Beiträge von Quarus

    Jaaa, fast genauso waren die Argumente derer, die den Untergang der Rasse fürchteten, wenn das Kupierverbot erlassen wird. Ich fürchte, ich gehörte auch dazu....

    Nicht das mit dem Wald, aber das wichtigere Selektionskriterium zugunsten eines relativ unwichtigen wie einer verletzungsresistenten, stabilen Rute vernachlässigt werden müßten. Hat sich zum Glück als irrig herausgestellt.

    Und ganz ehrlich: Jagd, so ernsthaft sie auch betrieben wird, ist zu 99 % ein HOBBY von Privatpersonen, keine staatstragende behördliche Tätigkeit. Keiner wird dazu geprügelt oder muß mit Sanktionen rechnen, wenn er es nicht mehr ausübt.

    Allerdings hat der Boxer auch eine hohe Wedelfrequenz und Anschlagtendenz. Oder die Dogge.... Trotzdem hat das nicht zur Aufhebung des Kupierverbotes geführt sondern schlicht zu der Ansage, dann eben auf stabilere, verletzungsresistentere Ruten zu züchten.

    Das mit dem wenig Gehen und Konzentration üben hast Du ja nun versucht, wie ist es denn mit dem Gegenteil; ihn ans Fahrrad nehmen und richtig Strecke machen lassen? Ruhiges Kilometerschrubben? Der Dalmatiner sollte ja laufen können, hat er dazu auch regelmäßig ausgiebig Gelegenheit?

    Nein, auf Prüfungsniveau habe ich nicht mehr trainiert. Der Doc meinte, trotz Entfernung des Splitterchens würde im Gelenk über kurz oder lang die Arthrose losgehen, und bei Belastung eben schneller. Ich habe noch just for fun gearbeitet, aber nicht mehr auf Prüfung. Arthrose hat aber bis ins hohe Alter keine Rolle gespielt.

    Also so einen massiven "Schaden" wie einen abgetrennten Processus Anconaeus (IPA) oder auch FPC hätte man am Röntgenbild doch erkennen müssen, noch dazu wurden die Bilder überbefundet (offiziell) und da wurde der Hund frei von diesen Erkrakungen/Fehlbildungen beurteilt.
    Ich werde aber wohl nicht um eine weitere Untersuchung herumkommen.

    Nein, eine winzige Absplitterung nach einem Trauma reicht schon. Mein Hund war über 6 Jahre alt, hatte einige VPG-Prüfungen hinter sich und hat sich zwischen 2 Prüfungen diese Verletzung zugezogen. Ich war auch irritiert, bis der Chirurg der Uni-Klinik mir diese erworbene Form bestätigte.

    Kann aber gut sein, dass bei Deinem Hund was ganz anderes vorliegt.

    Ich schließe mich BeauciMaus an. Deko ist mir völlig gleichgültig, ein vielfältiges Angebot an sortenreinem Fleisch in Stücken, übersichtlich, sauber und transparent, ist mein Hauptkriterium für einen Shop, in dem ich kaufe.

    Diese zahlreichen "Für Mamis Liebling"-Schlabbermixturen aus undefinierbarem Brei, die seuchenhaft in jedem Barf-Shop um sich greifen, haben mich schon öfters in den letzten Jahren wechseln lassen.


    Ich verstehe das Argument, dass mit einer Einkreuzung die Arbeitsleistung 'verwässert' wird, nur sehr bedingt. Schliesslich kommt es doch darauf an, welche Rasse ich einkreuze und selbst bei den so hochgelobten Arbeitshunden, die angeblich nur 'rasserein' ihren Dienst tun können, wird doch gerade da, wo sie tatsächlich noch arbeiten, und nicht nur Sport machen, gemixt, was das Zeug hält: Malinois, Herder und DSH werden bunt gemischt und scheinen den Job nach wie vor noch tun zu können. Der Dobermann selbst ist doch eine relativ neue Kreation, die aus den - zumindest damals - vielversprechendsten Mischlingen, entstand. Wieso man da nicht wieder einkreuzen darf - eben um die Gesundheit zu verbessern ohne die Arbeitsleistung zu verlieren, erschliesst sich mir nicht.

    Gerade die Boxer-Corgis sind doch ein anschauliches Beispiel dafür, dass ein Hund sehr schnell wieder zum gewünschten Phänotyp zurückgeführt kann, selbst wenn so etwas völlig Abwegiges wie der Corgi eingekreuzt wird. Man mag von der Idee halten, was man will, aber es entkräftet zumindest das Argument, dass man die Rasse durch Einkreuzung phänotypisch so für immer und ewig kaputt macht. Ich frage mich, ob das mit der Arbeitsleistung nicht ähnlich ist. Wie weit her kann es mit einer 'genetisch prädisponierten Arbeitstauglichkeit' sein, wenn man durch eine Einkreuzung plötzlich 'alles' verliert? Noch jeder Border Collie-Mischling, der mir untergekommen ist und dessen einer Elternteil erfolgreich an den Schafen gearbeitet hat, zeigte äusserst ähnliche, teils gleichwertige Eigenschaften, wenn er denn die Chance dazu erhielt und nicht im Vornherein als 'untauglicher Mischling' abgetan wurde...

    Du vergißt aber, daß zusammen mit der Einkreuzung eine rigorose Selektion erfolgte, die im Wurflager begann und alle Tiere ausmerzte, die für den Gebrauch nicht tauglich waren. Erwachsene "Fehlschläge" solcher Gebrauchskreuzungen gibt und gab es daher nur sehr vereinzelt. Das kann den Eindruck erwecken, ALLE Nachkommen wären arbeitstauglich. Heute würde das große Probleme mit dem Tierschutzgesetz bringen, in Größenordnungen Hunde im Welpen-, Junghund- und Erwachsenenalter zu beseitigen, weil sie dem Einkreuzungsziel nicht entsprechen, und dürfte die Bilanz ganz erheblich verschlechtern.

    Bei den Boxer-Corgis kann man zur Arbeitsleistung überhaupt nichts sagen, weil die Boxer in UK seit vielen Generationen nicht mehr auf Arbeitsintelligenz und -eignung selektiert wurden. Leider sind an diese Eigenschaften aber aber auch Funktionalität des Gebäudes und Schutz vor Übertyp gekoppelt, ganz zu schweigen von Nervenstärke, Temperament oder mittlerer Reizschwelle. Eigenschaften, die auch der normale Familienhund braucht, die aber Stück für Stück verloren gehen, wie die vielen Hilfetreads über ängstliche und angstagressive Hunde auch hier im DF zeigen.

    Zur Rutenhaltung bei den DSH schreibt von Stepanitz sinngemäß, daß nur "unnütze Luxushunde" sich den Aufwand erlauben würden, die Rute über die Rückenlinie erhoben zu tragen. Wogegen ein echter Arbeitshund viel zu beansprucht wäre, um solche kraftraubenden Mätzchen zu machen und effektiverweise die Rute höchstens als Steuerorgan waagerecht hält. Logisch, daß zu Zeiten der Rassekonsolidierung keiner einen Schäferhund haben wollte, der die Rute kringelt oder sonstwie "dekadent" trägt. Daraus ist dann eben in Abgrenzung zu den "Hütespitzen" und anderen Schlägen die Rutenhaltung des DSH geworden.

    Bei etlichen kupierten Rassen wird früher durchaus die Verletzungsgefahr eine Rolle gespielt haben, später hat man mit "Rute ab" einfach das Problem der vielfältigen Rutenformen negiert.

    Gerade wenn es eine winzige "Gelenkmaus" ist, kann die durchaus dem Röntgen komplett verborgen bleiben. Das störende Stückchen gab es schon vor dem Röntgen, das Röntgen war dann irgendwie Veranlassung für eine Lageänderung, und je nachdem, wo es jetzt im Gelenk bzw. der Gelenkflüssigkeit rumschwimmt, kommt es zu Beschwerden, oder Beschwerdefreiheit.

    Leider ist nicht mal bei einer CT gesagt, daß da eine glasklare Diagnose gestellt werden kann. Im Fall meines Quarus, der sich durch Sportverletzung einen FPC (winziges Teil) zugezogen hatte, brachte erst die Arthroskopie Aufschluß.

    Ich habe lange rumsuchen lassen, ich hoffe, bei Deinem Hund ist es was Harmloseres.