Beiträge von bordy

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    Werden die festgestelltten Mängel an meinem Auto an den Hersteller übermittelt?

    Wenn du zur Vertragswerkstatt gehst dann klar - wenn du Garantie einforderst, dann erst Recht. Und auch andere Werkstaetten fuehren Statistiken..


    Und ehrlich gesagt sehe ich da dann doch son bissl den Unterschied zwischen ich konsumiere irgendeine Sache oder ich erwerbe ein Lebewesen - ist beim Auto das Getriebe kaputt kommt halt ein neues rein, Notfalls auf Kosten des Herstellers - beim Hund der Familienhund werden sollte, sich aber vor lauter Stress, dank mangelnder Belastbarkeit das Fell ausrupft wenn Kinder spielen, wird dir das ungleich schwerer Fallen.


    Sollte dies aber beim Hund vom Zuechter passieren, evtl noch 2 mal hintereinander, kann man dann wieder meckern es wuerde ja eh nicht selektiert und waere vollkommen egal wo man kauft, kaeme eh aufs selbe raus. Helfen soetwas zu vermeiden will man aber auch nicht... soll er doch schaun wie er an seine Daten kommt, ich hab den Hund ja schliesslich bezahlt.

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    Darüber meckere ich nicht, weil ich weiß dass es dabei um das Leben unbeteiligter Menschen (also nicht nur Autofahrer) geht, die durch Idioten gefährdet werden die mit nicht mehr verkehrstüchtigen Rostlaubem durch die Gegend tuckern würden bis sie auseinander fallen.

    Zum Rest, arm finde ich eher deine.. naja.. abschätzige Aussage, aber so kennt man das :roll:


    Und um den Hund, der sich mit schweren Wesensmaengeln und gesundheitlichen Problemen geht es nicht?

    Mal davon ab, dass gerade Hunde mit wie auch immer gearteten Maengeln zur Gefahr fuer Unbeteiligte werden - siehe Angstbeisser etc.

    Das geht eigentlich ganz einfach und ist auch vom Alter unabhaengig.
    Man suche sich eine Eizellenspenderin, entnehme dieser einige Eizellen. Diesen Zellen entnimmt man dann das Erbgut und pflanzt das eures Rueden ein - Im Labor kann man dann auch die durch das Alter geschaedigten Spermien aussortieren.
    Diese Eizellen bruetet man dann im Labor vor , setzt sie schliesslich einer "Leihmutter" ein und hofft, dass selbige nicht resorbiert und einige tausende Euro den Bach runter gehen.


    Wenn das alles geklappt hat, wirst du zwar locker 20-30.000 Euro aermer sein, aber das wird dir ein Klon von deinem Rueden sicher wert sein.
    Falls nicht, so wuerde sich dennoch eher empfehlen sich einen Welpen aus einer aehnlichen Zuchtlinie zu holen, von Zuchttieren die bereits erprobt sind und alle entsprechenden Untersuchungen haben - ist kostenguenstiger und noch dazu ungefaehrlicher.

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    Fragen dazu wären:
    Wie viele Leute verschweigen ihre Probleme und breiten sie nicht aus?
    Wie hoch ist der prozentuale Anteil von denen, die wirklich Probleme haben von allen Tierschutzhundehaltern?
    Wie viele Probleme sind hausgemacht und liegen nicht an einer Hundevergangenheit?
    Was hat der Halter sich vor der Anschaffung für Gedanken gemacht?

    Ich denke mal Dunkelziffer hin oder her, darueber braucht man nicht diskutieren weil man keine Aussagen darueber treffen mag - auf beiden Seiten. Lies doch einfach mal aufmerksam durch einige Threads, dann wirst du dort auch "engagierte" Halter von Tierschutzhunden finden, die "offiziell" keine Probleme haben, bei denen ich mir aber bei einigen Seitenhieben schon denke "olala".

    Und ja, jetzt werden sich wieder 100 Leute angegriffen fuehlen, aber ich sags schonmal im Voraus - jeder zieht sich den Schuh an der ihm passt.
    Natuerlich sind nicht alle Hunde aus dem Tierschutz per se verdorben und sie waeren beim passenden Halter wohl auch recht unproblematisch - aber ist ein Anfaenger wirklich der passende Halter um teilweise mehr oder weniger heftige Fehlverknuepfungen wieder auszuarbeiten?
    Erfahrungsgemaess kann ich nur mal als Beispiel so nennen... es ist deutlich schwieriger einem Hund einen Abruf zu vermitteln, der die ersten 2 Jahre machen konnte was er wollte, der gelernt hat andere Hunde, drauf mit Anlauf und evtl auch schon die ein oder andere Jagdtour hatte, als einem Welpen, der evtl aehnliche Anlagen hat, die man aber von Anfang an lenken kann. So schwer ist das auch nicht mit ein wenig Anleitung.
    So "ueberheblich" bin ich dann doch, einfach weil es ganz logisch ist - Fehler wieder auszubuegeln ist nunmal schwerer als sie mit ein bisschen Hilfe garnicht erst zu machen.

    Hinzu kommt, dass die meisten doch nach einer Vermittlung relativ alleine dastehen mit ihren Problemen. Wieder provokativ gefragt, vielleicht fragen hier auch eher selten Ersthundehalter mit Welpem vom serioesen Zuechter nach, weil sie sich speziell ueber ihre Rasse informiert haben und zudem einen erfahrenen Halter (Zuechter) im Hintergrund haben, der bei Problemen zur Seite steht?

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    Achso, VDH gezogene Hunde sind also genetisch bedingt kooperativ, bellen keine Menschen an etc.? Wieder was dazu gelernt. Ich muss Ewok mal ins Kreuzverhör nehmen, wo er seine Papiere versteckt hat :D

    Also wenn du mich schon zitierst, dann bleibe bitte beim entsprechenden Zusammenhang und reisse es nicht einfach so raus.

    Wenn ich heute eine bestimmte Rasse bevorzuge, zu deren "typischen Rasseeigenschaften" z.B. Freundlichkeit gegenüber Menschen und Kooperationsbereitschaft gehören, dann liegen meine Chancen für diese typischen EIgenschaften nunmal deutlich höher, wenn ich nicht nur Eltern sehe, sondern auch weitere Verwandtschaft und dann entsprechend selektiere. Natürlich wird nicht jeder aus entsprechender Verpaarung gleich freundlich, aber erfahrungsgemäß sind die Hunde, die vollkommen aus dem Raster fallen extrem selten.

    Ich kenne z.B. keinen Golden Retriever (und ja, bedingt durch meine alte Hündin kenn ich ein paar) aus VDH Verpaarung, der nicht vergleichsweise kooperativ und sehr freundlich gegenüber Menschen wäre. Im Gegenzug dazu, kamen hier eine Zeit lang (mittlerweile ist der Golden ja nicht mehr der Modehund..) haufenweise Golden vom "Züchter" an, die zwar Hibbelig waren, aber null INteresse an Zusammenarbeit hatten, aus Unsicherheit schnappten und pöbelten, bishin zu einem Fall,der mir im Urlaub begegnete, in denen der Rüde nur noch mit MK geführt werden konnte, weil er sich aus Übersprungshandlungen sonst im Arm der Halterin verbiss.
    Weiterhin kenne ich z.B. 2 Pudel aus VDH Zucht, meine wärens nicht, aber sie sind aufgeweckt, anhänglich, intelligent, lernwillig und gesund. Dahingegen kommen 3 Pudel aus Dissidenzvereinen (2 GP und ein Zwergpudel), eine davon hatte die ersten 1,5 Jahre ständig Probleme mit dem Gangwerk, zusätzlich Probleme mit Fremden, die zweite ist zwar gesund, aber ebenfalls sehr zurückhaltend, die Zwergpudelin verbringt eigentlich seit ihrem Zweiten Lebensjahr ihre Tage überwiegend beim Tierarzt und Heilpraktiker, Krampfanfälle wechseln sich mit diversen Allergien und allgemeinen Kränklichkeiten ab. Wesensmäßig aber in Ordnung. Letztere Wurde übrigens bei dieser "Züchterin" gekauft, weil die Verbandszüchterin erwähnt hat, dass sie schon möchte das man den Hund dann wenigstens einmal ausstellt.
    Alle diese "Zuchtprodukte" wirst du übrigens niemals mit ihren "Züchtern" in Verbindung bringen können, denn die Eltern sind augenscheinlich nicht so.

    Wenn ich mich hier mal so umschaue, bei den Tierheimen in der Umgebung, dann würde ich dort seltenst einen Anfänger hinschicken.

    Teilweise einfach ahnungslose Pfleger und teilweise unterstelle ich auch, dass Dinge bewusst verschwiegen werden die man eigentlich weiss. Verbunden mit utopischen Vermittlungskriterien, ganz toll.


    Einen Welpen kann ich formen und vom seriösen Züchter wird er bisher kaum schlechte Erfahrungen gemacht haben. Auch der Junghund, der wieso auch immer jährig zum Züchter zurückgeht, wird selten die großen Katastrophen mitbringen - und wenn, dann weiß ich es.

    Man lernt ja doch so einige Halter mit Hunden von überall her kennen und was teilweise so an "Problemchen" wissentlich verschwiegen wurde, ist schon nicht mehr feierlich. Ob man nun wirklich sagen kann, dass es ideal ist wenn man ohne jegliche Sachkenntnis einen Hund nur mal Gassi führt und ihn garnicht beurteilen kann..?

    Wie viele Threads gibt es hier, in denen plötzliche Probleme mit Hunden aus dem Tierschutz auftreten?

    Wie viele dagegen, in denen Leute die gleichen "plötzlichen Probleme" mit Hunden mit geklärter Vergangenheit haben?

    Es scheint sich ja leider nicht herumgesprochen zu haben, aber ein Zuchthund vererbt NICHT nur seine Phänotypischen Merkmale.

    Es ist NICHT einfach zu schließen, dass wenn der Zuchthund sich nicht in der Ecke verkriecht und noch halbwegs gerade aus laufen kann, die Welpen dann wesensfest und gesund werden.

    Nein, kaum ein Züchter wird einen verpflichten irgendetwas zu tun, jedoch frage ich mich schon, wie man sich Zucht vorstellt (mit dem Wissen das nicht nur der Phänotyp der Eltern zählt), wenn man keinerlei Bereitschaft hat daran mitzuwirken, dass auch der nächste Hund in 10-15 Jahren noch die Eigenschaften hat die man sich so wünscht.


    Verbessern heißt auch, rassespezifische Krankheiten einzudämmen. Es heißt, Wesenschwächen die in einzelnen Linien vorkommen, zu selektieren.


    Man will "nur" einen Hund - der soll sich aber bitte wie z.B. "ein Pudel" verhalten (also rassetypisch), er soll kinderlieb und freundlich sein, soll Menschenmengen gut verkraften, soll kooperationsbereit sein, nicht jagen, sich mit anderen Hunden vertragen, gesund soll er aber bitte auch sein.
    "Nur". |)


    Für diese "minimalen" Anforderungen reicht es dann auch, sich halt einfach irgendwo von irgendeinem "Züchter" der mir eben die Eltern präsentiert einen Hund zu holen - wenn der dann bissl anders ist als gedacht kann man sich ja dann seitenweise in irgendwelchen "Kummerkastenthreads", ausheulen, dass der Hund leider nicht so kooperativ ist, andere Menschen anwufft und ständig ein wehwehchen nach dem anderen hat.

    Natürlich kann man sich dann trotzdem noch hinstellen und auf die bösen Züchter schimpfen - is ja wurscht ob der wirklich gezüchtet hat oder nur die Haushaltskasse mit ein paar Würfen aufbessert.

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    Bordy hat's ja gut beschrieben.......gleichzeitig ist wichtig das Du auf Zack bist und deinem Hund zeigst das Du auch wirklich in der Lage bist die Situation zu haendeln.


    Jap, dass kommt noch dazu. Schick ich meinen Hund ins Platz und lass dann zu, wie irgendeiner auf ihn drauf hüpft, ist der Vertrauensbruch perfekt und ich habe beim nächsten mal noch mehr Spaß.

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    Platz kann er ja, auch auf Entfernung und bei anderen Hunden (bekannten), aber bei Hundebegegnungen an der Leine bin ich momentan ja nur froh, dass er ansprechbar bleibt. Aber wir üben weiter...

    Meine Hunde wissen aber auch allesamt das Platz kein nett gemeinter Vorschlag, sondern eine klare Ansage ist - dementsprechend finden sie das sicher auch nicht toll in soeiner Situation liegen bleiben zu müssen. Sie tun es weil ich das so will und keine Lust darauf habe am Ende die bösen beissenden Hunde zu haben.