Beiträge von Quarus

    Wer bitte hat das behauptet? Nutztierhaltung ist sicher nicht der alleinige Faktor, aber EINE wesentliche Ursache der globalen Erderwärmung. Und im Endeffekt ist es simpler, einfach kein (Rind)fleisch mehr zu produzieren, als alle Autos, Flugzeuge etc. abzuschaffen. Letzteres ist im Hinblick auf unser heutiges Gesellschaftssystem (Stichwort Globalisierung) gar nicht möglich, bzw. würde dies einen gewaltigen Rückschritt in der menschlichen Effizienz bedeuten. Der Verzicht auf Fleisch wäre dagegen in jeglicher Hinsicht ein Fortschritt.

    Das stimmt so nicht - hat Dragonwog ja bereits ausgeführt. Der weltweite Verkehr ist da noch unser "kleinstes" Problem...

    Dieser Logik kann ich nicht ganz folgen. Wenn wir auf Rind verzichten, weil sie Methan produzieren (und das tun sie!), ist das ein guter und richtiger Schritt. Was hat das denn mit Schuld geben zu tun (abgesehen davon, dass es die Rinder nicht im Mindesten juckt)? Kühe gehören zu den Hauptverursachern der Klimaerwärmung, daran gibt es nichts zu rütteln! Und nur weil man konsequenterweise Schritt A geht, schließt das doch weitere Schritte nicht aus.

    @Tastatur

    Hat es einen Grund, weshalb du deinen Mitmenschen ein derart geringes Reflexionsvermögen unterstellst? :ugly: Was für einen Unterschied macht es im Endeffekt, WEM die Schuld gegeben wird? Ist doch Erbsenzählerei und ändert rein gar nix an der Tatsache, dass im Endeffekt die Rinder das Methan ausstoßen und nicht der Mensch und folglich auch die Rinder weg müssen.

    @Cattlefan

    Darum schrieb ich auch explizit von Globalisierung und Gesellschaftssystem und nicht von MIR...aber angesichts dessen, dass du gerade im Internet unterwegs bist, ist deine Argumentation eh hinfällig. Vielleicht mal gucken, wo die Bestandteile deines Handys/PCs/Laptop so herkommen und dann überlegen, ob man wirklich auf globalen Handel verzichten könnte... ;) Ich behaupte, wer nicht gerade als Eremit einsam im Wald lebt, kann es nicht.

    Ich lese halt immer nur: die Rinder sind schuld, die Rinder müssen weg, Problem gelöst. Und dem widerspreche ich.

    @Dreamy

    Natürlich ist es unwahrscheinlich, daß die Menschheit, mich eingeschlossen, eine 180° Wende vollführt. Nur ist es für mich ethisch äußerst fragwürdig, wenn die Folgen ursächlich den Opfern unserer Expansion in die Schuhe geschoben werden. Das ist die gleiche Argumenation wie die der norwegischen Fischer, die das Abschlachten der Delfinschulen einmal im Jahr mit deren Fischfressen begründen. Denn der knappe Fisch stehe selbstverständlich den Menschen zu!

    Rinder sind großartige Tiere, in jeder Beziehung. Genau wie der Sympathieträger Delfin. Eine orwellsche Welt, in der keine Haustiere mehr gestattet sind, wäre furchtbar. Und in diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, daß gerade "des Menschen bester Freund", der (westliche) Hund, im Verdacht steht, einen großen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, größer als der mancher Menschen in Entwicklungsländern.

    Möchte man die Rinder verbieten, sollte man aufpassen, daß nicht als "Kollateralschaden" die Hunde mit abgeschafft werden. Tendenzen dazu gibt es schon!

    Auch "artgerecht" gehaltene Rinder stoßen Methan aus...wären wir nur ein paar Hunderttausend oder wenige Millionen Menschen auf der Erde, wäre dies sicher eine praktikable Lösung. So aber ändert es am Grundproblem leider wenig (abgesehen davon, dass es für die Tiere selbst natürlich eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität ist, wenn auch nur von kurzfristiger Dauer).

    Das Grundproblem sind doch aber die Menschen, oder sehe ich das falsch? Selbst die komplette Abschaffung der Rinder oder logischerweise im Folgenden aller sonstigen Tiere, die als Nahrungs- oder Platzkonkurrenten auftreten oder Schadgase emittieren würde doch nichts an der Tatsache ändern, daß die quasi ungebremste Vermehrung unserer Spezies die freiwerdenden Ressourcen sofort wieder aufbrauchen würde und die Umweltbelastung zunähme. Ich halte das also für eine extrem anthropozentrische Sichtweise. Damit wir noch ein paar Minuten länger so weitermachen können, alles beseitigen, was uns daran hindert, wird uns nicht lange helfen.

    Ich habe in letzter Zeit einfach in so vielen Futtermitteln Kolostrumzusätze gefunden (gestern wieder in Meradog), daß ich trotz meines Zweifels mich mal informieren wollte. Dass artfremdes Kolostrum wegen Kreuzimmunität doch eine Wirkung entfaltet, hätte ich z.B. nicht gedacht.

    Ansonsten wäre es ja ein genialer Jungbrunnen gewesen, um angeschlagene, auch alte Hunde immunologisch zu unterstützen - weil es aber scheinbar zumindest schulmedizinisch kein Thema ist, wurde ich neugierig.

    Gibt ja immer mal so "Geheimtipps", die sich unerklärlicherweise bewähren und wo erst Jahre später der Ursache auf den Grund gegangen wird. Ich erinnere mich in dem Zusammenhang an 5 l Kanister mit Lachsöl, die ich vor 25 Jahren an Ständen bei Schlittenhundrennen gesehen habe und die von Mushern gekauft wurden. Wozu brauchen die das Zeug in solchen Massen? habe ich mich damals gefragt. Welchen Einfluß die Omega 3-Fettsäuren und besonderns EPA und DHA auf das Entzündungsgeschehen im Körper haben, ist erst Jahre später so richtig publiziert worden.

    Etwas in der Art hatte ich für das Kolostrum vermutet.

    Fakt ist, daß das Rind über Jahrtausende dem Menschen seine Milch, sein Fleisch und ganz besonders seine Arbeitskraft gegeben hat. Bevor das Maschinenzeitalter anbrach, waren Rinder die weltweit verbreitetsten Arbeits- und Mehrnutzungstiere. Ohne Rinder kein Ackerbau und letztlich keine Menschheitsentwicklung.

    Statt dem Rind für seine Verdienste zu danken und die Ausbeutung dieser Art einzuschränken, wird es nun zum Sündenbock für die maßlosen Verfehlungen der Spezies Mensch gemacht. Schäbig ist das.

    Ja, aber der Wolf, der Löwe, selbst das Bakterium, das durch Krankheit zum Tod führt, tut das auch nicht. Und gehört trotzdem zum Kreislauf des Lebens dazu. Wo nicht gestorben wird, kann nicht geboren werden. Was anderes ist es, wenn dieser Kreislauf zugunsten eines Bestandteils maßlos verzerrt wird.

    Aber wir geben den Tieren (zumindest den domestizierten Tieren) doch das Leben? Wir beschützen sie vor tödlichen Witterungseinflüssen, vor Freßfeinden, füttern sie kontinuierlich und ermöglichen ihnen die erfolgreiche Fortpflanzung und damit Arterhaltung. Dafür werden sie vor Ende ihres natürlichen Lebens von uns geschlachtet. Das ist der Deal.