Beiträge von bordy

    Zitat von Waheela


    Das ist bestimmt ein Punkt, der andere ist aber, dass Strafen unschöne Konsequenzen haben können, wie z.B. Vertrauensbruch, Fehlverknüpfungen, gesteigerte Aggressivität. Das ist dann durchaus sehr fachlich und sachlich.


    Nicht wirklich - weil dieses dem Halter gezielt Angst machen mit vollkommen unrealistischen Konstruktionen was alles passieren kann, wenn er sich nicht an die Ideologie hält (gegenüber dem Menschen ist das dann ja auf einmal wieder okay...) unter vollkommener Negierung was unter dem Deckmantel der "modernen, gewaltfreien Erziehung" abläuft, alles, nur nicht "fachlich und sachlich" ist.


    Ich habe einfach genug intensiven Kontakt mit dieser Trainingsrichtung, ihren Anhängern und den Ergebnissen, um die angeblich "einwandfrei wissenschaftlich nach Lerntheorien belegten Methoden" und ihre moralisch ach so überlegen Anhänger doch in einem etwas anderen Licht zu sehen.

    Du müsstest für deine Argumentation ein Hund-Hund-Beispiel bringen.

    Nein, müsste ich nicht, auch wenn dir das jetzt nicht gefällt, nachdem wir hier am Ende über die Konsequenzen für die "Mensch-Hund" Kommunikation reden.


    Die Einschätzung was hier "legitimiert" ist und was nicht, ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie wenig die Ideologie bezüglich des Umganges mit dem Hund auch mit andern Menschen umgesetzt wird.


    Hunde sind keine Menschen. Hunde sind sich nicht bewusst, daß sie strafen und wenn, sie hätten keine Moral dies so zu bewerten.

    Womit wir wieder beim Punkt wären, dass es sich eher um Ideologien und nicht, wie häufig vorgeschoben, um "eindeutig fachliche Punkte" geht.


    Zitat von Waheela


    Sie tun das meist auch nur, um ihren Frieden zu haben und nicht, um Luna und Balu beizubringen, wie man an der Leine geht.

    Wenn man "um Ihren Frieden zu haben" so schön weit auslegt , wie man es muss um jegliches Hündisches Maßregeln so zu bezeichnen, dann fällt hier auch "Luna und Balu beibringen, wie man an der Leine geht" drunter. Erinnere mich da noch an die Beschreibung vor einigen Seiten, in denen die Halterin 50m von ihrem Hund hinterher geschleift und dann verurteilt wurde, dass sie darauf entsprechend reagiert hat und der Hund sich das doch wirklich gemerkt hat.

    Irgendwie habe ich mit einigen Äusserungen hier ein Déjà-vu. Erhärtet meinen Eindruck das manche Sätze von den "Größen" einer Trainingsrichtung einfach immer wieder wiederholt werden, bzw angewendet wie man gerade lustig ist.. man das ganze aber entweder nicht wirklich durchdenkt oder es einem egal ist, Hauptsache es passt in die eigentliche Ideologie.
    ( Beispiel gefällig? vor ein paar Seiten wurde als Argument, warum Hunde "strafen" dürfen genannt, sie warnen vor - jetzt ist das Ankündigen das einem etwas nicht passt beim Menschen eine gemeine Drohung, die man total daneben findet)

    Wenn ich mir schon als Spezies die höheren Mentalen Fähigkeiten zuspreche, dann wäre es doch eigentlich der nächste Schritt sich der "unterlegenen" Spezies bezüglich Kommunikation so weit wie praktikabel anzupassen, anstatt zu behaupten meine Ideen wären viel "Besser" und "verständlicher". Das geht in dieser Ideologie (und ja, dass ist es für mich mittlerweile vornehmlich..) ja teilweise so weit, dass Maßregelungen unter Hunden mit der Begründung unterbunden werden, dies wäre veraltet.


    Weiterhin würde ich mich mal ganz stark fragen, ob die Annahme das die Leute die "Strafe nötig haben" seltsamerweise immer die doofen Hunde haben die das mit sich machen lassen und deswegen einen guten Trainingsstand haben, während rein positive Trainingsrichtungen seltsamerweise immer die Hunde beherbergen, die darauf ja auf keinen Fall ansprechen würden und man sich quasi selbst auf die Schulter klopfen kann, weil sie minimalste Fortschritte machen, wirklich realistisch ist.

    Dazu passen ja auch die Sprüche: Ein Deutscher Schäferhund geht nicht Gassi, er rückt aus. Oder: Ein Deutscher Schäferhund macht kein Chaos, er durchsucht ;)

    https://youtu.be/eeAG6L8GEN8


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    Ich meinte das was du oben geschrieben hast. Wo werden hier im Thread vernünftigen HH, die ihren Hund entsprechend sichern, ausweichen... persönliche Defizite unterstellt. Das sind doch die HH, die wir uns alle hier wünschen.
    Übrigens nicht nur von DSH-Haltern..

    Ein nicht geringer Anteil der hier geteilten Erfahrungen, beziehen sich allein schon darauf, dass die Leute einem ausweichen, nicht zu andern Hunden lassen oder gleich gar nicht spazieren gehen, weil die Leute die Hunde einladen und wegfahren und sie vielleicht auch noch mal an der Leine bellen (was unter dem Gesichtspunkt wie viele Leute in diesem Forum ohne DSH Probleme mit Leinenaggression bei Hunden haben, die nach eigener Aussage sogar relativ freundlich sind besonders interessant ist). Darauf wird dann gemutmaßt warum, man will nicht erleben was ist wenn die losgelassen werden, kommt natürlich alles (was auch immer) davon, dass die Leute die Hunde nur ganz böse und veraltet trainieren (woher man das auch immer weiss...), den Hund nur als Sportgerät und Schwanzverlängerung halten . Es scheint für viele vollkommen ausserhalb des möglichen zu sein, dass ein Hund ganz "normal" und nicht unterdurchschnittlich schlecht aufwachsen und erzogen werden kann und trotzdem einfach keine Lust auf Kontakt mit anderen hat.


    Ich kenne übrigens durchaus auch "Klischee-SVler" die nicht unbedingt Wert auf das Verhalten in der Öffentlichkeit legen, was ich mir vorstelle.
    Allerdings spielen die a) Prüfungstechnisch schon lange nicht mehr vorne mit und b) bekommt man die (ganz nach Klischee... was hier auch schon genannt wurde) im Alltag so gut wie nicht zu sehen. Woraus dann auch resultiert, dass auch nach offiziellen Zahlen die allerwenigsten Hunde auffällig werden irgendeine "Ausbildung" (was dort auch Jagd, Dienst, etc inkludiert ) genossen haben.
    Der "Gefahrenpunkt" Nummer eins was Vorfälle angeht ist der nette Familienhund, der nie einer Fliege was zu leide tun würde.

    Im Vergleich zu vielen Rassen die gerade in Mode sind, bzw in Mode Kommen, sind Schäferhunde eigentlich recht "einfach", wenn man nicht erwartet das sich der Hund mit jedem auf Anhieb versteht.

    Gerade im Bereich der nicht unbedingt in Richtung Leistung geht, vermehrt sich eigentlich nicht viel weiter was nicht relativ einfach zu handeln ist.

    Echt? Wo stand das denn?

    Lies dir doch einfach mal rein diesen Thread durch - folgt so gut wie jedem Beispiel eines DSH, der eben nicht freundlich mit fremden Hunden spielt. Egal, ob die Leute den sichern und man gar keinen Schaden von ihm hat...

    Interessanter Vergleich. Leider habe ich zu dem Thema keine eigenen Erfahrungen.

    Ist es wirklich so schwer nachzuvollziehen, dass man ein blödes Gefühl hat, wenn man einen Schäferhund sieht und der eigene Hund bereits dreimal von einem DSH gebissen wurde?
    Wenn es dreimal ein Aussi gewesen wäre, hätte ich bei denen bestimmt auch ein ungutes Gefühl.

    Mir persönlich ist es lieber, die Leute weichen aus - Das sind zumindest schonmal die, die ihre Hunde nicht "mal spielen" lassen möchten. Mal so generell. Von daher sind mir die Befindlichkeiten anderer meinen Hunden gegenüber erstmal recht egal.

    Mal davon ab, dass ich mich teilweise schon frage wie es um die ganzen "negativen" Erfahrungen bestellt ist. Hier gibt es aktuell genau einen DSH und das ist meiner |)
    mir wäre nicht bekannt, dass mein Hund hier irgendwen oder irgendwas gebissen hätte. Trotzdem wurde jeder Hund eigentlich schon von einem DSH "gebissen"... und unter "gebissen" versteht wohl auch jeder etwas anderes. Meiner persönlichen Erfahrung nach, hat ein Hund, der von einem Hund in Schäferhundgröße "Gebissen" wird hinterher nicht nur sabber im Fell.
    Ich kann mich noch recht gut an die letzte Gegebenheit erinnern, als ich mit meiner alten Hündin (kein DSH) unterwegs war und jemanden getroffen habe. Hunde laufen rum, jemand mit HZ-DSH Hündin betritt das Feld, Hündin macht nen Satz vor, Blafft Hund der Bekanntschaft an, 2 Sekunden später ist alles vorbei. In den nächsten Minuten ist eben dieser Hund auch noch von einem Labrador umgerannt worden, so dass er gequietscht hat und ein Aussie hat ihn mit Getöse über die Wiese gescheucht. Beschwert hat man sich ausgiebig über den bösen Schäferhund, der Rest war offenbar nicht so tragisch..
    Nein, dass ist nicht in Ordnung wenn der Hund andere anmosert und sich unerlaubt von einem entfernt. Nur, "gebissen" und "tickende Zeitbombe" ist für mich schon noch ein bisschen was anderes - und bei anderen Rassen scheint die Toleranz, obwohl ähnliche Größe, bedeutend ausgeprägter zu sein. Dabei begegnen mir die hier im Alltag häufiger und fallen daher (mir) auch öfter negativ auf.

    Nur lächeln tust Du aber nur an der Oberfläche, sonst wäre Dein post nciht so verärgert.
    Also ich war 11 als ich sehr wohl total plötzlich von nem Schäferhund ins Bein gebissen wurde. Der kam von hinten angerannt und hing mir auf ein Mal im Unterschenkel. Da bin ich nicht angewiesen auf Erzählungen aus zweiter Hand.

    Mein Hund hat schon mal meinen Bruder in die Wade gebissen, weil er sie vom kalten Büffet vertrieben hat. Es war so ein typisches Hütehund-Massregeln und er hat das nicht mal gespürt. Es gibt einfach Unterschiede - schon allein wegen der Grösse. Und da ist es dem Opfer dann auch egal, ob beide Hunde verzogen, nervenschwach oder was auch immer sind. Ein grosser Hund macht einen anderen Schaden als ein bissiger Chi.

    Meine persönlichen Befindlichkeiten und ob ich mich ärgere, kannst du getrost meine Sorge sein lassen - aber sei dir gewiss, wenn ich mich ärgere sieht das anders aus.


    schön, dass es bei deinem Hund einfach ein "Hütehund-Massregeln" war und scheinbar garnicht tragisch.
    Vielleicht sollte man das Leuten mit DSH mit denen es Vorfälle gab auch mal anraten als Begründung... schließlich ist der DSH auch zum Hüten verwendet worden und da ist der Keulengriff auch nötig.

    Also ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wieso viele von den DSH Leuten hier so in Abwehrstellung gehen. Die meisten erzählen hier doch nur von ihren eigenen Erfahrungen, das war doch auch die Ausgangsfrage. Wieso akzeptiert man diese nicht einfach?

    Ich würde mal behaupten, dass jeder von uns dieses Problem hat - vorausgesetzt man passt den Inhalt der Aussagen an. Mein Hund kann nicht länger als eine Stunde am Tag laufen, kläfft nur, und ist von Natur aus distanzlos. Und ein richtiger Hund ist das ja mal sowieso nicht - der Zopf macht sie zum Kuscheltier ;)Ja und? Soll ich mich jetzt darüber ärgern? Nein ich lache darüber und freue mich über meinen gut erzogenen, nicht kläffenden Hund, der auch schon Klettersteige gelaufen ist - mit Zopf ;)

    Wäre der Threadtitel "Kommen wirklich alle Labbis so distanzlos rüber?" würde doch auch der Großteil von uns schreiben, dass das so ist und zumindest dass die meisten Begegnungen mit Labbis so ablaufen. Bedeutet doch nicht, dass jeder Labbi so ist und jeder Labbibesitzer unfähig seinen Hund zu erziehen. Interessant wäre auch "Begegnet ihr wirklich mehr kläffenden Kleinhunden als Großhunden?" Ich würde mal behaupten ja. Nehm ichs persönlich? Nein.

    ernsthaft? :roll: Mir fällt ansonsten kaum eine Rasse ein, bei der man damit rechnen muss das man schon grundsätzlich erstmal auch noch gleich persönlich angriffen wird.
    Ich halte seit knapp 15 Jahren auch jeweils einen Retriever und das "schlimmste" was ich da bisher zu hören bekommen habe ist, dass Retriever nicht hören und verfressen sind.
    Hingegen bekommt man auch hier wieder zu lesen, dass man als Halter eines Schäferhundes, selbst wenn man den Hund anleint, ausweicht und eben Kontakt mit Fremden eher meidet, dieses gar absonderliche Verhalten ja wohl eindeutig durch persönliche Defizite, weil man den Hund ja nur altmodisch erzieht/quält, eine Schwanzverlängerung braucht, Schutzdienst macht, im SV ist , generell asozial, (setze hier beliebigen anderen Grund ein) selbst mutwillig herbeigeführt hat. Garniert dann aber natürlich trotzdem noch mit netten Umschreibungen für den Hund.

    Irgendwie fällt es mir nicht schwer nachzuvollziehen, dass es schon eine andere Qualität hat, wenn mir ein Hund oder seine Veranlagung einfach nicht liegt , als wenn ich gleich auch noch dem Halter äusserst negativ konotierte Dinge unterstelle und aus der Rasse generell mal eine tickende Zeitbombe mache (im übrigen muss ich mich beim durchschnittlichen Schäferhund weit mehr verpassen um wirklich problematisches Verhalten zu provozieren, als bei diversen anderen Rassen die gerade "in" sind.. und ich kenne wohl doch ein paar mehr als die meisten "Experten" hier) .


    Vielleicht macht ja irgendjemand demnächst einen Thread auf mit dem Titel "was habt ihr gegen Menschen aus der ehemaligen DDR?" und da darf dann jeder mal rein schreiben, das die faul, doof , dick sind und immer ne Glatze haben - ein "Beispiel" findet man sicher auch zu jeder netten Umschreibung.
    Und wenn das dann jemand nicht ganz so pralle findet, dann hat ja jeder nur seine persönlichen Erfahrung aufgeschrieben, die man ja auch einfach mal so akzeptieren kann. :pfeif:


    Die beste Aussage zum Thema "Halter von Schäferhunden" habe ich übrigens auch mal hier im Forum abbekommen, von einer damals sehr beliebten Userin mit weißem Toypudel, Nick ist mir entfallen. Irgendwie kam das Thema wieder auf "Schäferhundehalter = ganz böse Menschen" und da fiel dann so in etwa, dass man das eh nicht verstehen könnte und schon eindeutig auf die Gesinnung hinweist, wenn man sich freiwillig mit solchen Hunden umgibt, die früher den Nazis gedient und die KZ bewacht haben. |)


    Ich bin selten sprachlos. Da dann schon.

    Das kommt auf den Verein an... ihr seid wahrscheinlich direkt dem VDH Unterstellt?


    Beim SV werden Namen, etc erst beim Chippen (idR mit 8 Wochen) festgelegt und dann auch die Papiere beantragt. Bis man die dann hat, kann es schon noch einige Wochen dauern. Je nachdem wie viel gerade los ist.

    beim GRC war es jetzt zum zweiten mal so, dass die Ahnentafel direkt beim abholen mitgegeben wurde. Da läuft das, wenn ich es richtig verstanden habe so ab, dass die Züchter direkt nach der Geburt schon Namen etc. an den Verein melden und dann nur noch die Chipnummern eingetragen werden.

    Mir fällt es nicht schwer zu glauben, dass es sicher Beissvorfälle mit Schäferhunden gibt. Allein schon die schiere Häufigkeit lässt auch die Gefahr dafür steigen (eben gerade wenn die Hunde dann nicht ein züchterisch gewolltes sehr auf freundlich eingeschränktes Sozialverhalten haben). Erklärt auch warum der ja meistens sehr als "freundlich" empfundene Labrador in Statistiken die nicht relativ zum Gesamtvorkommen erstellt werden auch ganz weit vorne liegt.


    Was mir nur massiv auffällt ist, dass bei DSH auf einmal jeder (und habe er noch so wenig Ahnung) zur Spezialisten zur Verhaltenseinschätzung (okay, auch für Gesundheit und Zuchtlenkung - weiss ja schließlich jeder das die alle HD haben und nur die DDR-Linien gesund sind) wird und selbst bei Pipifax Begegnungen die vielleicht anders gelaufen sind als man sich das vorstellt, ist es scheinbar einfach gesellschaftlich sogar in Foren akzeptiert, sich extrem abfällig über diese Rasse zu äussern.

    Das wäre bei anderen Rassen so garnicht möglich, ohne wiederum einen Shitstorm loszutreten. |) Ich kann mich z.B. erinnern, dass ich in einem anderen Thema mal geäussert habe, dass bei einigen "Listenrassen" aufgrund der Zuchtgeschichte die absolute Artgenossenverträglichkeit auch eher selten gegeben ist und wenn es dann mal eskaliert, idR kein Ende gefunden wird, wenn man nicht massiv eingreift. Nicht nur meine eigene Erfahrung, sondern Aussage von mehreren absoluten Fachleuten und Rassekennern, die langjährige Erfahrung mit diesen Hunden und keinerlei Interesse daran haben, sie schlecht zu reden. Diese finden es auch höchst kritisch, wenn von Seiten der "ich habe einen gerettet, es ist ein Kampfschmuser! immer!! " Fraktion diese Eigenheiten vollkommen negiert werden.

    Da war was los. Und ich hatte keine Ahnung. Mal wieder.. aber gut, is scheinbar beim DSH Halter genetisch garnicht anders möglich.. :pfeif: