Hier wird sehr extensiv, ohne Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln im Biosphärenreservat und Naturpark mit Schafen und Mutterkühen beweidet. Die Mutterkühe sind in Kleingruppen von 5 bis 20 Tieren auf den Waldweiden im Standweidesystem im Sommerhalbjahr draußen, die Schafe ziehen noch mit den Schäfern im 20 km Umkreis um den Winterstall herum. Der Waldanteil liegt bereits gemarkungsabhängig zwischen 65 bis 90 %. Die Offenlandbiotopkartierung beschreibt wertvollste Bergwiesen mit hoher Biodiversität. Diese Bergwiesen sind nur und ausschließlich durch tiergebundene Nutzung zu erhalten, da sie ausnahmslos im benachteiligten Gebiet liegende absolute Grenzertragsstandorte sind.
Maßnahmen, wie Chris sie zum Schutz ihrer Tiere ergreift, sind hier betriebswirtschaftlich völlig illusorisch. Alles wird man nicht haben können. Entweder, man legt das Primat auf den Erhalt der geschützten Lebensräume der Kulturlandschaft mit ihrer Pflege durch Beweidung, dann wird man über die Unvereinbarkeit mit der grenzenlosen Wolfsausbreitung reden müssen. Auch wenn das heißt, es den Wölfen sehr ungemütlich machen zu müssen, bis hin zum Abschuß. Oder, man setzt den Wolf an die erste Stelle, dann verschwinden erst die Schafe, dann die Rinder, dann Fauna und Flora der Kulturlandschaft. Bloß darf dann keiner denken, wir bekämen lupenreine, menschenbefreite Wildnis zurück - die anthropogenen Einflüsse, Straßen, Stromtrassen, Bahnlinien, Siedlungen etc. gibt es ja weiterhin. Nur unsere Nutztiere, die stehen dann eben alle auf Gülle in Massentierhaltungen.