ZitatIch habe gerade das Gutachten der involvierten TÄ gelesen - das klingt für mich aber gänzlich anders, als das, was die Amtsveterinäre da geurteilt haben und ist vor allem das Ergebnis einer ausführlichen Begutachtung und eines längeren Gesprächs mit der Tierhalterin.
Vielleicht sollte man dabei auch mal bedenken, woran ein Tierarzt mehr verdient - an einem Alten Hund, den man noch Monatelang weiter durchzieht, der diverse Behandlungen, Schmerzmittel, Medikamente (zu beziehen natürlich über den Tierarzt...) oder an einem, dessen Leid man beendet und ihn einschläfert?
Und andersrum... was sollte der Amtsvet davon haben, den Hund einzuschläfern? Ausser viel Diskussion, Arbeit, Ärger?
Leider Gottes habe ich schon mehr als einen Fall erlebt, in denen ewig an einem Hund rumgezogen wurde, der einfach unheilbar krank war und gelitten hat. In denen Tierärzte auch einfach (bewusst?) versäumt haben den Haltern reinen Wein einzuschenken oder sich auch einfach davor gescheut haben ehrlich zu sein, weil die Halter in ihrer falsch Verstandenen Tierliebe dann eben zu jemand anders gegangen wären, der es macht (Zitat Tierarzt).
Wenn ich allein bedenke, was die örtliche Tierklinik bei unserer alten Hündin schon abgezogen hat, wird mir da anders. Diese hatte vor einigen Wochen zuerst einen Eiterball unterm Auge (aufgrund einer entzündeten Zahnwurzel ), darauf folgte dann ein Vestibular Syndrom und eine Pyometra, in deren Folge sie mit 13 Jahren noch kastriert wurde. Das ganze war in Summe extrem teuer, aber es wurde gemacht. Weil der Hund ansonsten Fit ist. natürlich kein Junger Hund mehr, in ihrem Tempo, aber schmerzfrei und zufrieden mit ihrem Leben.
Als sie das Vestibular Syndrom hatte (und noch nicht klar war, ob es nur das ist oder etwas "schlimmeres") kam die TK mit dem Vorschlag diverser Behandlungen, Cushing stand im Raum und man empfahl ernsthaft eine Chemotherapie. Gleichzeitig kam nach der Zahn OP, als meine Mutter nach neuen SD Tabletten Fragte die Aussage "Für den Hund brauchen sie keine Tabletten mehr...". Warum habe ich so einen Hund dann noch operiert...? Ich war zum Glück nicht dabei, ansonsten wäre mir wohl der Kragen geplatzt.
Bei den darauf folgenden Symptomen war sie bei mir und ich mit ihr bei meinem Tierarzt. Da war die Aussage ganz klar, wenn es "nur" ein Vestibular Syndrom ist, dann berappelt sie sich in wenigen Tagen wieder (was auch so geschehen ist), Aber wenn nicht wird an dem Hund nicht mehr rumgezogen und rumprobiert. 13 Jahre sind ein schönes Alter für einen großen Hund. Das scheinen irgendwie viele zu vergessen.
Der Tierarzt gehört aber auch zu einem der wenigen, der hier immer absolut ehrlich ist und sich unnötige Behandlungen auch einfach verkneift. Dafür fahre ich auch 60km einfach. Ich will das man mich ehrlich berät und mir nicht nur Honig um den Mund schmiert.