Beiträge von bordy

    Tja, die Züchter scheinen etwas überambitioniert - andererseits fällt hier mal gerade wieder auf, dass ein nicht geringer Teil derer, die sich hier so aufspielen, selbst eigentlich nicht wirklich einen Plan davon haben, was sie da von sich geben.

    Nur weil der eigene Hund mit 9 Monaten noch kein Tabuwort kann und man noch nicht die Grundsteine fürs apportieren gelegt hat, sind jetzt alle andern blöd? Warum ist denn hier schonwieder das eigene Unvermögen das Maß aller Dinge?


    Wenn ich mich mit meinen Welpen beschäftige, dann werden die Wahrscheinlich schon ein "nein" (oder wie man es sonst nennen mag) kennen und wenn ich meine Welpen nicht hermetisch abgeriegelt im Wohnzimmer aufziehe, sondern z.B. einen dauerhaft begehbaren Welpenbereich im Garten habe, dann sind die bei Abgabe mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schon stubenrein. Sicher nicht so, dass der Welpe stundenlang aushält, aber doch so, dass sie sich melden und sich nicht einfach auf den Teppich setzen.
    Grundzüge des Apportierens zu fördern, ist gerade in Jagdhundekreisen übrigens auch normal. Dafür brauche ich einen Welpen nicht "überfordern" - ein entsprechend veranlagter Welpe bringt das mit und ich brauche ihn dann nur noch für alles loben, was er mir bringt. Apportieren angebahnt, fertig. Problem?


    Allerdings sind die beschriebenen Dinge für mich eigentlich selbstverständlich und ich verstehe nicht ganz, warum man dafür einen deutlich höheren Preis für einen Welpen verlangt. 400km zum Deckrüden zu fahren ist für die meisten Rassen auch ganz normal und eine Hundehebamme... nunja. Ich erwarte von einer guten Zuchthündin eigentlich, dass sie so instinktsicher ist, dass sie ihre Welpen auch ohne derartigen Schnickschnack zur Welt bringen kann. Ansonsten sollte sie sich nicht fortpflanzen. Eine Webcam bekommt man heute für 50 Euro. Und ganz ehrlich, eine Erstlingshündin bei der ich noch garnicht weiß, was sie überhaupt vererbt..

    Für mich persönlich wäre ein Grund, deutlich mehr für einen Welpen zu zahlen z.B., dass die Elterntiere mehr (teure) Untersuchungen haben, die in der Rasse nicht so verbreitet sind, aber für mich wichtige Krankheiten ausschließen. Ein Beispiel wäre ein MRT - das kostet gut mal nen Tausender.
    Auch das ich mir einen Welpen aus genau dieser einmaligen Verpaarung einbilden würde, bei der z.B. Sperma eines Rüden eingeflogen werden müsste. Ist nicht billig - allerdings bei meinen Rassen eher unnötig..

    Im beschriebenen Fall würde ich mich ehrlich gesagt eher nach einem realistischeren Züchter umschauen, der nicht gerade erst seinen ersten Wurf erwartet und im Prinzip nur groß plant, aber noch garnicht weiss, was wirklich dabei raus kommt.

    Sozial und / oder verträglich hat für mich rein garnichts damit zu tun, ob der Hund sich nun mit xbeliebigem Fremdhund versteht oder nicht.

    Sich unter Umständen auch mit einem konkurrierendem Artgenossen anzulegen ist aus hündischer Sicht schlicht und ergreifend eine logische Konsequenz. Gerade wenn ich einen selbstbewussten Hund habe , der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt - was ich ja gerade im Gebrauchshundebereich möchte.

    Nur weil das heutzutage nicht mehr in ist und ein Hund, der nicht jeden andern erstmal potentiell als Freund sieht, das maximal mit "ne also ich mag dich nicht. Wenn du trotzdem nicht gehst, dann find ich das jetzt nicht so nett und würde mir wünschen, dass du künftig mehr auf meine Gefühle eingehst" kommunizieren darf, ist der noch lang nicht unsozial.


    Mir ist wichtig, dass der Hund klar in seinen Reaktionen ist und sich im familiären Umfeld (Mensch und Hund) sozial verhält. Wie der Hund sich dann weiterhin verhält und sich nach aussen präsentiert, ist (wie schon ungefähr zum 10.000 mal geschrieben) Sache der Erziehung und Haltung.
    Ich Stimme Murmelchen da auch vollkommen zu - ich kenne nur reichlich wenige Hunde, bei denen ich sagen würde, dass dies von Grund auf nicht möglich wäre.

    Insofern ist mir das bei der Auswahl potentieller Eltern auch vollkommen egal, ob die sich super mit Fremden Hunden verstehen.

    Das Rezept möchte ich gerne mal probieren - bin die letzten Wochen kaum zum Backen gekommen.

    Wie viel ist denn ungefähr eine Tasse Milch in dem Rezept? Ich neige da irgendwie zu, sehr groooßzügige Tassen zu nehmen |)