Eben. Das ist genauso "scripted reality" wie der der ganze andere Pseudo-Doku-Quatsch.
Beiträge von Quarus
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Ich sehe es wie Ophelia30. Aus Respekt dem Brautpaar gegenüber würde ich seinen Wünschen folgen, entweder den Hund eben mitbringen oder nicht.
Den gleichen Respekt würde ich mir für meine Hochzeit wünschen, wo ich die Regeln aufstellen darf.
Das hat dann überhaupt nichts damit zu tun, ob Hunde Familienmitglieder sind oder nicht, zu Glauben fähig sind oder nicht, in der Kirche/dem Standesamt toleriert werden oder nicht.
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Das ist doch allgemein so, daß Rassen auch in Rassehundebüchern in den Himmel gehoben werden. Das ist eine einzige Lobhudelei, wenn man Rassebeschreibungen oder Bücher über eine Rasse liest. - Und dann wundern sich die Menschen, warum ihrer nun so gar nicht so lieb und nett ist, wie beschrieben. Wenn die Hunde Pech haben, landen sie im Tierheim (für manche ist es aber eher Glück).
Aus diesem Grund schreibe ich gerne negative Seiten über "meine" Rasse, die sonst gerne verheimlicht oder verharmlost werden. Das soll kein Schlechtmachen sein, sondern Aufklärung. Die Menschen müssen doch wissen, was sie erwarten würde.
Aus dem Standard Bearded Collie:
"Aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv. Zuverlässig, intelligenter Arbeitshund, ohne Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität."Für meine Rübe paßt das. Für viele und immer mehr Beardies paßt das nicht mehr ganz.
Die Standardwesensbeschreibungen beziehen sich auf den Idealhund, wie auch die Phänotypbeschreibung. Wie es logisch ist, daß nicht jeder Rassevertreter eine ideale Schönheit hat und dem Standard zu 100 % entspricht, muß man das auch für die Wesensbeschreibung sehen. Sie nennt die wünschenswerten Eigenschaften, auf die hinselektiert werden soll, und stellt keine Garantie für den Einzelhund dar.
Zum anderen wird der Standard sehr selten geändert, auch wenn die Rahmenbedingungen andere geworden sind.
"Der Boxer soll nervenstark, selbstbewusst, ruhig und ausgeglichen sein. Sein Wesen ist von allergrösster Wichtigkeit und bedarf sorgsamster Pflege. Seine Anhänglichkeit und Treue gegenüber seinem Herrn und dem ganzen Haus, seine Wachsamkeit und sein unerschrockener Mut als Verteidiger sind von Alters her berühmt. Er ist harmlos in der Familie aber misstrauisch gegenüber Fremden, heiter und freundlich beim Spiel, aber furchtlos im Ernst. Er ist leicht auszubilden vermögens seiner Bereitschaft zur Unterordnung, seines Schneides und Mutes, seiner natürlichen Schärfe und seiner Riechfähigkeit. Bei seiner Anspruchslosigkeit und Reinlichkeit ist er gleich angenehm und wertvoll in der Familie wie als Schutz-, Begleit- oder Diensthund. Sein Charakter ist bieder, ohne Falschheit und Hinterlist, auch im höheren Alter. " Quelle
Das "ruhig" kann man zumindest in der (langen) Jugend für so gut wie alle Boxer in die Tonne treten. "Mißtrauisch gegen Fremde" bezieht sich auch meist nur auf eine gewisse Territorialität, wenn man das dulden kann. Ansonsten ist da eher die den Retrievern zugeschriebene Distanzlosigkeit. Diensthundzeiten sind vorbei.
Wo ich 100 % mitgehe ist der Passus heiter und freundlich beim Spiel, furchtlos im Ernst, leichte Ausbildbarkeit; und ganz besonders
"Sein Charakter ist bieder, ohne Falschheit und Hinterlist, auch im höheren Alter."
Für mich der wichtigste Satz der Wesensbeschreibung. Am Höchsten schätze ich am Boxer seine Ehrlichkeit und Beständigkeit, sowohl Freund wie Feind gegenüber. Ein launischer Boxer, dessen Stimmung sich im Sekundentakt ändert und bei dem man nie weiß, woran man ist, kann noch so schön sein, er ist für mich weiter vom Standard weg als ein "Krötlein", das die charakterlichen Tugenden hat.
Ich nenne meinen Boxer hin und wieder mal "Forrest Gump", und wer den Film kennt, weiß, was ich meine.
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Ich glaube, Du musst Dich von der Vorstellung verabschieden, mit noch so grosser Anstrengung innerhalb kurzer Zeit einen perfekt erzogenen Hund zu bekommen. Dazu hast Du die falsche Rasse. Ich übrigens auch (Boxer). Die sind einfach temperamentvoll, einfallsreich, impulsgesteuert, dickköpfig, neugierig, hartnäckig. Mit 7 Monaten, die Deine Kleine jetzt ist, wird das meiner Erfahrung nach auch noch Jahre so bleiben. Zumindest, wenn Du Deinen Hund nicht permanent deckeln und sein Wesen zerstören willst, was ich nicht annehme.Bis dahin ist nicht der Supertip für den schnellen Erfolg gefragt, sondern Konstanz bei den wichtigen Zielen und Management bei den unwichtigen. Was ist wirklich vorrangig? Ist es wirklich so schlimm, wenn ein junger Hund euphorisch Menschen begrüssen will und muss ganz schnell erzieherisch unterbunden werden, oder ist es eine Frage des Managmentes, ohne Disziplinierung des Hundes eine Belästigung zu verhindern? Im Laufe der Reifung des Doberfrauchens werden diese Probleme von selbst geringer werden, wenn jetzt verständnisvoll die Weichen gestellt werden.
Du braucht unbedingt Gelassenheit, um Dich und Deinen Hund nicht unter zwangsläufig zu Frustration führenden Erfolgszwang zu setzen.
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Wenn es in dieser Zucht um EINES nicht ging, dann waren das Schlittenhundeigenschaften. Das war eine ausschließliche Showgrosszucht. Von daher braucht man keine Sorge haben, dass da vielleicht ein weitblickender Züchter mit noblem Zuchtziel zu Unrecht an den Pranger gestellt wird. Das sind schäbige Betrügereien, nichts weiter.
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Ich habe vor 20 Jahren auch mal so einen Winzling aufgelesen und hochgepäppelt. Daraus ist mein allerallerallerliebster Katerschatzi Fecki geworden. War Zeit seines Lebens (leider nur gut 9 Jahre) ein kleines, struppiges, unansehnliches Ding von Katze, aber anhänglich und vertrauensvoll wie einer meiner Hunde, mit denen er gelebt hat. Wir werden ihn nie vergessen....
Ich finde es großartig, daß Du und Dein Mann Euch so des Kätzchens annehmt!
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Klingt nach Wasserrute oder "Hammelschwanz" und wird durch das Baden (Verkühlung + Entzündung, Schmerzen) verursacht. Wenn es morgen nicht besser ist, sollte der TA mit Schmertmittel und Entzündungshemmer helfen.
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Nasse Laken aufhängen? Die Verdunstungskälte sollte wenigstens ein bißchen helfen.
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Früher war ich auch Feuer und Flamme, jede Idee in einem Seminar möglichst gleich mit meinem Hund auszuprobieren und an meinem Hund zeigen zu lassen. Aber was ist nachhaltig davon geblieben? Es muß nicht nur eine Methode sein, die zu meinem Hund paßt, sie muß auch zu MIR passen. Ich muß sie umsetzen können mit meinen Fähigkeiten. Und leider bin ich nicht der Seminarleiter, ich kann nicht 1 zu 1 aus dem Stand umsetzen, was er zeigt oder erklärt. Dazu fehlen mir oft Hintergrundinformationen und die Zeit zur Reflexion des Erlebten während des Seminars.
Ich möchte heute Anregungen von einem Seminar mitnehmen, die ich langfristig in meine Ausbildung integrieren kann. Die brauche ich nicht auf dem Seminar an meinem Hund durchexerzieren lassen, zumindest nicht, wenn es nicht um die Behebung eines ganz bestimmten Problemes geht. Mein Matteo z.B. hat(te) ein massives Problem mit dem Verbellen am Versteck. Da habe ich die von Scherk an ihm demonstrierte Methode des Gehorsamsverbellen erfolgreich anwenden und umsetzen können. Was Matteo nicht hat, sind Griffprobleme. Also warum an ihm zu dem Thema herumdemonstrieren lassen? Und ja, es gibt auch Seminare, wo ich mir bewußt sage, DAS läßt Du mit Deinem Hund NICHT machen, ist nicht mein Weg. Mag für andere passen und ist interessant zu beobachten (dümmer wird man nicht), aber nix für uns.
Was ich häufig gemacht habe, meine Hunde bei Helferschulungen zur Verfügung zu stellen. Gewöhnlich kennt man den Lehrhelfer grob und auch die Kandidaten, und wenn ein Helfer noch aus dem eigenen Verein teilnimmt, gehört es sich auch so, diesen und andere Teilnehmer durch gut zu arbeitende Hunde zu unterstützen. Davon abgesehen, ist es auch für einen einigermaßen stabilen Hund gut, mit verschiedensten anderen Helfern Erfahrungen zu sammeln, selbst wenn nicht alles perfekt läuft.
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