Beiträge von bordy

    ... und dazu kommt noch, dass ich auch als derjenige, der sich mit den Leuten unentgeltlich , in seiner Freizeit mit den Leuten hinstellt irgendwann Erfolge sehen möchte, bzw zumindest das die Leute nicht eigentlich noch aktiv sabotieren.


    Wenn ich heute 30 Euro für eine Einzelstunde oder nen 10er für die Gruppenstunde verlange (realistische Preise hier in der Gegend) , dann ist mir das ehrlich gesagt egal, ob die Leute meinen es wäre schlau als Anfänger gleichzeitig mit mehreren Leuten an einem Hund rum zu probieren. Wenn ich da in einer Stunde Dinge erarbeite und ich das nächste mal quasi von vorne anfangen kann, weil der zweite HF nur theoretisch weiss was er machen soll, dann ist mir das am Ende relativ Latte. Das ist einfach Professionalität.

    Wenn ich mich da für lau hinstelle, mir die Zeit nehme und die im Endeffekt auch in Leute die zumindest nicht aktiv alles umwerfen (und sich auch sonst einbringen...) oder zum Beispiel auch meinen eigenen Hund investieren könnte, dann finde ich das eher uncool.

    Ich schreibe es mal hier rein und in den Laberthread:
    In Nürnberg, mitten in der Stadt, findet am 30.05. ein "veganes Strassenfest" statt.
    Wer also in der Nähe ist oder einen Ausflug machen möchte, findet hier vielleicht Interessantes.

    veggiestrassenfest.de/

    Wir waren da - war ganz nett. Interessant auch die "Leder"Jacke aus Kork. (leider nicht so wirklich erschwinglich)

    Gut war auch der Vegöner.... wobei es mindestens 4 Döner Stände gab. Von besagtem Stand hat dann aber auch meine Begleitung gegessen und war recht angetan.


    http://www.eat-this.org/vegan-pulled-p…-aus-jackfruit/

    Demnächst will ich mal das ausprobieren.

    Mir gings da übrigens garnicht um Nervenstärke, das war, wie der absatz zeigen sollte, einfach ein Beispiel das es immer noch genug Leute gibt deren Hunde zwar top Leistung aufm Platz bringen, aber im Alltag eben ziemlich scheiße sind.

    Aha. Also das der Hund "scheiße" ist nach deinen Maßstäben? Ich denke da wirst du vielen Leuten die sich blöderweise abmühen ihre Hunde anständig zu erziehen eine große Last abnehmen. Hund is einfach scheiße, darf sich aufführen, is halt so.


    Davon das es ja nun mehr als genug Hunde gibt die sich auf dem Platz völlig anders benehmen als außerhalb muss man doch auch reden. Das machen ja viele Hunde so, auch die "normalen" Hunde können in der Hundeschule der Streber sein und im Alltag scheiße. Das Phänomen ist ja nun nicht grade selten.

    Siehe oben. Genetisch fixiert? Nach dem es hier ja gerade um Zucht ging, gehe ich mal stark davon aus das du das damit aussagen möchtest.


    Was die konstante Leistung angeht: Zeigt die überhaupt irgendein Hund? Angeschlagen, schlechter Tag vom Hund oder vom Hundeführer, gibts das alles nicht?
    Und sucht man wirklich nur die Hunde die in jeder, wirklich jeder Prüfung Top Leistung gebracht haben? Gehen nur die in die Zucht?

    Ja, es soll Hunde geben die auch unter Belastung nicht gleich zusammenbrechen, die nicht total davon abhängig sind ob es warm, kalt, nass ist oder der HF nen schlechten Tag hat und die bringen trotzdem konstant Leistung. Darum sind solche Hunde dann auch wertvoll für die Zucht, weil sie stressresistent, anpassungsfähig und belastbar sind.

    Was man unter "Top Leistung" in dem Bereich versteht weisst du sicher auch, bzw alle andern die sich da so drüber echauffieren...


    Wer hat das denn gesagt?
    Es geht hier doch garnicht drum das keine Selektion mehr stattfinden soll auf das, was die jeweilige Rasse ausmacht. Aber dieses starke Selektieren auf Prüfungsergebnisse ist kein guter Weg. Nur darum ging es.

    Eigentlich geht es darum, wer wo auf der Warteliste steht und in dem Zug hat jemand gefragt, woher der Welpe kommen soll,ganz wertfrei festgestellt das dort keine Leistungsnachweise vorhanden sind und es sich deswegen wohl eher nicht um eine Leistungsorientierte Zucht handelt. Aber vielleicht ist das ja auch alles ganz falsch bei mir angekommen.

    Nein, ein guter Hund alleine reicht heutzutage nicht mehr aus um auf diversen Ausscheidungen vorne mitzulaufen - aber wenn ein Hund über einen längeren Zeitraum Leistung zeigt, Prüfungen ablegt (und ja, Prüfungssituation ist etwas anderes als Training wenn keiner zuschaut. Gerade deswegen ist sie ja so wichtig) , dann wird er kein grundsätzliches Problem in der Triebveranlagung oder sonstigen Wesenseigenschaften haben. Man kann nur Dinge fördern, die eh schon da sind.


    Nervenstärke ist immer so das Totschlagargument im DF, aber meistens gackern da die am lautesten, die a) weder genau wissen was das eigentlich ist und b) gleich drei mal nicht bei einem Hund einschätzen können, wie nervenstark oder nicht er ist. Macht sich halt gut "aber die Nervenstärke.." zu rufen. Ob ein erwachsener , Potenter Rüde einer Gebrauchshunderasse einfach mal so ungesichert mit anderen adelten Hunden rumlaufen kann ohne das das unter Umständen kritisch wird hat zum Beispiel mit vielem, aber sicher nicht mit Nervenstärke zu tun. |)
    Ein Hund mit mangelndem Nervenkostüm zeigt auch keine konstante Leistung unter verschiedensten Bedingungen - Punkt.


    Wenn der Hund sich ansonsten im Alltag nach DF Maßstäben nicht benimmt, dann liegt das idR daran, dass die Leute es entweder nicht brauchen oder vielleicht auch gar nicht wollen. Nicht daran, dass der Hund so ein Wesenswrack wäre, dass das nicht ginge.


    Das "wir selektieren einfach mal nicht mehr nach Leistung und schon haben wir nette Hunde" so nicht wirklich funktioniert, sieht man spätestens dann wenn diverse Rassen die eigentlich nur noch Familienhund sein sollen selbst diesen Zweck nicht mehr erfüllen können. Siehe diverse Collies, die meisten in Deutschland gezogenen Linien von Tervueren und Groenendael , etc. Wenn ein Rüde dann zu tröpfeln anfängt, weil die Kinder Ferien haben und sich der Tagesablauf um ne Stunde verschiebt , der Hund vor und nach Silvester 2 Wochen nicht mehr unterm Tisch vor kommt oder gar nach den eigenen Kindern schnappt weil er bei normalem Kindergeschrei die Krise kriegt, dann ist das auch für den normalen Familienhund nur so semioptimal.
    Von vielen anatomischen Perversionen die es gar nicht gäbe, wenn man eine gewisse grundsätzliche Leistungsüberprüfung machen würde mal ganz abgesehen.


    Und wie gesagt - wenn man die Meinung vertritt ohne Leistungsselektion ist alles toll, dann braucht man ja hier eigentlich auch nicht rumjammern, wenn jemand feststellt das da nichts da ist. Mir erschließt sich da das Problem nicht so. Kann sich ja eh jeder den Hund kaufen den er passend findet und dann von mir aus gerne damit glücklich werden.

    Zumal es um eine Rasse geht, die gar kein Gebrauchshund ist (wenn auch bestimmte Linien sicherlich durchaus auch im Gebrauchshundebereich nutzbar sind).

    Nunja, gibt mehr Rassen die offiziell nicht zu den klassischen deutschen Gebrauchshunden gerechnet werden, einfach weil sie nicht aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Der Malinois ja klassisch auch nicht und wenn man es mal eng betrachtet, war die Trennung Malinois und Herder irgendwann eher willkürlich.
    Von daher ist mir schon bewusst, warum der Hinweis darauf, dass die Ahnen keinerlei Arbeitsnachweise mitbringen nicht unbedingt auf großen Beifall stößt.

    So lang man sich keiner Prüfung stellt, sieht ja auch niemand ob man in der Lage wäre sie zu bestehen ;) Sicher ist nicht jeder Hund mit einer Leistungsprüfung eine Bereicherung für die Zucht, andersrum zeigen aber genügend Beispiele das sie nicht überflüssig sind.

    Mir persönlich ist es ja ziemlich latte, wenn jemand mit der allzeit gerne wiederholten Phrase "ich will halt eher nen alltagstauglichen Hund / nen Allrounder " besser schlafen kann und es juckt mich im Prinzip auch nicht, wer sich welchen Hund kauft. Wobei es natürlich diskutabel ist, ob einfach gar keine wirkliche Selektion wirklich dazu führt das man solche erhält und nicht einfach zu Hunden die auf lange Sicht Wesensmängel haben.

    Mir erschließt sich nur nicht ganz, warum man dann so ein Bohei macht und so tut als ob, anstatt einfach zu sagen "joa, ist so." ;)

    Ist das denn die Definition?Demnach müsste mein Hochzuchtrüde, also aus Showlinie, mit erbrachten Leistungen und Prüfungen plötzlich Leistungsrüde werden können? Seine Anatomie und Genetik ändert sich ja nicht.

    Dein Rüde hat wahrscheinlich auch eh schon Kör und Leistungszucht Papiere , bzw würde sie bekommen. Wie der SV da mit ausländischen Papieren verfährt, weiß ich gerade nicht. Im SV gibt es gar keine andere Möglichkeit, ausser diese zu züchten.

    Der Unterschied ist schlicht und ergreifend der, dass ich in einer Leistungsorientierten Zucht keinen Hund in die Zucht nehme der Mängel in der Leistungsfähigkeit hat, weil er dafür vielleicht besonders schönes Pigment hat... und ich erwarte deutlich mehr an Leistungsveranlagung, die ich auch durch einen unabhängigen dritten überprüfen lassen kann.


    Im Endeffekt empfinde ich es als eher amüsant, wie man einerseits darauf beharrt, dass Prüfungen und Leistungsnachweise ja total unnötig sind, andererseits aber wieder den hormonellen Zickenkrieg ausbricht, wenn darauf hingewiesen wird, dass da so gut wie nichts da ist ;) Wenn einem das eh egal ist, kanns einem ja Wurscht sein.
    Gerade mentale Eigenschaften verwässern innerhalb wenigster Generationen, wenn man nicht überprüft ob sie da sind. Keine Prüfungen = keine Überprüfung. Das ist alles.
    Wenn man nach er Argumentation (die im übrigen die meisten Schau-Leute bringen...) geht, dann müsste es problemlos möglich sein in einen Wurf dessen Vorfahren seit Generationen keine Leistungsnachweise erbracht haben rein zu greifen und ihn wieder ursprünglich einzusetzen. Ist es aber nicht.

    Die Länder, die nicht an Hand der Prüfungen die wir hier kennen selektieren, tun es dafür auf anderer Ebene deutlich härter oder lassen halt einfach auch mal komplette Würfe verschwinden.

    Der Punkt bei der der Themenstarterin ist ja, daß einer alleine das Training, auf Grund von Schichtarbeit, nur sehr eingeschränkt wahrnehmen könnte, so daß man eventuell auch an einem Punkt kommen würde an dem das Training uneffektiv, da zu unregelmäßig werden würde.So wie ich es verstanden habe geht es der Themenstarterin auch nicht darum, daß sie gar nichts für den Verein leisten möchten, sondern daß die doppelte Zeit zu einem Problem werden könnte. Was ich durchaus verstehen kann wenn beide Partner im Schichtdienst tätig sind und unregelmäßige Arbeitszeiten haben. Da muß definitiv viel organisiert werden.
    Prinzipiell kann ich es schon gut verstehen, daß man es als ungerecht empfindet wenn man selbst das Trainingsangebot eines Vereins mit einem Hund nutzt, man aber den doppelten Beitrag zahlen muß und der doppelte Arbeitseinsatz verlangt wird nur damit beide Partner mit dem Hund arbeiten dürfen. Während auf der anderen Seite jemand der mit 2 oder mehr Hunden das Trainingsangebot nutzt, also wesentlich mehr Trainerkapazität, Platznutzung auf sich zieht nur den einfachen Beitrag zu zahlen und den einfachen Arbeitseinsatz leisten muß. Nur weil er alleine mit dem Hund arbeitet.
    Wobei 60€ im Jahresbeitrag nun wirklich recht günstig sind. Wenn man, auch als Paar, nur die einfache Zahl Arbeitseinsatz hinbekommt kämen noch 150E "Strafgeld" dazu. Das wären dann insgesamt 210€ extra. Das ist schon Geld.
    Ich habe die Themenstarterin auch nicht so verstanden, daß sie gar nicht bereit sind etwas für den Verein zu tun, sondern, daß sie immer schauen muß wer von ihnen das bei den entsprechenden Terminen gerade leisten kann und ob sie 30 Stunden voll bekommen.
    Ich denke darüber sollte man mit dem Verein sprechen. Vor allem worin die "Arbeitsstunden" bestehen. Was es da zu tun gibt und wie zeitlich flexibel man sich das einteilen kann.
    Aber die viel entscheidendere Frage ist für mich, ob es für den Verein wirklich in Ordnung ist wenn beide Partner mit dem Hund trainieren, oder ob sie das prinzipiell nicht wirklich möchten.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich betreibe mittlerweile seit 13 Jahren Hundesport, mittlerweile auch als Ausbildungswart und habe mehr als einen Anfänger kommen und auch wieder gehen sehen - ich denke ich weiß sehr gut, worauf man da raus möchte.


    Wir reden hier von einem Verein, keiner kommerziellen Hundeschule und man nimmt so auch keine Dienstleistung in Anspruch. Der Beitrag ist keine Flatrate, bei der man dafür möglichst viel rausschlagen möchte und so und so viele Trainingseinheiten zugesichert bekommt, sondern in der Regel ist es ein lächerlicher Grundbetrag um zumindest einen kleinen Teil der anfallenden Kosten zu decken. Der Rest an Platzerhalt wird meist über Festivitäten, Kantine und eben Arbeitsleistung gedeckt.. und davon profitiere ich genauso wenn ich es nur alle 2 Wochen nutze, wie wenn jemand 4 mal die Woche am Platz steht (und das sind dann idR auch die, die eh auch noch mehr für den Verein tun). Wenn ich selten am Platz bin möchte ich ja auch nicht nur 2 statt 6 Leuchtstrahler haben, weil ich ja nur selten da bin.

    Ich bekomme als Ausbildungswart, wenn ich mich für andere hinstelle für mehr Leute genau das Gleiche wie für wenige. Nämlich garnichts. Würde ich auch nur im entferntesten anfangen aufzurechnen, wie viel Zeit ich damit verhampel mich um andere zu kümmern, wie viel Sprit ich verfahre und wie viel Geld ich dadurch noch ausgebe, nur um andere zu unterstützen und das auch nur teilweise zurückfordern dann wäre Training ein sehr teurer Spaß. Ist übrigens in andern Ländern schon normal und Hundesport daher ein noch deutlich teurerer Spaß als hier.
    Ich zahle übrigens auch genauso meinen Beitrag, zahle meine Getränke, mein Essen und helfe bei Arbeitsdiensten mit. Ich könnte natürlich sagen "mach ich nicht, ich mach ja sonst so viel".. aber dann würde es halt liegen bleiben und ich könnte nicht weiter davon profitieren.


    Wir haben genug Leute, die Arbeitszeiten haben die es nicht immer erlauben pünktlich zu jedem Trainingstag auf dem Platz zu stehen. Wie bei jedem andern , findet auch bei denen das meiste Training zu Hause statt und die Übungszeiten dienen vorwiegend der Überprüfung des Gelernten. Wenn der Hund nicht weiter kommt, weil man zu Hause nichts tut, dann hängt das an einem selber und ich sehe auch nicht, wo einem da ein geringerer Beitrag helfen würde.


    Auf meine Frage, warum es denn keine Option wäre dann halt ein paar Stunden während der Zeit, in der man normal trainiert abzuleisten oder abzusprechen ob man flexibel etwas übernehmen könnte (geht so gut wie immer) , hat man ja dezent nicht geantwortet. Genauso wenig wie auf die Frage, was man dem Verein denn bietet, weswegen man bevorzugt vor anderen behandelt werden möchte.


    In der Realität ist es übrigens auch mit Nichten so, dass es total problemlos ist wenn zwei Anfänger an einem Hund rumdoktern. Das mag gehen, wenn man einfach ein bisschen mehr oder minder schlampiges Fuß gehen macht, aber in dem Moment in dem der Hund einigermaßen präzise arbeiten soll geht das so gut wie immer schief. Der Hundeführer muss sich sortieren, Abläufe lernen und wenn das dann sitzt und der Hund sich drauf eingestellt hat, kommt dann der nächste Anfänger der wieder eigentlich nicht weiss (oder nur in der Theorie) was er machen soll. Das mal ein anderer mit dem Hund arbeitet kann funktionieren, wenn beide Hundeführer wissen was sie tun, der Hund ein gewisses Fundament hat - und selbst da läufts nicht immer.
    Da hätte ich (spätestens nach der Ansage, dass man weniger Zahlen möchte weil man ja seltener da ist..) als AW ehrlich auch keine Lust drauf. Das ist einfach vergeudete Zeit und wenn die Leute beide an einem Hund rumziehen möchten, können sie das von mir aus gerne daheim machen.


    Wenn ich so klar eine Kosten/Nutzen Rechnung anstellen möchte, dann kann ich jetzt schon prophezeien, dass man in einem Verein über Kurz oder lang Probleme haben wird. So funktioniert ein Verein einfach nicht und man ist wirklich in einer kommerziellen Hundeschule besser aufgehoben. Nur dummerweise sind 60 Euro da Peanuts, man bekommt dafür meist nicht mal eine 10er Karte und meist ist das sportliche Training auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
    Falls man wirklich einen Vergleich anstellen möchte - wenn ich ins Fitnessstudio gehe, dann zahle ich auch meinen Beitrag. Egal ob ich nur alle 4 Wochen aus schlechtem Gewissen gehe oder jeden Tag 2 Stunden. Genauso wie niemand im Fußballverein auf die Idee kommen würde sich den Beitrag zu teilen, weil man sich Ball und Schuhe teilt. Auf die Idee würde auch niemand kommen.