@'byllemitblacky
Wer nicht mal zu dem steht, was er geschrieben hat, sondern bei Gegenwind sein Geschriebenes willkürlich umdeutet, ist für mich kein Diskussionspartner.
@'byllemitblacky
Wer nicht mal zu dem steht, was er geschrieben hat, sondern bei Gegenwind sein Geschriebenes willkürlich umdeutet, ist für mich kein Diskussionspartner.
Ich habe es so verstanden, daß Zylkene probiert wurde, als es dem Hund noch etwas besser ging, und schon da keine Wirkung auftrat.
Was würde den Schwiegervater dann daran hindern, sich einen anderen Hund zu holen, mi dem er die Eskalation weiter voran treiben kann? Wenn er nicht die Dogge als Werkzeug nutzt, findet jemand wie er was anderes. Nein, der Entzug des Hundes ist keine Lösung. Am besten wäre wohl ein drei Meter hoher, blickdichter Zaun, der die Lebenswelten komplett trennt. Daran würde ich alles setzen, diese Trennung zu vollziehen. Notfalls wegziehen und vermieten. Ein fremder Mieter des Hauses kann ohne den Beziehungsballast vielleicht eher da in Frieden wohnen.
Ich bereue nur die ersten 14 Jahre meines Lebens, in denen ich keinen Hund haben durfte. Erst mit Hund finde ich mich vollständig. ![]()
Mir fehlt also auch die von Fusselnase genannte Option.
Wobei ich das nicht verallgemeinern möchte, diese "Bereicherung" ist kein Automatismus.
Ich sehe hier keinen Shitstorm, der von den Doodle-Kritikern ausgeht. Ich z.B. habe mich bemüht, meine Ablehnung kynologisch und tierzüchterisch zu begründen.
Und was kam? Die Beschuldigung, mit dem Aufgreifen der Merle-Problematik das Thema der Thread-Überschrift verfehlt zu haben. Und eben der Shitstorm-Vorwurf.
Ich würde mich aber freuen, wenn eine inhaltliche Auseinandersetzung mit meinen Kritikpunkten erfolgen würde. Ich lehne nämlich die geplante Einkreuzung oder die geplante Rassenneuerschaffung absolut nicht kategorisch ab, solange sinnvolle Zuchtziele und eine sinnvolle Zuchtstrategie dahinter stehen.
Das sind so Situationen, die bei meinen Hunden am meisten fürchte. Fühl Dich mal virtuell gedrückt, hier sind viele, die Dich und Deine Sorgen verstehen und nachvollziehen können. Ich weiß, wie belastend einerseits die Pflege, andererseits die Frage ist, ob der Zeitpunkt des Gehenlassens bei dieser schleichenden Verschlechterung bereits gekommen ist.
Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen, in dem er aus der Ferne bestimmt, ich kann nur mein Gefühl dazu versuchen zu schildern.
Aus Deiner Beschreibung heraus würde ich sagen "Ja". Es klingt mir nicht danach, als wolltest Du Dich eines alten Hundes entledigen, sondern kämpfst schon lange um eine akzeptable Lebensqualität für Deine alte Freundin. Der schwerste Teil dieses Kampfes für jemanden, der seinen Hund liebt, so wie Du es tust, ist das Loslassen. Furchtbar schwer, und dann noch die Zweifel, ob es das Richtige ist oder noch herausgezögert werden kann.
Aus dem, was ich für meine Hunde entscheiden mußte, kann ich Dir aber versichern, daß sich nach dem Abschied zwar tiefe Trauer, aber auch ein tiefer Friede bei Dir einstellen wird, aus der Gewißheit, aus bestem Wissen und Gewissen seinem geliebten Hund gegenüber gehandelt zu haben. Keine Zweifel mehr. Irgendwann Dankbarkeit, und wunderschöne Erinnerungen an die gemeinsame Zeit.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
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Ich weiß schon, was du meinst - aber genau dieses Verständnis vor "Rassereinheit" ist ja das Problem der modernen Hundezucht.Aber genau darauf baut die Doodelei doch auf: die Sicherheit, immer wieder und wieder und wieder diese "genetisch minderwertigen Rassehunde" der Ausgangsrassen für lau abgreifen zu können. Es wird ja sogar, wie in diesem Thread, der Heterosiseffekt angeführt, ein angeblicher Vorteil, der aus der Homozygotie der Ausgangsrassen erwachsen soll. In der übrigen Hybrid-Tierzucht sind die Elternrassen Nukleuszuchten und das Wertvollste, was die Hybridzucht besitzt. Dementsprechend liegt auf ihrer Erhaltung das höchste Augenmerk und die größten Anstrengungen. Der Hybrid ist dann das schnell und billig erzeugte Massenprodukt. Nur in der "innovativen" Doodlezucht ist es genau umgekehrt, gelten diese Elternrassen als minderwertig und müssen durch Kreuzung zum Doodle "veredelt" werden. Eine absurde Vorstellung!
Ich bin fest davon überzeugt, dass genau das eben nicht der richtige Weg ist. Wenn man tatsächlich sehr sehr viele Individuen einer Rasse hat, wie beim Dackel oder Pudel, dann geht das länger gut - aber nicht für immer und ewig.
Eine geschlossene Population ist genetisch IMMER eine Sackgasse. Nach 150 Jahren Hundezucht ist das sehr sehr offensichtlich geworden (und jeder, der was über Genetik weiß, weiß das auch ohne dieses Langzeitexperiment).
Wollte ich "Doodlen" würde ich den Teufel tun, und den Weg der heutigen Rasseverbände einschlagen und auf "Reinheit" setzen.
Die Doodlezüchter setzen doch aber massiv auf Reinheit, nämlich auf die von Pudel und Retriever, Cocker, Malteser usw. Für das Geschäftsmodell der Doodleproduzenten wäre es eine Katastrophe, sollten die schlimmen Rassehundzüchter ihre Zuchtbücher unkontrolliert öffen, dann könnten sie ja keine zumindest optisch relativ einheitlichen F1-Mixe mehr vermarkten! Ihre zusammengekaufte Elternbasis als "Produktionsgrundlage" wäre weg!
Mir ist klar, dass ich hier nicht für vorhandene Doodle-Züchter spreche. Ich finde das Gedankenexperiment spannend, sich zu fragen, was denn ein gangbarer und sinnvoller Weg sein KÖNNTE.
Meiner Meinung nach wäre es durchaus sinnvoll, möglichst viele charakterlich passende und gesunde Individuen, ruhig auch Mixe und Angehörige verschiedener Rassen, zur Nachzucht zuzulassen, Linienzucht weitestgehend auszuschliessen (keine gemeinsamen Großeltern, allerhöchstens Urgroßeltern), allenfalls auf unterschiedliche Schläge zu ziehen, aber diese nicht um jeden Preis zu trennen (so, wie in der Gebrauchshundezucht früher), sondern immer mal wieder zu mischen, wenn die Tiere vom Wesen her gut zusammenpassen.
Das geht auf Kosten des vorhersehbaren, einheitlichen Äusseren, völlig klar.
Aber wie man auch an der Gebrauchshundezucht sehen kann, kann man trotzdem ganz gut charakterliche Eigenschaften und Eignung für bestimmte Aufgaben innerhalb einer gewissen Bandbreite fixieren.
Mehr Augenmerk auf das Wesen, weniger auf das Äussere, das wäre mal das allerwichtigste. Und die Idee von "Reinheit einer Rasse" mal komplett über Bord schmeissen.
Ich habe Freunde, die ihren Malinoisrüden im Herbst durch die Körung geführt haben. DAS war eine Wesensüberprüfung, die den Namen wirklich verdient. Wenn nun neue Rassen das Wesen als Entstehungsgrund sich auf die Fahnen schreiben und ihr Existenzberechtigung aus dem Fehlen solcher hochangepaßten, berechenbaren, zivilisationskompatiblen Hundetypen herleiten, dann erwarte ich nichts geringeres als eine Selektionsschärfe, die sich mit der der Malinois messen kann. Natürlich nach komplett anderen Kriterien, aber genauso hart. Es zeichnet sich nur absolut gar nichts am Horizont ab, was eine solche Anstrengung, bei der viele Hunde, zumal die von Dir angepeilten Multimixe, durchs Raster fallen werden, auch nur im allerentferntesten für die nächsten Jahrzehnte erwarten liesse.
Ich sehe, höre und lese nur von Doodlen, die GANZ MASSIV und ausschließlich die Optik bedienen. Kuschelig, wuschelig, Kindchenschema und zur Krönung noch gern in Merle. Joo, is klar.... mehr Augenmerk aufs Wesen....
Das alles sind Widersprüche, die gelöst werden KÖNNTEN, wenn die weltweit tausenden Doodlezüchter genau den organisatorischen Weg der Rassehundezüchter gehen wollten. Machen sie aber nicht. Von daher kann man sich das "Was wäre wenn" einfach sparen und braucht keine Entwicklung herbeizureden, die es längst geben würde, bestände wirkliches Interesse.
Unabhängig von der Medikamentierung gegen die Lahmheit würde ich die beanspruchte Leber dauerhaft mit hochdosiertem Silymarin (Mariendistelwirkstoff) unterstützen. Einige der Lahmheitsmedis müssen über die Leber verstoffwechselt und ausgeschieden werden und wirken lebertoxisch. Die Regenerationsfähigkeit dieses Organes ist zwar hoch, aber bei einem alten Hund mit Dauermedigabe kommt es schon zu einer starken Belastung. Mit der Unterstützung durch Silymarin (aus der Humanmedizin und apothekenpflichtig, nicht das undefinierte Pulver aus dem Drogeriemarkt) hältst Du Dir Optionen offen, die eine geschädigte Leber nicht mehr bietet.
Was mir noch zu nichtinvasiven Maßnahmen einfällt, wäre die Blutegelbehandlung an der Schulter. Sollte ein entzündlicher Vorgang dort die Ursache sein, könnte diese traditionelle Behandlungsart die Beschwerden lindern.
Ich bin gerade wieder zuhause:
Er gehört jetzt mir!
Die Frau war recht einsichtig und hat sich sogar bedankt. Wir haben uns auf 25€ geeinigt. Mir ist es egal. Sie hat gesagt Henri (so heisst der Wuschel) wäre vor zwei Tagen weggelaufen, weil er sich bei irgendwas erschrocken hat. Ist mir wurscht. Henri ist per Unterschrift unter einem rechtsgültigen Kaufvertrag an mich übergeben worden und auch seinen Ausweis habe ich bekommen. Ich habe auf dem Rückweg gleich mit der Klinik telefoniert (die haben Mittwochs bis 19:00 geöffnet) und morgen Nachmittag kann ich Henri mitnehmen.
Also wird morgen Vormittag mal gleich ein Körbchen gekauft und was Hund halt sonst noch braucht. Henri geht es übrigens den Umständen entsprechend gut.
Jetzt muss er nur noch ganz gesund werden, ein schönes Zuhause finden und ich bin zufrieden mit der Welt.
Wenn das nicht die seit langem schönste Weihnachtsgeschichte ist, dann weiß ich auch nicht! ![]()
Das freut mich sehr. Und nun magst du mir sicher die besagten Rassestandards zeigen, die auch für recht unbedarfte Interessenten klarstellen, dass die Werbedurchsagen mancher Verbandszüchter nicht unbedingt zutreffend sind. Immer eingedenk, dass du und ich zwar recht klar zwischen den Zeilen lesen können, das aber nicht unbedingt für alle Interessenten zutrifft
"Der Boxer soll nervenstark, selbstbewusst, ruhig und ausgeglichen sein. Sein Wesen ist von allergrösster Wichtigkeit und bedarf sorgsamster Pflege. Seine Anhänglichkeit und Treue gegenüber seinem Herrn und dem ganzen Haus, seine Wachsamkeit und sein unerschrockener Mut als Verteidiger sind von Alters her berühmt. Er ist harmlos in der Familie aber misstrauisch gegenüber Fremden, heiter und freundlich beim Spiel, aber furchtlos im Ernst. Er ist leicht auszubilden vermögens seiner Bereitschaft zur Unterordnung, seines Schneides und Mutes, seiner natürlichen Schärfe und seiner Riechfähigkeit. Bei seiner Anspruchslosigkeit und Reinlichkeit ist er gleich angenehm und wertvoll in der Familie wie als Schutz-, Begleit- oder Diensthund. Sein Charakter ist bieder, ohne Falschheit und Hinterlist, auch im höheren Alter. " Quelle: http://www.bk-muenchen.de/zucht/standard-boxer.html
Wer da ein nicht aufmerkt, dem ist nicht zu helfen.