Beiträge von Quarus

    Und wieder Opfer menschlichen Unverstandes. Zwei Hunde, die nicht so bedürfnislos mitlaufen und selbsterziehend sind, wie man das doch erwarten durfte.

    Skandal! Da muß natürlich der Hundeflüsterer ran.

    Ein stinknormales Einzeltraining mit jedem Hund hätte das Problem erst gar nicht entstehen lassen und auch wieder beseitigen können. Und vor allen Dingen brauchen intelligente und energische Hunde wie die beiden Prachtkerle eine erfüllende Aufgabe von ihren Menschen, die ihrem Betätigungsrang entgegenkommt.

    Nach den GR habe ich aufgehört, das hat mir zu leid getan für diese tollen Hunde.

    Ich denke, die Reservierung begründet im Gegenzug auch kein Anrecht des Verkäufers, den Welpen wirklich abgenommen zu kriegen. Zumindest unter nichtgewerblichen Hundehaltern/-züchtern.

    Was bei Hundehändlern üblich ist, dazu kann ich nichts sagen. Mit diesem Klientel pflege ich keinen Umgang.

    Eine Reservierung halte ich nicht für bindend und würde mMn auch keinen Schadensersatzanspruch begründen. Anders bei einer Anzahlung, hier haben sich beide Parteien ja schon in die Erfüllung eines Vertrages begeben. Ich schließe mich also @Grinsekatze1 an.

    Eine endgültige Anwort kann Dir wohl nur eine Rechtsberatung durch einen Anwalt geben.

    Tja, zu der Züchterin sag ich mal nix. Ihre Versäumnisse dürft Ihr jetzt ausbaden.

    Die Trainerin scheint ja den richtigen Ansatz zu haben, das Defizit abzubauen. Für Euren Hund sind kontrollierte Kontakte zu souveränen, grundsätzlich freundlichen, nicht leicht beeindruckbaren Hunden eminent wichtig. Bitte nicht zu Hinz und Kunz lassen, ohne die Hunde genau einschätzen zu können!

    Ich wurde mal mit meinem Matteo zu einem gut einjährigen, großen, ebenso unsicheren Rüden gerufen. Matteo hat die Pöbeleinen des Jungrüden komplett an sich abperlen lassen, ist überhaupt nicht auf das Getobe eingegangen. Ich habe die Besitzerin gebeten, abzuleinen und mit mir stramm vorwärts zu marschieren. Nach ein paar halbherzigen Provokationen liefen beide Rüden erst parallel, dann in kleineren selbstgewählten Abständen und zuletzt mit Spielabsichten.

    Mit einem meiner verstorbenen Rüden wäre das aber nicht so gelaufen, die hätten den Teenie straff auf links gedreht - was sein Vertrauen in andere Hunde garantiert nicht erhöht hätte. Die Unsicherheit und damit Euer Problem hätte noch eine Steigerung erfahren und wäre verfestigt worden.

    Die Qualität der Hundebegegnungen ist also ausschlaggebend, nicht die Quantität. So lange die Unsicherheit besteht, würde ich den Junghund nicht in Situationen zwingen, die ihn überfordern. Also keine Begegnungen an der Leine mit Unterschreitung der Individualdistanz. Nicht Toben lassen, rausgehen aus der Situation ohne Geschimpfe, Bemitleidung usw. Wenn er reagiert, lenkt seine Aufmerksamkeit auf Euch; mit Spieli oder Leckerchen, was ihn von dem anderen Hund ablenkt eben.

    Und gleichzeitig unter sachkundiger Kontrolle den Kleinen mit verläßlichen Hunden zusammenführen.

    Heute gegen 9 Uhr verlangte Matteo nach draußen und behält von seiner Matratze aus die Umgebung im Auge - ein Job, den er maßvoll und mit "Verantwortungsgefühl" ausübt.

    Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, meine Hunde während meiner Abwesenheit nicht in der Wohnung einsperren zu müssen. Ihnen bzw. aktuell nur Matteo steht der 2500 m² Garten zur freien Verfügung, einschließlich Rückzugsmöglichkeit. Der Aufwand, den großen Garten aber 100% ausbruchs- und einbruchssicher zu machen, ist nicht zu unterschätzen.

    Der Vorteil der Anteilnahme an der Umwelt und des Aufenthaltes an Licht und Luft reduziert sich aber sehr, wenn dem Hund nur ein winziges Zwingerchen zur Verfügung steht, der weder Bewegung, Beschäftigung oder Ortswechsel zuläßt. Ich würde immer dem Hund dem größtmöglich sicheren Raum zur Verfügung stellen.

    Wenn Du die Wahl zwischen Zwinger oder größerem Gartenteil hast, nimm den Gartenteil für den Hund.

    P.S. von der exclusiven Zerstörungswut von Schäferhunden habe ich noch nie gehört...

    Das ist "Alltag" im Schutzhundesport. Auch in Deutschland.Das Ganze Video hab ich nicht angeschaut...10 Minuten waren schon schwer...aber es geht wohl in dem Stil weiter.

    Deswegen sollte man auch so kritisch mit CM umgehen. Und was man wirklich sagen muss...er hat in meinen Augen KEINE Ahnung von Hunden.
    Das sieht man daran wie er Hunde "liest" und zu welchen Schlussfolgerungen er kommt.

    Nein, ist es nicht mehr. Mit einem Hund, der solches Verhalten zeigt, gewinnt man keinen Blumentopf mehr und braucht nicht mal auf einer OG-Prüfung zu starten.

    Man beachte bei dem Mali mal die abgenagte, kahle Rute. Meiner Erfahrung nach haben das Zwingerhunde, die ihre Verhaltensstörungen durch Selbstbeschädigung anzeigen. Da wären bei den Vereinen, die ich kenne, schon kritische Nachfragen fällig, bevor der Hund den Platz überhaupt zum Üben betritt.

    Mir fehlt ganz massiv, daß die Halter den Kopf gewaschen kriegen. Die Hunde stecken bis zur Verzweiflung in Haltungsbedingungen fest, die einen Mahatma Ghandi zur Militanz treiben würden, und während der Hund mit rabiaten Methoden gebrochen wird, bekommen die Besitzer das Verständnis und die liebevollen Erklärungen, die dem Opfer, dem Hund, eigentlich zustünden. Die Täter werden gehätschelt, das Opfer wird für seine aus Verzweiflung geborenen Auflehnung bestraft. So läuft das viel zu oft ab, nicht immer, aber häufig.

    Da fand ich "Domina Stilwell" besser, die keinen Hehl daraus gemacht hat, wo die Ursache für die häufigen angeblichen Verhaltensprobleme lagen. Nämlich bei den Besitzern! Und da gehörte angesetzt, und sähe ich, daß die mit Illusion-Collar, Würgen, Kicken usw. dazu gezwungen würden, verdammt noch mal endlich die Grundbedürfnisse hrer Hunde zu befriedigen, würde ich CM bedeutend milder beurteilen.

    Dann scheinst Du Deiner Meinung selbst nicht zu trauen, wenn Du fundierte Kritik nicht lesen willst. Aus Angst, doch ins Grübeln zu kommen?

    Im Übrigen bin ich kein Wattebäuschler und verteufle aversive Reize nicht von Grund auf. Mich widert es aber an, wenn sie z.B. so extrem unfair und überzogen dem Hund gegenüber eingesetzt werden. Es ist Machtmißbrauch, einen Hund so einzuschüchtern, und ihm vorher nicht mal durch einen Lernprozess die Chance zu einem alternativen Verhalten gegeben zu haben.

    Nicht mein Ding.

    Das ist kein negativer Stress. Aber ich schließe nicht aus, dass die Halter das Problem durch eine gute Ausbildung hätten kurieren können.Ihr lasst den Hund also am Halter hängen? :lol:

    Nö, wir lassen ihn gar nicht erst einbeißen! Wir provozieren und drangsalieren ihn nicht solange, bis er vorwärtsgeht.

    Und sollte ein Gast mit seinem Hund das "Problem" bekommen, was ich noch nie erlebt habe, dann würde sicherlich von uns geholfen und eingegriffen werden, der Hund dann aber garantiert nicht "unterworfen".