(je nachdem ob das hier noch gelesen wird....)
Im Endeffekt teilt sich bei solchen Vorfällen die breite Masse immer in zwei Lager - auf der einen Seite die, bei der ein Hund sich grundsätzlich alles gefallen lassen muss, Kinder generell ekelhafte Nervensägen sind und man selbige am besten irgendwie loswerden sollte. Auf der andern Seite die, bei denen ein Hund sich immer alles bieten lassen muss und jegliches Wehrverhalten garnicht geht.
Liebe TS - ich kenne genügend Fälle, in denen das Zusammenleben zwischen Kind und Hund funktioniert, auch mit Hunden die sicher nicht ohne sind und ansich nicht viel für Kinder übrig haben.
Grundsatz ist hier aber immer, dass es für alle Beteiligte Grenzen und Rückzugsorte gibt. Orte, an denen die Hunde nichts zu suchen haben (Kinderzimmer, Kinderspielzeug) und das Kind sich einfach ausleben kann und Orte, an denen sich die Hunde zurückziehen können.
Wozu es führt solche Trennung nicht einzuhalten , hast du ja selbst erlebt.
Auch wenn das der Ratschlag ist, den du wahrscheinlich nicht hören willst.... augenscheinlich ist es ja derzeit so, dass du das nicht durchsetzen kannst (Kind akzeptiert Keine Sperrzonen, Hund klaut Kinderspielzeug). Wieso auch immer. Da jetzt Ferndiagnosen anzustellen halte ich im übrigen für eine ziemliche Frechheit.
Wenn du die Verhältnisse nicht änderst , dann wird das nicht der letzte Vorfall sein. Dein Hund hat zwar, soweit man das aus der Ferne beurteilen kann, normal gehandelt (dem Hund jetzt böse zu sein ist Blödsinn) - trotzdem hat dein Kind nochmal Glück gehabt. Er hätte auch beim Abschnappen das Auge erwischen können. Dann wär dein Kind jetzt wahrscheinlich Blind.
Mal ganz davon ab, dass es auch Folgen für den Hund haben wird. Passiert sowas nochmal, bzw schlimmer, dann wirst du keine andere Wahl mehr haben, als den Hund wegzugeben. Das die Zukunftsaussichten für Hunde mit der Vorgeschichte nicht rosig sind, brauche ich dir wohl nicht erzählen.
Als Mutter hast du eine Verantwortung gegenüber deinem Kind, als Hundehalter gegenüber deinem Hund. Wenn du nicht in der Lage bist die jetzige Situation zu managen, dann bist du es beiden schuldig deine Konsequenzen zu ziehen und das wird sinniger Weise die Abgabe des Hundes sein, solang er noch Chancen hat.