Beiträge von bordy

    Ich führe meine Hunde so, dass sie keinen anderen belästigen.
    Ich leine nur ab, wenn ich mir des Gehorsams sicher bin, ansonsten bleiben sie bei mir. Ich lasse nicht zu, dass sie in einen anderen hineinrennen und sich an anderen austoben.
    Begegnet man mir und meinen Hunden angemessen , dann passiert auch nichts. Angemessen heißt, seine Hunde nicht einfach in meine preschen zu lassen und bei sich zu behalten.

    Im übrigen, wenn ein Hund völlig unangemessener Weise einfach ungebremmst in meine knallt, finde ich es nicht unangemessen wenn mein Hund dem Hund durch mehr als "na das war jetzt aber nicht nett du liebes Hundchen" zeigt, dass er das nicht schätzt. Nachdem DAS dann aber auch irgendwie nur zu großem Geschrei der Halter führt, sorge ich dann eben selbst dafür, dass mein Hund nicht in die Lage kommt, irgendetwas zu regeln.

    Man muss sich hier nur mal umschauen, bei den ganzen angeblichen "Beissvorfällen". Meistens hat sich der eigene Hund daneben benommen, der andere hat gemaßregelt und der angeblich so schwer verletzte eigene Schatz hat nicht mal einen blauen Fleck - da möchte ich das Geheule hören, wenn der eigene Hund von dem Überrannten dann z.B. nur abgeschnappt wird und dabei eben einen kleinen Kratzer davon trägt.

    Um auf die Frage zurück zu kommen.. ich sorge dafür das meine Hunde niemanden andern belästigen, dafür möchte ich auch meine Ruhe haben. Und nein, ich sehe so rein garnicht ein, warum ich meinem Hund quasi die Hände verbinden soll, damit andere ungestraft drauf einboxen können. Da gibt es nämlich eine noch viel tollere Methodik als dem "Bösen" einfach einen MK aufzusetzen - einfach den eigenen Hund nicht mehr blauäugig überall rennen lassen...


    Du machst es dir hier (mal wieder) sehr einfach.

    Wenn ich einen Hund von einer Organisation käuflich erwerbe, dann können diese selbigen wohl kaum zurückholen.

    Bleibt der Hund aber Eigentum der Organisation und wird dem neuen Halter quasi nur zur Betreuung überlassen, ist es natürlich so, dass die letztere Entscheidungsgewalt bei der Organisation verbleibt.

    Im Endeffekt auch nicht anders als wenn ich heute irgendwo hin in den Urlaub fahre und den Hund in einer Pension abgebe. Wenn mir dann auch nach ein paar Tagen einfällt, mir passt das nicht was da läuft , dann kann ich den Hund genauso wieder abholen wie das Tierheim und die Hundepension hat auch keine Rechte an dem Tier.

    Grundsätzlich ist die Frage der Haftung und Verantwortung aber natürlich immer kritisch, denn letzenendes wird es immer auf den Eigentümer hinauslaufen.

    Klauseln die im Vertrag stehen, sind ebenfalls nicht generell nichtig, es kommt auf das wie an.
    Gibt es einen normalen Kaufvertrag in dem z.B. steht der Hund muss zu dem Zeitpunkt dem Tierheim vorgestellt werden, ist das erstmal nett, aber nicht bindend. Ist daran eine Vertragsstrafe geknüpft, dann sieht das schonwieder anders aus.
    Gibt es einen Pflegevertrag, dann hat man als Halter im Endeffekt eh verloren, wenn das TH etwas anderes möchte.

    Von daher.. Augen auf was man so unterschreibt. Ich würde heute nicht sämtliche Kosten für einen Hund an der Backe haben wollen, nur damit die wirklich wichtigen Entscheidungen dann bei anderen bleiben.

    Und ganz ehrlich.. natürlich kann ich, wenn das TH heute bei mir klingelt und den Hund wieder haben will das erstmal verneinen. Können die aber nachweisen das der Hund ihr Eigentum ist, dann kommen sie eben mit Polizei wieder und im schlimmsten Falle klagen sie ihn ein. Das ändert ja alles daran nichts, dass ich im Endeffekt bei dem Hund nichts zu melden habe.

    Ich gebe ja zu, ich bin nicht darüber informiert, wie hoch denn so die Lebenshaltungskosten in Finnland sind. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass es dort eher teurer ist als in D.

    3000 Euro ansparen ist sicher gut, aber denke dran, sich mal eben einen Job suchen und sonen Haufen Geld verdienen ist leichter gesagt als getan. Ich dachte mir nach dem Abitur auch "dann such ich mir halt nen Job" zur Überbrückung - ja denkste.. am Ende hab ich dann einige Monate bei Mcblööd gejobbt, weil auf die Schnelle nichts anderes aufzutreiben war. Das war dann aber dazu noch ein wirklicher Knochenjob..

    Gehen wir mal davon aus, dass du die 3000 Euro hast.. siehe erster Absatz, kann man von 560 Euro in Finnland wirklich leben und auchnoch einen Hund versorgen? Vor allen Dingen, solltest du dein Polster benötigen, kannst du von diesen 560 Euro dann auch wieder ein neues Polster schaffen?
    Ich bin auch Studentin mit Hund(en), allerdings mit viel (finanzieller) Unterstützung von mehreren Seiten was die Vierbeiner angeht. Trotzdem, würde mich mein Hund jetzt auf einmal 50 Euro mehr kosten im Monat (kann schnell mal sein.. ne Monatsration Medikamente, auch schon für kleinere Sachen ist teuer), täte mir das schon sehr weh.
    Wobei du im Endeffekt auch schon mehr als die 3000 Euro brauchst, denn ich denke auch in Finnland wirst du für einen guten Welpen der von dir erwähnten Rassen locker 1000 Euro hinlegen.

    Dann weiter gedacht.. du krigst die 560Euro jetzt noch 2 Jahre. Was dann? Ich lese aus deinen Beiträgen nur heraus das du das Abitur abgebrochen hast, um "etwas anderes" zu machen - was, sehe ich gerade noch nicht, ausser das du viel Reisen möchtest. Solltest du dich z.B. Selbstständig machen wollen denk daran.. das heißt "selbst" und "ständig" und je nach Bereich kenne ich nicht viele Selbstständige die auchnoch Zeit für einen Hund haben.

    Reisen an sich ist natürlich mit Hund möglich. Allerdings bedenke
    a) nicht jeder Hund kann fliegen. Hunde mit Herzfehler fallen hier z.B. raus.
    b) nicht in jedes Land darfst du einen Hund einfach so mitbringen. Viele Länder verlangen auch heute noch teils 6 Monate Quarantäne und oder diverse Titerbestimmungen.
    c) Reisen mit Hund ist teuer. Ohne Hund bekommt man immer mal ein billiges Ticket, eine günstige Übernachtungsmöglichkeit. Die günstigen Airlines transportieren meist garkeine Hunde, die meisten Hotels wollen ebenfalls keine, Quarantäne und Titerbestimmung ist auch nicht umsonst.. Den Hund von hier z.B. in die USA mitzunehmen kann dich einfach (!) mal locker 1500 Euro kosten.

    Damit man sich das leisten kann, muss man schon gut verdienen... und dazu, siehe oben.

    In deiner Situation, würde ich ganz ehrlich bis auf weiteres mit der Hündin die ihr habt zufrieden sein. Allerdings lesen sich deine Antworten für mich, als hättest du das alles schon entschieden.

    Interessant ist für mich, dass die Fraktion, die quasi fordert das sich der angeleinte Hund einfach überrennen lässt, "angemessenes Verhalten" scheinbar nur bei dem mehr oder weniger eingeschränkten Hund sucht.

    Ist es denn "angemessen", sich einem fremden Hund im vollen Gallop zu "Nähern" - also im Klartext, ihn einfach zu überrennen?

    Entschuldigung, aber das ein Hund auf solche übertriebenen Aktionen dann eben auch nicht mehr mit *ich hab ja für alles Verständnis und geb dir noch ne Chance* reagiert, dafür habe ich dann so ganz persönlich auch Verständnis. Auch wenn einige das gern so sehen würden, es handelt sich hier immernoch um (zwar domestizierte) Raubtiere, nicht um Abbilder von Mahatma Gandhi.

    In einem anderen Thread habe ich glaube ich schonmal eine einfache Rechnung zum Thema "ich trete grundlos jeden Hund " vorgestellt. Ich bin relativ groß und habe eine Innenbeinlänge von 1,08m. Jetzt kann ich das Bein aber schlecht auf 90° hochziehen und dabei auchnoch sicher das Gleichgewicht halten, mal davon ab das diese Schulterhöhe wohl nur manche Doggen erreichen. Ein dosierter Treffer mit dem Fuß ist also eigentlich bis max. 70cm Abstand möglich.
    Zur Verdeutlichung möge man sich vielleicht mal einen Kreis mit 70cm Radius um sich selbst malen, bzw bei entsprechend geringerer Körpergröße dann eben kleiner. Es dürfte sich dann erschließen, dass man bei einem Hund der sich so weit genähert hat kaum eine andere Chance hat diesen effektiv fern zu halten.

    Liest man hier so manche Beispiele könnte man ja meinen, man würde heute den Hunden hinterherrennen und sie zusammentreten oder irgendwo an der 5meter Leine mit seinem Hund stehen, den andern quasi noch anlocken und dann mit "HAHA" aus dem Gebüsch springen und sich furchtbar freuen das man wieder einen erwischt hat.

    Nachdem ich zumindest erquicklichere Hobbys habe, würden mich wohl wahrscheinlich auch keine Neufundländer im Freilaufgebiet stören, da ich jetzt einfach mal davon ausgehe das selbige nicht im Schweinsgalopp die 70cm Grenze unterschreiten werden |)

    Im Endeffekt ist es auch vollkommen egal ob der Hund nun angerannt kommt und in meinen reinspringt, weils halt ein unerzogener Junghund ist dem man das in der tollen Welpenspielstunde so beigebracht hat, weil er einfach keinen Respekt vor anderen hat, weil er gerne mal andere mobbt oder weil er meinen Hund direkt platt machen will - Unterschreitung der 70cm ist einfach zu wenig.
    Ebenfalls egal ist eigentlich, warum ich es nicht schätze das irgendein, wie auch immer geratener Hund in meinen reinrennt - denn nichts anderes ist ein ungebremstes annähern in diesen engen Bereich. Meine alte sensible Hündin, mit der ich ewig gebraucht habe um ihr die Sicherheit zu geben, sich nicht vor anderen Hunden, die sie vorwiegend als Punchingball verwenden (wehrt sich ja nicht.. wie praktisch), hat genauso das Recht nicht einfach übern Haufen gerannt zu werden, wie meine junge Hündin oder mein Rüde, die sich wohl beide selbst zu helfen wüssten (wobei das Geschrei da ja dann auch wieder groß wär - die pöhsen Schäferhunde haben den andern ganz gemein angeguckt).
    Ich möchte einfach nicht das meine Hunde in die Verlegenheit kommen irgendetwas, wie auch immer geartet mit andern klären müssen. Ich möchte, dass sie das Vertrauen in mich behalten, dass ICH das regle und sie hier nichts zu melden haben. Das tun sie aber nicht, wenn ich daneben steh und doof gucke, während der mittelgroße notgeile Mix aus dem Viertel auf einmal von hinten angerast kommt und direkt auf meine alte Hündin draufspringt und sie rammelt.

    So übrigens erst letzte Woche passiert - alte Hündin hat gerade ihre pseudo-Standhitze (viel is da nicht mehr ), ich gehe mit ihr aus dem eingezäunten Garten raus und stehe auf dem Vorplatz der Garagen. Drehe mich um um die Tür zu schließen, gucke den Hund an und in diesem Moment schießt der Zwerg (nagut,.. 40cm oder so wird er haben) an und springt aus dem Lauf auf meine Hündin. Für die Fraktion damit muss ich rechnen in der Öffentlichkeit, dass ist unser Privatbesitz, da hat der Gute in keiner Absicht was verloren.
    Ich hab ihn übrigens nicht getreten, sondern im Nacken gepackt und weggeworfen. 100m weiter hinten kam die Halterin dann angejoggt, hat mit ziemlicher Sicherheit gesehen was ihr Hund (mal wieder) verbockt hat und lief an mir vorbei als wäre nichts. Auch eine sehr angemessene Reaktion |)
    Die letzte Begegnung mit diesem Hund war übrigens locker ein halbes Jahr her - damals durfte ich mich aber öfters an ihm "erfreuen"und er hat einmal auch einen Tritt kassiert, was ihn doch dazu brachte die nächste Zeit wenn er erkannte das ICH das bin auf 5m abzubremsen und sehr gesittet im Bogen vorbeizulaufen.

    Im Endeffekt laufe ich hier ganz bewusst so, dass mir die Tutnixfraktion selten begegnet, einfach weil mir solche Aktionen eigentlich zu doof sind. Ich gehe mit meinen Hunden nicht raus um mich zu ärgern und je weniger unangenehme Begegnungen, desto besser. Hin und wieder kommt man aber nicht umhin und in ein paar Jahren Hundehaltung hat man dann eben einige Geschichten erlebt, dass ist alles.
    Besonders prickelnd ist übrigens auch, wenn man mit zwei Hunden unterwegs ist, zu Zeiten wo man normal keinen trifft, und eine Hand dank eines komplizierten Bruches in Gips hat. Es ist ein sehr breiter Hauptweg und ich gehe trotzdem 2m in den Wald, lege beide Hunde ab. 30m weiter zwei Frauen mit einem angeleinten Boxer und einem zu diesem Zeitpunkt auch noch angeleinten mittelgroßen Mischling. Hätte ja alles so einfach sein können, wenn man letzteren dann nicht auf einmal 10m vor mir abgeleint und in mich rein laufen hätte lassen. Selbiger tat dies übrigens knurren und fletschend. Was tut man dann da? Am besten dazwischen langen, die Hand ist ja eh schon in Gips und obs jetzt 3 verdrehte Brüche sind oder noch ein paar mehr juckt ja keinen :mute:

    Ja, sowas macht dann schon Spaß. :rollsmilie2:
    Aufregen tu ich mich im Normalfall weniger, genervt bin ich irgendwann dann aber, abhängig von meiner Grundstimmung, dann schon. Die Leute kann man leider nicht ändern und ich versuche es auch nicht. Ich halte es so, dass ich das, wenn die Halter es selbst nicht tun, dann eben ganz einfach und emotionslos regle, so wie ICH das eben für angemessen halte. Im übrigen weiß ich auch wie man das bei Hunden die größer sind als ein Russel tut und ich weiß auch wie ich das für mich am sichersten mache :mute:
    Leider ist es doch nunmal so, dass es für die meisten Hundehalter erst einmal brennen muss, bevor sie auch nur ein Mindestmaß an Anstand zeigen.

    http://www.offa.org/stats_hip.html


    Zum Thema, Rassen welche meistens HD haben, solltest du dir evtl mal z.B. den oberen Link durchschauen.
    Es gibt kaum eine Rasse mit so vielen "Experten" zum Gesundheitsstatus wie den DSH. Begründen kann die tollen Sprüche aber kaum einer, deswegen würde ich dir Raten, dich an die Fakten zu halten. |)


    Zum Unterschied DSH und weißer Schäferhund. Die weißen sind schon relativ lange von den "Normalen" getrennt und haben mittlerweile auch ein völlig anderes Zuchtziel.
    Das hat allerdings die Auswüchse, dass ich keinen weißen kenne der für mein Empfinden nicht sehr verschüchtert ist - teils bestehen sogar Krankheiten aufgrund permanenter Überforderung mit der Umwelt. Diese Hunde kommen nicht vom Polenmark, wohlgemerkt.. von irgendwelchen Hautkrankheiten mal zu schweigen.

    Wie schon gesagt wurde, ist das kupieren ja auch weiterhin erlaubt bei Jagdgebrauchshunden. Hier haben die Hunde einige Vorteile durch das kupieren (allerdings nur der Rute), aber keine Nachteile - auch das Argument der eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit zieht nicht, da hier meist wirklich nur die letzten Wirbel entfernt und das meiste belassen wird.
    Die Risiken mit Rute sind allerdings deutlich höher und ja, dass erträumt man sich nicht nur, das sind reale Risiken. Mal davon ab, dass das Argument der Optik hier nicht zieht, da man eh kaum einen Unterschied sieht wenn man nicht darauf achtet. Hier gab es mal einen Thread wo alles ganz entrüstet war, dass Weimaraner kupiert werden - der Großteil kannte zwar Weimaraner, aber keinem war es aufgefallen..

    Im Endeffekt stört mich ganz ehrlich bei der ganzen Geschichte nur wieder diese Doppelmoral - obwohl ich weder dafür bin, dass ab sofort wieder jeder kupieren darf wie er mag, noch dafür, dass man es der Jagd auchnoch verbietet.
    Tausenden Hündinnen werden Gebärmutter , Eierstöcke und am besten noch die Milchleisten vorsorglich rausgenommen, weil sie *könnten* ja irgendwann mal Probleme bekommen. Vorteil für die Hündin?
    Bei vielen Rassen werden die Wolfskrallen per se entfernt, was sogar viele Halter der Rassen garnicht wissen. Vorteil für den Hund?
    Es fallen jedes Jahr mehr Merle-Hunde, die im Endeffekt für die Population und eventuell schwer kranke Nachkommen nur Nachteile haben. Vorteil für den Hund das er Merle ist?

    Man könnte hier noch endlos weiter machen... aber es gibt so viele Sachen, die einfach geduldet oder gleich noch gefördert werden, ohne das sie für den Hund Vorteile, manchmal sogar noch schwerwiegende Nachteile mit sich bringen. Das sind dann aber Sachen, die *für einen selbst* irgendeinen Vorteil haben - da ist es dann ok.
    Weil man selbst aber keinen Vorteil aus einem kupierten Hund ziehen könnte (und sei es nur ein optischer), befähigt einen das dann aber anscheinend, in teilweise übelster Weise über andere Menschen herzuziehen. Da wird man dann pervers und quasi zum potentiellen Straftäter, nur weil einem etwas optisch mehr oder weniger zusagt. Das kann es ja nun einfach auch nicht sein und man sollte die Kirche auch einfach mal im Dorf lassen..

    Zitat

    Ich denke er kauft sie einfach nicht, weil es hier kupieren verboten ist. Und nicht weil er kupieren für schmerzhaft hält. Er hätte sie also weiter kupiert gekauft, wenn es erlaubt wäre. Finde ich verwerflich.
    Das sind jetzt nur Spekulationen und ich möchte nicht sagen, dass dieser Mann der personifizierte Teufel ist, sonder einfach dass er eine Einstellung hat, die ich nicht tolerieren kann. Mag auch gar nicht abstreiten, dass es seinen Hund gut ging, ich wieß lediglich darauf hin, dass ich mir vorstellen kann, dass solche Leute auch zu anderem fähig sind.


    Äh ja... er hätte ... wenn er |)

    Für den Hund ist es doch ganz ehrlich absolut egal warum er nicht kupiert wird. Diese ganzen Unterstellungen..

    Der letzte Satz, ist aber der, der letztendlich absolut daneben ist. Erkennen wir demnächst jetzt Kinderschänder, Vergewaltiger, Tierquäler, Gewaltverbrecher daran, dass sie kupierte Hunde optisch schöner finden aber nicht kaufen?

    Optisch angesprochen werden durch einen kupierten Hund , aber selbigen nicht erwerben, auf einer Liste mit den "Risikofaktoren" für Massenmörder wie schwarzen Katzen das Fell abziehen und Kaninchen ausbluten lassen? :mute:

    Kann man mir jetzt gerade mal die schon gestellte Frage beantworten?

    Was ist so schlimm daran etwas optisch schöner zu finden, wenn man es doch nicht kauft?


    Zum einleitenden Beispiel:

    Der Mann könnte durchaus auch einen gut aufgezogenen Welpen der vollkupiert ist bekommen. Aber er will es scheinbar nicht. Was ist daran denn nun bitte verwerflich das er soeinen Welpen NICHT kauft?

    Mal davon ab... dass es den andern Hunden ja sehr gut zu gehen schien. Also zum schlechten Menschen und so..

    Zitat

    und noch mal: ich kann nicht glauben, dass es keine zuchtlinien mehr geben soll, aus denen dobermänner kommen, die sich für entsprechende arbeit eignen würden.
    man muss doch nur sorgfältig suchen. leider kam eben auch der dobermann leicht in mode, daher wurde er auch von manchen "familientauglicher" gezüchtet. leider. denn ein dobermann ist mit sicherheit kein sofahund - er muss entsprechend geführt werden, aufgaben bekommen, etc.
    aber es gibt nach wie vor züchter, die genau auf solche dinge achten. man muss sich eben - wie immer beim welpenkauf - gründlich vorher informieren.


    Was bringt es dir, wenn es eine Zuchtlinie gibt, die noch "ursprünglich" ist?

    Es bringt mir heute als Züchter auch nichts, wenn ich eine Zuchthündin habe, aber keinen Deckpartner finde. Will ich heute auf die Dauer einen gesunden Zuchtstamm erhalten, muss die genetische Basis möglichst breit sein, ansonsten habe ich irgendwann genau die Probleme, die ich eigentlich nicht wollte.. Krankheiten, Wesensmängel, Inzuchtdepression. Es gibt auch beim Dobermann noch einzelne Züchter, die auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit züchten. Aber denen wird es immer schwerer gemacht, auch weil das so garnicht gewollt ist.
    Der Verband will solche Hund eigentlich nicht mehr, weil mittlerweile die "Plüschfraktion"auf den "Machtplätzen" steht, weil sie nicht ins Bild passen, etc.
    Da kommt ja dann schon das nächste Problem - habe ich einen entsprechenden Hund, bringt mir das auch noch nicht viel, wenn ich den Hund nicht zuchtzugelassen bekomme und bei Bewertungen vom Zuchtrichter abgespeißt werde mit Kommentaren "solche Hunde wollen wir nicht mehr".
    Habe ich die Hürden mit passendem Deckpartner und Zulassung überwunden, so muss ich dann auch erstmal passende Käufer für solche Hunde finden. Die ganze Mühe bringt mir ja auch nichts, wenn keiner die Hunde kauft oder sie dann irgendwann unauffindbar und nutzlos für die Weiterzucht sind. Aufgrund der ganzen Probleme wird es ja schwer diese Welpen noch an geeigneten Stellen zu platzieren.

    Und diese Probleme ziehen sich, dank der "Plüschfraktion" doch durch so ziemlich alle Rassen. Da ist es dann wichtiger, dass der Wurf im Schlafzimmer großgezogen wird, 5 Rappeldosen und einen eigenen Welpenspielplatz hat, als dass die Eltern nachweißlich über längere Zeit gesund und leistungsfähig sind. Nur das der tollste Welpenspielplatz nichts nützt, wenn genetisch Probleme vorliegen..
    Beim Schnauzer gibt es im Leistungsbereich noch ganze zwei Züchter, die hier federführend sind. Alternativen noch sehr sehr rudimentär vorhanden, aber qualitativ größtenteils kaum ein Gewinn für die Zucht.
    Beim Dobermann ist das Durchschnittsalter mittlerweile bei meines Wissens 7 Jahren (laut DV ist das natürlich nicht so).
    Mir ist nur ein Rottweilerzüchter bekannt, dessen Hunde mich wirklich überzeugen - dessen Hündin springt aus dem Stand 1,80 und auch ihr Wesen überzeugt. Und damit meine ich nicht das der Hund besonders nett ist. Er züchtet aber nicht mehr, da er leider keinen Rüden mehr finden konnte, der dass, was er sich vorstellt sowohl Phäno- als auch Genotypisch mitbringt.
    Boxer wüsst ich gerade nicht wo ich einen hernehmen sollte.. in den letzten Jahren habe ich nur einen kennenlernen dürfen, der noch wirklich sowohl gesund als auch "typisch" (also wirklich typisch..) war. Der Rest war entweder von vorneherein beeinträchtigt (OP nötig zum korrigieren einer Fehlbildung in der Nase, Herzfehler, mit 6 Jahren Spondy, immer Wiederkehrende Wucherungen am Zahnfleisch oder einfach, spätestens bei etwas Wärme, nicht mehr belastbar) oder wurde in Folge von etwas höherer Belastung als Gassi gehen recht bald Krank.
    Bouvier, kenn ich auch nur einen.. der allerdings ohne Papiere aus KNPV Linien.
    Hovawart, der ein oder andere "akzeptable", wobei diese wohl wenigstens gesundheitlich ganz in Ordnung sind.
    Zu guter letzt der Schäferhund.. zwar eine relativ breite Basis vorhanden, allerdings hat man es auch immer schwerer und muss extrem aufpassen wenn man nicht haufenweise 3-3 , 3-4 oder sonstige enge Inzuchten haben will. Allerdings kann man seinen Leistungshund auch immernoch gut verkaufen, wenn man behauptet er käme aus DDR Linien. Die sind ja zum angeblich immer kranken "Westhund" immer gesund und haben einen "geraden" Rücken. Gut, dass sich mittlerweile viele ehemalige Züchter von "echten" DDR Linien davon abwenden, weil die Gesundheitsergebnisse einfach nicht mehr akzeptabel sind... davon reden wir mal nicht :mute:

    Zitat


    Ich glaub die Aussage war eher drauf gemünzt das es damals als sie noch so aussahen, wie sie aussahen, selten Dobermänner in unsportlicher/ungeeigneter Hand gab. Ergo sie ihrem eigentlichen Zweck nachkommen durften und anstatt wie heute total gestresst und sehr labil auf Muttis Sofa zuhause sitzen.
    So hab ich das jedenfalls verstanden.

    Das hast du richtig verstanden.