Beiträge von bordy

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    Interessehalber, hättest du den Hund meiner Eltern auch eingeschläfert? Wenn ja, aus welchem Grund?


    Ich finde nicht, dass der Fall des Hundes deiner Eltern (so wie du ihn beschreibst) irgendwie mit dem hier beschriebenen Fall verglichen werden kann.

    Ein blinder Hund und im Endeffekt auch einer mit Gaumenspalte kann, wenn er keine weiteren Erkrankungen hat (und das setze ich jetzt mal voraus - mal davon ab, sind Gaumenspalten zumindest beim Menschen meist nicht unbedingt mit einer größeren Mutation zusammenhängend), ohne größere Einschränkungen die z.B. zu dauerhaften Schmerzen führen, alt werden.
    Dieser Hund hier wird das nicht können.

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    Woher weißt du das? Und vor allem vwoher weißt du das besser als der TA der den Welpen untersucht hat?
    Sicherlich die Beine fehlen und der Hund wird wohl physiotherapie brauchen....ABER es heißt noch lange nicht das dem Hund zwangsläufig ein Leben voller Qualen bevorsteht. Das kann nur jemand sagen der den Hund kennt und untersucht hat.


    Hast du ein gewisses Grundverständnis von Anatomie, Genetik und Physiologie?


    Anscheinend nicht, denn sonst würden keine solchen Kommentare kommen.

    "kleiner" aber feiner Unterschied - das ein 4jähriger, wirklich gesunder Hund irgendwann mal dauerhaft Schmerzen haben und in seinem ganzen Leben massiv eingeschränkt sein wird, ist nichtmal sicher und auch nicht unbedingt wahrscheinlich.


    Das der hier beschriebene Hund massive Probleme bekommen wird, ist absolut sicher - und mit ziemlicher Sicherheit sehr sehr bald.


    Es ist klein, es ist putzig und es ist noch hilfloser als ein normaler Welpe - und trifft bei einigen noch zielsicherer den Punkt, der Pflegeverhalten auslöst, als das ein anderer Hund tut. Wenn wir ehrlich sind, ist es doch einfach das worum es sich dreht. Der selbe Punkt, der leider Gottes verhindert, dass die meisten Hundehalter wirklich den Punkt erwischen, andem sie ihrem Hund unnötig Schaden.

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    Ansonsten müsste man den Hund ja einschläfern, wenn er noch quitschfidel und komplett gesund ist. Also... jetzt?


    Aha - also ein Hund der seit seiner Geburt verkrüppelt ist, ist für dich quitschfidel und gesund?

    Na da haben wir aber sehr unterschiedliche Einstellungen dazu.


    Der Hund wird in absehbarer Zeit massive Probleme bekommen oder hat sie vielleicht jetzt schon - bei solch schweren Missbildungen ist es normalerweise auch so, dass auch die inneren Organe einen Schaden erlitten haben. Das ist eine ganz andere Sache als wenn ich sage, mein 12 Jahre alter Hund könnte unter Umständen Probleme bekommen.


    Es ist für mich langsam wirklich nur noch erschreckend, was alles unter dem Mantel "Tierliebe" toleriert wird, nur damit der eigene Pflegetrieb ausgelebt werden kann - denn sind wir mal ehrlich, ausser um einen selbst geht es bei solchen Aktionen sonst um nichts.

    So ganz fernab von Hunden, die nie und nimmer agressives Verhalten zeigen um nicht als "unnormal" gelten zu dürften, soll es ja zum Glück auchnoch andere Betrachtungsweisen geben.


    Schlussendlich hast du deinen Hund in die Situation gebracht, dass seine Individualdistanz scheinbar permanent unterschritten wurde, er aber gleichzeitig nicht ausweichen oder sich wehren durfte - was darauf folgt ist im Endeffekt normal und wird von den allermeisten erwachsenen Hunden gezeigt werden, wenn man sie derart anderen ausliefert.


    Du solltest für deinen Hund der sichere Anker sein und an der Leine sein sollte ihm nicht das Gefühl vermitteln, sich von vorne herein verteidigen zu müssen. Heißt im Klartext, ich würde auf keinen Fall mehr irgendeine Hundeschule besuchen, in der das Training abläuft wie beschrieben.


    Übrigens, zeigen die allermeisten Hunde die ich kenne, die draußen zum pöbeln neigen, dieses Verhalten auf dem Hundeplatz nicht, insofern es dort nicht üblich ist die Hunde zusammenzulassen. Meistens können dir die Halter dann über ihre täglichen Spaziergänge dann ein Lied davon singen, wie andere ihre Hunde ungewollt zum eigenen lassen...

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    Es geht hier nicht um einen Bilderthread (da halte ich mich auch fern), sondern um einen allgemeinen Welpenthread. Schreibt jemand mit Begeisteung und voller Liebe über die Frühkastration des Lieblings, wird ihm diese Tierquälerei politisch korrekt von der DF-Gemeinde massivst um die Ohren gehauen. Berichtet jemand voller Begeisterung, dass sein Welpe nie ein hundegerechtes Leben als Lauftier wird führen können, ist jede Kritik daran absolut indiskutabel.

    Ok, nehme ich zur Kenntnis. Nachtreten muss ich nicht, auch wenn sich die "Süss"-Ergüsse über den tapfer strampelnden Welpen häufen. Aber ich muss auch nicht meine Meinung verleugnen, dass dieser Welpe besser dran wäre durch eine finale Spritze in liebevollen Armen.


    :gut:


    Sind wir doch mal ehrlich - niemand lässt sich ansich gerne kritisieren, aber es gibt schon einige Menschen auf diesem Planeten, die treiben das auf die Spitze.

    Da ist es auch vollkommen egal "wie" man etwas sagt, es ist immer vollkommen unerwünscht.
    Ich finde es dann auch immer wieder köstlich, wie in manchen Threads die Leute teilst aufs übelste beschimpft und fertig gemacht werden, wegen "Kleinkram" und in Fotothreads ist man geneigt ein Handtuch zu reichen, um den braunen Hals vom Ar***kriechen wieder sauber zu machen.
    Das hat für mich auch nichts mehr mit Höflichkeit zu tun, sondern mit schlechtem Charakter der betreffenden Personen.

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    ja es ist eine sache der erziehung und nach knapp 4 wochen darf ich noch keine wunder erwarten, aber wieso soll ich ihm nicht die passenden leute suchen. und passende leute für ihn sind welche, die später mit ihm arbeiten werden (um seine eigenschaften in richtige bahnen zu lenken). also schreib ich den leuten in gewisser weise vor, was sie später mit ihm machen sollen.

    Es hat ja auch keiner geschrieben, dass man nicht die passenden Leute suchen darf - und klar, einen jungen, dynamischen Hund werde ich nun z.B. nicht an ein 75jähriges Ehepaar mit Gehhilfe vermitteln (mal übertrieben ausgedrückt).

    Für mich ist wie gesagt wichtig, dass der grundsätzliche Umgang für diesen (!! nicht für irgendeinen anderen) Hund passt, dass die Leute mir den Eindruck machen sie wären der Sache gewachsen. Was sie dann genau mit dem Hund anstellen, ist doch ihr Ding? Und wenn sie z.B. mehr Spaß am IPO finden als am Obedience... was geht mich das z.B. als vermittelnde Person an? Wenn der grundsätzliche Umgang mit dem Hund passt, dann wird dem Hund auch da nichts "schlimmes" zustoßen und wenn er nicht passt, dann ists auch egal welchen Sport die Leute anstreben.


    Bleiben wir mal bei deinem Vermittlungshund als Beispiel.
    Sagen wir mal, du würdest da nun so enge Kriterien aufstellen wie so mancher Verein - du möchtest das genau ein bestimmter Erziehungsstil geführt wird, es soll genau soeine Sportart und auf keinen Fall eine andere sein, Hund darf nur so und so lange alleine sein, etc etc.
    Du findest also genau sojemanden, der sagen wir mal, intensiv Obedience betreibt, nur 4 Stunden am Tag arbeitet und finanziell entsprechend da steht.
    So, dann stellt dieser jemand nach einem halben Jahr fest, er kommt mit den von dir präferierten Methoden bei diesem Hund für sich nicht weiter. Es scheppert bei ihm in der Trainingsgruppe und ist zeitweise nicht so wirklich motiviert sich was anderes zu suchen - anstattdessen findet er den IPO Verein in der Nähe plötzlich interessant. Vielleicht geht kurz danach noch die Beziehung auseinander und man muss auf einmal Vollzeit arbeiten, hat aber nicht den Verdienst um den Hund auch Vollzeit betreuen lassen zu können.

    Das kann alles passieren - und dafür muss mich derjenige noch nichtmal bewusst belogen haben! Mal ganz davon ab, dass ich denjenigen eben auch generell (egal wie eng ich die Kriterien stecke) nur vor den Kopf schaun kann.
    Wenn das für mich aber alles inakzeptabel ist und ich damit nicht klar kommen würde, dann sollte ich wirklich keine Hunde vermitteln, sondern wenn dann alle selbst behalten (und dann bitte die gleichen Qualitätsmaßstäbe an mich selbst anlegen). Das ist die einzige Möglichkeit in der ich garantieren kann, dass alles nach meiner Nase läuft.

    Das jeder seine bestimmte Vorstellung von Hundehaltung hat, ist natürlich klar - auch klar ist, dass ich bei einem eher "schwierigen" Hund noch genauer hinschaue.
    Allerdings sehe ich soetwas auch, wenn mir jemand etwas vorlügt. Es ist ansich also eigentlich vollkommen latte, ob etwas geschönt wird, denn gerade beim Vermittlungshund sehe ich mir die Leute doch im Umgang an.

    Was für mich allerdings über Überprüfung grundsätzlicher Fähigkeiten zum Umgang mit dem Hund hinaus geht, ist das Vorschreiben bestimmter Erziehungsmethoden, Sportarten etc - denn das ist einfach die Sache des neuen Halters. Dieser muss tagtäglich mit dem Hund klar kommen und für dessen Verhalten gerade stehen und nicht ich! Das hat auch nichts mehr mit "im Sinne des Hundes handeln" zu tun, denn im Sinne des Hundes ist es sicher auch nicht, wenn seine eigentlich fähigen Halter sich per Vertrag dazu "gezwungen" sehen, mit Methoden zu arbeiten, die irgendeine Drittperson vorgesehen hat.

    Wenn ich Hunde vermittle, muss ich auch loslassen können und damit klar kommen, dass ich die Verantwortung für ein Lebewesen an ein anderes, denkendes Lebewesen abgebe, das seine eigenen Entscheidungen trifft, die mir unter Umständen nicht gefallen. Wenn ich damit nicht klar komme, dann sollte ich evtl einfach keine Tiere vermitteln.