter Überwinkelung, losen Bändern, X-Beinen bei denen die Knie aneinander schlagen mit dem Wunsch, einen "gemäßigten" DSH zu züchten (quasi einen schicken Komissar Rex, mit dem Interrieur eines Labradors), den man jedem verticken und damit die Welpenzahlen hoch und die Macht im VDH erhalten kann.
    Ich glaube im Spiegel gab es da mal einen kurzen, aber auch interessanten Bericht über die Bundessiegerzuchtschau, mit einem interessanten Interview mit dem damaligen Bundeszuchtwart. Von dem durchaus informiertem Reporter darauf angesprochen, dass er DSH von früher als temperamentvolle Arbeitshunde kennt und diese hier sich irgendwie anders gebärden kam dann wohl irgendwie gestammelt "jaa soeiner wäre sein erster DSH auch gewesen - aber sowas verkauft man ja heute nicht mehr..".
    Leider ist der Trend mittlerweile auch in die LZ etwas übergeschwappt.. weil a) viele Leute gerne sonen schicken mit "geradem Rücken" hätten, aber das restliche Paket nicht wollen und b) aus diesen Leuten dann irgendwann Züchter werden die genau diesen Markt weiter befriedigen.


    Und genau so läuft es doch auch bei den Rassen mit diesen noch extremeren Problemen im Exterieur meistens ab. Ich will aber, ich hätte gern und das guckt so süß aus.. fragt man die Züchter nach den ursprünglicheren Hunden und warum man denn diese Wesenseigenschaften nicht mehr überprüft, kommt man irgendwann an genau diese Antwort "sowas will doch heute keiner mehr..". Dem gemeinen Hundekäufer (auch in diesem Forum) ist es doch vollkommen egal, ob er mit seinem Kauf rein aufgrund von Äusserlichkeiten und aufgrund eines möglichst süßen Bollerkopfes dazu beiträgt, dass Hunde mit Problemen immer weiter vermehrt werden - hinterher rumheulen, dass die Hunde krank sind geht immer.
    Im DSH Bereich gibt es da einen, glaube ich Belgier, der einen Hund aus einer Verpaarung eines VA Rüden (Auszeichnung für quasi Komissar Rex deluxe..) und einer recht bekannten Hündin erworben hatte, welcher dann schwer an HD erkrankte und letztendlich eingeschläfert werden musste. Seitdem führt er einen Feldzug gegen den SV, mit recht interessanten Statistiken (weiss der Geier wo er die her hat) und haut dabei am liebsten auf die Züchter, die diese Hunde niemals zur Zucht genutzt hätten ein. Sicher tragisch für ihn und seinen Hund, aber auch hier muss ich am Ende knallhart sagen - er wollte diesen plüschigen, nur auf Äusserlichkeiten selektieren Komissar Rex Verschnitt.. hätte man sich etwas (da hätte eine Stunde Netzrecherche gereicht..) mehr informiert, hätte das so nicht passieren müssen.

    Wenn dann die Ausrede kommt, ja die Lz Hunde sind ja garnicht zu halten, ausser 24/7 im Zwinger und sowieso total bekloppt kann ich ehrlich gesagt nur müde lächeln. Wir halten zur Zeit 3 DSH aus absolut reinen Leistungsverpaarungen, die alle im Sport geführt werden. Alle aus Verpaarungen, die wohl "das Übel" aus Sicht der HZ darstellen.
    Und was soll ich sagen.. mit allen 3en kann man problemlos überall hin (nagut, in die Hundespielgruppe evtl nicht.. obwohl, könnte Spaß machen) gehen, sie kuscheln abends genauso vor dem Sofa, gut Ausbildbar sind sie auch. Richtig geführt sind sie absolut verlässlich, klar im Kopf und dank Selektion auf ihre Wesenseigenschaften, kann ich auch nachvollziehen über welche linien das kommt und kann bei einem eventuellen Zuchteinsatz auch eventuelle Wesensmängel ausgleichen.

    Hingegen hat mein bester Freund sehr lange für eine der Top-Züchterinnen der HZ Hunde aufgezogen und ich habe die letzten einige Zeit lang geführt. Diese Hunde waren gut gehalten und von daher meistens unproblematisch - allerdings eine Streuung im Wesen, da hat man auch auswürfeln können. Woher es kam, wusste keiner, war ja auch egal.. solang die schön im Kreis laufen, who cares.
    Der "Gipfel" dieser Geschichte stand bis letztes Jahr hier.. in Kurzform, absolute HZ, an eine Frau verkauft die einen netten Gassigehhund, der etwas auf den Hof aufpasst wollte. Mit 10 Monaten hat selbiger die Frau dann an die Wand gestellt und er musste weg, weil alles Angst vor dem Hund hatte. Bis zum Hauptröntgen stand er dann bei der Züchterin, die beim ein oder anderen WIedersehn mittlerweile auch Mores vor dem Hund hatte und kam dann zu meinem besten Freund. Dieser kam mit ihm klar, machte einige Prüfungen - aber sich ihm nähern konnte anfangs nur er und irgendwann ich (ich hab ihn dann auch einige Wochen Geführt bevor er zum Züchter zurückging), da er dummerweise auch vor den kleinen Enkelkindern keinen halt machte.
    Übrigens, getan hat dem Hund nie jemand was.
    Woher diese unerwarteten Wesenszüge kamen, wusste übrigens auch keiner.. hübsch war er ja, wenn auch Übergroß, wodurch er sich in einer normalen Box ständig an den Sehnen verletzte vor lauter rumgespringe.


    Klar kommt nun wieder, dass hat eigentlich nichts mit dem Thema zu tun. Im Detail sicher nicht, aber im großen und ganzen schon, denn genau so entstehen auch bei anderen Rassen Misstände. Dinge werden sich schöngeredet oder sie sind einem einfach egal. Nur das es eigentlich bei anderen Rassen viel einfacher ist,da man die Verkrüppelungen deutlicher sieht..


    Kleine persönliche Anmerkung von mir übrigens:
    Meine (LZ) Hündin hat auf einer Schau letztens nichtmal das "gut"(das ich für die Zucht gebraucht hätte) erhalten, sondern wurde mit "ausreichend"(gleich danach kommt mangelhaft..) abgestempelt. Begründung des Zuchtrichters unter anderem, der Hund sei zu klein. Er hatte sie selbst auf 57,5 gemessen (Wir waren bei 56 sonst) - der Standard schreibt für eine Schäferhündin eine Größe zwischen 55 und 60 cm Schulterhöhe vor. So viel zu wir züchten ja nur nach Standard.. da wird eine absolut mittelgroße Hündin plötzlich zu klein, weil der restliche Ring viel zu groß ist.

    Ist doch interessant, dass es uns hier immernoch so gut geht, dass man sich an solchem Kram hochziehen kann - wo doch sonst alles so Doof ist in D.

    Da passieren tagtäglich schlimme Dinge, die einfach durch etwas hinsehen und minimale Zivilcourage hätten verhindert werden können - aber man gründet lieber Bürgerinitiativen die dann Hundehaltern hinterherlaufen.
    Ich hätte für sowas garkeine Zeit, aber wer sich keine schönere und wichtigere Beschäftigung in der Freizeit vorstellen kann.. jeder wie er mag.

    Vielleicht ist es aber auch eine schöne Art seinen Frust an der Welt zu kompensieren. Sonst hat man ja nichts zu melden, es ist sowieso alles doof, was liegt da näher als das ansonsten auch schon mangelnde Gemeingefühl dadurch zu stärken, sich einen gemeinsamen Feind zu suchen. Sinds gerade keine Ausländer (da gibts zwar auch nette Initiativen, z.B. um einen Maximalausländeranteil in Klassen festzulegen.. aber das ist halt auch immer schwer politisch korrekt zu gestalten), dann kommen Hundehalter gerade Recht. Die kann sowieso keiner leiden und mit hochinfektiösen Biokampfstoffen (Hundekot) kann man sie direkt mit in die Achse des Bösen einpflegen.

    Das ganze ist übrigens eine beliebte Taktik - das zitierte, überaus seriöse Blatt gestaltet seine Schlagzeilen zumeist auch it Bezug auf ein Wirgefühl und gewisse Regierungen kitten interne Probleme ebenfalls gerne mit der Schaffung eines gemeinsamen Feindes.

    Ein Schelm, wer böses dabei denkt..


    Eine kleine Anekdote aus meiner persönlichen Umgebung:
    Ich wohne in einem Neubaugebiet, welches direkt an Kleingärtenanlagen grenzt und von unserem Haus sind es ca. 500m zum Waldrand. Die Straße zum Wald grenzt einerseits an besagte Kleingartenanlage, andererseits an weitere Einfamilienhäuser. Auf dieser Seite wird das ganze von verwilderten Grünstücken mit ca. 1 Meter hohen Gräsern und Büschen unterbrochen. Es gibt noch einen zweiten Weg, der ist nur ca. 3 Minuten lang, aber das soll hier vernachlässigt werden. Wir wohnen nu auch schon 8 Jahre hier, es gibt einige Hundehalter, aber bis vor einigen Monaten gab es nie Probleme - nirgends auffallend viele Hundehaufen, höchstens im Gebiet eines naheliegenden Wohnblockes zeitweise ziemlich Viele Tüten eines bekannten Fastfoodrestaurants, die irgendwie auch nicht verroten wollen.
    Allerdings wurde eines der leerstehenden Grundstücke vor einigen Monaten mit einem kleinen Fertighaus bebaut und dort zog quasi das Bild des Deutschen Spießbürgers oder Fahrradfahrers (nach oben Buckeln, nach unten treten..) mitsamt Familie ein. Anfangs sorgte selbiger nur für Belustigung durch Anlegung von Blumenbeeten mit dem Lineal, dann hatte ich jedoch einmal eine sehr interessante Begegnung mit dem guten Mann.
    Ich laufe also,diesmal nur mit meiner alten, sich kaum schneller als 3km/h bewegenden Hündin ersteren Weg entlang, an einem sonnigen Sonntag Nachmittag. Wir passieren also das Haus dieses netten Mitbürgers, als meine Hündin doch allen ernstes stehen bleibt und ihre Nase in das verwucherte Stück Miniwald vor seinem Haus steckt, während ich bereits weiter gehe. Dies veranlasste ihn dann wohl, aus dem Haus zu schießen und mir hinterherzubrüllen. Gut, ich hatte die Kopfhörer des Ipods im Ohr und konnte, da mein Hund ja immernoch nur da stand und Schnüffelte zuerst nicht den Grund für seine Aktivität ausmachen und nahm selbige aus dem Ohr. Dies bescherte mir dann den Hörgenuss seiner Ausführungen die in etwa beinhalteten "ich soll den Dreck meiner Misttöle wegmachen" (meinte er etwa das CO2 was sie beim schnüffeln ausstieß?) und "für die Dreckstölen gibts den Wald" (danke für den Tip, genau dorthin war ich nämlich gerade unterwegs). Bis zu diesem Punkt war ich allenfalls etwas durch die kreativen Kombinationen des Wortes "Tölen" belustigt und entschied mich, ihn doch einfach in den Redeschwall, der aus dem hochroten Kopf kam hinein zu fragen, ob dieser Grund hier denn sein Eigentum wäre. Daraufhin erhielt ich also keine Antwort, was mich dazu führte ihm wiederum mitzuteilen, da dies ja scheinbar nicht in seinem Besitz stände, hätte sich das für mich erledigt und meine Kopfhörer wieder in die Ohren zu stecken und weiterzugehen. Scheinbar brüllte er mir noch ca. 50m hinterher - nahm ich dank Liveaufnahmen von Eric Claptons "Layla" aber nicht mehr wahr.

    Ein paar Wochen später klebten an sämtlichen Laternenmasten der Siedlung Hunde Verboten Schilder, mit interessanten Untertiteln. Diese enthielten Aufmacher wie "Wie dumm kann man eigentlich sein?" "hat der Hund auch das Hirn zugesch****? und Ankündigungen wie "wir beobachten sie!".

    Es wäre zu prüfen, ob es denn rechtens ist, öffentliches Eigentum mit seinen privaten Parolen zu bekleben und ob diese und weitere Drohungen nicht etwa unter Nötigung fallen. Allerdings fehlt mir dafür dann auch die Muse und ich verbringe meine Freizeit lieber erquicklicher.

    lg janina, die seitdem beim Anblick des Herren immer lachen muss, allerdings von selbigen nicht angesprochen wird, wenn sie die Stehohrigen dabei hat.

    Zitat


    Zu bordy's Posting


    noch eine Anmerkung:

    Zumindest in unserer Gegend kommt es immer häufiger vor, dass Vereine die Starterzahlen pro Verein beschränken. Bsp. max. 10 Starter aus einem Verein auf einem Turnier nehmen. Entsprechend dürftedie Bereitschaft der Vereine, "Scheinmitglieder", die nur mal eben starten wollen, sich aber andererseits nicht am Vereinsgeschehen beteiligen, anzunehmen, langsam aber sicher abnehmen.

    Und ehrlich gesagt - das finde ich auch richtig so. Denn wer richtet die ganzen Turniere aus? Die Vereine!
    Und wenn sich immer mehr Leute in nur einem Verein tummeln, dann läuft das darauf hinaus, dass dieser Verein entweder mehr Turniere anbieten muss, oder aber über den gesamten Verband gesehen die Startplätze immer weniger werden.

    Auch wenn es vielleicht nicht ganz so dazu passt - irgendwie ist es aber auch ein Punkt zur Finanzierung.

    Ich kann dir ein Lied singen von OG's, die unter anderem von den nicht wirklich aktiven Mitgliedern leben. Die machen keine Arbeit, zahlen aber ihren Beitrag und zählen bei Abstimmungen im Verband die den Verein betreffen trotzdem mit.
    Ich kenne ehrlich gesagt wenig Vereine, die sich allein von den wirklich regelmäßig Aktiven halten könnten.

    Das solltet ihr auch im Auge behalten.. wenn ihr erstmal ein Verein seid, müsst ihr aus finanziellen Gründen evtl auch Leute aufnehmen, die ihr nicht 100% pralle findet - und ihr könnt sie, wenn sie euch nicht mehr passen auch nicht so einfach rauswerfen. Läuft das z.B. über den SV, wenden die sich evtl an den Hauptverband und ihr seid pleite, weil ihr die Verwaltungskosten zahlen müsst.

    Im übrigen kann man z.B. direkt im SV Mitglied sein -man muss sich keiner OG anschließen, kann aber überall starten und bekommt dazu noch z.B. eine günstige Haftpflichtversicherung geboten.


    Versicherung hatte ich total vergessen.. der SV z.B. hat einen Deal mit einer Versicherung, die den Vereinen alles zu speziellen Konditionen anbietet - hier spart man unter Umständen einiges.
    Vergesst nicht - macht ihr hier öffentliche Veranstaltungen und irgendjemand stolpert über ne Hürde, müsst ihr das abdecken können.

    Tja Nightstalcer..

    Solang alles passt, ist dir das sicher alles egal. Und was wenn nicht? Dann denkst du evtl mal mehr darüber nach..

    Wenn du heute ein komplett verrostetes Auto kaufst, damit zum TÜV fährst und dich dann beschwerst, dass du nicht durchkommst, wird man dir auch sagen - selber Schuld, hättste doch jemanden mitgenommen wenn du keine Ahnung hast.
    Beim Hund soll einem das alles zu fallen?

    Sicher kannst du heute irgendeinen Hund kaufen und das kann gut gehen - aber wenn nicht, wärste dann nicht einfach auch etwas selber Schuld?

    Und sorry - aber gerade unter älteren Züchtern gibt es immernoch Leute die nicht sooo super vertraut sind mit dem Internet und daher keine oder keine besonders professionell gestaltete Homepage haben.
    Oder sie können es zwar, haben aber keine Lust auf Welpenkäufer, denen schon der Aufwand einfach mal selbst anzurufen zu viel ist.. oder sie möchten nur an Leute verkaufen, die auch so schon wissen was sie wollen.
    Du schließt alle diese Leute aus und ziehst ihnen potentiell völlig inkompetente Leute vor, die dafür eine nette HP haben und allerlei unnützen Kram über ihre Hunde online stellen - fraglich ob das so aufgeht wie du es denkst.


    Zum Thema Rasseforen....evtl kann es auch ein Hinweis sein das die Rasse evtl nicht ganz passt, wenn man von Züchtern und Haltern darauf hingewiesen wird, dass man kaum das erwünschte Klientel ist?

    Erstmal vergesst nicht, dass auch Sportvereine Geld wollen. Das heißt, ihr habt als relativ kleine Gruppe (6 Leute?) erstmal relativ hohe Abgaben, dafür das es euch erstmal kaum etwas bringt.


    Das größte Problem wird aber wie gesagt der Platz selbst sein. In den meisten Gegenden ist Hundesport ein geduldetes Übel.. bringt kein Geld, nur Ärger. Anwohner die sich über den Lärm, die Hunde oder deren Hinterlassenschaften beschweren. Kaum eine Gemeinde tut sich soetwas freiwillig an, wenn sie es irgendwie verhindern kann. Wohl dem, dessen Gelände imFlurplan auch als Hundeabrichteplatz eingetragen ist..dem kann man erstmal nicht viel.
    In jedem Fall müsst ihr ein zu pachtendes Gelände finden und dann die Nutzung als Vereinsgelände beantragen. Das gestaltet sich a) aus oben genannten Gründen schwierig und b) bei landwirtschaftlich genutztem Gelände, aus den Gründen die flying-paws genannt hat. Nebenher kann ein kleiner Sumpf inmitten eines Ackers auch schon Naturschutzgebiet sein..

    Was die Preise des zu pachtenden Geländes angeht kann man auch zahlen was man mag... es gibt Vereine, die zahlen eine Symbolische 20 Euro Pacht an die Gemeinde und bekommen dafür noch ihre Zufahrt geräumt und den Platz gemäht. Es kann aber auch sein, dass ihr mit 5000 Euro für einen nicht zu weitläufigen Platz seid, um den sich die Gemeinde so garnicht juckt.


    Bisher zeigt die Erfahrung einfach, dass es sich im Normalfall eher lohnt, soetwas wie eine private Trainingsgruppe zu gründen. Um zusammen zu trainieren, braucht man keine Vereinsmitgliedschaft.
    Dann ist man eben für die Prüfungsteilnahme in einem anderen Verein zum Schein Mitglied und irgendjemand hat einen großen Garten wo man mal eben nen Schuppen mit Agi-Geräten hinstellt. Oder man mietet sich ein Gartengrundstück und trifft sich dann da .
    Bei Agi ist das doch nicht sooo das Problem. Wenn man in nem Garten SD machen will, hat man deutlich mehr Probleme.

    Lucanouk,
    sieh dir doch einfach mal ein paar Fotos der ersten Bulldoggen oder Basset Champions an, vielleicht sieht man dann wer hier etwas lesen will oder nicht.. diese Hunde entsprachen ebenfalls absolut dem Standard, waren aber alles andere als Krüppel - was ja laut deinen Ausführungen automatisch der Fall sein müsste.

    @lotus-elise

    Du schreibst, dass sich ein Erstkäufer ja nur darüber informieren muss ob der hund zu ihm passt..

    Aber wie möchte man das entscheiden wenn man nichtmal um das ursprüngliche Zuchtziel weiss? Oder war das zueinander Passen auf die Harmonie von Fellfarbe und Inneneinrichtung bezogen?

    Wenn ich das richtig interpretiere, dann geht es doch hier im großen und Ganzen nichtmal um seltene Symptome, die vielleicht bei 0,1% der Population auftreten, deren Erbgänge oder Erblichkeit überhaupt nicht geklärt ist und um die sich studierte Wissenschaftler streiten, sondern um ganz offensichtlich ungesunde Übertreibungen.

    Wenn ich mir heute eine Bulldogge, einen Boxer, einen Basset, etc, einbilde, dann sehe ich doch im Normalfall vor Erwerb eines Welpen die Eltern auf Bildern - oder ich sehe mindestens die Mutter spätestens beim Aussuchen des Welpens. Spätestens dann ist doch der Punkt gekommen, wo ich auch als Laie ganz einfach erkennen kann, ob selbige normal laufen kann oder halbwegs Luft bekommt. Muss ich diese Fragen mit Nein beantworten, bleibt mir immernoch die ganz einfache Möglichkeit zu gehen, da man mich ja wohl kaum zum Kauf eines Welpen zwingt.
    Mir wird keiner erzählen, der von mir aus einen Basset erwirbt, das er beide Elternteile gesehen hat, diese eine normale Beinlänge hatten, Vital waren und normal laufen konnten und dann bei seinem Junghund PENG auf einmal die Beine abgefallen, die Lieder runtergerutscht und der Bauch auf dem Boden geschliffen hat.


    Wenn ich da mal an meinen Opa erinnere, der noch vor Zeiten des Internets Wochenlang durch die Geschäfte getingelt ist und sich über Stereoanlagen informiert hat.. und dann irgendwann die Erworben hat die seinen Ansprüchen am ehesten entsprach und man will mir dann erzählen es wäre zu viel verlangt sich vor Erwerb eines Lebewesens, dass das nächste Jahrzehnt mit mir teilen soll sich mal hinzusetzen und sich einzulesen, komm ich mir irgendwie veralbert vor.
    Heutzutage ist es so einfach sich zu informieren - man muss dafür idR nicht mal das Haus verlassen oder irgendjemanden persönlich belästigen.
    Es gibt online Datenbanken, in denen man nach Herzenslust nach Linien, Bildern, Prüfungsergebnissen, Gesundheitestest und Nachkommen stöbern kann, es gibt unabhängige Foren, die meisten Zwinger haben Websites und viele Zuchtverbände stellen ihre Auswertungsergebnisse, sowie Ergebnisse von Prüfungen, Ausscheidungen und Schauen online. Es ist also möglich völlig faul auf seinem Hintern sitzend so ziemlich alles über eine Verpaarungen in einer halben Stunde rauszufinden, wenn man das denn will. Daran scheint es nämlich zu hängen.
    Kauft man sich ein Auto, kann man ganze Urlaube opfern um Tests zu lesen, in Foren zu stöbern, beim Händler anschauen zu gehen.. und wenn hier jemand ein Auto erwerben würde, dass ganz offensichtlich komplett verrostet ist, dann wäre die Aussage doch klar - selber Schuld, wer sich nicht informiert und soein Auto erwirbt. Nur beim Hund ist das anders.. da redet man sich halt ganz einfach darauf hinaus, dass die Krüppel eben völlig überzüchtet (wasfürein tolles Wort.. konnte mir übrigens noch keiner erklären) sind und die miesen Züchter an allem Schuld sind. Wobei man bei näherem Nachfragen meistens heraus kommt, dass der "züchter" der nette Herr aus den Kleinanzeigen mit den 5 Rassen ist.

    Hat man dann seinen Hund erworben, egal ob krank oder gesund, war es das dann auch...Untersuchungen? Nein wozu, ich weiß ja das er krank/gesund ist. Aber der nächste gesunde Hund fällt dann bitte vom Himmel...

    Tja, wer sind denn eigentlich "Züchter"?

    Das sind idR doch irgendwann auch mal ganz normale Welpenkäufer gewesen.
    In Kurzversion haben sie also einen Hund käuflich erworben, der im Normalfall vor allen Dingen ihrem äusserlichen Ideal entsprochen hat und kamen über diesen irgendwie in die "Rasseszene". Irgendwann hat der Hund die Zuchtzulassung erlangt und man lässt ihn entweder decken oder er wird gedeckt - denn er entspricht ja meist dem eigenen Ideal.
    Das Spiel spielt man weiter und weil andere das was man macht auch ganz toll finden, ist man irgendwann Zuchtrichter.

    Und schon stehen wir wieder am Anfang - die Verantwortung liegt letzten Endes bei den Käufern. Gäbe es keine Käufer die diese verschobenen Ideale hätten, gäbe es letztenendes auch keine Züchter mehr die diese Nachfrage befriedigen würden. Irgendwann sterben die ja ohne Nachwuchs bekanntlich auch aus.

    Aber wie oft habe ich auch hier im Forum schon gelesen das man auf die "Bollerköpfe" steht oder das man gerne einen Hund hätte, der zwar aussieht wie eine bestimmte Rasse, aber sich nicht wie selbige verhält.
    Die Threads sind ungezählt die in etwa so lauten.. Mein Traum war schon immer (nagut erst seit gestern) ein Schäferhund/Border Collie/Weimaraner/XYZ. Gibt es die auch mit einmal in der Woche mit Agi zufrieden, ohne Wachtrieb, möglichst sozialverträglich, aber optisch genau so?
    Oh Wunder kriechen dann auch die ganzen Experten aus den Ecken, die sicher auch jemanden kennen, der jemanden kennt, er mal einen Schäferhund/Border Collie /Weimaraner/XYZ hatte der vollkommen easy war und den man ganz locker als netter Sozialhund halten konnte.


    Mal von diesem Umstand abgesehen, möchte ich auch nochmals darauf hinweisen, dass diese ganzen Übertreibungen auch in keinem Standard festgeschrieben sind, sondern das schlicht und einfach Interpretationen des einzelnen sind.
    Lucanouk, du hast hier zwar einiges ganz toll kopiert - aber wirklich gelesen scheinst du es nicht zu haben. Die Kommentare die du darunter geschrieben hast, sind wiederum deine Interpretation, die du triffst, weil du ein bestimmtes bild im Kopf hast. Rein objektiv geht das aber aus keinem Standard hervor. Ein schlechter Ansatz um zu beweisen das Qualzucht in Standards vorgeschrieben ist..