Beiträge von bordy

    Nicht jeder hat so viel Hundeverständnis, dass er die Möglichkeit eines AmStaff-Mixes in Betracht zieht oder weiß, wie der Gendefekt des Weimeraners vererbt wird und wahrscheinlich wundern sich die meisten Leute auch nicht, wenn der Impfpass fehlt.

    Das ist eine eher schlechte Argumentation, wenn man den Hund behalten will. Das entsprechende Amt fordert von jemandem, der einen solchen Hund hält entsprechende Kompetenz und wenn man nicht mal in der Lage ist ihn zu erkennen, dann ist da der einfache Umkehrschluss das man so einen Hund nicht halten darf.

    In manchen Bundesländern ist es so, dass man unter Umständen nachträglich noch die Auflagen erfüllen kann. Das kommt darauf an, wie die Regelungen in dem Bundesland sind. Wo immer man vor der Anschaffung erstmal eine Erlaubnis braucht, schauts schlecht aus. (in allen muss man aber kooperativ sein..)


    Egal wie man das an geht, aber bei einigen scheint hier noch nicht angekommen zu sein, dass das vorgehen bei Listenhunden nunmal nicht wie bei "normalen" Hunden ist, sondern man geht grundsätzlich erstmal von "Gefahr im Verzug" aus. Darum steht in den entsprechenden Hundeverordnungen normalerweise auch, dass bei den Rassen auf der Liste grundsätzlich erstmal von einer Gefährlichkeit ausgegangen wird, die der Halter unter Umständen widerlegen kann.

    Das "Problem" bei der ganzen Listenhundegeschichte ist, dass es sich hier nicht einfach nur um eine Steuerhinterziehung handelt, sondern hier erstmal grundsätzlich eine Gefahr für die Allgemeinheit unterstellt wird. Kann man blöd finden, ist aber so.

    Dementsprechend hilft es auch nichts, den Hund irgendwo verschwinden zu lassen, sondern macht alles nur noch schlimmer... genauso wenig wie sich tot zu stellen. Im blödesten Fall steht das Ordnungsamt spätestens am Montag mit der Polizei vor der Tür und verschafft sich Zutritt.

    Als Halter bin ich in der Pflicht zu beweisen, dass es sich wirklich nicht um einen Hund einer Rasse handelt, die grundsätzlich als gefährlich eingestuft wird. Dafür muss ich ein Gutachten eines bestellten Sachverständigen erstellen lassen, dass dann für das zuständige Amt bestand hat. Würde mir aber bei einem scheinbar blauen Hund keine besonders großen Hoffnungen machen, es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, dass ein Weimaraner - Boxer Mix in erster Generation blau ist, mal davon ausgehend das Boxer eher keine Dilute Träger sind.


    Versuch einen entsprechend fachkundigen Anwalt zu finden, lass dir eine Liste entsprechender Sachverständiger geben und tritt mit dem Ordnungsamt in Kontakt. Mach dir allerdings keine wirklichen Illusionen, wenn du einmal in der Mühle bezüglich Listenhund bist und nicht wirklich stichhaltige Beweise hast, hast du eigentlich keine Chance. So ist das leider.

    ich würde sehr gerne mit meinem Rüden zu AusStellungen fahren, wir sind Mitglied im BVWS. Er ist als WSS perfekt pikmentiert, rassetypisch, aber leider ein bisschen zu groß. Mit 10 1/2 Monaten hat er fast 70cm und ich frag mich, ob es dann überhaupt geht?

    Das kommt darauf an, wie das bei deiner Rasse gehandhabt wird. Es gibt Rassen, bei denen macht sich über Übergröße kaum einer wirklich einen Kopf und bei andern ist bei 1-2cm mehr wirklich Schluss. (im Zweifel muss man da auch richtig einmessen, viele messen ja auch falsch..)


    Bei den meisten Rassen muss er halt traben, stehen und sich anfassen lassen.

    Ich hab schonmal gehört, dass die Bildqualität nicht mehr so toll war, als angeblich der Sensor langsam am Ende seines Lebens war. Wie viel da realistisch dran war, weiß ich nicht.


    Thema 70-200 2.8:

    Ich fotografiere nicht gewerbemäßig, aber durchaus öfters auch mal Prüfungen, Ausscheidungen. Da kann ich mir schlichtweg meinen Standort nicht immer aussuchen und bei trübem Wetter bekommt man mit Blende 4 einfach keine ausreichenden Verschlusszeiten mehr her. Mit nur einer Kamera wäre ich da weder mit dem 70-200 4.0 noch mit einer 200er Festbrennweite glücklich.

    Würde ich das nicht machen, dann wäre ich schon durchaus auch mit der 200 2.8 Festbrennweite bedient.


    Stimme aber zu, dass ich die aktuellen Empfehlungen für Anfänger auch für übertrieben halte. :pfeif:

    Wie schon gesagt, laut der Tierklinik kommt das oft in der ersten Läufigkeit nach den Welpen vor, also wäre das "sie muß einmal Welpen haben" eher kontraproduktiv.

    Finde ich eigentlich nicht soooo verwunderlich das sie die Erfahrung machen.


    Sehr viele Züchter sind beim Thema Zuchthygiene ziemlich naiv, die "ich lass meine Hündin mal decken" oder "bei nem kastrierten Rüden passiert schon nichts" Fraktion sowieso.

    Es ist erschreckend wie viele eigentlich ohne Abstrich bei beiden Partnern vor dem Deckakt belegen lassen...
    Bakterielle Infektionen und sonstige schöne Dinge im Genitalbereich gibts nicht nur bei Menschen. Nicht selten kommt es dann zu Totgeburten oder eben wiederkehrenden Problemen in Läufigkeit und Geburt aus "unerklärlichen" Gründen.

    Bei den Züchtern, die auf sowas achten hätte ich noch nicht gehört das eine Hündin Probleme in dem Bereich nach einem Wurf gehabt hätte.

    Natürlich kann eine Gebärmutter, die nicht mehr da ist sich nicht entzünden. Dummerweise haben die Geschlechtsorgane halt auch noch andere Funktionen und es ist einfach nicht so, dass man die eben raus nimmt und nur positive Effekte hat.


    Ich halte 25-40% auch irgendwie für ziemlich hoch gegriffen. In meinem Umfeld gibt es so gut wie keine Kastraten und bis auf meine alte Hündin (und bei der habe ich die Umstände ja beschrieben) habe ich eigentlich noch nie mitbekommen, dass eine Hündin ernsthafte Probleme hätte. Natürlich ist das keine großangelegte Studie, aber ich denke andersrum ist das auch nicht so . Es liegt im Kern der Sache das eben vorwiegend akut kranke Tiere in einer Tierklinik sind und ich würde mich deswegen jetzt nicht verrückt machen lassen.

    Ich hätte zumindest schon gerne irgendwo in den Ahnen nen Hund, der auch tatsächlich im Sport geführt wird.

    Und dabei würde ich deiner Stelle auch bleiben.


    Mal ehrlich : es hat idR Gründe, dass bestimmte Rassen für bestimmte Dinge verwendet werden und die sind in den seltensten Fällen, dass alle nur unkreativ und doof sind und nur die richtigen Goldstücke nicht erkannt haben.
    Diverse Sportarten haben eben teilweise recht eng gesteckte Anforderungen, die kaum erfüllt werden können wenn nicht speziell darauf selektiert wird.

    Ich habe bis dato schon den ein oder anderen kennen gelernt, der der Meinung war er wäre schlauer als andere und ein XY könnte das ja alles genauso gut oder besser wie der Hundetyp, der da normalerweise geführt wird. Das Ergebnis lag eigentlich immer irgendwo zwischen einem mehr oder minder frustriertem Hundeführer und teils bemitleidenswerten Hunden, von denen Dinge gefordert wurden die sie garnicht in der Lage waren zu leisten. Für mich ist es auch einfach eine Frage der Fairness, sich für gewisse Ziele auch einfach einen passenden Hund zu kaufen.


    Mein persönlicher Rat... schau dir die Hunde in deinem Umfeld an. Verlass dich nicht auf die Ratschläge von Leuten, die im schlimmsten Fall noch nie einen Hund in deinem Bereich ausgebildet haben.
    Wenn da Hunde dabei sind, die dir in der Arbeit gefallen schau sie dir im Alltag an und werde dir klar darüber, ob du damit zurecht kommst. Falls das passt, recherchiere ihre Herkunft und ziehe nur Verpaarungen in Betracht, bei der mindestens Hündin und Rüde dem entsprechen was du dir vorstellst. Erwarte nicht, dass ein Welpe "besser" wird als seine Eltern.