Nicht alles was realistisch in der Zucht passiert, bzw auch passieren muss, ist mit der rosaroten Welt des Dogforums vereinbar. Deswegen ist es noch lange nicht schlecht und auch nicht gut. Jedem Recht machen wird man es eh nicht können.
Auch unter Züchtern gibt es einfach Leute mit einer bestimmten Philosophie, die nicht unbedingt rational ist. Gerade bei Rassen mit kleinem Genpool gibt es z.B. häufig auch Beschränkungen bezüglich der Deckanzahl. Hat der Rüde dann diese Anzahl voll, darf er nicht mehr decken.
Wirklich langfristig angelegte Zucht mit eigenen Zielen und Linien betreibt man nicht mit 2 Hündinnen und alle 2 Jahren mal einem Wurf. Auch wenn das jetzt natürlich viele nicht hören wollen, aber diese Vorgehensweise ist langfristig auch nicht viel anders als Leute die mal einen Wurf haben wollen... nur eben mit Untersuchungen, Schauergebnissen und ggf Prüfungen.
Wenn man da gezielter ran geht, braucht man fast auch Leute die Hunde für einen aufziehen, halten, evtl ältere mal übernehmen... finde ich auch besser als Züchter die dann 10 Hunde haben und der einzelne untergeht.
Ich würde an deiner Stelle kritisch nachfragen, warum er genau abgegeben wird, warum nicht mehr mit ihm weiter gezüchtet werden soll und vor allen Dingen würde ich ihn auch mal aus seiner gewohnten Umgebung raus nehmen.
Gerade im Kleinhundebereich sind teilweise Haltungsformen üblich, mit denen ihr als Familie eher keine Freude haben werdet. Das Hunde, obwohl sie in der Wohnung leben nicht stubenrein sind (wobei das hier nicht so sein muss) ist zum Beispiel keine Seltenheit. Nicht selten kennen sie ausser der Wohnung und dem Frisiertisch auf Ausstellungen garnichts. Je nachdem wie der Hund dann im Grundwesen ist, ist er trotzdem sicher und lernt dann halt was ihr von ihm wollt oder aber er hat dann unter Umständen für den Rest seines Lebens Probleme mit Dingen, die ausserhalb dieses Bereiches liegen.