Ich habe vor 25 Jahren einen vergleichbar alten Hund übernommen, der zwar aus D stammte, aber auch äußerst isoliert gehalten wurde. Zeit seines bisherigen Lebens hatte er den Hinterhof, in dem er kurz angekettet war, nicht verlassen, bis auf das Jahr, das er im Kohlenkeller zubrachte.
Es war nicht möglich, ihn an "normales"Haushundleben zu gewöhnen. Schließlich lebte er im Garten stressfreier als im Haus, noch 5 Jahre lang. Ich hatte die Möglichkeit, da flexibel zu sein.
Aber wenn die Alternative "einschäfern" oder Tierheim gewesen wäre, hätte ich ihn auch als Wohnungshund in die Stadt übernommen. Viele Chancen kriegt so ein Hund eben nicht....
Deshalb fällt es mir schwer, Euch abzuraten. Durch Management kann man viele erwartbare Probleme gut handhaben, der Wille ist ein wichtiger Faktor. Wenn Ihr Euch schon in den Hund verliebt habt, würde ich sein Verhalten auf der Pflegestelle gut anschauen. Sollte er sich da einigermassen flexibel und anpassungsbereit zeigen, würde ich das Wagnis wohl eingehen.