Ich denke nicht, dass es auszuschließen ist, dass es Hunde gibt, die ohne wirkliche Probleme (Ängste, starkes Jagdverhalten etc... was man eben so haben kann, was einem kein tolles Leben in unseren Breitengraden ermöglich) nach Deutschland geholt werden können. Wenn jemand soein Exemplar erwischt hat dann Glückwunsch.
Der Punkt um den es mir persönlich (unter anderem) geht ist, dass meine Erfahrung einfach leider sagt, dass diese Hunde Einzelfälle sind. Vereinsbedingt tauchen hier oft Leute mit Hunden aus dem Auslaundstierschutz aufauf (für Grunderziehungskurse..), in meiner Nachbarschaft gibt es eine Pflegestelle und überhaupt ist ein Hund der von möglichst weit her kommt hier zur Zeit schwer im kommen.
Leider Gottes sind meine Erfahrungen nunmal so, dass diese Hunde alles, nur selten ein wirklich schönes Leben haben. Da kommen Leute zum Grunderziehungskurs, mit einem Hund der permanent die Rute unterm Bauch hat und die Analdrüsen entleert, wenn die Besitzer von der langen Leine auf die Meterleine umclicken. Es kommen Leute an mit Hunden, die zwar nicht unbedingt ängstlich erscheinen, aber nonstop in der Leine hängen, weil es hier nunmal Rehe und Hasen gibt - um mir dann irgendwann draußen mit Sprayhalsband zu begegnen, was auch nichts bringt, weswegen die Halter irgendwann aufgeben und den Hund eben sein weiteres Leben von 10-15 Jahren an 10m binden.
Die jetzige Pflegestelle waren eine der wenigen Halter in diesem Gebiet, mit denen ich gut ausgekommen bin, weil sie höflich und darauf bedacht waren, dass ihre Hunde keinen Schaden anrichten. Allerdings verstarb irgendwann die alte Hündin des Mannes und es zog ein junger Hund ein. Damit nahm das ganze ihren Lauf und man nahm immer mehr Hunde für den "Auslandstierschutz" in Pflege.
Seitdem kommen wir leider Gottes nicht mehr klar, weil ich es nicht schätze von einem Rudel Podenco und sonstigen Mixen umkreist zu werden - weil man als Frau in Begleitung eines Rollstuhlfahrers natürlich nicht 6 Hunde an einer Schleppleine sichern kann, besonders dann nicht wenn die Hälfte davon eigentlich nur eins möchte, und das ist unterm nächsten Stein verschwinden.
Keinem dieser Halter, auch nicht der Pflegestelle unterstelle ich böse Absicht, wirklich nicht. Wie gesagt, diese Pflegestelle habe ich vor ihrer "Tätigkeit" eigentlich auch als durchaus kompetente und verantwortungsbewusste Hundehalter kennengelernt... aber irgendwie scheint der Blick dafür vernebelt zu sein, dass nahezu keiner ihrer Pfleglinge ein Hund ist, der irgendwie nach Deutschland passt.
Mit diesen Erfahrungen, wird mir ehrlich gesagt schon etwas anders, wenn ich z.B. auf eine HP schaue und dort sehe, dass die "Auffangstation" ca 70 Hunde betreut und davon sollen über 20 angeblich vermittelbar sein. Da kann das sonstige Engagement noch so gut sein... das kann einfach nichts werden.
@La_Bella
Wer hat denn Bilder gepostet und die als representativ angesehen? Ich oder du?
Im Übrigen... wird wohl kaum jemand zugeben, der sein Hund lebenslang an einer Schleppleine hält, weil er leider nicht in der Lage ist ihn dementsprechend auszubilden zugeben, dass es seinem Hund bei ihm an irgendetwas mangelt.
Und entschuldigung... aber nur, weil jemand grundsätzlich einen guten Vorsatz zeigt und in einem Forum schreibt, ist er noch lange nicht über jede Zweifel erhaben.