Beiträge von Quarus

    Ich würde in der Streßphase nach Besitzerwechsel auf den Hund hören und erst mal weiter leichtverdauliche Schonkost (gekocht) füttern. Die Umstellung von Aldi-Trofu auf Barf ist schon für einen Hund bei unveränderter Haltung eine Hausnummer, für einen Hund nach Besitzerwechsel mir zu riskant.

    Ich muss sagen, dass auch ich mit kolloidalem Silber direkt wider erwarten Erfolg hatte. Vor Jahren hatte mein fast 12 Jahre alter Hund einen Fuchsräudebefall, dessen Bekämpfung Monate dauerte und über eine Sekundärinfektion eine grossflächige Wundfläche im Gesicht verursachte. Auf kein Medikament wurde reagiert, deshalb begann ich zweifelnd, die Fläche mit Silberwasser zu betupfen. Tja, hat gewirkt!

    Von Phytotherapie bin ich überzeugt und wende sie nach ärztlicher Rücksprache gern an. Besonders der standardisierte Wirkstoff der Mariendistel ist bei Leberbelastungen für uns unentbehrlich.

    Ich betreibe durchaus Prophylaxe mit alternativen Mitteln. Trotzdem lege ich wert auf belastbare wissenschaftliche oder zumindest empirische Quellen, warum etwas wirksam ist. Mit Esoterik kann ich in der Heilkunde absolut nichts anfangen. Und wenn eine Erkrankung ernst ist, gehe ich zum TA meines Vertrauens und nicht zum Schamanen, Geistheiler oder Tierkommunikator.

    Ich habe mich heute übrigens kynologisch blamiert. Treffe eine Frau mit geschorenem Pudelmix und frage, ob es ein Goldendoodle ist.

    "Nein, das ist ein reinrassiger Barbet!" Uuups......

    Es gibt also sogar schon eine Rasse ohne Pudelaussehen und Pudelimage, die nach .....doodle ausschaut! Wenn denn die Optik einziges Kriterium sein soll.

    Ich sehe nicht, wie das mit einem Hund funktionieren könnte. Das ist keine Maschine, die unter der Woche abgeschaltet in der Ecke steht und zum Wochenende auf Hochtouren laufen kann. Die Größe des Garten und der Wohnung sind absolut nebensächlich. Was passiert nach Deinem Abitur? Sicherlich Studium oder Ausbildung? Dann wird es zeitlich auch nicht besser! Nein, einem Hund würde ich eine solche Situation nicht zumuten, da ist Scheitern vorprogrammiert.

    Ich frage mich halt, was die tollen ....doodlezüchter machen werden, wenn sie keine "Dummen" finden, die ihnen gute, gesunde, rassetypische Rassehunde der Ausgangsrassen nachliefern. Diese Rasse-Züchter machen nämlich die eigentliche Arbeit, selektieren, betreiben Aufwand und haben Kosten, ohne den Automatismus, daß jeder Nachzuchthund sich über Welpen automatisch "amortisieren" wird. Und ihre Hunde werden dann hergenommen, um ohne den geringsten züchterischen Aufwand, wie in der Hybridvermehrung der Nutztierzucht üblich, Welpen für den "gehobenen Mischlingsmarkt" zu produzieren - zu Preisen, die solche "Züchter" mit ziemlicher Sicherheit nicht bereit wären, in ihre Ausgangstiere zu investieren...

    Das ist dann auch der für mich unerklärliche Unterschied zur Nutztierzucht: dort kosten die Ausgangstiere der Hybridzucht, in Würdigung des viel höheren Aufwandes bei ihrer Zucht, ein Mehrfaches von den Mischlingsnachkommen, die als "Einwegprodukte" keiner züchterischen Auswahl mehr unterliegen.

    Bei "meiner" Rasse bzw. den Züchtern, von denen ich meine Welpen holte, gibt es aber im eigentlichen Sinne kein großes, altersabgestuftes Rudel. Das sind meist Hundesportler, die mit einer erfolgreichen Hündin züchten, und da ist vielleicht noch ihre alte Mutter oder ihre Tochter aus einem vorangegangenem Wurf. Wenn allen Hunden gerecht getan werden soll und sie nicht nur im Rudel verwahrt werden, begrenzt sich die Zahl ganz erheblich. Da ist nix mit verschiedenen Dialekten, die müssen durch Fremdhunde so oder so beigebracht werden.

    Ich würde auch erst mal abwarten und mit den üblichen Hausmitteln unterstützen. Wenn der Schnodder aus der Nase eitrig würde, also eine bakterielle Infektion dazukommt, ginge ich wohl dann doch zum TA. Bis dahin aber hilft Ruhe und Tee trinken - wie beim Menschen. Und gut beobachten, wie Du es ja schon machst.