Zum rassetypischen Wesen gehört allerdings auch Optik und Vorlieben. Ich möchte keinen langhaarigen Hund, schätze aber das Wesen sehr. Bei den Nackthunden (außer dem AHT) habe ich zusätzlich die Wahl zwischen nackt und behaart wählen zu können.
man sollte sich als Interessent / Käufer natürlich im Klaren darüber sein, dass ein nackter Hund (bis auf AHT) kein Gebiss mit 42 Zähnen besitzt und u.U. nicht voll durchwechselt. Man muss den Hund nicht kaufen, wenn man damit Probleme hat.
So ein, Sorry, Schmarrn.
Wesenseigenschaften sind Wesenseigenschaften und Optik ist Optik. Wenn ich die Wesenseigenschaften eines CC will, ohne zu riskieren das ihm aufgrund von gekoppelten Genen Körperteile fehlen, dann kaufe ich mir einen behaarten. Geht es mir vornehmlich um die Optik, kaufe ich mir einen Vertreter einer Nackthunderasse, die die Probleme nicht hat oder kreuze gezielt um dann eben einen "schmaleren" oder sonstwie zierlicheren Hund zu erhalten.
Langhaarige Hunde kann man übrigens auch scheren und schon hat man einen Hund mit kurzem Fell. Scherköpfe gibts bis 0,5mm , da ist der Frisierlust kaum eine Grenze gesetzt.
Ich sehe hier schlicht und ergreifend das man als Liebhaber einer bestimmten Optik einfach in Argumentationsnot kommt. Das geht Liebhabern diverser anderer Rassen wohl genauso, wenn man mal direkter nachfragt - mit dem Unterschied, dass es für den Hund ziemlich egal ist, ob ich eher Schwarze oder braune, gescheckte oder einfarbige Hunde bevorzuge und ihm daraus idR kein Nachteil entsteht. wenn man begründen soll warum der Hund das denn erdulden muss, kommt nur "ja der lutscht halt eher", "die leben schon ganz lange so" oder sonstige sinnlose Vergleiche. Irgendwo muss doch mal Schluss sein mit Leid, was man aufgrund seiner eigenen optischen Vorlieben bei einem Tier, was man ja größtenteils angeblich liebt, in Kauf nimmt.
Und nein, nicht Du (oder ein anderer Käufer) musst zuerst mal damit leben, dass der Hund mit unter fast keine Zähne im Maul hat, sondern der Hund. Das ist doch der Knackpunkt - und nur weil der nicht permanent depressiv in der Ecke hockt, ist es noch lange nicht in Ordnung so etwas bewusst zu züchten.
So lange es offensichtlich nach ach so langer Zucht immer noch wohl die Mehrheit ist, die wenig bis garkeine Zähne im Maul hat, steht für mich der in naher Zukunft vollzahnige Nackthund irgendwo auf der gleichen Stufe wie die angeblichen Massen von brachycephalen , freiatmenden und belastbaren Hunden.
Ja, ein Hund ist ein Schlingfresser - komischer Weise laufen sonst reichlich wenige Hunderassen und Typen rum, denen in dieser Art und Weise die Zähne fehlen, obwohl sie sich ja durchaus an neue Gegebenheiten anpassen (siehe P1 Verlust). Warum ist das wohl so, wenns doch total toll und gar kein Problem ist, mehr oder minder keine Zähne im Maul zu haben?