Beiträge von bordy

    Wie schon gesagt wurde, ist vieles halt auch eine Frage dessen, "wie" es ausgeführt wird.

    Mein jetziger Tierarzt hat seine Praxis im vermutlich abgezahltem Eigenheim das in eher dörflicher Umgebung steht und ja, die Geräte sind natürlich auch im Großteil nicht von der aller aktuellsten Generation (werden aber natürlich erneuert, wenn sinnvoll) .. es ist vollkommen klar, dass der andere Preise verlangen kann als jemand, der in der Großstadt zentral eine Praxis mieten muss und noch nicht besonders lange im Beruf ist, also neue Geräte hat die auch abbezahlt werden müssen. Generell bietet er einem alles an, rät aber nicht immer zum "vollen " Programm.
    Wenn ein Problem besteht, dann rufe ich an und wir treffen uns in der Praxis. Auch Sonntags. Auch am Feiertag. Das wäre mir auch mehr wert... ich brauche keinen Tierarzt, bei dem ich um Punkt 18 Uhr nur noch den Anrufbeantworter erwische, der mir mitteilt das ich in Notfällen in die Tierklinik kann. Da kann ich auch gleich standardmäßig in die TK fahren. Genauso wenig wie ich jemanden brauche, der Panik bekommt wenn ein Hund sich evtl nicht freudestrahlend behandeln lässt.


    Grundsätzlich gibt es halt durchaus auch Tierbesitzer, die nicht glücklich sind wenn ihr Tier bei einem Tag Durchfall nicht mindestens 2 Infusionen und ein großes Blutbild bekommen hat. Vollkommen egal, ob es in 99,9% der Fälle ein Fastentag auch getan hätte. Da kann man es im Prinzip auch nur falsch machen.


    Es ist im Prinzip eben eine Gratwanderung zwischen Dienstleister und Behandelnder. Ich denke trotzdem nicht, dass ein Großteil der Tierärzte "absichtlich" falsch behandelt. Für mich hat daran einen gehörigen Anteil, dass es einfach ein weites Feld ist. Beim Menschen gibt es für jedes Körperteil Fachärzte, ein TA soll alles können und am besten auch für alle Tierarten. Das das nicht immer rund läuft sollte klar sein.

    Ich halte es für mich so, dass ich gelernt habe Nein zu sagen (z.B. wenn man partout meine Hündin mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung , die sich aber nunmal nicht von Fremden anfassen lässt allein röntgen will, sie mit Gewalt runter drückt und dann am Ende nicht mal zwei scharfe Aufnahmen hinbekommt) , wenn ich abschätzen kann um was es geht zu spezialisierten Ärzten fahre und mich auch nicht scheue, mir Dinge erklären zu lassen und im Zweifelsfall eine Zweitmeinung einhole.
    Dafür bin ich auch bereit angemessen zu zahlen.

    Das schließt aber z.B. nicht ein, dass ich für ein Impfen mit Termin ganz normal während der Sprechzeiten den 3 Fachen Satz zahle. Und es schließt auch nicht ein, dass ich exorbitant teure, sinnlose Untersuchungen machen lasse, weil selbige Klinik junge Tierärzte die frisch von der Uni kommen ohne Anleitung auf Patienten los lässt, die ihrerseits dann natürlich alle Krankheiten in den Raum stellen die sie bei Symptomen gelernt haben. Egal ob die jetzt Sinn machen im Gesamtbild oder nicht.

    ich persönlich sehe nicht ganz, warum man bei einem solch kleinen Hund und bei der Höhe nicht direkt mehr untersucht und Röntgt. Wachstumsfugen sollte man schon von Frakturen unterscheiden können als Tierarzt und das direkt das ganze Bein berührungsempfindlich ist, ist bei "nur verstaucht" jetzt auch nicht normal.


    Wenn da nicht alles abgeklärt wird und sich zweifelsfrei herausstellt, dass der Hund keinen wirklichen Schaden erlitten hat, dann würde ich vom Kaufvertrag zurücktreten. Dadurch das ihr einen gesunden Welpen angezahlt habt, dürfte das auch rein rechtlich kein Problem sein, die Anzahlung wieder zu erhalten.

    Festhalten tu ich das Monster da ganz sicher nicht, sonst weiß ich nämlich, wo die Zähne dann landen.

    Und das darf sie? |) :pfeif:


    Wenn du den Hund nicht erwischt, bzw. er nicht genug Respekt hat das du ihn auch verbal bekommst, dann würde ich in solchen Situationen schon von vorne herein eine Leine dran haben bis das geklärt ist, ja.
    Bei unangemessenem Verhalten ausschließen ist je nach Hund eine eindrucksvolle Maßnahme, auch hierzu, wenn sie das annimmt, ja. Wer sich so aufführt darf halt erstmal nichts mehr.

    Generell hätte ein Hund, der sich so aufführt, bei mir erstmal wirklich alle Privilegien verspielt und darf erstmal garnichts mehr.

    Hier herrscht Burgfrieden und es ist sicher nicht die Aufgabe eines Hundes zu entscheiden, wann ich wen kraulen oder ob der andere zu mir kommen darf. Kleine Kabbeleien, wenn die betreffenden Hunde sich untereinander gewachsen sind, okay. Aber wenn einer meint, den andern zu terrorisieren, einschränken oder foppen zu müssen, dann sorge ich dafür das das aufhört.

    Die 14jährige hier kann sich zum Beispiel nicht wirklich wehren, wenn andere rennen und sie unter Umständen anrempeln. Da hats direkt am Anfang einmal deutlich gescheppert, seitdem ist der Hund Sperrzone und geht den Rest nichts an. Das setze ich durch.

    Es geht ja nicht unbedingt um eine "spezielle" Auslastung. Ein solch ein Hund hat wahrscheinlich wenig Spaß daran, wenn die andern mehrfach die Woche lange auf dem Platz sind, man vielleicht zu Trainingswochenenden fährt auf denen er auch nicht gefragt ist, wird auch nicht unbedingt mitkommen können, wenn man mit den andern Konditionstraining am Fahrrad macht, etc. Das ist Extra Arbeit. Der will dafür vielleicht eher ein paar entspannte Spaziergänge und trotzdem auch seine eigenen Einheiten Abends auf der Couch - und der Tag hat halt nur 24 Stunden. Arbeiten und Partnerschaft , Familie, Haushalt hat man ja idR auch noch.

    Wie gesagt, wenn man pro Person 2 hat haut das idR schon noch irgendwie hin. Wenn es dann mehr werden (und wenn man Sport macht ist es doch eher wahrscheinlich, dass man irgendwann mal Nachwuchs möchte) wird das mit der Zeit für jeden einzelnen Hund , allein schon die persönliche halbe Stunde Abends auf dem Sofa, eng.

    Mir ist schon bewusst, dass das gerade echt in ist und es gibt sicher Leute, die das ganz gut hin bekommen. Je nachdem ist es in einigen Bereichen ja auch "in" fast schon Hunde zu sammeln... ob das den einzelnen Hunden dann so gerecht wird ist nur die andere Frage. Es geht ja wie gesagt nicht nur um Auslastung. Ob ich 2 oder 3 Hunde am Platz arbeite ist eigentlich auch schon egal.

    Ich hätte persönlich auch gerne irgendwann mal noch einen Mini Bully. Find ich total cool und habe durchaus auch kernige gesehen, die nicht nur auf dem Sofa sitzen wollen. Trotzdem ist es eben auch ein Hund mit eigenen, anderen Bedürfnissen und meine Kapazitäten sind auch nur begrenzt, gerade wenn ich daneben noch wirklich Sport machen möchte.

    Gerade wenn ihr Hundesportler seid, solltest du bedenken das ihr wahrscheinlich irgendwann auch sportlichen Nachwuchs wollt. Auch wenn er vielleicht Hundesportlich nicht so aktiv ist, dann braucht er trotzdem auch seine Zeit. Gerade wenn er körperlich nicht in der Lage ist so mitzuhalten (Fahrrad fahren mit den Großen zum Beispiel, heisst dann extra Runde).

    Meiner persönlichen Meinung nach ist für eine Einzelperson , die idR ja auch noch voll arbeiten muss bei 2 erwachsenen Hunden dann auch weitestgehend die Grenze erreicht, bei der man den Hunden wirklich gerecht wird. Zumindest so, wie ich mir Hundehaltung gerade auch für sportlich geführte Hunde vorstelle. Haben die Hunde dann auch noch sehr unterschiedliche Bedürfnisse, wird es noch schwieriger.

    Die Preisfrage bei solchen Sachen ist doch, wie weit ist das Problem verbreitet und ist es Problemlos möglich an "freie" Hunde zu kommen.

    Wenn ich aus einem Wurf locker einen (jetzt mal für DM gesprochen) freien und einen Träger/reinerbigen bekomme und diese vom Typ her ähnlich sind (gibt ja auch eher phänotypisch unterschiedliche Würfe und die Genetik kann auch recht unterschiedlich sein) , kann ich doch locker den N/N Rüden für meine Träger Hündin nehmen.
    Sind wir mal ehrlich, auf irgendwelchen Käse wie 2-3 cm zu groß oder zu klein, Fellfarbe, etc selektiert man ja auch und die wenigsten jammern wegen Verschmälerung der genetischen Basis.


    Dreh und Angelpunkt ist die Datenlage und die Bereitschaft, diese möglichst gut her zu bekommen. Dafür nützt es mir halt nichts, mich darauf auszuruhen, dass die Ergebnisse aus andern Ländern für uns hier nicht gelten. Hat man das überprüft und es stellt sich raus, dass das Problem in der Population nicht signifikant ist, dann ist das schön und man hat es mit minimaler Lenkung in 1-2 Generationen los. An diesen Punkt muss man nur erstmal kommen.


    (mal ganz davon abgesehen, dass ich den Artikel in einem Punkt dann doch etwas beschönigend finde: nur weil die Hunde dieser Rasse im Durchschnitt dann erst mit 13 eingeschläfert werden, heisst das nicht, dass sie bis zu diesem Tag nicht eingeschränkt sind und dann tot umkippen. Zumindest bei größeren Rassen zeigen sich die Symptome meist schon ab ca. 7/8 Jahren und werden dann immer stärker. Auch wenn die Erkrankung an sich schmerzlos ist, will ich eigentlich keinen Hund der in seinem besten Alter schon eingeschränkt ist und für Menschen, die mit den Hunden ihrem Erwerb nachgehen ist sowas wirtschaftlich auch ein großer Schaden. )

    Es gibt Anlegehaken, die man einigermaßen stabil und schnell in die Erde eindrehen kann. Die halten jetzt zwar kein ewig langes reinstemmen aus, aber verhindern immerhin, dass der Hund einfach abdampft.


    Ich würde einen Hund im Training generell nicht ohne Sicherung ablegen und einen, der dann nicht "nur mal gucken" geht erst recht nicht. Selbst wenn der Hund "nur" zu mir kommt oder ne kleine Runde dreht, dann ist das doch Bestätigen von Verhalten, dass ich nicht haben möchte. Da sorge ich lieber dafür, dass kein Fehlverhalten entsteht, bevor ich es wieder raus arbeite. An der Prüfung ist die Leine dann halt das Erste mal ab.


    Grundlegend dafür, dass das ganze funktioniert ist es natürlich, dass die Leine immer dran ist. Nicht mal dran, mal weg und wenn der Hund dann mal wieder aufgestanden ist kommt sie wieder dran. Im Prinzip ähnliches Vorgehen weswegen Schleppleinen bei den meisten nicht funktionieren ;)