Beiträge von bordy

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    Ich wage außerdem zu behaupten, dass allein die Angst vor kritischem Hinterfragen im Tierheim aus einem vernünftigen aber überforderten Tierbesitzer keinen Vollidiot macht, der sein Tier am Zaun anbindet oder - wie es in einem befreundeten Tierheim passierte - das Tier über den Zaun schmeißt (!!)


    Das Hinterfragen allein vielleicht nicht, aber vielleicht schon, dass viele (und ich meine damit wirklich viele) Tierheime Tiere garnicht mehr aufnehmen wenn du dort ganz normal aufkreuzt mit der Wahrheitsgemäßen Aussage "Ich muss meinen Hund abgeben weil ich nicht mehr klarkomme/es Stress in der Familie gibt/ X".

    Bin ich oder mein Tier heute aus welchen Gründen auch immer in Not geraten, wird mir schon fast nichts mehr anderes übrig bleiben, als mein Tier am Tierheimtor anzubinden um es versorgt zu wissen.
    Ist sicher keine Entschuldigung, aber mittlerweile doch vielerorts Realität.

    Sieht man hier doch nun auch immer wieder. Der Hund muss aus welchen Gründen auch immer weg - die versammelte Meute "Tierschützer" fährt erstmal teils persönlichst beleidigende Geschütze auf (und es wird nicht nur kritisch hinterfragt..) und dann ist man sich einig das derjenige das doch gefälligst selbst auszubaden hätte und man diesen Hund auf keinen Fall nehmen würde.

    Hinterfragt man übrigens bei den Verantwortlichen (trifft man ja auf dem ein oder anderen Turnier...), wird der Grund, dass man ja schließlich demonstrieren muss das man moralisch überlegen ist, meist dezent weggelassen und man bringt den Pauschalgrund überhaupt - wir sind voll.
    Mag ja sein - wenn ich Tiere nur an eine Millionärsgattin mit großem Grundstück in ruhiger Lage, womöglichst noch ohne Kinder und jegliche Ambitionen zum Hundesport vermittle, ja dann schauts halt irgendwie Mau aus mit den Vermittlungen. Eventuell frei werdende Plätze kann man dann noch mit Mitleidswirksamen Tieren, die dann hier wie am Herkunftsort im Heim sitzen füllen und schon bringe ich keinen mehr unter.

    Ob man allerdings mehr Kapazitäten hat, wenn man Leute quasi zwingt ihr Tier auszusetzen oder zu beschlagnahmen lassen, erschließt sich mir nicht ganz.

    Na dann sei doch froh, dass die Maßstäbe, die angeblich alle Mitglieder der 14 Vereine in deiner Nähe anlegen, nicht unbedingt für dich gelten müssen.
    Wenn anscheinend wirklich alle, wahrscheinlich im gesamten mehrere Hundert, Vereinsmitglieder damit zufrieden sind das der Hund auf dem Platz etwas tut aber draußen scheinbar null zu kontrollieren ist, dann hindert dich doch das nicht daran, mehr zu verlangen.

    Wenn du wirklich der einzige kompetente HF in deinem gesamten Umkreis sein solltest, dann freu dich doch und zeig allen wie viel toller du bist... :mute:


    Desweiteren würde ich dir empfehlen, wenn du planst mit deinem Hund im Sicherheitsdienst zu arbeiten, dich vielleicht doch mal etwas mehr mit der Materie auseinander zu setzen. Du darfst in vielen Bundesländern deinen Hund als Privatperson (und solches bist du auch als Security, auch wenn viele das gern anders hätten) nicht zivil ausbilden - und in denen in denen du das darfst, würde das bedeuten, dass dein Hund mit einer zivilen Ausbildung ab sofort wie ein "gefährlicher" Hund zu behandeln ist.
    Also, ab sofort dann ausführen nur noch an der max. 1,20m Leine, mit Maulkorb und Freilauf nur auf einer mind. 1,80 eingezäunten Wiese. Plus erhöhte Hundesteuer.

    Kannst du allerdings auch positiv sehn, dass Platz auf 10m Distanz was scheinbar nur dein Hund zu kann, wirst du dann nicht mehr brauchen. Oder negativ, deine Arbeit war umsonst.


    Solltest du dich doch noch durchringen können, auf irgendeinem der 14 Plätze zumindest 2-3mal aufzutauchen, kannst du übrigens auch einfach SV Mitglied werden. Dann kannst du als Fremdstarter überall starten.

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    Wer sagt denn das?
    Den meisten hier geht es doch nur um die Frage des WIE!

    WIE denn anders?


    Im Schlachthof, wo dem Tier dann teilweise nicht mal die Gnade einer Betäubung durch den Hammer zu Teil wird?

    Wo der Bolzenschuss dann diverse male daneben geht?

    Mit einem nicht so kuscheligen Tier?

    Wenn ich heute der Meinung bin, dass das Beiwohnen einer Schlachtung einem vorpubertierenden schweren Schaden zufügt, dann ändert es auch nichts daran, wenn es eben kein Hoppler ist oder ich als Elternteil daneben stehe - ausser ich habe vorher richtig vorgearbeitet als Elternteil und nicht drum herum geredet.

    Äh ja... nein vor 10 bis 11 jährigen darf man sowas natürlich nicht zeigen.

    Gehn wir das mal einfach durch. Ein 11-jähriges Kind besucht hier mittlerweile größtenteils die 6. Klasse z.B. eines Gymnasiums (nannte man früher Oberschule...) oder einer Realschule, Hauptschule.

    In nicht allzu langer Zeit wird man von dem Kind erwarten, dass es selbstständig arbeitend und entscheidend Praktika macht und ein nicht geringer Teil wird mit 14 Jahren seine Ausbildung beginnen und sein erstes eigenes Geld verdienen.

    Mit 16 Jahren ziehen viele von zu Hause aus und führen ein eigenes Leben.

    Mit 17 Jahren übernehmen sie mittlerweile Verantwortung für viele Menschenleben - sie fahren Auto.

    Mit 18 bringen sie sich zum ersten Mal mit ihrem Wahlrecht in den Weg der Demokratie ein.

    Irgendwo dazwischen fangen sie an, sich selbst essen zu kaufen (teilweise auch schon mit 10 oder 11..).
    Nicht wenige haben mit 14 schon Kinder und es soll auch schon 12jährige Mütter gegeben haben (wie man das finden soll lassen wir mal dahingestellt).

    Und jetzt sagt mir mal bitte.... WANN genau soll bei einem heranwachsenden Menschen eigentlich das Bewusstsein kommen, dass sein Fleischkonsum erst einmal Leid für ein anderes Lebewesen bedeutet?

    WANN soll diese Einsicht denn bitte kommen, wenn sie bei einem fast pubertierenden immernoch nicht da ist?
    Denn nur mal zur Erinnerung... ein 11jähriger ist kein Kleinkind mehr.

    Wenn ein 11jähriger, fast geschlechtsreifer sich einnässt, Albträume und Depressionen hat weil ihm einmal vor Augen geführt wird, woher sein Steak kommt - entschuldigung aber dann sag ichs nochmal ganz deutlich, dann habe ich als Elternteil einfach in meinem erzieherischen Auftrag absolut versagt und sollte mir über meine Eignung als Erziehungsberechtigter Gedanken machen, bevor ich Lehrer angreife.

    Führe ich mein Kind normal an den Umstand heran, dass Tiere sterben, damit wir den Sonntagsbraten haben, dann ist das auch keine Shocktherapie und kein blinder Tierschutz. Dann ist es genau das, als was es wohl gedacht war - ein Teil eines Schulprojekts.


    Das ich mit meinen "frechen" Unterstellungen ziemlich recht habe, bemerke ich übrigens a) weil man sich immer den Schuh anzieht der einem passt und b) an dem Verhältnis der Leute, die bei solchen Themen aufschreien zu denen, die in Wirklichkeit dann auch konsequent auf Fleisch und tierische Erzeugnisse verzichten.
    Zumindest in städtischem Gebiet ist der Aufschrei jedes mal rießig, wenn der örtliche Schäfer Lämmer zum schlachten aussucht oder wenn ich ganz offen darüber rede, dass wir demnächst mal ein Ferkel aussuchen wollen, weil Spanferkel gut schmeckt. *Ih bäh wie kannst du nur!* - und nebenher den Hotdog verdrücken..

    Na sieht mans mal wieder...Das Forum als Spiegel der Gesellschaft.


    Verlogen bis dorthinaus.


    Ich vermute mal, 90% derer, die sich hier aufregen wie furchtbar schlimm das doch ist, dass ein Kind mal sieht wie ein Tier stirbt, haben höchstwahrscheinlich schonmal Wiesenhof Hähnchen oder dergleichen gekauft. Es liegen die Wienerwürstchen aus dem Supermarkt im Kühlschrank, nebendran die Kalbsleberwurst.

    Süße kleine Hühnchen, niedliche Ferkelchen und putzige Kälbchen. Das juckt aber keinen, weil man hat ja nicht gesehn was es war.

    Töten und Essen gehört nunmal zum Leben dazu, wenn man nicht gerade Veganer ist. Wie kann man sich bitte zum Abendessen das Wurstbrot reinziehn und dann hinterher rummaulen, wie man nur ein Tier töten kann?
    Mal wieder werden nur zu gerne die Augen verschlossen. Bei Reportagen zum Thema schlachten zappt man weg - will ich garnicht wissen das meine Chickenwings teilweise bei vollkommenem Bewusstsein gerupft oder mein Schnitzel lebendig geflammt wird. Mein Kind soll das bitte auch nicht wissen, weil sonst könnte es kritische Fragen stellen wenn der Sonntagsbraten auf den Tisch kommt.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser wirklich inflationäre Fleischkonsum in der heutigen Zeit damit zusammenhängt, dass man keinerlei Bezug mehr dazu hat, wo es her kommt. Da gibt es Fleischsnacks die man sich nebenher reinzieht, Burger für 1 Euro. Mal eben noch ne Scheibe Wurst mehr, hat ja kein Gesicht mehr.

    Wär es wirklich so schlimm, wenn ein Kind heute weiss, dass für den 1-Euro-Hamburger, den es halb gegessen in die Büsche wirft, ein kuscheliges Tierchen sein Leben lassen musste?


    Im übrigen schließe ich daraus, dass ja sogar ein Vater das Karnickel mitbrachte, dass sehr wohl bekannt war, was hier stattfinden sollte. Sollte es dennoch nicht jeder mitbekommen haben, ist das vielleicht der einzige Anstoßpunkt für mich.

    Allerdings sollte man sich als Eltern evtl mal fragen, ob man in seiner Erziehung nicht etwas versagt hat, wenn mein Kind sich zwar die Wiener und Hamburger reinziehn kann, aber ein schweres Trauma davonträgt, wenn es mitbekommt was das eigentlich mal war.

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    Klar hören viele Hunde auch auf große Distanzen. Die Frage ist nur, mit welchen Methoden sie ausgebildet wurden.


    Kannst du dir vorstellen, dass wenn man einen Hund nicht auf Teufel komm raus entgegen seinem Bestimmungszweck hält, man für eine Entsprechende Ausbildung auch kein Hundeflüsterer sein muss?

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    recht hast du, aber was ist die Alternative für die Hunde, die vom Jäger abgeschoben wurden oder irgendwelche Straßenmixe sind?

    was bietet das Leben ihnen, wenn der "Familienmensch" drauf verzichtet, so einen Hund anzuschaffen und lieber nen Schäferhund wählt?


    Würde man auf lange Sicht, dass Geld was man dafür ausgibt sinnlos Hunde zu importieren , dafür verwenden, in den betreffenden Ländern die Situation zu ändern, hätte man ds Problem über kurz oder lang nicht mehr.

    Für 250 Euro Schutzgebühr oder allein das Geld für den Transport, kann man in den betreffenden Ländern X Hunde kastrieren (--> kein Nachwuchs mehr), man kann der Bevölkerung helfen (nur Menschen denen es selbst halbwegs annehmbar geht, lassen sich idR davon überzeugen das Tiere wichtig sind), man kann Aufklärung betreiben (z.B. einem Jäger erläutern, warum es besser wäre eine bessere Vorauswahl zu treffenund so weniger "Ausschuss" zu haben).
    Würde man das so umsetzen und nicht jeder Hinz und Kunz meinen es müsste ein ach so armer Hund von möglichst weit her, mit möglichst vielen Traumata, möglichst überfordert mit der Mitteleuropäischen "Zivilsation" und mit möglichst unpassenden Rasseanlagen sein, würde man das ziemlich sicher auch in den Griff bekommen.

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    Wenn wir in einer solch weitläufigen Gegend lebend würden, würde mein Hund auch immer frei laufen können.
    Bei uns besteht jedoch durch den vielen Wald immer die Gefahr, dass ein Jäger sich einen Spaß daraus macht, meinen Hund abzuknallen. Und dieses Risiko gehe ich ganz sicher nicht ein nur weil es Menschen wie Dich gibt, die der Meinung sind, mein Hund lebt bei mir nicht artgerecht :smile:


    Die Hunde in diesem Video laufen nicht frei, weilman das alles so gut einsehen kann, sondern weil sie Arbeiten und in ihrer Arbeit diesen Radius brauchen. Sie sind in ihrer Arbeit führig und können das deswegen.


    Es bleibt weiterhin fraglich warum man sich Hunde halten muss, die Spezialisiert sind, wenn man das selbst nicht bieten kann... und der Deckmantel Tierschutz, macht einen nicht erhaben über alles.