Beiträge von bordy

    UMfallen wird der Hund davon sicher nicht - aber wenn du dir anschaust, dass es angeblich fast reine Fleischdosen sein sollen und sie dann nie mehr als 10% Protein oder sogar weniger haben, kannst du eigentlich darauf schließen, dass es sich vor allem um Bindegewebe handelt...

    Und sooo günstig finde ich die dann auch nicht - für den Preis kann man auch besseres kaufen.

    Zitat

    Sehe ich nicht so. Es gibt durchaus Alternativen. Klar, kommt es auch dabei wieder auf den Hund an. Ich will also gar nicht pauschal sagen, dass es immer ohne geht. Aber bei uns funktioniert es durchaus.

    Ich sehe ehrlich gesagt, gerade bei einem Hund ohne gewissen Grundgehorsam keine.

    Was du weiterhin beschreibst, setzt voraus, das der Hund schon gewisse Signale kennt und auf diese auch sicher reagiert. Die muss ich allerdings auch wieder so aufbauen, dass der Hund keine Chance hat sich selbst zu belohnen. Das fällt ja auch nicht alles vom Himmel.
    Ausserdem verstehe ich dich durchaus so, dass auch du nicht komplett ohne "lange Leine" oder "Leine allgemein" vorgehst.
    Arbeiten mit (Schlepp)leine heißt für mich nicht, Hund an die Leine hängen und irgendwann 1 Jahr später kommt er wieder ab.

    Situation vor gut 1,5 Jahren hier:

    2jährige Hündin, aus Umgebung mit Null Reizen übernommen.
    Sehr hoher Beutetrieb, damit auch absolute Jagdleidenschaft, kein besonderer Freund von anderen Hunden, aber eben auch Null wirkliche Erziehung - Abrufkommando zwar "bekannt", aber auch bekannt, dass man das nicht befolgen muss.
    Abbruchsignal, egal wie aufgebaut, fällt weg um den Radius zu halten, weil einfach nicht bekannt. Interessanter machen ist auch schwierig, wenn der absolute Kick flüchtendes Wild ist. 5000m² eigenes Grundstück, auf dem man sich das erste halbe Jahr aufhalten kann und trainieren kann, bis Kommandos sitzen, ist leider auch nicht vorhanden.
    Wenn ich verhindern will, dass, ob ich mit oder ohne Hund heimkomme, bzw ob die Anzahl an anderen Hunden gleich bleibt oder schrumpft, zum Glücksspiel wird, werde ich sichern müssen.

    Das ein Hund keine Maschine ist, ist das eine - aber z.B. bewusst einen Hund frei laufen zu lassen, von dem ich weiß, dass wenn jetzt ein Kaninchen irgendwo hoch geht, habe ich keine Chance mehr und einfach drauf zu hoffen, dass ich den Spaziergang ohne andere Tiere überstehe, fällt für mich unter c) und da brauche ich dann auch nicht mehr über für und wider einer Schleppe diskutieren... denn wenn ich so ran gehe, dann brauche ich natürlich keine.

    Ich verstehe ehrlich gesagt das "für und wider" bei diesem Thema nicht wirklich, einfach weil es nunmal keine wirklichen ALternativen gibt.

    Natürlich ist es blöd, wenn ich 50 oder 60kg Hund an der Leine habe und die mir reinpreschen. Natürlich kommt Abrufbarkeit und ein gewisser Radius nicht von allein, nur weil ich den Hund an die 10m Leine binde.

    Allerdings frage ich mich gerade, was man sonst machen will. Nicht jeder hat seinen Hund von klein auf und auchnicht jeder Welpe wartet mit dem erwachen des Jagdtriebes so lange, bis er einen gewissen Grundgehorsam hat.. von anderen "Reizobjekten" des täglichen Lebens mal ganz abgesehen.

    Dann habe ich in den Situationen im groben 3 Möglichkeiten.

    a) ich lasse meinen Hund nur noch an der kurzen Führleine laufen (halt alles was im gemeinen nicht unter Schleppleine fällt... und bei einem jungen Hund der auf vieles reagiert können das dann sehr sehr viele Situationen werden)
    b) ich sichere meinen Hund für die Zeit eben durch eine lange Leine, Flexi, was auch immer. Es gab ja Zeiten da nannte man das noch nicht neumodisch Schleppleine.
    c) ich lass ihn halt rennen, auch wenn ich keinen wirklichen Einfluss auf ihn habe und nehme eben in Kauf, dass er mal eben weg ist.


    Mit jemanden der sich für c entscheidet, weil er "halt keine Schleppleinen mag", brauche ich ansich aber nicht diskutieren, denn da wird man nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen - da sind die ANsichten zur Hundehaltung und Gefährdung anderer einfach zu konträr.

    Gerade auf der Fährte kann eben nunmal immer was passieren. Auf der 2er Fährte mit meiner Hündin hat sie sich auch plötzlich entschieden, dass der letzte Gegentand ansich nur ein Hindernis auf der Fährte ist - tja, noch nie gemacht und danach auch nicht wieder.... Was es war weiß ich nicht, "gefunden" habe ich ihn aber deswegen auch nicht.
    Damit muss ich eben rechnen wenn ich nicht nur in steriler Umgebung zugeben bin...


    ärgerlich ist es sicher, aber solang die Fährte bestanden ist, würde ich mir da keinen Kopf drüber machen. Passiert eben mal.


    Wo die ganzen schlauen Sprüche vonwegen Gegenstand aufzeigen stehen sollen, würde mich aber doch mal sehr interessieren - zumindest in der alten PO kann ich mich daran nicht erinnern. :mute:
    Wir haben doch schonmal noch das Glück, in der PO noch "relative Freiheit" in der Bewertung zu haben und meist wird das auch eher für die Sportler ausgelegt als dagegen. Wobei es sicher immer Ausnahmen gibt.


    Allgemein:
    Glückwunsch zur Prüfung, die nächste wird auch sicher besser wenn man dran bleibt. Man darf auch nicht vergessen, es sind junge Hunde, keine durchgearbeiteten alten Hasen.

    Zitat

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann dürfte ich bzw. Fini eigentlich nicht diese Proteinvergiftungsfalle tappen, da sie zwar im Vergleich zum Rest viel Fleisch bekommt, aber praktisch trotzdem nicht zu viel Protein und somit gleicht sich das aus...?


    Ich denke das hast du richtig verstanden, was diesen Wiederspruch in sich (optimal 50% Fleisch, aber dann doch Energie angepasst und individuell) ja aufdeckt.


    Mal davon ab, sollte man nicht vergessen, dass was viele hier machen schon füttern am absoluten Minimum ist. Der liebe Meyer Zentek gibt, wenn ich mich richtig erinnere, die Proteinmenge pro KG Hund z.B. mit 2-4g pro KG Hund als optimal an. Die meisten hier kalkulieren mit 2g/kg. Also unterster Bereich.

    Es gibt aber auch durchaus Hunde, die damit zumindest nicht ganz jährig klar kommen und eine Proteinunterversorgung ist auch nicht ideal.
    Ich kenne durchaus HUnde, die bei entsprechender Körperlicher Belastung mit so wenig Fleisch Muskulatur etc abbauen. Meine junge Hündin gehört da auch dazu.

    Zitat

    Nöp. Habe ich nicht. Was ein Bauernverband aus Bayern von einem Hundehalter hält oder nicht, ist mir wurscht, um ehrlich zu sein. Ich bemühe mich, meinen Mitmenschen in direkter Umgebung nicht auf den Keks zu gehen.
    Ich kann sogar viele Bauern verstehen! Die pflügen und sähen, um ihr täglich Brot zu verdienen und viele HH haben nix besseres zu tun, als ihre Hunde da durchpreschen zu lassen "die spielen ja so schön".


    Vorab - ich verstehe nicht ganz worauf du hinaus willst. Das deine Umgebung freundlich auf deinene Hund reagiert? Das sie doch nicht hundefreundlich sind? Erschließt sich mir gerade nicht ganz. Das die Einschränkungen für Hundehalter und ihre Tiere immer größer werden wirst du aber kaum abstreiten können - und was ich angeführt habe, sind z.B. die "Lösungsansätze" die in der gemeinen Bevölkerung für die Probleme vorgeschlagen werden.

    Fakt ist nunmal aber leider, dass nicht alle Leute, die negativ auf Hunde und ihre Halter reagieren, nur frustrierte, dauerschlechtgelaunte Motzer sind, sondern viele leider wirklich ihre Gründe dafür haben.
    Das sind vielleicht auf Gehwegen, Feldern oder Wiesen Haufen, aber eben unter anderem auch Hundehalter, die es in Ordnung finden, wenn ihre Hunde anderer Leute Eigentum beschädigen oder andere Menschen durch ihr Verhalten gefährden - mit den unterschiedlichsten Ausreden, wie man hier lesen konnte.

    Um auf das Zitat zurückzukommen - leider sollte dich das z.B. schon interessieren, denn es ist nicht nur der bayrische Bauernverband, sondern eine recht Einflussreiche Bevölkerungsgruppe. Bauern, Jäger, etc haben teilweise eine große Lobby und wenn sich alle zusammen über das rücksichtslose Verhalten vieler Hundehalter ärgern, dann wird es eng für alle zusammen.
    Wenn hier z.B. die Bevölkerung der Innenstädte am Wochenende an den Waldrand oder an die Felder fährt und meint, hier könne der HUnd ja jetzt endlich mal "Hund" sein(was auch immer das ist), dann führt das unter Umständen relativ schnell dazu, dass der ganze "Spaß" für alle recht schnell vorbei ist. Leinenpflicht ist z.B. einfach für ein Gebiet erlassen, wenn sich der entsprechende Kreisverantwortliche des Bauernverbandes beim Frühschoppen darüber auslässt, dass er schonwieder Ärger mit den Pächtern seiner Weiden hat, weil sich irgendein sauteures Pferd das Bein gebrochen hat, weil irgendeiner mal wieder "Hund" war. Oder das seine Saat mal wieder von irgendeinem Hund samt Halter zertreten worden ist.
    Dann kann man natürlich auch noch weiter ausdiskutieren ob, der riesige Krater nicht eher von nem Kaninchen war...nur ob einem das was hilft?

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    Herrje....
    Das klingt immer alles so düster und traurig....ich kann das so nicht bestätigen..weder auf dem Lande noch in der Stadt. Wenn man sich vernünftig verhält, hat auch keiner einen dicken Hals...oder ich habe einfach nur Glück, dass ich nicht mit allen anderen über einen Kamm geschoren werde...

    Dann hast du z.B. nicht die Sonderartikel und Aushänge des bayrischen Bauernverbandes gesehen. Wenn es nach denen geht, sind Hunde und ihre Halter sowieso der Satan in Person und nach EHEC und Co ist es komplett aus.

    Du hast dich wahrscheinlich auch nicht mit den Anwohnern von Auslaufgebieten oder sonstigen Beliebten Spazierstrecken für Hundehalter unterhalten. Themen wie genereller Leinenzwang, viel höhere Steuern oder hohe Geldstrafen für Hundehalter werden vielleicht dafür sorgen, dass dir ein Licht aufgeht.

    Und selbst wenn du in der glücklichen Situation sein solltest, dass deine komplette Umwelt vollkommen pro Hund eingestellt ist, dann würde ich dir wirklich empfehlen alles daran zu setzen, dass das so bleibt.... und dazu gehört, sich nicht, weils ja "Natur" ist , aufzuführen als wäre man alleine auf der Welt und sämtliche Wiesen und Wälder nur dafür da, dass dein Hund auch mal "Hund" sein kann.

    Zitat

    Wenn eure Hunde das draußen machen ist es was anderes.
    Felder: Gehören euch nicht. Ist neben unbefugtem Betreten bestimmt auch sowas wie Sachbeschädigung, falls euer Hund durch die Buddelei die Saat an der Stelle vernichtet.
    Feldwege: Da sind wir, wie schon gesagt wurde, geduldet. Gehört euch nicht.
    Im Wald: Der Wald ist meist im Besitz der Stadt. Ergo: Gehört euch auch nicht.

    Fällt euch was auf? Genau. Da habt ihr alle nix zu sagen und euch gefälligst zu benehmen, denn ihr befindet euch auf fremdem Grund und seit dort nicht zuhause.
    .


    Richtig.... aber diese Einstellung ist ja verbreitet, wie man auch hier immer wieder sieht - ist doch egal, aber bei den eigenen Dingen ist dann der Teufel los.


    Wir brauchen uns nicht wundern, dass in Bauernverbänden Front gegen Hundehalter gemacht werden, dass Jäger und Förster einen immer dickeren Hals schieben oder das im allgemeinen nicht Hundehalter einem immer mehr mit einer eher negativen Grundeinstellung begegnen.


    Ich habe übrigens noch keinen Karnickelbau direkt auf einem Wander oder Reitweg gesehen - Wildtiere bevorzugen idR eigentlich eher abgelegene und ruhige Umgebungen, wenn man ihnen noch die Möglichkeit dazu gibt. Das Reh das sich einen Bau gräbt möchte ich auch gerne sehen. Wenn ich darf, würde ich eine solch besonderes Reh dann auch gerne filmen... ich lerne ja immer gerne dazu - hier scheint ja der volle Sachverstand zu sprechen :hust:


    Gute Ausrede ist übrigens auch immer, andere machens ja auch oder noch schlimmer. Kommt total gut... bis man mal selber der Leidtragende ist.