Beiträge von Quarus

    Ja toll, da habe ich bis vor 2 Jahren immer 10 Kilo Pansen für 10 Euro bestellt. Am Stück. Jetzt gibts den nur noch 50% teurer als Matschepampe in Plastik geschweisst

    Klasse

    Genau so isses. An den ganzen Pansen erinnere ich mich auch mit großer Sehnsucht. Blöd war nur, daß deren Tüten oft so gesifft haben.

    Das mit den Preisen ist wirklich eine bedenkliche Entwicklung. Ich möchte gern meine Hunde mit Schlachtabfällen füttern, die für die menschliche Ernährung nicht (mehr) in Frage kommen. Wenn ich allerdings für Pansen langsam an Schnitzel- oder Suppenfleischpreise rankomme.....

    Du wirst es nicht glauben, aber ich kannte eine Familie, die ihr Kleinkind mit Pommes, Currywurst und Keksen haupternährte. Weil sie das selber hauptsächlich aßen und eh jeder Kinder großkriegt.... Denen hätte ein wenig Beschäftigung mit Ernährungsphysiologie bei Kindern mit Sicherheit nicht geschadet! Nicht umsonst schlagen Experten Alarm, die viele übergewichtige Kinder feststellen. Diesen Kindern würde vielleicht eine Fertignahrung wirklich weniger schaden - wenn ihre Eltern eben NICHT bereit sind, sich entsprechend weiterzubilden und auf die Bedürfnisse ihres Kindes einzugehen.

    Genauso kann man Hunde mit Frischfutter gesund aufziehen, ich habe das bei vier meiner fünf Hunde so gemacht. Aber dann reicht es nicht, irgendwas aufzuschnappen und kritiklos durchzuziehen, dann muß man bereit sein, sich etwas Grundlagenwissen, nicht -GLAUBEN, anzueignen.

    Ich bin seit vielen Jahren überzeugter Frischfütterer. Ich kann mich nur nicht mehr der Meinung anschließen, das wäre ja alles so easy-peasy und müßte schon deshalb aus Prinzip funktionieren, weil es ja sooo natürlich, artgerecht und wolfskompatibel wäre.

    Denn viele Barfer nehmen den Hauptvorteil der Frischfütterung, die Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes komplett zu übernehmen, gar nicht wahr. Genauso unkritisch, wie den Versprechungen der Fertigfutterindustrie geglaubt wurde, wird jetzt anderen Versprechungen geglaubt. Erst war es so super einfach, vollwertige braune Bröckchen zu füttern, dann ist es so super einfach, nach einem 08/15-Einheitsrezept oder gleich ein Industrie-Komplettbarf zu füttern.

    Gleiches Problem.

    @ Tamara

    Dieses Problem hast Du aber beim Fertigfutter noch potenziert, weil da an der Wertschöpfungskette noch mehr verdienen wollen. Während Du beim Frischfüttern genau wie bei der eigenen Ernährung darauf achten kannst, WAS und WO Du einkaufst, mußt Du bei hochverarbeiteten Fertigprodukten, egal ob für Mensch oder Tier, blind auf Herstellerangaben vertrauen.

    Aber wenn Du mal aufmerksam alte Hundebücher ansiehst, WIRKLICH alte, stösst Du auf viele Hunde mit Stellungs- und Entwicklungsfehlern. Auch bei Rassehunden, die als Modelle gezeigt werden. Die Ernährung hat zwar gereicht, den Hund einigermassen funktionsfähig werden zu lassen, optimal war sie aber selbst bei Leuten, die es sich bei kostbaren Rassehunden leisten konnten, lange nicht. Diese Entwicklungsfehler siehst Du heute im wesentlichen bei inländischen Hunden nicht mehr, trotz überwiegender Fertigfütterung.

    "Überleben" ist mir heute egal bei welcher Fütterung einfach zu wenig.

    Hier wird sehr extensiv, ohne Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln im Biosphärenreservat und Naturpark mit Schafen und Mutterkühen beweidet. Die Mutterkühe sind in Kleingruppen von 5 bis 20 Tieren auf den Waldweiden im Standweidesystem im Sommerhalbjahr draußen, die Schafe ziehen noch mit den Schäfern im 20 km Umkreis um den Winterstall herum. Der Waldanteil liegt bereits gemarkungsabhängig zwischen 65 bis 90 %. Die Offenlandbiotopkartierung beschreibt wertvollste Bergwiesen mit hoher Biodiversität. Diese Bergwiesen sind nur und ausschließlich durch tiergebundene Nutzung zu erhalten, da sie ausnahmslos im benachteiligten Gebiet liegende absolute Grenzertragsstandorte sind.

    Maßnahmen, wie Chris sie zum Schutz ihrer Tiere ergreift, sind hier betriebswirtschaftlich völlig illusorisch. Alles wird man nicht haben können. Entweder, man legt das Primat auf den Erhalt der geschützten Lebensräume der Kulturlandschaft mit ihrer Pflege durch Beweidung, dann wird man über die Unvereinbarkeit mit der grenzenlosen Wolfsausbreitung reden müssen. Auch wenn das heißt, es den Wölfen sehr ungemütlich machen zu müssen, bis hin zum Abschuß. Oder, man setzt den Wolf an die erste Stelle, dann verschwinden erst die Schafe, dann die Rinder, dann Fauna und Flora der Kulturlandschaft. Bloß darf dann keiner denken, wir bekämen lupenreine, menschenbefreite Wildnis zurück - die anthropogenen Einflüsse, Straßen, Stromtrassen, Bahnlinien, Siedlungen etc. gibt es ja weiterhin. Nur unsere Nutztiere, die stehen dann eben alle auf Gülle in Massentierhaltungen.

    Wenn er permanent Durchfall hat, könnte das aber doch eine organische Ursache haben. Das ist ja dann chronisch. Die Reinfleischdose ist als Notfallmassnahme gut, langfristig würde ich aber gut nachschauen, ob WIRKLICH der komplette Nährstoffbedarf gedeckt ist.