Wie schon gesagt... wie bei den meisten anderen Gebrauchshunden auch gibt es einfach viele verschiedene Typen , die nicht unbedingt besser oder schlechter aber einfach Geschmacksache sind. Ich würde mir da persönlich wirklich einfach Hunde ansehen , die mir Gefallen, dann eben auf Working Dog und Konsorten nachforschen und mich nicht von irgendwem bequatschen lassen.
Allein wenn ich mir die beiden aktuellen hier anschaue, dann sind die absolut nicht zu vergleichen .. und man muss da im Idealfall die nächsten 12-15 Jahre irgendwie mit dem Hund rum bekommen.
Zu den Ostlinien Fällt mir am ehesten der Satz eines langjährigen Züchters (und Liebhabers) dieser Linien ein : "Wenn du Optik und Wesen (wobei da die Frage ist ob einem das liegt, bzw wie viel davon noch übrig ist wenn man im Prinzip gar nicht selektiert..) willst, bist du richtig, wenn du Gesundheit willst eher nicht" (frei zitiert...) .
Deckt sich im Prinzip mit meinen Erfahrungen und ist angesichts der Faktenlage eigentlich auch logisch.
Natürlich sind nicht alle Hunde, die solche Linien führen "schlecht". Aber ich würde, wenn ich denn aus irgendwelchen Gründen scharf auf sie wäre mindestens die gleichen Maßstäbe anlegen wie bei einer anderen Verbindung auch. Heisst z.B. das eine Hündin nicht nur ne 1er mit Züchter V haben und dann in die Wurfkiste wandern sollte, wenn ich sie nicht gerade selbst kenne, sehr überzeugt von ihr bin und der Züchter mir wirklich triftige Argumente (mehr als "ja die Prüfungen vererben sich ja nicht") liefern kann, warum der Hund nicht weiter gearbeitet wird. Und nein, dass ein Hund Grau ist qualifiziert ihn nicht automatisch für Leistungsorientierte Zucht.
Mit den Tschechen ist es im Prinzip eben auch so eine Sache.. meiner Meinung nach sind die gerade vor allen Dingen bei vielen beliebt, weil sie optisch idR etwas her machen. Dunkle Farbe, massive Köpfe.. Ist halt die Frage ob das wirklich ein Hauptkriterium bei der Auswahl sein sollte. (und natürlich sind sie auch eine blutliche Alternative)
Das der aktuelle Stand bei gesundheitlichen Untersuchungen da oftmals noch anders ist, sollte man auch bedenken. Es gibt nicht nur einen Hund der in den Osteuropäischen Ländern ohne Einschränkungen Zuchttauglich war und in D hat der Hund dann auf einmal mittlere oder schwere HD. (sehr interessant dazu auch der Vortrag durch ein GRSK Mitglied auf der letzten AW Tagung)
Wie sonst auch, würde ich einen so gezogenen Hund nur kaufen, wenn ich mich entweder wirklich gut in den Linien auskenne und erkennen kann, ob da irgendwelcher Mist drin ist oder ich Mut zum Risiko habe.
Gibt halt auch viele Dinge die man "weiss" , wenn man die Leute kennt, die aber nirgendwo stehen. Kennt man keinen weiss man es nicht.