Ich würde nicht wegen einem kranken Haustier Zuhause bleiben. Ich schleppe ja mich selber teils krank noch in die Arbeit.
Ich versuche eine Betreuung zu organisieren, in der Mittagspause heim zu fahren, oder versuche früher heim zu kommen und Überstunden abzubummeln. Irgendwie geht es schon. Ein krankes Kind ist etwas anderes, klar dass ein arbeitender Elternteil dann mal daheim bleiben muss, bei kleinen Kindern. Aber auch viele Eltern organisieren dann Oma oder Opa um aufs Kind zu schauen und selber arbeiten gehen zu können.
Ist mir echt noch nie in den Sinn gekommen, wegen krankem Haustier blau zu machen. Ist den Kollegen, der Firma und dem Chef gegenüber auch mies.
Mein Pflichtgefühl lässt sowas einfach nicht zu.
Lg
So "edel" dachte ich auch mal....
Jetzt frage ich mich: wenn Dein AG plötzlich einen Notfall in der Firma hat, der erhöhten Arbeitsanfall produziert; wird er dann genauso versuchen, alles auf eigene Kappe zu organisieren, ohne seine AN da mit reinzuziehen? Wird er genauso Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um ja nicht das Privatleben seiner AN zu beeinträchtigen?
Meiner Erfahrung nach ist das mitnichten so, im Fall von AG-Interessen wird allzuoft erwartet, daß der AN seine Belange zurückzusteckt und Mehrarbeit, Urlaubssperre, Wochenenddienst anstandslos akzeptiert - obwohl das für ihn mit großen Unannehmlichkeiten und Problemen verbunden sein kann. Fragt das AG danach? In den meisten Fällen, die ich miterlebt habe, ist da kein Gedanke dran.
Es herrscht also ein Machtungleichgewicht zwischen AN und AG, über daß der AG höhere Moralnormen vom AN verlangen kann, als er selber bereit ist einzuhalten.
Und ich bin soweit, das nicht mehr einzusehen!