Beiträge von Quarus

    Ich fand beide Hundehalter nun nicht die Vollkatastrophe oder die Hundehaltergötter. Manfred hat sein nicht unkompliziertes Kleinrudel sehr gut im Griff und managt seine Problemhunde sehr gut. Das Rudelführerblabla und "Nicht höher liegen"-Blabla steht hinter seiner gezeigten Kompetenz zurück.

    Dennis hat einen alten Golden, der sich mit seinem Besitzer arrangiert hat. Beide kommen miteinander streßarm klar, auch wenn Außenstehende berechtigt Kritik am Futter und der medizinischen Versorgung üben können. Und an den Kostümen - ich würde es nicht über mich bringen, meinen Hund so vorzuführen. Aber ganz ehrlich: es gibt abertausende Hunde, die sich ein warmes (unperfektes) Altersplätzchen wie Owns verzweifelt wünschen würden...

    Die Folge von letzter Woche fand ich bedeutend polarisierender.

    Übrigens sind mir die imitierten Zwillinge mit "Welpe" Odette eher auf die Nerven gefallen, als Dennis oder Manfred.

    Was Dir die Ilm, ist mir die Schwarza! Bilder habe ich gerade nicht, aber wir gehen gern die Runde bei Schwarzburg durch den Wald und dann parallel zum Fluss retour. Auch hier ist der Vorteil von kaum Leuten, viel Wald und Wasser, schöne, interessante Route zu finden. Am Wasser gibt es einen kleinen Hundetreff, wo mit Freunden noch gespielt werden kann.

    Warum fühlst Du Dich angegriffen?

    Übrigens hatten verschiedene meiner Hunde auch eine Abneigung gegen Kaninchen, warum auch immer. Es wurde auch zumindest von einem schlechter vertragen, als anderes Fleisch. Ich habe hausschlachtene Reste verfüttert, die wirklich tadellos waren, und dennoch... :ka:

    Zumindest ich kenne auch keinen jungen Boxer, auf den "gemütlich" auch nur ansatzweise passen würde. Boxerjunghunde sind anstrengend, bis sie mit frühestens 3 Jahren mental ausgewachsen sind. Diese Zeiten wollen überstanden werden, wenn man einen eher gemütlichen Hund sucht! Und dann hat man auch keine Garantie, daß der Boxer ruhiger wird. Kann, aber muß nicht. Nee, kein Boxer....

    Ich fände den GS schon nicht unpassend, auch wegen seiner Verwandtschaft zum Berner. Ein bißchen Glück und ein gutes Händchen bei der Züchterwahl gehört immer dazu, egal welche Rasse es sein soll.

    Entweder, ich gehe auf deutlichen Abstand, oder bei fremden Haltern leine ich gleich an. Mir ginge es ja bei fremden Hunden, die ich nicht einschätzen kann, genauso. Aber gewöhnlich schon bei der zweiten Begegnung grüßt man sich freundlich und geht aneinander vorbei, ohne das die Leine dran muß. Immer, was für beide Teile am streßfreiesten ist. Nichts ist meiner Erfahrung nach unproduktiver, als sich aufschaukelnde Unsicherheit. Und Unsicherheit kann nur durch wachsendes Vertrauen abgebaut werden.

    Ich habe immer angeleint, mit dem Ergebnis, daß meine Hunde beim Anblick anderer Hunde schon in Hab-acht-Stellung gegangen sind. Die Spannung schaukelte sich mit der Zeit immer weiter hoch, bis ich nur noch über strikten Gehorsam ein Leinenpöbeln verhindern konnte.

    Bei Matteo arbeite ich ohne Leine, nur über Körpersprache. Er wird, je nach Entfernung, in den kleinen Radius oder ins Fuß gerufen und dann geht es zügig vorbei. Ohne Streß, Anfassen oder Kommentar. Er kennt das von Klein auf und weiß, daß ich a) aufpasse und b) Ungehorsam den Streß nicht wert ist, da bei mir der Spaß eh größer ist, als er mit dem fremden Hund oder Mensch hätte.

    Merke ich, mein Gegenüber ist unsicher, leine ich aber an.

    Im Spiegel (online?) war letztens ein Artikel, wo es um die "Dekadenz" der Hundebesitzer geht, die allen Ernstes zunehmend den guten "Schweinefraß" der Tierfutterindustrie hinterfragen und Ansprüche stellen, als sollte ein Mensch ernährt werden. Es würden nur noch Rindersteaks und Lebensmittel in Bio-Qualität geduldet, überspitzt gesagt.

    Vermutlich ist es für Nicht-Tierliebhaber unbegreiflich, wie das Argument "Geiz ist geil!" von "Qualität geht vor!" geschlagen werden kann. Viehfutter ist Viehfutter und hat billig zu sein. Und wenn das Vieh (ob Huhn, Schwein oder Hund ist egal) damit lange genug überlebt, damit man seinen Nutzen daraus ziehen kann, erfüllt es seinen Zweck.

    In den gleichen Postillen werden dann Kaffeemaschinen für tausend Euro und PKW für hundertausende Euro wegen ihres Luxus und Hobbywertes gefeiert und bejubelt. Technischer Kram kann nicht teuer genug sein, da fällt kein kritisches Wort dazu, daß ein FIAT Panda einen genauso von A nach B befördern kann, wie ein Porsche Cayenne.

    Davon abgesehen halte ich Billig-Trofu nicht für den Untergang des Abendlandes. Das garstige Frolic ist für meinen Matteo die absolute Futterbelohnung auf schweren Fährten, und solche Bonbons dürfen auch mal unabhängig von ihrem gesundheitlichen Wert genascht werden! :D

    in den Mittelgebirgen, selbst am Niederrhein...es gibt noch viele Gebiete wo du stundenlang gehen kannst und begegnest kam einem

    Ach hör doch auf! Das wurde Dir schon gefühlte 100 mal erläutert, daß die Mittelgebirge keine Terra incognita sind, sondern dicht besiedelt, zersiedelt und zerschnitten. Und auch genutzt!

    Das mag in Ländern mit nieriger Bevölkerungsdichte noch stimmen, aber in D mit über 80 Millionen Einwohnern sind auch die Mittelgebirge Kulturlandschaften und keine unberührte Wildnis. Und um die Artenvielfalt dieser Kulturlandschaft zu erhalten, ist nun mal eine kostendeckende Weidetierhaltung notwendig! Beschäftige Dich mal mit der EU und den Natura 2000-Gebieten (FFH und SPA), ein bedeutender Teil davon ist absolutes Grünland in den Mittelgebirgen.

    Und der Witz ist, ich bewundere den Wolf, ich wünsche mir sehnlich, daß er hier heimisch wird. Bloß das Managment spricht dagegen und läßt mich zweifeln, ob die Konflikte gelöst werden können, bevor es zur Eskalation kommt. Der Wolfspopulation im Ganzen dient ein gezielter Abschuß 10 mal mehr, als 100 Propaganda-Veranstaltungen. Wäre von Beginn an vergrämt worden und rigoros jeder auffällige Wolf entnommen worden, müßten wir jetzt keine Diskussionen führen.