Beiträge von bordy

    Zitat

    Und genau das ist es nunmal. All die Verfechter des Freigangs können eben genau das nicht leisten!

    g.


    Find ich gut das du glaubst das zu wissen - Einbildung ist halt auch ne Bildung .


    Wäre sicher interessant hier mal jemanden hinzustellen, der sagt, man solle mit seinen Hunden doch nicht mehr das Grundstück verlassen - denn Hunde scheißen alles zu, pissen überall hin, Nerven, beißen Kinder, usw.


    Da stört sich dann plötzlich wieder jeder an haltlosen Pauschalurteilen .. Komische Welt ;)

    Zitat


    Dann wurde dein Hund auch schon abgeschossen weil er gewildert hat? ist doch auch ein raubtier und man kann sich ja ein neues holen wenn er tot ist :headbash:


    Wirst es nicht Glauben, aber mein Hund sitzt nicht 24 Stunden am Tag in der Wohnung und lebt trotzdem noch.

    Klingt für dich scheinbar ebenfalls komisch, ist aber ebenfalls so.

    Richtig, eine Katze ist ein Raubtier, dass normalerweise auch ein entsprechend großes Revier hat.
    Dieses Raubtier legt normalerweise auch eine gewisse Km Anzahl zurück, um sein Revier abzugehen etc.

    Dieses Raubtier hockt normalerweise nicht 24stunden am Tag in einem Raum.


    Wenn ich heute meinen Hund hier nur im Zwinger auf 8m2 halten würde und Auslauf gäbs evtl mal im kleinen Garten... Da wär auch was los. Reicht ja schon wenn ich sagen würde, mein Hund kommt nicht von der Leine, er könnte sich ja verletzen oder jagen.
    Evtl findet man diesen Vergleich ja passender.


    Wenn ich heute nicht in der Lage bin, Katzen so zu halten, dass ich halbwegs verhindern kann, dass sie andere belästigen oder direkt unterm Auto liegen, dann Halt ich mir keine. Genau wie ich mir keinen Hund, kein Pferd und keine Kaninchen usw. Anschaffe, wenn ich keine artgerechte Haltung bieten kann.

    Dieses halten im goldenen Käfig fällt mir schon bei vielen überzeugten Kleinhundzüchtern/Haltern auf und scheint mindestens genauso heftig bei katzenzüchtern zu sein - nur ob das wirklich so das erfüllte leben ist ?
    Unsern Kater könnte man übrigens clickere (was ich auch tue ), die Katze eher nicht... Und ein Ersatz für Freigang ist es eh nicht.
    Würde ich mir heute eine rassekatze von einem bestimmten Züchter einbilden und dieser würde mir eine nicht artgerechte Haltung aufzwingen wollen, wäre mein Gedankengang dazu übrigens einfach folgender.... Er kann viel wollen, aber wenn ich den Kaufvertrag unterschrieben und den Kaufpreis bezahlt habe, ist es meine Katze.

    Ich finds ja echt knuffig - liest man sich z.B. Threads zur Pferdehaltung durch, da würde man für die Aussage "ich halte mein Pferd nur in der Box, aber ich clickere es jeden Tag also geht's dem Super" gesteinigt werden.

    Bei Katzen sind das auf einmal die verantwortungsvollen Halter, der Rest liebt seine Tiere ja nicht. Alles klar :hust:


    Übrigens, dem ein oder anderen würde es nicht schaden, ein Minimum an Rechtschreibung zu verwenden...... Dann könnte man die Beiträge evtl auch besser lesen und ernster nehmen.

    Zu dem Schmarrn mit dem DSH sag ich jetzt mal nichts.... von manchen ist man ja nix anderes gewohnt :roll:


    Ich kann zu der ganzen Katzengeschichte mal nur für mich sprechen:

    Ich bin ansich kein besonderer Katzenfan. Ich sehe übrigens durchaus auch die Problematik, dass Katzen ja nunmal auch jagen und vor allen Dingen, viele fressen es einfach nicht.
    Sich über Dorfkatzen, die wirklich "natürlich" leben, indem sie Schädlinge klein halten zu beschweren, finde ich dann etwas weltfremd |) Aber sehr viele der "normalen" Hauskatzen jagen ja einfach zum Spaß und lassen die halbtoten Tiere dann irgendwo liegen. So vor nicht allzu langem hier passiert, mit der Katze meines Freundes, die zwar ne gute Jägerin aber keine gute Fresserin ist. :roll:

    Als wir zusammen kamen, war die Situation folgende... er hat sich zusammen mit seiner Ex, bzw eigentlich vorwiegend sie, zwei Katzen angeschafft, von einer, die eine streunende Katze aufgenommen hatte , die leider trächtig war. Die Katzen waren scheinbar gut gepflegt, die Mutter wurde dann kastriert, so weit so gut.
    Leider kam eine der beiden Katzen dann vom Freigang nicht zurück - ob sie überfahren wurde oder einfach nur so nicht wieder kam, keine AHnung. Überfahren ist aber nicht so wahrscheinlich hier.
    Muffin (die verbliebene) war seitdem allein... allerdings weiter Freigänger. Nachdem sie im Winter nun auch nicht so dringend raus wollte und drinnen aus Langeweile Mist angestellt hat , wollten wir wieder eine zweite Katze dazu.

    So, jetzt bin ich nicht unbedingt der Katzenfan, wie schon erwähnt und ich wollte wenn dann eher soetwas wie nen kleinen Hund... :hust: Wahl fiel auf eine Siam.
    gut, also so rumgeguckt, das Angebot ist schon erdrückend und letztenendes würde ich eine Rassekatze wohl genauso wie einen Hund nur vom guten Züchter, der dann eben auch sein Geld verlangt kaufen. Was wir an Angeboten gesehen haben... schlimm. 6 Wochen alte Katzenbabies... kleine Würmchen, Abgabe sofort wenn gewünscht, nicht geimpft, nicht gechippt - 350 Euro. Anruf am Mittwoch, eigentlich nur um eben die genannten Punkte abzuchecken, Aussage.. nein bis Samstag warten tun wir nicht, entweder sie bezahlen und holen sie gleich oder wenn weg dann weg.
    naja, brauch ich nicht wirklich.
    Durch Zufall habe ich dann eine Anzeige entdeckt, mit einem 9 Monate alten Siamkater, der Weg musste. Geimpft, bereits kastriert .. gut, die Geschichte die dazu erzählt wurde, kann man glauben oder nicht, fakt ist halt, er musste weg und wurde gegen Schutzgebühr abgegeben. Soein Fall wäre für mich auch das einzige, der bei einer Rassekatze für mich neben Tierschutz und Züchter in Frage käme. Sorry, ich muss keine Geldschäffelei auf Kosten der Tiere unterstützen.

    Zum Thema Freigang:
    Wie gesagt, ich verstehe die Bedenken mit der Jagerei.
    Aber mal ehrlich :
    Bei Kaninchen, Meerschweinchen etc ist man mittlerweile auf den Trichter gekommen, dass diese 100x50cm Käfige quälerei sind. Beim Hund darf man sich sonst was anhören, wenn der auch nur Stundenweise im Zwinger ist und wer sein Pferd in reiner Boxenhaltung hält, ist quasi auch schon unten durch...
    Aber bei Katzen ist es dann ok, wenn man sie ganztägig einsperrt? Man muss sich das mal vor Augen halten: Tag ein, Tag aus, die gleiche Umgebung... für Katzen gibts kein Fernsehen, kein Forum, kein Buch lesen. Die hocken dann einfach da.

    Unser junger Kater hat vorher in einer 16m² 1 Zimmer Wohnung zusammen mit einer anderen Katze gelebt. Als er hier ankam, wollte er auch nicht unbedingt raus... wie auch, er wusste ja garnicht, dass es sowas gibt. Von daher finde ich das Argument, "die wollen ja garnicht raus", auch eher seltsam. Wie auch, wenn sie es nicht wissen.
    Ich bin mir auch noch nicht schlüssig, ob er so Freigang kriegen wird, wie Muffin, die es ja nicht anders kennt. Nicht weil er uns mehr wert ist, sondern einfach weil er a) einfach doof und sehr sehr zutraulich ist und b) eine sehr auffällige Optik hat. Siam, Red Tabby Point mit blauen Augen und dazu treudoof... ich weiß nicht, keine tolle Kombination.
    Moralisch fände ich es aber ehrlich gesagt nicht vertretbar, ein Tier sein Leben lang in 4 Wände zu sperren. Auch wenn die Gefahr besteht, dass es überfahren wird.... sorry, ich würde auch lieber 50 Jahre gut Leben und dann ists eben vorbei, als mich 80 Jahre in einen goldenen Käfig zu sitzen.
    Im übrigen ist er jetzt 2 mal mit aus der Terassentür entwischt , was dazu geführt hat, dass er die nächsten Tage heulend vor der Tür saß. Und das bei jeweils 5 Minuten Freigang im Garten.
    Mag sein, dass es Katzen gibt, die , obwohl sie es kennen, nicht raus wollen... ich würde aber mal sagen, dass sind die wenigsten.

    Da isser übrigens, der kleine Depp:

    http://i35.photobucket.com/albums/d175/-b…zpsb4190b90.jpg

    http://i35.photobucket.com/albums/d175/-b…zps80c37520.jpg
    (Wobei er keinen so schmalen kopf hat, wie die meisten Siam die ich bisher gesehen habe. Ob er komplett reinrassig ist, kann man ja allerdings nicht wissen)

    Danke Frank, für die Antworten ... auch wenn ich, wie dir schon aufgefallen ist, eher an den noch relativ direkten Wolfsmixen (und darunter fällt für mich eigentlich alles, was noch recht direkt Wolf mit eingekreuzt wird) interessiert bin. ;)

    Die fallen für mich auch nicht mehr unter "etwas schwierige Hunde".
    Die Frage nach dem Sinn einer Rasse, ist sicher immer schwer - doch der Punkt um dens mir am Ende eigentlich ging ist schlicht der: (Ich formuliere die mir wichtigste Frage jetzt halt nochmal etwas aus)
    Das Verhalten eines Wildtieres ist nicht nur manchmal anstrengend für den Menschen, sondern bedeutet unter Umständen auch ziemlich viel Leid für das Tier. Ein Tier, was eigentlich nur noch flüchten will, wenn es am Horizont etwas neues und unbekanntes sieht (was ja für ein Wildtier schlicht seine Lebensversicherung ist), aber nicht weg kann, ist ja nicht nur "nervig", sondern es ist für das Tier extrem belastend.

    Gibt es noch irgendeinen Grund, ausser der "wölfischeren" Optik, dass die bisherigen Wolfshunderassen, die ja scheinbar schon etwas gefestigter sind, nicht ausreichen und man nochmals direkte Wolfskreuzungen vornehmen muss?
    Nach dem was ich bisher so gelesen habe, ist die Antwort ja scheinbar eher nein. Und ganz ehrlich, dass finde ich moralisch auch nicht vertretbarer als Hunde zu züchten, die Körperlich so beeinträchtigt sind, das sie kaum atmen können.

    Wenn ich das schon aus meinen persönlichen optischen Vorlieben in Kauf nehme... wird denn wenigstens bei der Zucht auf eher "hündisches" Verhalten selektiert ? Mit selektiert meine ich nicht nur, man guckt halt nebenher etwas drauf, sondern es wird wirklich einem sicheren Wesen der Optik den Vorzug gegeben.

    Gibt es sichere Erfahrungswerte darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, in einem Wurf eher wölfische und eher hündische Welpen zu haben? Nach meinen Erfahrungen müsste sich das bei einer solchen Bandbreite eigentlich in zwei "Extreme" aufteilen, zum Großteil.
    Oder ist das auch eher egal?

    Auch müsste ja eigentlich ein solches Tier die ganz normale Verhaltensänderung bis zum Erwachsenenalter durchmachen - im Gegensatz zu unseren Haushunden, die eigentlich alle auf einem gewissen Level der Infantilität stecken bleiben.
    Kann man hierbei dann überhaupt wirklich abschätzen, in wie weit soein Welpe später mal in ein "normales" Leben integrierbar sein wird? Bereits Eberhard Trumler (wobei der ja nun meines Wissens vorwiegend keine Wölfe hatte) beschreibt ja bereits in seinen Büchern, eine relative Ähnlichkeit zu "normalen" Hundewelpen, die sich dann erst ab einem gewissen Alter unterscheiden.


    Im Übrigen... ich sehe auf den gezeigten Videos jetzt nicht unbedingt einen "Beweis" dafür, dass die genannten Bedenken haltlos sind. Eigentlich eher andersrum.

    Mir liegt zwar einiges auf der Zunge, aber nachdem ja immerhin eine Halterin so ehrlich war zu sagen, dass es Uhr primär um die Optik geht, hätte ich da mal eine kleine Frage zur Zucht und wesensselektion ;)


    Hier wurde erwähnt, dass diese Mixe oftmals eine sehr ausgeprägte Körpersprache haben - lasse ich auch mal als Merkmal, dass man sich wünscht gelten.

    Allerdings heißt das für mich auch, dass auch das ganze sozialverhalten, z.B. Gegenüber rudelfremden Hunden eher ursprünglich sein müsste. Wie sind hier die Erfahrungen ?

    Das heutige oft gewünschte Alles lieben ist ja bekanntlich eine herausgezüchtete infantile Verhaltensweise... In letzter Konsequenz dürften wolfsmischlinge das ja irgendwann ablegen.

    Auch die Scheu ist ja etwas, was Wildtieren allgemein angeboren ist und die meisten Menschen wohl eher nicht so gerne haben dürften. Wie sieht es hier aus ?


    Findet eine gezielte Selektion auf bestimmte wesenseigenschaften statt ? Oder ist "gutes" Wesen zwar nett, aber wird wolfsoptik untergeordnet ?


    Aus der Zucht ist ja allgemein bekannt, dass sehr heterogene zuchtpartner idR ebenfalls heterogene Nachkommen haben - zwei Extreme bringen also normalerweise ebenfalls Extreme, selten Mittelmaß hervor. Müsste hier ja ähnlich sein.
    Gibt es verlässliche Erfahrungen darüber, wie wahrscheinlich es ist, einen Mix zu erhalten, der so weit Hund ist, dass er halbwegs im Alltag zu integrieren ist?

    Übrigens sagt 99% gleiches Erbgut im Endeffekt recht wenig über ähnliches verhalten aus.....

    Der Mensch unterscheidet sich von diversen Affen Arten auch eher gering, trotzdem wäre eine Kreuzung wohl kein Gewinn ;)

    Der Knackpunkt ist doch Aber, dass sich die Halterin selbst eben scheinbar nicht wirklich darum gekümmert hat, dass der Hund versorgt ist - das erwarte ich eigentlich aber von jedem, der sich einen anschaffe, egal wie alt. Ä
    Fakt ist aber halt nunmal auch, dass die Wahrscheinlichkeit mit 70 oder 80 plötzlich nicht mehr fit zu sein, relativ groß ist.. Das hat auch nichts mit Entmündigung zu tun, sondern mit Realismus. Da muss ich einfach drüber nachdenken, "was wäre wenn" und da gibt's für mich auch keine Entschuldigung .

    Natürlich ist das relativ willkürlich und kommt auf die Auslegung des entsprechenden Mitarbeiters an. Allerdings meine ich mal beim Paragraphen zur Zwingerhaltung gelesen zu haben, dass "Haltung" so definiert wird, dass z.B. Für einen Hund, der regelmäßig an 5 Tagen die Woche den größten Teil des Tages außerhalb seines Zwingers verbringt, weniger Zwingerfläche zur Verfügung stehen muss.