Beiträge von bordy

    Sie schreibt selbst in diesem Thread , dass die Rasse kein reiner Jagdhund ist und ich bin mir relativ sicher , auch die restliche Formulierung schon so gelesen zu haben . Sollte das garnicht auf die Rasse zutreffen , kann man das ja korrigieren .


    @AnjaNeleTeam

    Ich weiß ja nicht , was du unter 1 Mann Hund verstehst.. Und mit "darf machen was er will " hat das so gut wie nichts zu tun . Solche Hunde haben im Erwachsenenalter meist schlicht kein Interesse an anderen Menschen , weichen aus , etc. natürlich kann man das über Gehorsam Regeln, aber entgegen kommen oder angenehm ist das nicht für sie . Ich bezweifle das es Sinn der Sache ist , dass der Hund nicht mit andern interagiert . Nicht umsonst wählt man dafür normalerweise Hunde , die sehr offen für verschiedene Menschen sind .

    Irgendwo ist es schon interessant, dass auf der einen Seite betont wird , wie sehr man doch lieber Sachen macht die dem Hund liegen (und gleichzeitig mitschwingt , dass Leute die mit dem Hund rassegerecht von klein auf Arbeiten darauf ja garnicht eingehen ) , andererseits wird "Therapiehund" nicht hinterfragt . Ist ja "gut", Diskussionslos.

    Wenn die Hunde wirklich so sind , wie ich die Beschreibung für mich interpretiere , dann erschließt sich mir auch nicht ganz warum man sich für die Aufgabe solch einen Hund holt .

    Ich persönlich sehe nicht ganz, warum "Unsicherheit" oder "Dominanzverhalten" die einzigen Gründe sein sollten, warum ein Hund sich ungern von Fremden anfassen lässt. Warum kann ein adulter Hund nicht einfach keinen Wert darauf legen, Körperkontakt mit Fremden zu haben? Wenn man es genau nimmt, ist das eigentlich das normale Verhalten.

    Reden können sie nicht und Knurren ist ein normaler Schritt in der Eskalationsleiter, wenn die vorigen ignoriert werden.

    Ein Hund ist ein Lebewesen und kein Stofftier, was grundsätzlich jeder betatschen darf und soll. So lang nicht unprovoziert angegriffen oder ohne Warnung hingelangt wird, habe ich kein Problem damit wenn mein Hund mitteilt, dass er eine gewisse Individualdistanz hat.

    Hier ist halt gerade etwas Mode, was man eigentlich schon ein paar Jahre überwunden hat. ;)
    Ich habe auch noch irgendwo alte Bücher von meinem Vater rumstehen, in denen dazu geraten wird, dass erste Jahr möglichst nichts zu machen. Aus für den damaligen Ausbildungsweg nachvollziehbaren Gründen...
    (und ich bin persönlich froh, gewisse Dinge, die für die Arbeit wichtig sind von Anfang an etabliert zu haben und nicht mit einem jährigen Halbstarken damit anzufangen)


    Das Beispiel der Kinder wird ja gerne gebracht und auch da ist es im Endeffekt das Gleiche. Man kann ein Kind durchaus überfordern. Deswegen ist es aber nicht besser, einfach nichts zu machen und Kinder die angepasst gefordert und gefördert wurden sind einfach ganz massiv im Vorteil.


    Wenn sich jemand bemüht, kenne ich es im übrigen auch nicht, dass das "belächelt" wird. (und wenn, dann sind das meistens die, die selbst noch nichts auf die Reihe gebracht haben)
    Was ich allerdings kenne, sind Leute, die sich einen relativ spezialisierten Hund holen, den versuchen in irgendwas zu schieben was ihm eigentlich nicht liegt oder einfach garnichts machen und dann mit den Problemen, die es dann meist schon im Alltag gibt aufschlagen.

    Wenn du in 2,5 Wochen Prüfung machen willst, dann wirst du an der ganzen Geschichte eh nicht mehr viel ändern können , ausseer du sagst die Prüfung ab. Das hört sich jetzt nicht nach ner kleinen Problematik an, sondern nach einem grundsätzlichen Problem.
    Versuch bis dahin doch gezielt ohne Beute die Schrittwechsel zu trainieren und wirklich nur zu bestätigen, wenn der Hund ruhig läuft.


    Wenn du danach noch weiter machen willst, würde ich nochmal bis ganz zum Anfang zurückgehen und aus dem Spiel heraus für den Hund die Basics einfordern (Sitz, Platz, Schau, dann in die Position gehen) und konsequent nur die entsprechende Ausführung unabhängig von der Beute bestätigen, ansonsten Abbruch.

    Ivan Balabanov hat mal ein paar Ausbildungsdvds gemacht (Obedience without Conflict), in denen der ganze Aufbau auf dem Beutespiel beruht. Teilweise sind die auf Youtube verfügbar.

    @Angilucky2201


    vielleicht solltest du deinen Hund wirklich mal einschätzen lassen und mit jemandem, der sich damit wirklich auskennt dann an eventuellen Problemen arbeiten, anstatt in jedem Thread in dem es darum geht, dass etwas unter Umständen Folgen hat aufzuschlagen und rumzudiskutieren ob man das nicht einfach "ungestraft" lassen könnte. Dann bräuchtest du nämlich auch keine Angst mehr davor haben, dass dir und deinem Hund das blüht, wenn irgendwas passiert. Und sorry, wenn dein Hund wirklich mehr als "durchschnittlich" problematisch ist, bezweifle ich das als Ersthundehalter alleine dran rumdoktern zu einem positiven Ende führt. Da ist deine Angst schon begründet. Ändert nur nichts an den Folgen.


    Mit der Realität hat das ganze doch recht wenig zu tun.