Hunde lernen nun mal Situationsbezogen - wenn das nicht stimmen würde, wie hier behauptet, dann bräuchte man sich ja um den ganzen Käse mit der Generalisierung keine Gedanken machen.
Meiner Erfahrung nach, und das waren nun schon ein paar Hunde, steht und fällt es wirklich mit dem Hundeführer. Wenn der klar trennt, mit dem Hund auch beides gleichzeitig erarbeitet wird und er zu guter letzt auch entsprechend veranlagt ist, dann ist es vollkommen unproblematisch ihm mehr "Freiheiten" zu lassen. Ich weiß auch nicht wie ihr euch das vorstellt, aber ich könnte hier meinen Hunden nicht mal 50m im Freilauf an Radius zugestehen. Würde ich ihnen nicht lernen, bzw so an der Bindung arbeiten das sie näher bleiben, dann gäbe es halt Dauerhaft Leinenknast.
Ich kenne diese Denke schon, die ist relativ alt.. "dem darfst du das nicht nehmen, sonst macht er das nicht mehr". Ist sicher nicht verkehrt, wenn man von den damaligen Ausbildungsmethoden ausgeht.. da muss der Hund erstmal wirklich "wollen", bevor man ihm das ganze dann mit mehr oder minder gezielten (Stark-)Zwängen wieder nimmt. Da fallen dann zwar immernoch einige raus, die man dann eben nicht mehr geregelt bekommt.. aber so wars halt.
Heute habe ich das bei einigermaßen passender Ausbildung bisher nur erlebt, wenn der Hund sehr spät an die gewünschte Aufgabe rangeführt wurde (wie hier ja sehr gehyped... möglichst lang "nur Alltag"), vielleicht eh nicht so toll veranlagt ist (also das gar nicht so richtig will, übermäßig sensibel) und dann noch unangepasste Zwänge draufgesetzt wurden.
Ansonsten gilt es eher, wenn man einen Hund mal "selbstständiger" hat Arbeiten lassen ist es eher schwierig ihn wieder ran zu bekommen.
Arrogant? Mag sein. Für mich sind das idR Ausreden..