Beiträge von bordy

    Problem bei der ganzen Geschichte ist nur, dass man damit fast Ungehorsam provoziert.

    Will ich vermeiden das mein Hund, gerade am Anfang mein Platz ignoriert und sich die Beute trotzdem holt, muss ich absichern.


    Oder ich vermeide solche Fehlerquellen einfach von Anfang an.

    Am sichersten ist immernoch, wenn man sowas anflitzen sieht, Hund ablegen und sich um das nervende Anhängsel so kümmern, dass es nicht nochmal wieder kommt |)


    Wie ich meinem Hund nämlich vermitteln soll, dass das alles total toll und klasse ist, während von hinten einer auf ihn draufspringt, erschließt sich mir nämlich nicht 100%.
    Es ist zwar nervig jedes mal stehn zu bleiben, aber die ganze AKtion nervt ja eh schon. Am wichtigsten finde ich da erstmal, dafür zu sorgen, dass der andere nicht an meinen Hund kommt.


    Da gibts dann nämlich auch noch dreistere Kandidaten. Letztes Jahr (vor viertel Jahr Gips-Pause und mit weniger Balast und mehr Kondition |) ) war ich mit meiner alten Hündin joggen, laufe so auf eine Frau mit angeleintem Boxer zu. 10m vor mir macht sie den Hund los, dieser rennt an mir vorbei und greift von hinten meine Hündin an... gut, ablegen konnt ich sie in der Situation nicht mehr, aber dieser Hund wird das wohl ne Zeit lang nicht mehr versucht haben :hust:

    Zitat

    :???:


    Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun ?
    Wir kommen vom hundertsten in´s tausendste .


    Auch beim Schlachten fügst du einem Tier Schaden zu, allerdings sieht der Gesetzgeber dies als vernünftigen Grund. Auch die Sicherung eines Hundes ist ein vernünftiger Grund. Mal davon ab das du das Tierschutzgesetz nicht richtig zitiert hast. Macht die ganze Argumentation jetzt nicht glaubwürdiger.


    Ich könnte jetzt genauso einwenden, dass nach Tierschutzgesetz schlachten verboten wäre, weil wir auch ganz gut ohne Fleisch auskommen würden - ist eine ebenso sinnvolle Auslegung wie Leuten einfach mal vorzuhalten ein Kettenhalsband würde gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

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    Wieso sollte man eigentlich immer gerade mit dem Hund, der einem am (optisch) am besten gefällt, am unzufriedensten sein und mit dem der einem optisch weniger zusagt, glücklicher sein? Wenn doch die Rasse, die grundlegenden Wesensmerkmale und die ausgesuchte Zucht passen? .


    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass irgendjemand das hier gerade so meint, wie du es hier gerade auffasst ;)


    Natürlich kannst du auch Glück haben und du findest einen Welpen in deiner Wunschfarbe, der sich auch von seiner ganzen Art her so entwickelt, wie du das gerne hättest. Es kann sein, dass du einen problemlosen wesensfesten Begleiter bekommst, der auch deine ästethischen Träume absolut erfüllt.
    Dann ist das aber eigentlich mehr oder minder Zufall.

    Es kann auch sein, dass du dann zwar optisch deine Traumfarbe hast, dein Hund hat aber diverse Mängel, die dir das Leben nicht unbedingt erleichtern. Das sind vielleicht keine Dinge die dir auf den ersten Blick auffallen, aber z.B. ein Hund der Zeit seines Lebens sehr empfindlich auf Geräusche reagiert und dich daher nie so entspannt durchs Leben begleiten wird, wie ein Hund, der selbstsicherer ist.


    Mal Klartext gesprochen, um zu verdeutlichen um was es mir geht:

    Meine Mutter hatte Bobtails, mein Pate hatte Beardeds, beide waren im Club für Britische Hütehunde. Dieser veranstaltet hier auch öfters mal irgendwelche Vorträge, unter anderem einen über erste Hilfe am Hund. Ich war also mit meinem Paten auf solch einem Vortrag.
    Dort waren also auch Sheltie Halter und Züchter. Auf den ersten Blick, sahen diese alle in Ordnung aus. Sicher keine super selbstbewussten Hunde (hier bin ich aber auch einfach verwöhnt), aber in ihrem gewohnten Umfeld, dem Vereinsheim war alles ok. Dann packte also der Tierarzt seinen Koffer aus, um etwas zu demonstrieren. Leider fiel der Alukoffer auf den Boden, natürlich mit Geschepper... und auf einmal sah man den Unterschied. Unbeteiligt war zwar keiner der Hunde, aber einige fielen doch dadurch auf, dass sie sich fast an ihren Leinen erhängten und überhaupt nicht mehr zu beruhigen waren. Am selben Tisch saß eine Frau, die plante einen Welpen einer Merlehündin zu erwerben, die zwar auf den ersten Blick einen guten Eindruck machte, aber sich garnicht mehr einbekam.

    An meiner letzten Obedienceprüfung habe ich die Frau durch Zufall wieder gesehen - mit einem Junghund, der wohl recht eindeutig der Hündin zuzuordnen war, die ich damals gesehen hatte. Auf den ersten Blick ebenfalls umgänglich..
    und dann bellten da auf einmal Hunde in einem Auto an dem sie vorbeiging. Der Tag war gelaufen.


    So, was ich jetzt damit eigentlich sagen möchte... es lohnt sich wirklich, die Zuchthunde nicht nur nach dem ersten Eindruck auszuwählen. Der war nämlich gut. Auch die Züchterin hat sich in der Aufzucht wohl viel Mühe gegeben und die Käuferin war davon auch überzeugt. Was sie übersehen hat, bei ihrer Suche nach einem Merlesheltie war aber leider, dass solche Schreckhaftigkeit sich auch weiter vererbt.
    Und ob ich mit einem Hund, für den der Tag gelaufen ist, wenn ihn wo zwei Hunde anbellen wirklich entspannt leben kann? Ich mag es bezweifeln - und habe mir sagen lassen, dass solche "versteckten" Wesensmängel beim Sheltie nicht selten sind.


    Also, AUgen auf, fühl dich nicht direkt angegriffen, sondern versuche das zu verwerten was man dir erzählt.

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    ...Und gerade deswegen habe ich gleich ins erste Posting geschrieben, dass mir der Charakter und die Gesundheit des Hundes am wichtigsten sind, ich mich ausgiebig über meine Wunschrasse informiere und informiert habe und ich auf der Suche nach einem seriösen VDH-Züchter bin.
    Ich schreibe lediglich in jedes dieser Postings hier von bi blues, weil das eben Thema meines Threas ist bzw. deswegen eröffnet wurde. Das heißt aber nicht, dass Wesen und Gesundheit meines Wunschhundes für mich hinten anstehen. Im Gegenteil: Ich will ja glücklich und zufrieden mit meinem Hund sein - und das nicht nur, wenn ich mir sein Fell anschaue.


    Das mag dir ja auch alles vergönnt sein.

    Beim DSH gibt es 3 Farbschläge, allerdings sind diese Teilweise weit abgestuft - grau ist z.B. nicht gleich grau. Ich persönlich würde mir gerade (das wechselt etwas..) entweder einen lackschwarzen oder einen Tiefdunkelgrauen einbilden

    Allerdings gebe ich dir eben einfach den Rat, dir auch Hunde anzusehen, bei denen es nicht zu erwarten ist, dass aus ihnen ein Hund in deiner Wunschfarbe entsteht.
    Schau dir viele Hunde an, versuche auch herauszubekommen wie sie ausserhalb gewohnter Umgebungen sind.

    Mag sein das mein Eindruck von Shelties bisher falsch war, aber die die ich kenne, lassen vermuten das es sich sehr sehr lohnen könnte wirklich viel anzuschauen und auch darauf zu achten, wie selbstsicher und wesensfest die Hunde sind. Es könnte dir nämlich durchaus passieren, dass bei näherer Betrachtung viele Verpaarungen rausfallen, die dir rein von der Optik her entsprochen hätten.

    Wenn dann Würfe übrig bleiben, bei denen deine Wunschfarbe fällt, ist das doch schön - aber ich rate dir einfach, treffe deine Vorauswahl eher nach anderen Kriterien. Das letzte Kriterium kann dann ruhig Optik sein.

    Ich denke mal es hat jeder Dinge, die ihn optisch mehr ansprechen als andere.


    Aber ganz ehrlich, ich würde never hergehen und mir einen Charakterlich und Blutlich interessanten Hund entgehen lassen, nur weil er die falsche Farbe hat.


    Was nützt mir der schönste Hund, wenn das Wesen nicht passt?
    (und gerade deine Wunschrasse wäre auch eine, bei der ich erstmal darauf achten würde, dass die HUnde nicht wegen jeder Kleinigkeit total aus der Fassung fallen..)

    Wenn ich heute einen Hund suche, dann überlege ich mir zuerst, was ich an Charaktereigenschaften haben möchte. Dann überlege ich mir, was möchte ich an Körperlichen Eigenschaften, die dem Hund auch nützen - wären bei mir z.B. mittlere Größe und eher quadratischer Körperbau.
    Dann suche ich mir Linien raus, die das tragen was ich möchte und dann wiederum Verpaarungen, die das versprechen.
    Vielleicht mache ich etwas falsch, aber wenn ich diese ganzen Forderungen abgeklärt habe, dann bleiben bei mir immer nur noch recht wenige Würfe übrig - obwohl es ja grundsätzlich mal recht viele gibt in meiner Rasse.
    Dann fahre ich da hin und schaue mir die Welpen an, sehe ob sie sich so zeigen wie ich mir das vorstelle und suche mir dann den aus, von dem ich glaube, dass sein Verhalten an ehesten dem entsprechen wird, was ich möchte. Sollte der höchst seltene Fall auftreten, dass sich zwei genau gleich zeigen, dann fließt natürlich auch die Optik mit ein. Aber ganz ehrlich, ist noch nie vorgekommen..


    Das mag bei Rassen, die primär auf ihr AUssehen gezüchtet werden alles nicht so schlimm sein - allerdings sieht man da dann auch oft genug die Auswirkungen von Auswahl allein nach Farbe etc.

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    Trotzdem halte ich es nach wie vor für eine gute Idee. Stachelhalsbänder SIND Tierschutzrelevant, denn sie wirken über Schmerzreiz und tja, Paragraph 3 sagt, darf nicht sein.


    Lies doch einfach nochmal genau nach, denn was du hier versuchst zu verbreiten stimmt nicht.
    Im übrigen, wenn du deine neuen Kunden, die dann mit Stachel vor dir stehen genauso anpampst, wird das sicher ein höchst erfolgreiches Unterfangen.


    Warum einige sich von soeiner AKtion verarscht fühlen, mich eingeschlossen?

    Eben weil, wenn man sich mal so durchclickt durch die Hundeschulen einfach erkennt, dass die Wahrscheinlichkeit das der Hundehalter vom Regen in die Traufe kommt recht hoch ist.
    Qualifikationsangaben im Stil von "Ich hatte schonmal einen Hund und ausserdem war ich auf zwei Seminaren", sprechen nicht unbedingt dafür, dass es sich hier um jemanden handelt, der vielleicht auch mit einem Hund klarkommt, der andere Probleme hat als nen Stachel.

    Es soll ja auch Trainer geben, die nutzen weder Stachel, noch Halti, noch Schlinge, etc und richten mit ihrem Getue trotzdem immensen Schaden am Hund an. Obwohl sie ebenfalls mit nur positiv (in wie weit es überhaupt realistisch ist damit einen Hund zu einem zuverlässigen Begleiter zu erziehen, soll jetzt evtl mal undiskutiert bleiben) werben..

    Sicher, grundsätzlich sollte ein erwachsener Mensch in der Lage sein zu definieren was er will und was er nicht will - mich zwingt ja auch keiner Krombacher zu kaufen um den Regenwald zu retten, was nichts daran ändert das diese Aktion ein ziemlicher Witz ist.

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    Also, etz muß ich doch mal a bisserl frotzeln:
    ...und was kannst de Dir dann mit so ner Prüfung kaufen? Wenn sogar Du selbst weißt, daß sie nur bestanden wurde, weil der richtige Richter anwesend war? Die Prüfung ist doch der Nachweis, daß der Hund bestimmte Dinge kann und mit bestimmten Situationen umgehen kann. Klar, kommt sicher jedem mal vor, daß der Hund oder man selbst aufgrund der Aufregung nen Patzer reinbringt, aber wenn der Hund mit etwas einfach nicht umgehen kann, dann mit so ner Prüfung hausieren zu gehen, die Dinge bescheinigt, die eigentlich gar nicht beherrscht werden, ist doch blöd. Sowas hat dann auf Dauer zur Folge, daß keiner mehr solche Bescheinigungen ernst nimmt, weil ja jeder bei irgendeinem Richter irgendwann durchkommt und den Wisch ausgehändigt kriegt, daß er bestanden hat. Klar, wenn ich die Prüfung nur als Eingangsvoraussetzung für Agility oder so brauche, ok - aber dann geh ich hinterher auch nicht mit dem Ergebnis "hausieren"....

    Meine Meinung....

    LG,
    BieBoss

    Ich bezweifle, dass schnauzermädel irgendwelche Mängel in der Ausbildung vertuschen will.


    Allerdings gibt es auch Richter, die Einfälle haben wie, man binde den Hund an einen Baum, gehe ausser Sicht und kicken dann in Richtung Hund .
    Bei soeinem werde ich mit entsprechend gelagertem Hund nicht antreten, wenn ich es vermeiden kann.


    und im übrigen... ich würde die BH garnicht laufen, wenn ich sie nicht vor der SCHH1 brauchen würde.