Die Situation mit dem "fällt hin und bricht sich was" halte ich nun auch für recht konstruiert. Mal ehrlich, es gibt genügend Gründe warum das mit einem Hund passieren kann... da muss der nicht "extrem agressiv" sein. Wenn ich z.B. einen sehr freundlichen, stürmischen Junghund habe, dann kann es mir genauso passieren das mir die Leine durchrutscht oder reisst und er ein Kind umwirft. Das ist ähnlich vorhersehbar oder unvorhersehbar, wie wenn mir das bei einem Hund dessen Antriebskraft in diesem Moment Aggression ist passiert.
Dem Kind wird es im Fall der Fälle egal sein, ob der Hund nur spielen oder es fressen wollte und die Folgen bei einem ansonsten entsprechend gesicherten Hund sind auch die gleichen.
Allerdings fallen mir spontan genügend Situationen ein, in denen man unter Umständen gerade einen problematischen Hund nicht mehr behalten kann. "Einfachster" Fall, man bekommt selbst Nachwuchs (und selbst wenn das mit dem Hund klappt, wird es spätestens schwierig, wenn der dann auch mal Freunde mitbringt) , wenn man nicht im Eigenheim wohnt, Kündigung durch den Vermieter (mit so einem Hund etwas neues zu finden ist so gut wie unmöglich) , Änderung des Beschäftigungsverhältnisses, Trennung vom Partner mit allen Folgen, Eigene Krankheit...
Wenn man mit offenen Karten spielt, ist die Vermittlung eines problematischen Hundes meistens so gut wie unmöglich, wenn man nicht gerade Glück hat. und mit problematisch meine ich nun noch gar nicht mal "kann lebenslang nur 24/7 mit Maulkorb geführt werden".
Im Gebrauchshundebereich bekommt man einen Hund, der vielleicht etwas griffiger (idR solche Hunde wie im Eingangspost beschrieben) ist meistens ganz gut unter wenn er :
- gesund
- jung (maximal 2-3 Jahre)
- gut veranlagt (nicht jeder Hund der für den Normalhundehalter schwierig ist, ist auch als Dienst/Sporthund geeignet..)
ist und im Idealfall noch FCI Papiere hat. Trifft eines dieser Merkmale nicht zu, ist er eigentlich unvermittelbar. Selbiges gilt für Rassen, bei denen ein gewisses Potential eigentlich nicht gewollt ist. Der Markt für einen Goldi, der zwickt wenn man an seinem Futternapf vorbei will ist einfach nicht da und ein Tierheim wird sowas auch nicht freiwillig nehmen.