Beiträge von bordy

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    DU hast absolut keinen Schimmer von meinem Leben und nur, weil ein Hund mehr oder weniger oft an der Schleppe läuft, heißt das noch lange nicht, dass er versauert. Aber das wirst DU sicher nie verstehen :roll: Das hat nämlich was mit dem Tellerrand zu tun, über den Du sicher nicht blicken wirst. Leider.


    Bitteschön was hat das mit Tellerrand zu tun?


    Ich halte es für einen Grundsatz zur Artgerechten Hundehaltung, meinen Hunden auch Freilauf zu ermöglichen - egal welcher Rasse sie angehören. Angefangen davon, dass sich bei lebenslangem Leinenzwang, gerade bei einem Hund der die Jagd schon kennt, zu Verhaltensstörungen führen können, kann das ganze auch zu körperlichen Schäden führen.


    Bei JEDEM anderen Hund würde man jedem anderen raten:
    Schätze vorher ab wie der HUnd ist, was er für Bedürfnisse hat. Denke drüber nach, bist du im Stande dazu einen Hund der schonmal richtig gejagt hat so auszubilden, dass er normal leben kann?

    Übertragen wir doch einfach mal. Neuling im Forum, meldet sich hier an weil er sich bei der Entscheidung für einen Hund unsicher ist.
    Beschreibung des Hundes: Deutsch Drahthaar/Weimaraner, 5jährig, bisher voll jagdlich geführt.
    Beschreibung des zukünftigen Halters: Hundeunerfahren, keinerlei jagdliche Orientierung, wenig Konsequenz im Training um dem Hund wieder Freilauf zu ermöglichen.

    Tja, warum kann ich mir nur nicht denken, dass die Zustimmung so groß wäre?

    Aber wenn ich mir nun einen möglichst schlimm aussehenden ausgedienten Jagdhund aus Italien oder sonstwoher hole, dann ist das vollkommen in Ordnung?

    Jap, alle die es nicht so rumreich finden Jagdhunde von sonstwoher nach Deutschland zu schaffen und dort an der Schleppe versauern zu lassen, wollen einen natürlich nur beleidigen,... so kann man sich das eigene Tun auch schön reden ;)

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    Dann sagt mal, Ihr, die Ihr dagegen seid, dass Hunde nach Deutschland kommen: Was soll mit solch einer Hündin geschehen? Lassen wir sie im Zwinger und schmeißen ihr alle paar Tage Futter hin? Wäre eine Möglichkeit, so löst sich das "Problem" sicherlich ziemlich schnell. Wenn sie kein Futter kriegt, noch schneller.


    Das sind genau solche Mitleidsheischenden Aussagen, die ein Kern des Problemes sind.

    Bei "Jagdhündin" gehe ich nun mal davon aus, dass der Hund auch jagdlich verwendet wurde, in seinem Ursprungsland. Glaubst du ernsthaft, du tust dem Hund damit einen gefallen, dass du ihn nach Deutschland zerrst, wo er sein Leben and er Schleppe verbringen wird (ist total klasse... gerade Haltungsschäden sind ja so selten) und womöglich in seinem letzten Lebensabschnitt noch mit dem Stress einer hohen Menschendichte und der deutschen Kulturlandschaft konfrontiert wird?

    Ja, sicher ist bestimmt besser als in nem Verschlag zu verrecken, aber bei zwei schlechten Optionen ist das irgendwie die Wahl zwischen Pest und Cholera, für einen jagdlich orientierten Hund.

    Mal ganz davon ab, dir scheint es ja egal zu sein ob du Hunde ihren Anlagen entsprechend halten kannst, aber die allermeisten Leute die solch einen Hund aufnehmen würden sind sich nicht bewusst, dass sie diesen Hund wohl den Rest seines Lebens in Leinenhaft behalten werden müssen und werden das so wohl auch kaum wollen. (Wer will das schon?)

    Deutlich sinnvoller wäre es, den Leuten nicht ganz einfach ihre Probleme abzunehmen, sondern damit die Leute dazu zu zwingen, sich mit ihrem Problem zu befassen.


    Mal zu dem Extrembeispiel einer Hündin in meinem weiteren Umfeld.
    Aufgesammelt von einer Tochter einer Bekannten, ich glaube in Thailand. Die Tochter ist FLugbegleiterin, ihr Freund Pilot . Sie machten einen Zwischenstop dort und nutzen den für ein paar Tage Urlaub. EInes ABends entdeckten sie wohl ein paar Jugendliche mit Motorrädern, die immer wieder auf und ab fuhren. Beim näheren betrachten entpuppte sich der Sandhaufen als einige wenige Tage alte Hundewelpen. Sie verscheuchten die Jugendlichen und konnten dann nur noch einen Welpen retten. Sie waren mit der Hündin dort beim Tierarzt und entschieden sich, sie mit nach Deutschland zu schmuggeln. Am Flughafen in Deutschland bekamen sie dann doch ein schlechtes Gewissen und meldeten den Welpen dem Zoll.
    Es folgten mehrere Wochen Quarantäne im Tierheim, wo der Hund dann also in den wichtigsten Phasen nur ein gefliestes Zimmer und eine einzige Betreuerin kennenlernte.
    Zu diesem Zeitpunkt war noch alles optimistisch. Tja, lange Rede, Endergebnis ist heute, der Hund ist meines Wissens derzeit ca 5 Jahre alt. Wurde bis heute konstant von mehreren Hundetrainern betreut, zu guter letzt auch medikamentös ruhig gestellt, hat aber permanent Todesangst (inklusive häufige Entleerung der Analdrüsen) und wurde sogar nach AUssage der Halter bis dato fast noch nie ohne geklemmte Rute gesehen.

    Tja, gute Tat getan oder nicht? Die Halterin ist so weit, zu sagen, es wäre besser gewesen den letzten überlebenden Welpen direkt einschläfern zu lassen, denn so ist das auch kein Leben.

    Wenn du mit der Arbeit zufrieden ist, würde ich daran nicht rumdoktern. Wenn du Zweifel hast, schau dir zumindest eine andere Arbeit an und entscheide dann ob du das ausprobieren möchtest.


    EIne gerade Linie sollte schon drin sein und du solltest dich schon entscheiden, aber natürlich nur wenn du damit auch zufrieden bist.

    Sorry, aber man kann doch nicht eine alltägliche entspannte Situation mit einem Überfall vergleichen - das ist doch nun absolut an der Realität vorbei.


    Man glaubt es kaum, aber meine Hunde bewegen sich mit mir auch im Alltag. Im Alltag haben meine Hunde keinesfalls das Recht, alles an die Wand zu stellen was ihnen nicht passt und ich alleine entscheide auch, was wirkllich gefährlich ist und was nicht. Auch ist es im Alltag in meinem Leben absolut nötig, dass sie auch von anderen (ihnen bekannten) Personen zumindest handelbar sind, ohne das direkt ein Unglück passiert.

    Das steht doch aber vollkommen konträr zu einer Situation, in der ich massiv bedroht werde und meinen Hunden durch meine Körpersprache eindeutig signalisiere, hier besteht Gefahr. Unsere Hunde sind auch nicht blöd, sondern können gerade unsere Stimmung sehr gut lesen.
    Ich kann durchaus auch abends eher entspannt an dunkel gekleideten Passanten vorbei gehen und meinen Hunden vermitteln "das ist nicht euer Ding" und gleichzeitig können sie durchaus noch unterscheiden wann ich mich bedroht fühle und Aktivität von ihnen gefordert ist.

    @schlaubi


    Der letzte Link zeigt gerade mal die Grundanforderungen, die einem generell in der Hundehaltung gestellt werden. AUch bei den anderen Links konnte ich keinen wirklich deutlichen Hinweis darauf entdecken, dass die Probleme sich evtl nie ganz lösen werden.


    Richtig, auf vielen Seiten findet man "versteckte" Hinweise darauf, dass die Hunde problematisch sein könnten. Wenn ich heute z.B. lese "ist sensibel und muss noch viel kennenlernen", dann weiß ich, nachdem ich schon einige solcher Hunde sehen "durfte", dass dieser Hund wohl eine Baustelle sein wird. Ich weiß, dass dies wohl kaum ein Problemloser Familienhund ist, weil mir die verniedlichenden Formulierungen der meisten Organisationen mittlerweile bekannt sind.

    Aber weiss das bitte auch ein naiver Interessent? bzw wo soll er es her wissen, wenn nicht von einer Organisation?

    Auch auf den von dir geposteten Seiten habe ich keine wirklich deutliche Aussage dazu finden können, dass ein nicht geringer Teil der Hunde, die hier vermittelt werden niemals mit Hunden vergleichbar sein werden, die in unserer Kulturlandschaft aufgewachsen sind. Nirgends konnte ich finden, dass nicht wenige Hunde lebenslang Probleme mit gewissen Dingen haben werden und das der Durchschnittshundehalter wohl damit überfordert sein wird einem ehemaligen Jagdhund Freilauf zu ermöglichen.


    Im übrigen.. bleibe ich dabei, dass eine Organisation, die regelmäßig Tiere nach Deutschland vermittelt, garnicht seriös sein kann, weil es einfach sinnlos ist.

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    Jap aber es schafft echt Probleme bzw. dat Managment musste überdacht werden
    Eigentlich dürfen Hunde nciht mit ins Vereinsheim aber wir haben Sonderrechte mit Rücksicht auf die Gesundheit anderer ( wenns ma schnell gehen muss :ops: )
    Ich kann auch nciht sagen das ich es nicht schätze das die Damen so sind ^^ aber zurückspurten und den "Festhalter" angehen fand ich schon öhm.. Nuja zumindestens gut durchdacht von Madame ihren Willen hatte sie ja dann
    Meine Rüden sind da Pflegeleichter die jammern nur, mitnehmen in kritischer Situation würden die aber auch nciht mit sich machen lassen der alte würde es garnicht so kritisch werden lassen und et Maxl würd sich wenigstens wehren, wenn wohl auch nciht so nach vorne wie die Damen


    Sooo problematisch ist das nun auch nicht, finde ich. Byron hats mal versucht, als ich meinen Freund bat ihn festzuhalten für den Abruf, dann kam von mir ein Donnerwetter und er hats eben über sich ergehen lassen.


    Mit ins Vereinsheim nehme ich meinen Hund übrigens nicht, ablegen kann ich ihn auch problemlos und er lässt sich auch durchaus von demjenigen der ihn aufgezogen hat betreuen, wenn ich nicht da bin. ICh halte das aber für eine gänzlich andere Situation, als wenn man mir versucht den Hund zu entwenden, bzw ihn aktiv daran zu hindern zu mir zu kommen.

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    Auf dem HuPla dreht sie sich nämlich um und geht massiv gegen den der sie mit ner langen Leine sichert und sie damit davon abhält mir nachzukommen

    Klein Byron wie er leibt und lebt :hust:


    Baby Byron, süßer Schatz der er ist, schätzt es auch nicht wirklich auch von ihm bekannten Personen daran gehindert zu werden, zu mir zu kommen.... von daher Zweifle ich auch stark daran, dass in einer Situation wie beschrieben, der "Dieb" überhaupt bis zur Leine kommen würde :hust:

    Ich habe bisher ehrlich gesagt keinen Hund aus dem Auslands"tierschutz" kennengelernt, der nicht in irgendeiner Form mehr oder weniger problematisches Verhalten gezeigt hat.

    Das geht von einem extrem, wie der Hündin die auch mit 5 Jahren (sie kam mit wenigen Wochen nach D), trotz permanenter Betreuung durch verschiedene Trainer und zu guter letzt Beruhigungsmittel, ihre Tage meistens Zitternd unter der Eckbank verbringt und die auch ihre Besitzer noch nie frei und glücklich erlebt haben, bishin zu "leichten" Problemen wie Angst vor Autos, Männern und extremen Jagdproblemen die dann dazu führen, dass der Hund sein Leben an der kurzen Leine verbringen darf. Ja, ich sehe es auch als sehr problematisch an, einen Hund lebenslang an der Schleppe zu halten, weil ich mir einen Hund geholt habe dem ich nicht gerecht werden kann. Aber natürlich, sehen das Leute die das tun total anders.

    Da ist es dann auch vollkommen egal, ob das nun Fund oder Abgabetiere sind, die Probleme bleiben die gleichen.

    Was mich wirklich massiv stört ist, dass ich bisher noch von keiner Organisation gehört habe, die derartige Probleme vor einer Vermittlung auch nur ansatzweise beschreibt. Auch keine der "guten" Organisationen, die hier manchmal empfohlen werden.
    Da findet man auf keiner HP auch nur den kleinsten Hinweis, dass ein vermittelter Hund Sozialisationsdefizite hat, dass er evtl Probleme mit Männern, Autos etc. haben könnte oder das es sein könnte, dass dieser Hund ohne Leine erstmal weg ist. Ist auf der einen Seite klar, denn wie viele Hunde würde man noch vermitteln, wenn neben Mitleidsheischenden Vereinsnamen und Sprüchen wie "sie sind soooooo dankbar" auchnoch eher an die Realität angelehnte Aussagen stehen würden?
    Auf der anderen Seite stehen dann vollkommen überforderte Hunde und Halter.
    Das ist TIerschutz? Nein, für mich ist es das nicht. Eine Organisation die regelmäßig Hunde nach Deutschland vermittelt, kann für mich schonmal nicht seriös sein.

    Im Bereich der Humanitären Hilfe ist man übrigens schon vor Jahren drauf gekommen, dass es auf die Dauer eher schlecht ist für die Entwicklung eines Landes, wenn man die Probleme nur verlagert.
    Dort hat man schon länger kapiert, dass es rein garnichts bringt, einfach massen an Lebensmittel- und Geldspenden dort rein zu pumpen, aber nicht darauf abzuzielen das sie sich irgendwann von selbst ernähren können.
    Anders läuft es doch mit den Vermittlungen auch nicht... warum sollte man sich in diesen Ländern selbst um eine Lösung des Problems bemühen, wenn man a) selbst nicht genug zum überleben hat und b) sich das alles doch von ganz alleine löst, weil die Hunde ja massenhaft an "Tierliebhaber" im reichen Deutschland vermittelt werden?