Beiträge von bordy

    Was habt ihr denn erwartet, wenn ihr einen Hund, der bis dato Menschen nicht als Sozialpartner kennen gelernt hat und sich darüber hinaus bei euren Besuchen direkt mal als der scheuste gezeigt hat kauft?


    Ja, es kann durchaus sein das der Hund sich für den Rest seines Lebens Menschen nicht wirklich anschließt. Im dümmsten Fall ist der Hund "durch und durch" Straßenhund, der bereits Vorfahren hatte, die tendentiell eher überlebt haben wenn sie scheu und vorsichtig waren.


    Aber : 5 Tage sind auch noch keine Zeit. An eurer Stelle würde ich den Hund erstmal in Ruhe lassen und dann jegliches an euch orientieren belohnen, in dem ihr zum Beispiel die Tagesration für erwünschtes Verhalten verfüttert.


    Und... um Gottes Willen, sichert den Hund anständig! Das heißt mindestens ein gut sitzendes Geschirr und sicheres (Zug) Halsband mit 2 Leinen und wenn du die Leine nicht sicher festhalten kannst, dann bind sie dir um.
    Tagtäglich gehen Hunde mit genau einer solchen Vorgeschichte verloren, weil die Menschen naiv ran gehen. In vielen Fällen laufen sie vor Autos, strangulieren sich selbst wenn sie irgendwo hängen bleiben oder verhungern gleich längerfristig. Wie ihr ja schon festgestellt habt, habt ihr keine Chance sie wieder einzufangen, wenn sie mal weg ist.

    Züchter und Verband sind ja im Prinzip auch nur die einfachen Welpenkäufer von früher, wie überall.


    So lang da die Meinung , die hier auch schon vertreten wurde, herrscht, "ohne Ridge ist es kein Ridgeback", werden auch keine Bemühungen in die Richtung gemacht werden. Ähnlich wie bei anderen Problematiken auf Grund von optischen Merkmalen halt auch.
    Zumal der normale Welpenkäufer, dadurch das die Welpen meist noch beim Züchter operiert werden, im "blödesten" Fall gar nicht merkt, dass sein Hund betroffen ist/war (wenn man es ihm nicht sagt) oder zumindest kein Leidensdruck bei ihm durch ein bestehendes Problem entsteht.

    Beim Ridge scheint es sich um einen einfachen dominant rezessiven Erbgang zu handeln.

    Also RR = Ridgeträger, reinerbig, Rr = Ridgeträger, mischerbig , rr = ohne Ridge.


    Würde man sich in die Richtung öffnen, könnte man relativ zügig die Zahl der Ridgelosen ("Notfalls " mit Einkreuzungen aus Ländern, in denen sie mehr vorhanden sind) erhöhen und damit die Zahl der Erkrankungen senken. Gleichzeitig könnte man eruieren, ob das Risiko bei Mischerbigen Rr Hunden schon geringer wäre. Auf lange Sicht würde es eben die Erhöhung der Zahl der Ridgelosen Hunde bedeuten und es müsste bezüglich optischer Ideale umgedacht werden.
    Ich sehe persönlich nicht, warum die einzige Möglichkeit es schlecht zu machen ist und man es deswegen ganz lässt.

    Natürlich kann man ohne unabhängige Zahlen (an die man nicht kommt, wenn niemand mit macht) nicht sagen, ob eher 3% oder 20% oder noch mehr realistisch sind. Allerdings sagt mir einfach die Erfahrung, dass Zahlen, bei denen es an die eigene Komfortzone geht, immer mit Vorsicht zu genießen sind. Unser Bundeszuchtwart vertritt auch die persönliche Meinung, dass wenn überhaupt vielleicht 1% der Population DM Träger ist und man sich deswegen jegliche weitere Untersuchung am besten schenkt. ;)

    Und da haben wir eben wieder das Hauptproblem, das ich vorher schon einmal angesprochen habe.
    Man weiß nicht bestimmt wie groß das Problem wirklich ist.
    Das wäre für mich der erste Schritt, da erstmal eine belastbare Zahl für die Population zu bekommen, um herauszufinden, ob die Zahlen aus Schweden für alle Zuchtpopulationen der Länder gelten oder ob es den landestypischen Blutlinien geschuldet ist.

    Das würde allerdings, wie bei vielen andern Dingen auch voraussetzen, dass man daran ernsthaftes Interesse hätte.
    Da die allgemeine Haltung ja wohl eher in die Richtung geht "ein Ridgeback ohne Ridge ist keiner" , ist das wohl eher anzuzweifeln ;) Das die Erkrankung (wo ich übrigens auch 3 % nicht sooo wenig finde, wenn man das "Problem" bei der Rasse wirklich nur auf Grund eines optischen Dings hat) bei der Rasse gemeinsam mit dem Ridge vererbt wird, scheint ja recht zweifelsfrei belegt zu sein.

    Die 3% sind ja grundsätzlich erstmal eigenverantwortliche (unüberprüfte) Angaben des Zuchtverbands, der ja offenbar der Meinung ist das der "Ridge" unverzichtbar ist. Die einzige relativ unabhängige Zahl dazu scheint ja die Studie aus Schweden zu sein, die eher bei 20% landet.

    Es ist ein Haarkamm, die Haare wachsen in die andere Richtung, offen ist da nix, tut nicht weh, nervt nur beim Streicheln!

    Zitat

    Der Ridgeentsteht demzufolge durch einen Defektder Gene, die für eine normale Anordnungder Haarfollikel und gleichzeitig für denSchluss des Neuralrohres zuständig sind.Hierdurch kommt es zur sichtbaren irre-gulären und unorganisierten Anordnungder Haarfollikel (Ridge) und zusätzlichlaut Annahme der Autoren zum erhöhtenRisiko eines DS (Salmon Hillbertz u. An-dersson 2006, Salmon Hillbertz et al.2007).

    ?

    Zitat

    Eine Untersu-
    chung an einer großenPopulation von Rhode-
    sian Ridgebacks inSchweden zeigte aller-
    dings, dass bei dieser
    Rasse ein DS nur bei Hundenmit Ridge (also dem rassetypi-schen Rückenkamm aus gegenden Strich wachsenden Haaren)auftritt (Salmon Hillbertz 2005).

    toitoitoi

    Wir drücken auch die Daumen !

    Danke ;)


    Ich bin zufrieden wenn wir normal bestehen. Ich denk das ist drin. Bis dahin Bunker ich Baldrian. |)


    @lemming

    Du solltest dich wohl und gut aufgehoben fühlen, es sollte jemanden geben der dich als Anfänger an die Hand nimmt und die Arbeiten der "fertigen" Hunde sollten dich ansprechen. Der Rest ist eh weitestgehend Ansichtssache und wenn dein Hund da mit machen will, wirst du das sehen. ;) (und in Foren ist eh immer alles falsch, so wie die das machen...)