Zitat
ja es ist eine sache der erziehung und nach knapp 4 wochen darf ich noch keine wunder erwarten, aber wieso soll ich ihm nicht die passenden leute suchen. und passende leute für ihn sind welche, die später mit ihm arbeiten werden (um seine eigenschaften in richtige bahnen zu lenken). also schreib ich den leuten in gewisser weise vor, was sie später mit ihm machen sollen.
Es hat ja auch keiner geschrieben, dass man nicht die passenden Leute suchen darf - und klar, einen jungen, dynamischen Hund werde ich nun z.B. nicht an ein 75jähriges Ehepaar mit Gehhilfe vermitteln (mal übertrieben ausgedrückt).
Für mich ist wie gesagt wichtig, dass der grundsätzliche Umgang für diesen (!! nicht für irgendeinen anderen) Hund passt, dass die Leute mir den Eindruck machen sie wären der Sache gewachsen. Was sie dann genau mit dem Hund anstellen, ist doch ihr Ding? Und wenn sie z.B. mehr Spaß am IPO finden als am Obedience... was geht mich das z.B. als vermittelnde Person an? Wenn der grundsätzliche Umgang mit dem Hund passt, dann wird dem Hund auch da nichts "schlimmes" zustoßen und wenn er nicht passt, dann ists auch egal welchen Sport die Leute anstreben.
Bleiben wir mal bei deinem Vermittlungshund als Beispiel.
Sagen wir mal, du würdest da nun so enge Kriterien aufstellen wie so mancher Verein - du möchtest das genau ein bestimmter Erziehungsstil geführt wird, es soll genau soeine Sportart und auf keinen Fall eine andere sein, Hund darf nur so und so lange alleine sein, etc etc.
Du findest also genau sojemanden, der sagen wir mal, intensiv Obedience betreibt, nur 4 Stunden am Tag arbeitet und finanziell entsprechend da steht.
So, dann stellt dieser jemand nach einem halben Jahr fest, er kommt mit den von dir präferierten Methoden bei diesem Hund für sich nicht weiter. Es scheppert bei ihm in der Trainingsgruppe und ist zeitweise nicht so wirklich motiviert sich was anderes zu suchen - anstattdessen findet er den IPO Verein in der Nähe plötzlich interessant. Vielleicht geht kurz danach noch die Beziehung auseinander und man muss auf einmal Vollzeit arbeiten, hat aber nicht den Verdienst um den Hund auch Vollzeit betreuen lassen zu können.
Das kann alles passieren - und dafür muss mich derjenige noch nichtmal bewusst belogen haben! Mal ganz davon ab, dass ich denjenigen eben auch generell (egal wie eng ich die Kriterien stecke) nur vor den Kopf schaun kann.
Wenn das für mich aber alles inakzeptabel ist und ich damit nicht klar kommen würde, dann sollte ich wirklich keine Hunde vermitteln, sondern wenn dann alle selbst behalten (und dann bitte die gleichen Qualitätsmaßstäbe an mich selbst anlegen). Das ist die einzige Möglichkeit in der ich garantieren kann, dass alles nach meiner Nase läuft.