Ganz ums medizinische wirst du bei der Frage nun nicht herumkommen und z.B. die Aussage, dass es keinen Sinn macht Kohlenhydrate zuzufüttern sondern Fett, ist einfach Unfug.
Ich ganz persönlich bin nicht der Meinung, dass es nicht unbedingt Gesund oder effektiv ist, einem Hund bei Mehrbelastung einfach mehr Trocken/Fertigfutter zu füttern.
Bei einem Hund der nur ein kleines bisschen mehr braucht, mag das gehen, aber wenn ein Hund wirklich eher schlecht verwertet und auchnoch stark beansprucht wird, würde ich das nicht raten.
Punkt a) gerade Trockenfutter ist meist mind. ums 3-4fache überdosiert, was Vitamine und andere Nährstoffe angeht. Wenn du nun noch die Menge massiv steigerst, tust du meiner Meinung nach den Organen deines Hundes keinen Gefallen.
Punkt b) je nachdem was du für Futter fütterst, wird auch der Proteinanteil sehr hoch und belastet z.B. die Nieren deines Hundes. Wenn du nun z.B. Orijen fütterst, was ja ansich nun eh schon ein sehr extremes Futter fütterst, wirds dann schon echt heftig.
Ansich würde es sich da eher anbieten, Kohlenhydrate (eher für kurzfristige Energie) und Fett (für längerfristige Energiebilanz) zuzugeben. Bei ersterem ist dann nun aber wieder die Frage, wie ausgewogen das ist, wenn das Trockenfutter vielleicht ansich schon eher Kohlehydratlastig ist. Wenn du nun z.B. Josera Profi Line fütterst, würde ich das nun nicht auchnoch mit Kohlehydraten strecken...
Am einfachsten wäre das ganze natürlich schon, wenn du frisch füttern würdest, allerdings möchtest du das ja nicht. Rein intuitiv würde ich dir dann empfehlen, ein Trockenfutter mit höherem Fleischanteilen/Proteinwerten, die mir sonst fast zu hoch wären, zu geben und das dann mit den richtigen Kohlehydraten aufzupeppen.
Wichtig ist hier auch was du gibst. Kartoffeln sind z.B. eher ungeeignet, weil die Energiedichte recht gering ist. Die absolute Energiebombe sind Haferflocken. Für viele Hunde reicht es, sie nur einzuweichen damit sie verdaut werden können, für einige ist es aber besser (bzw eigentlich für alle, aber nicht alle brauchens) Haferschleim daraus zu kochen.
Für die Fettzugabe würde ich nicht auf Pflanzliche Öle zurückgreifen, sondern eher tierische Fette geben. Schmalz wird von vielen Hunden gut vertragen - hier sollte allerdings auch die Menge sehr langsam gesteigert werden.
Am einfachsten, wenn man bei Fertigfutter bleiben will, wird es sein, z.B. eine Mahlzeit das reguläre Fertigfutter zu geben, und eine zweite Mahlzeit die dann z.B. aus dem entsprechendem Proteinanteil in Form einer annehmbaren Dose, kombiniert mit z.B. einer Portion Haferschleim mit Butter/Schmalz/etc kombiniert wird - wäre das eine Alternative?