Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich verlogen, was einige hier vom Stapel lassen - zum Thema Hunde in manchen Ländern wurden ja auch nicht "gezüchtet" und früher hier auch nicht.
Sicher wurden sie das, es gibt Rassen die schon seit tausenden von Jahren existieren und dort war die Selektion aber auch ganz einfach. Wer angepasst war an die Anforderungen und gesund, der überlebte - der Rest verhungerte entweder oder wurde noch "erlöst".
Wenn ich dann gleichzeitig lesen darf, wie pööhse doch Züchter sind, die einen Welpen nicht weiter päppeln der von selbst nicht trinkt oder offensichtlich einen schweren Defekt hat, sorry, aber wisst ihr eigentlich was ihr wollt?
Den Aufschrei möchte ich sehn, wenn ich mich heute hinstell und sag, ich schick meinen Hund jetzt jeden Tag 20 Mal aus 100m auf den Helfer, lass ihn nicht abfangen und dann wenn der Hund sich in nem halben Jahr nicht mehr bewegen kann, tja dann weiß ich wenigstens das die Knochenstärke nicht passt.
Oder wenn ich heute einen Wurf aufziehe und sage, ich füttere nicht zu, wenn ein Welpe nicht selbstständig genug frisst dann verhungert er halt und Zufutter gibts auch nur in Form von Nahrung für die Mutter, wenn die nix hochwürgt haben se eben Pech gehabt.. verkrüppelte Erbanlagen müssen raus.
Interessant finde ich auch, dass es scheinbar vollkommen in Ordnung ist, wenn ich mich nur mal so durch die Gesundheitsrubrik blätter und dort massenhaft Hunde mit Gelenk oder Immunproblemen vom "liebevollen Hobbyzüchter" finde. Da kommt keiner erstmal auf die Idee zu fragen ja was sagt denn der Züchter, was zieht er für Konsequenzen - da sind die Krankheiten dann vom Himmel gefallen.
Dagegen kennt jeder EINEN VDH Hund der sich doch erdreistet, evtl eine Erkrankung zu haben die durchaus auch erworben sein kann, was natürlich rechtfertigt Verbandszüchtern mal generell den Stempel aufzudrücken verlangen nen Haufen Geld und produzieren nichts besseres als XY der Welpen süß findet.
Interessieren würde mich, wie man sich denn Vorstellt bis auf weiteres Krankheiten und Wesensmängel in den Griff zu bekommen, OHNE Zuchtbücher, OHNE Datenbanken, OHNE neutrale Kontrolle von aussen.
Oder ist das dann egal, weil kostet ja weniger?
Ist ein kranker Hund der "nur" 250 Euro gekostet hat weniger ärgerlich, als einer für 900?
Wenn ich dann lese, der VDH ist ja quasi dann halt die Oberklasse für die dies brauchen - entschuldigung, aber die Zuchtordnung des VDHs und die der meisten Verbände ist für mich das absolute MINIMUM was zu erfüllen ist - darunter läuft für mich garnichts.
Minimum bedeutet aber auch, dass ich mein Hirn nicht am Eingang abgeben kann, denn nunmal nicht jeder Züchter hat ein Zuchtziel das automatisch mit meinen Vorstellungen übereinstimmt. Weswegen er trotzdem noch nicht schlecht sein muss.