Beiträge von Quarus

    Weißt Du, was man da bei uns sagt?

    "Tölpelblut muß fließen!" :headbash:

    Wer seinen Hund in einen so hohen Streßlevel hievt, daß er im AFFEKT den HF beißt, den lassen wir garantiert nicht seinen Fehler noch am Hund ausleben. Dann paßt grundsätzlich was in der Ausbildung nicht, und das wird NICHT mit Würgen, Treten oder Tackern des Hundes behoben. :rotekarte:

    Der Hund muss den Stockbelastungen standhalten und darf erst ablassen, wenn der Helfer stillsteht oder der Halter ein Hörzeichen gibt. Manchmal klappt das nicht ;).

    Doch, das klappt. Nach 20 Jahren Schutzhundesport habe ich weiß gott genug Hunde gesehen und mit eigenen gearbeitet, um sagen zu können, daß auch in hohem Erregungslevel ein sauber aufgebautes "Aus" funktioniert. Bei starken Hunden muß man auf den stringenten Aufbau halt mehr Wert legen und darf sich nicht am unkontrollierten Beißbeiß aufgeilen. Ich habe und hatte Hunde, die für ihr Leben gern durchgebrochen wären und die den Kampf über alles lieben, und auch die mußten nie eine Behandlung erfahren, wie sie CM allen möglichen Hunden "angedeihen" läßt.

    Ich reduziere beim alten Hund die bisher tolerierbaren zeitweiligen Proteinüberschüsse strikt. Bei wirklich hochverdaulichem Eiweiß komme ich durchaus auch auf ein Verhältnis 40:60, wobei das Fleisch, Fisch, Ei, Milchprodukte dann vom Feinsten sind, nötigenfalls auch gekocht werden. Alles, damit Das Verdauungssystem und die Stoffwechselorgane so wenig wie möglich einer Überlastung ausgesetzt werden.

    Ich mache aber noch mehr, ich vermeide diese Überschüsse und Überlastungen während des gesamten Hundelebens. Da gibt es bei einer Frischfleischschwemme mal einen oder zwei Tage dolle Fleisch, dann kommt aber auch mal ein fleischloser Tag dran. Diese Elastizität bei der Fütterung nimmt aber mit dem Alter schleichend ab. Im Schnitt bin ich mit 50:50 bei vollkräftigen Hunden immer gut gefahren. Dafür waren Leber und Nieren beim alten Hund immer noch leistungsfähig.

    Und je älter der Hund, desto vorsichtiger bin ich mit Knochen. So alten Hunde wie Deine würde ich dem Risiko einer Knochenfütterung nicht mehr aussetzen.

    Was waren denn die Gründe für die Disqualifizierungen?

    Wir hatten ein sehr schönes LG-Ausbildungswochenende in Bayreuth. Die Gruppe hat ales prima vorbereitet, man konnte sich mit den Sportfreunden auch weiter entfernt beheimateter Gruppen super austauschen und sich für den eigenen Hund Rat holen. Dazu noch ein halbes Dutzend Schutzdiensthelfer und konstantes Wetter, es blieben keine Wünsche offen.

    Die DM werde ich mir demzufolge auf WD angucken.

    Aber Du hast in Bio schon mitgekriegt, daß die Hälfte der Erbanlagen von der Mutter kommt? Ein HD-freier Vater reicht da nicht aus. Das Risiko wirst Du wohl sehenden Auges eingehen müssen, wenn Du einen dieser Welpen nimmst!

    Davon abgesehen, ein TA, der so junge Welpen impft, die vorher nicht ein Mal entwurmt wurden - auf dessen Sachverstand würde ich keine 5 Cent geben. Meiner würde das nicht machen! Die Welpen werden mit ziemlicher Sicherheit Spulwürmer haben, und da eine Impfung draufsetzen - das macht man nicht, um den Welpen was Gutes zu tun, sondern rein zur Käuferberuhigung, damit die bereitwilliger das Geld abdrücken.

    Naja, der Drops ist gelutscht, kann man nur hoffen, daß trotz gewisser böser Vorahnungen alles einigermaßen gut ausgeht.

    Ferkel sind keine 4 Wochen alt, wenn sie kastriert werden. Sie bekomme nicht mal eine Betäubung. Da die Hunde aber betäubt werden, würde ich das wohl nicht als Tierquälerei abstempeln, zumal gerade Welpen relativ schnell vergessen.
    Das Tierschutzgesetz ist nicht betroffen, da die Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung als Rechtfertigungsgrund genügt.

    Und was soll uns das jetzt sagen? Außer "schlimmer geht immer". Wenn bei Nutztieren das ethische Niveau niedriger ist, rechtfertigt das dessen Absenkung auch im Heimtierbereich? Ich würde eher denken, daß Welpen nicht frühkastriert gehören UND Ferkel entweder nicht kastriert werden (züchterisches Problem des unausprechlichen Ebergeruches beim schlachtreifen Schwein) oder die Kastration tierschonender gestaltet werden muß. Daran wird imnmerhin gearbeitet - da muß man nicht die Welpenkastration mit einem abzustellenden NOCH größeren Übel relativieren.