zB Zuchtverbot?
Vorkaufsrecht des Züchters?
Pflicht bestimmte Untersuchungsergebnisse mitzuteilen?
Kastrationspflicht?
Zuchtverbot und Kastrationspflicht sind in D eigentlich nicht üblich und fände ich für einen seriösen Züchter, wenn der Hund keine Zuchtausschließenden Fehler aufweist auch eher seltsam. Zucht ist ja eigentlich etwas langfristiges, bei dem man nicht nur in einer einzelnen Generation denken sollte.
in den USA ist es z.B. üblich, dass es "for breed" und "not for breed" gibt, bzw die Papiere erst ausgestellt werden wenn der Hund kastriert ist. Begründet wird das mit der Angst vor Puppy Mills... muss man selbst wissen, meins wär es nicht.
Gibt's es soetwas wie Hundepapiere erster und zweiter Klasse, oder bekommen alle Welpen denselben Abstammungsnachweis und Hundepass mit? (abgesehen vom Impfpass)?
Im VDH nicht, nein. Innerhalb eines Wurfes gibt es für alle Welpen die "selben" Papiere. Bei manchen Rassen gibt es verschiedene Prädikate, wie z.B. spezielle jagdliche Leistungszucht, die dann aber einfach von den Vorfahren abhängen.
Ich hatte mich auf 1000 - 1200 Euro eingestellt, für einen Hund mit dem ich nicht züchten will. Als Liebhabertier.
Es ist keine exotische Zucht, keine besondere Farbe, keine "berühmten" Eltern.
Das kommt auf die Rasse an und was da einfach üblich ist. Es gibt Rassen, da sind Preise von 600-800 Euro normal, bei andern sind 1600 Standard.
Ich muss allerdings zugeben, dass es mich teils auch etwas irritiert, wenn ich für einen gut gezogenen Gebrauchshund bei denen die Züchter tagtäglich viel Zeit in die Selektion der Elterntiere investieren 800 Euro bezahle und der Züchter von Französischen Bulldoggen, der 3 mal im Jahr auf Ausstellung fährt 1600 Euro für einen Welpen will. Aber das ist ein breites Feld über das man Seitenlang diskutieren kann.
So wie es aussieht, werden es aber eher 1600 Euro mit diversen Klauseln. Pflicht zum HD/ED Röntgen auf meine Kosten.
Ich habe Hemmungen ein gesundes Tier, mit dem ich keinen Leistungssport machen will, in Vollnarkose legen zu lassen, nur damit von EINEM Nachkommen die Ergebnisse für den Züchter da sind, der noch nicht einmal weiß, ob er einen Wiederholungswurf mit diesem Rüden planen will.
Ich nehme an, die Untersuchung kostet zwischen 250€ und 300€ und danach bekomme ich nur die Ergebnisse (Interpretation des Arztes) aber noch nicht einmal die Röntgenbilder selbst?
Wie gesagt, kommt auf die Rasse an ob das normal ist.
Zu den Untersuchungen: du möchtest doch auch nach diesen Hund wieder einen gesunden Welpen erwerben können, oder?
Das geht nur, wenn Welpenkäufer nicht denken "ich hab doch meinen, passt schon", sondern auch mit machen. Die Elterntiere untersuchen lassen ist eines, aber viel wichtiger ist die Nachzucht anzusehen um festzustellen, wie die Hunde vererben. Ein HD Freier Hund kann z.B. durchaus mit einem bestimmten Partner schlechte Hüften vererben.
Woher soll der Züchter denn dann sehen, ob er mit diesen Zuchttieren noch einen Wurf haben möchte, wenn er kein Feedback der neuen Halter bekommt?
Die Kosten des Röntgens hängen vom Tierarzt und seiner Gebührenordnung ab, die Auswertung wird bei vielen Verbänden bereits vom Züchter hinterlegt.
Was du mit den Röntgenbildern möchtest, verstehe ich nicht ganz.
Die werden normalerweise eh an den Verband weitergeleitet.
Du zahlst beim Tierarzt generell für die Erstellung der Röntgenaufnahme.. das Urheberrecht bleibt allerdings beim Tierarzt. Das hat aber nichts mit dem Züchter zu tun.
Was der Hund braucht, soll der Hund kriegen.
Aber könnte ich für 1800€ Anschaffungskosten nicht erwarten einen Hund zu bekommen, mit dem ich züchten *dürfte* (auch wenn ich das nicht will, und auch erst die Vorgaben des Verbands zu berücksichtigen wären).
Wenn es dann ein Liebhabertier mit Klauseln im Vertrag ist. Werde ich da gerade über den Tisch gezogen?
Oder waren die 1200€ zu tief angesetzt?
Die Schlussfolgerung verstehe ich nicht ganz. Bezieht sich das auf die Röntgengeschichte? Natürlich ist ein Welpe den du kaufst nicht automatisch zuchttauglich. Oder meinst du eine Kastrationsklausel?
Generell sollte man bedenken, dass recht viele Dinge, die so in Verträgen stehen eigentlich rechtlich unwirksam sind. Niemand kann dich grundsätzlich zwingen den Hund zu kastrieren und die Papiere gehören zum Hund, sind dir also auch auszuhändigen. Genauso wie dich niemand zu Untersuchungen zwingen kann. Wobei ich das aus oben genannten Gründen für sinnvoll halte... viele Züchter machen das auch für ein "Pfand", das man zurück bekommt, wenn man den Hund hat untersuchen lassen.
Was geht ist Vertragsstrafen zu vereinbaren. Diese müsste der Züchter aber auch erstmal einklagen.
Ich persönlich bin idR bereit, den Rasseüblichen Preis zu zahlen. Liegt der Preis eines Welpen deutlich über dem Durchschnitt, erwarte ich gute Gründe.
Untersuchungen sind für mich kein Problem, auch wenn ich das Vorgehen Untersuchungen zu "belohnen" deutlich besser finde.
Mit einem Vorkaufsrecht, in der Form das der Züchter sich auch um den Hund sorgt, wenn ich ihn aus irgendwelchen Gründen nicht behalten kann, habe ich auch kein Problem. Rechtlich wie gesagt eh nicht wirklich wirksam und bei einem normalen Züchter kann man grundsätzlich normalerweise auch drüber reden, solang der Hund nicht einfach weiter verschachert wird.
Kastrationspflicht wäre für mich nicht in Ordnung, wobei das wie gesagt in D auch absolut unüblich ist.