Schön gedacht und ich kennen auch die eine oder andere Zuchtstätte wo es ein paar Generationen so geklappt hat.
Aber wie hijita und Nebula schon sagten, da kann ne Menge schiefgehen.Da brauch bloß mal die Nachzuchthündin aus dem zweiten oder dritten Wurf der Stammhündin behalten hat, ne Pyo bekommen (oder eins von 1000 anderen Dinge passieren, die passieren können) bevor sie ihren ersten Wurf hatte und das war's erstmal mit diesem Stamm - es sei denn, man hat noch welche in Miteigentümerschaft platziert, die man statt dessen nutzen kann.Das war das, weswegen ich im vorletzten (?) Posting von mir meinte, dass das alles nicht so schön linear planbar ist von wegen "Ich fange mit X-Hündinnen an, dann mache ich dann und dann nen Wurf, dann und dann noch nen Wurf, behalte dann und dann nen Welpen zur Weiterzucht und dann hab ich insgesamt nie mehr als X Hunde zuhause".
Wenn eine Linie ausstirbt, die auf so wenigen Tieren basiert, dann scheint es mit der Zusammenarbeit unter den Züchtern nicht weit her zu sein und diese Linie sich keiner Beliebtheit zu erfreuen. Dann hängt ihr Wohl und Wehe an einem einzigen Züchter und der kann nur hoffen, 100 Jahre alt zu werden....
Ich kenne es so, daß die vielversprechendsten Welpen an befreundete Züchter/Aussteller/Hundesportler gehen, die sie optimal fördern und in Bezug auf das Zuchtziel mit dem Züchter auf einer Wellenlänge liegen. Kein großes Drama, wenn da ein Nachzuchthund ausfällt; die Linie wird von anderen weitergepflegt und ein Junghund hilft dem Zwinger züchterisch wieder auf die Beine.
Eine mir bekannte "kleine" Züchterin hat so das Blut ihres Stammrüden aus Schweden nach 3 Generationen zurückgeholt, und ihre junge Nachzucht aus der Schwedin entspricht voll und ganz ihren züchterischen Erwartungen.
Ein anderer Zwinger hat über Jahrzehnte mit einem oder selten zwei Würfen im Jahr kontinuierlich Spitzenhunde hervorgebracht, die viele neue Zwinger begründeten.
Im Gegensatz dazu gibt es Zwinger mit hohem Welpenausstoß, die zwar hin und wieder einen Ausstellungssieger hervorbringen, der aber mehr Zufallsprodukt ist und wo der große Rest sang- und klanglos verschwindet.
Daß Progressivität an Größe gekoppelt ist, kann ich absolut nicht bestätigen.