Ich finde zunehmend, daß es mir hilft, schneller eine Bindung zum Welpen aufzubauen, wenn ich ihn besucht habe. Gerade, wenn ich nach dem Tod eines Hundes wieder den Kopf freikriegen will für einen neuen Freund. Klar, Welpen sind alle herzig und süß, aber das tiefe Zusammengehörigkeitsgefühl stellt sich nach einem schmerzhaften Verlust nicht automatisch wieder ein, wenn ein Welpe einzieht. Das dauert seine Zeit, und ich sehe den Welpen eher als "meinen" an, wenn ich ihn vor Abholung schon 1 bis 3 mal besucht habe - abhängig von Entfernung und Züchter. Dann noch paar Bilder und Meldungen zum Hundekind, und ich profitiere mehr vom Kontakt, als der Hund.
Beiträge von Quarus
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Und offensichtlich liegt Dr. Distl auch nicht immer richtig

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A genetic assessment of the English bulldog | Canine Genetics and Epidemiology | Full Text
Zu C. Jung habe ich meine spezielle Meinung, nachdem ich die Verflechtungen von Petwatch/ Dortmunder Appell mit den wirtschaftlichen Interessen einiger Akteure nachvollzogen habe. Ebenso hat mich "Schwarzbuch Hund" fachlich enttäuscht.
Abgesehen davon stimme ich Prof. Distl weitgehend zu, was den Genpool angeht. Gerade bei den Möpsen wurde in den vergangenen Jahrzehnten eine historische Chance verpaßt, die "nasigen Ostmöpse" zur Regeneration der Rasse zu nutzen. Ich halte es durchaus nicht für unwahrscheinlich, daß sich Reste dieser Populationen noch fänden ließen, wenn man denn danach suchte! Da, wo keine excellente medizinische Versorgung möglich ist, überleben nur gesunde Hunde. Und das ist immer noch ein beträchtlicher Teil der Welt.
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Wie es bei den Dobermännern ist, da maße ich mir kein Urteil an. Aber was die Boxerzucht angeht, brauchen wir uns mit den Erfolgen nicht zu verstecken.
Das fachliche Beispiel bezüglich Frau Sommerfeld-Stur ist die Juvenile Nekropathie.
Und gegen fachlich überwachte Einkreuzung bin ich ganz gewiß nicht. Nur gegen beliebiges Rumgepansche mit Rassen, die weder in Exterieur, noch im Interieur Anknüpfungspunkte haben.
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Von total dagegen zu verpflichten ist ja dann doch noch ein weiter Weg

Nur weil die beliebige Doodelei nicht zugelassen wird, ist man nicht "total dagegen". Es wird eine wissenschaftliche Begründung und -begleitung gefordert, und das ist Voraussetzung eines jeden seriösen Zuchtprogrammes.
Und wenn es erste Ansätze gibt, diese Tippeltappelschritte, dann sind sie selten vom VDH initiiert, sondern eher hart erkämpft oder eine Rasse ist wirkich schon mehr oder weniger ausgestorben.
Ja, das ist wirklich sehr engagiert!Wenn Du da auf die unsägliche Toller-Kreuzungsgeschichte anspielst - kein Kommentar zu dieser Witzveranstaltung.
Natürlich, die eigentliche Anlaufstelle wäre der FCI
Wobei es mich immer wieder erstaunt, dass wir hier in Deutschland unkupierte Hunde züchten und ausstellen dürfen, obwohl der Standard dahingehend von den Ursprungsländern noch nicht abgeändert wurde.

Beim Export solcher Hunde in das Ursprungsland wird oft genug der Standard wieder ganz schnell hergestellt...leider. Umgekehrt ist es bedeutend schwieriger geworden, internationalen Zuchttieraustausch zu realisieren und züchterisch zusammenzuarbeiten - im Interesse eines möglichst großen Genpools.
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In deinen Träumen vermutlich...
Ich empfehle generell auch dieses BuchDanke, ich kenne Frau Sommerfeld-Stur aus einer Veranstaltung meines Rassevereines. In der Fachdiskussion mit Prof. Distl von der TiHo Hannover hat sie da nicht gerade eine glückliche Figur gemacht und ist weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben, was Sachkenntnis in konkreter Vererbung angeht.
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Was genau "verpennt" der VDH da? Soll er als Verband den angeschlossenen Rassehundzuchtvereinen per UKAS regelmäßige Einkreuzungen zur Pflicht machen? Das stelle ich mir besonders bei den Rassen, deren Standard durch andere Staaten geführt wird, lustig vor. Und das sind die allermeisten....
Im Gegenteil gehört der VDH weltweit zu den wenigen Verbänden, die die richtige Richtung einschlagen. Skandinavien macht da auch was, aber dann wird die Luft schon dünn, wenn man auf Länderebene schaut.
Tippeltappelschritte unter wissenschaftlicher Begleitung sind aber eben weniger sexy und weniger medienwirksam, als "große Sprünge" anderer Verbands"tiger", die dann oft genug als Bettvorleger enden!
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Erst mal managen und dafür sorgen, daß kein Mensch in Gefahr gerät. Dazu Situationen vermeiden, in denen er diese Territorialität oder Überforderung bei Unterschreitung seiner Individualdistanz zeigt. Nicht mehr im Garten ans Tor lassen, nicht mehr in die Stadt und ins Restaurant mitnehmen, damit sich dieses Verhalten nicht verfestigen kann. Keine Gartenparties mehr mit ihm.
Dann muß die Ursache herausgefunden werden: welche Rasse/Mischung ist er? Gibt es einen Bezug zu seiner Haltung? Unsicherheit? Das kann nur ein erfahrener Hundetrainer beurteilen, nicht der/die Hundeschulbetreiber, die seit 2 Jahren einen eigenen Hund haben und jetzt die Nachbarn mit ihrer "Kompetenz" beglücken wollen. Vielleicht gibt es Tips zu guten Trainern, wenn Du deine PLZ nennst.
Danach erst können Maßnahmen ergriffen werden, dieses Verhalten nach Möglichkeit abzustellen. Ein Patentrezept gibt es nicht.
Auf keinen Fall solltest Du noch lange abwarten, das "verwächst" sich nicht, Dein Hund wird jetzt endgültig erwachsen und es wird immer schwerer werden, diese sich aufbauenden Probleme abzustellen.
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Das Problem ist eben: Einen gut und überlegt gezüchteten Mischling findet man nicht so leicht.
Wäre ansonsten nämlich meine 1. Wahl.Jack Russel sind generell noch recht fit, werden ja auch noch nicht so lange VDH-mäßig gezüchtet.
Aus was soll der denn gezüchtet sein? Doch nicht etwa aus den schlimmen vdh-mäßig gezüchteten Hunden? Ein bißchen von den generationenlangen Monitorings der Rassehunde parasitieren?
Mein Chef hat einen recht gelungenen Mix aus Jack Russel und Foxterrier. Wirklich ein Hundchen mit harmonischer Optik und harmonischem Wesen. Nur leider vermutlich schwere PL.... vermutlich deshalb, weil dreibeiniges Laufen bei einem so gesunden Hybriden bloß eine blöde Angewohnheit sein kann, nie und nimmer könnte das auf eine erbliche Erkrankung hindeuten, nicht bei einem "gut und überlegt gezüchteten Hybriden", garantiert frei von VDH.
Solange bei Hybriden wie bei Rassehunden keine Selektion auf Leistungsfähigkeit durch Gesundheit erfolgt, wird auch das Gemische nichts bewirken. Ich empfehle da mal "Die Hundezucht" von Dr. Emil Hauck, erschienen 1932, der redet Klartext, was Selektion bedeutet. Schön ist das nicht....
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@AnnetteV, ich wollte gerade hyperventilieren wegen der Cattanach-Boxer, aber Du hast ja selber geschrieben, daß die Rassewahl Quatsch war. Aus dieser Linie will ich bestimmt keinen Hund! Hätte der Doc seine Mühe darauf verwendet, eine sinnvollere Einkreuzung zu einem besseren Zweck zu machen, als einen angeborenen Mutzschwanz zu erzeugen, könnte ich nur applaudieren. Schade um die Arbeit....
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Meine Güte, diese Spitzfindigkeiten...
Es gibt ein schönes Sprichwort "Was ich selber denk und tu', trau ich auch jedem andern zu!".
Danach gehend, welche Horrorfantasien manche User vom TE entkräftet haben möchten, müßte eher DEREN Hundehaltung mal unter die Lupe genommen werden!
Was jetzt alles schon unterstellt wurde... das ist schon interessant.
Ich finde die Hundehaltung mit Plan a,b,c wesentlich durchdachter, als einzig die Wohnungshaltung zu haben, gern noch mit Zimmerkennel, weil es ja soooo wichtig für den jungen Hund ist, bloß nicht zu viele Sinneseindrücke zu empfangen, damit er bloß nicht zu lebendig wird.