Beiträge von Quarus

    Zweimal also.

    Das ist natürlich so hochsignifikant, daß da gleich eine Gesetzmäßigkeit abgeleitet werden muß: Mops bzw. Bulldoggen-Halter = Behinderte Kinder-Hasser.

    Wieder mein Vorschlag: können wir nicht bei den Fakten bleiben und auf das Schüren von Vorurteilen verzichten?

    Von der Liebhaberei von Mops und Co auf die gleichzeitige Ablehnung behinderter Kinder zu schließen, finde ich gelinde gesagt eine sehr selbstgerechte Behauptung. Wird den bösen Mopshaltern gleich noch was angedichtet.

    Könnten wir nicht lieber bei den Fakten bleiben?

    Guck Dir mal die Boxer an. Ich habe mit einer Hündin im Alter von 15 Jahren angefangen und das hat prima gepaßt. Ein aktiver, verspielter, anhänglicher Hund, der für jeden Mist zu begeistern ist und auch Anfängerfehler verzeiht, sofern er genügend Beschäftigung und Familienanschluß hat.

    Jetzt hab ich doch ein bißchen heulen müssen. Aus Deinen Zeilen sprach soviel Kummer, und diesen Kummer kenne ich nur zu gut....

    Eine Freundin hat vor wenigen Tagen ganz unverhofft ihren Schäferhund an Leukämie verloren, und auch das war ganz furchtbar.

    Sei Dir sicher, daß wir Dich verstehen und mit Dir um unsere gegangenen Lieblinge trauern.

    Nein, es wird nicht leichter. Und doch hast Du wieder die Kraft gefunden, ein weiteres kleines Fellherz aufzunehmen. Ich möchte Dir viel Freude mit ihm wünschen, die es wert sein läßt, den Abschied auch erleben zu müssen.

    Solange in dem o.g. Futter das Protein überwiegend aus Erbsen und Kartoffeln stammt, würde ich mir über zu hohe Proteinwerte bei höherem Madengehalt keine Gedanken machen. Da ist noch viel Spielraum zur Anpassung da. Erbsen und Kartoffeln einzusetzen, ermöglicht eben eine erhebliche Kostensenkung.

    Zu dem Medikamenteneinsatz: ist ja in der Shrimps-Massenproduktion mittlerweile berüchtigt und kann zumindest nicht mit dem Medikamenteneinsatz bei der Erzeugung von Rind- oder Schaffleisch verglichen werden. Allenfalls in der Geflügel- und bedingt in der Schweinemast werden prophylaktisch auch Medikamente eingesetzt.

    Die industielle Insektenproduktion wird aber auf vergleichbarem Raum mit ganz anderen Größenordnungen an Tieren als die Rindermast operieren und demzufolge genau dem Krankheitsdruck ausgesetzt sein wie die Shrimpsproduktion. Es werden bei solchen empfindlichen Systemen auch extrem genormte Haltungsbedingungen gesichert werden müssen, was den Einsatz von irgendwelchen Rest/Abfallstoffen in wechselnder Qualität und Zusammensetzung ausschließt. Am Ende wird dann eben wieder eine Konurrenzsituation zur menschlichen Nahrungsmittelerzeugung stehen - weil dann das Getreide statt in den Schweinemagen eben in den Insektenmagen gelangt. So, wie Fische gefangen werden, die zu Fischmehl verarbeitet und an Zuchtfische und Shrimps verfüttert werden. Der ökologische Fußabdruck dürfte sich dann deutlich dem bei der heutigen Fleischerzeugung angleichen, zumal, wenn die biologische Wertigkeit der erzeugten Nahrung und nicht nur die reine Quantität beurteilt wird. Das Problem der anfallenden Kotmengen besteht natürlich auch...

    Ich betrachte die Insektenproduktion zu Nahrungszwecken eher als Nischenprodukt und fürchte mich vor den Konsequenzen, sollte sie aus kurzsichtigen ökologischen Gründen plötzlich politisch gepusht werden wie "Biodiesel" (Urwald zu Palmölplantagen) oder "Biogasanlagen" (Maismonokulturen) oder "Windenergie" (Zerstörung von Lebenräumen).

    Hätte ich einen Einhoder, würde ich auch nur den Innenliegenden entfernt haben wollen. Bei meiner Rasse wurde immer komplett kastriert, weil sich in der Vergangenheit, vor 100 Jahren, leider zu viele Einhoder züchterisch betätigten und diese Anomalie sich über diese Rüden dann in der ganzen Rasse verbreiten konnte. Gegen dieses Erbe kämpfen wir heute noch durch aufwändige Zuchtprogramme.

    Heute sehe ich diese Gefahr nicht mehr, daß Einhoder unter kontrollierten Bedingungen zum Zuchteinsatz kommen, und würde zur Aufrechterhaltung des hormonellen Gleichgewichtes den zweiten, normalen Hoden belassen.

    Ich weiß noch, als ich vor fast 20 Jahren mit meinem damals jungen Claudio zur freiwilligen Herzuntersuchung kam und eine Aortenstenose festgestellt wurde - da ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Nie hätte ich damit gerechnet! Der TA riet mir von Hundesport und anderen Belastungen ab und wollte keine Prognose abgeben.

    Ich bin wie in Trance nach Hause gefahren und habe erst mal Bücher gewälzt und das Internet bemüht. Dabei kam raus, daß mein Hund eine miniminimalste Überschreitung des Grenzwertes der Fließgeschwindigkeit von Herz 0 zu Herz 1 hatte. Wirklich quasi die Stelle hinter dem Komma. Später wurde durch das CC dieser Wert korrigiert und liegt jetzt im Bereich von Herz 0. Damals war ich erst mal am Boden zerstört.

    Claudio hatte niemals Probleme, bis dann im hohen Alter das "Altersherz" sich mit Herzschwäche bemerkbar machte. Leber und Niere waren in Ordnung, ich konnte ihm noch ein gutes halbes Jahr mit ACE-Hemmer usw. schenken. Dazu gab es Taurin, L-Carnitin, Selen, B-Vitamine und generell schmackhafte, nährstoffreiche und leicht verdauliche Kost.

    Was in den erfahrenen TA gefahren ist, mir so eine Horrorprognose zu stellen, weiß ich bis heute nicht....

    Da fällt mir wieder die VOX-Doku von gestern aus der Tierklinik ein, wo ein alter Dackel mit schwersten Symptomen zur Untersuchung kam und sich herausstellte, daß die Besitzer seit 2 Jahren von der Herzerkrankung ihres Hundes wissen, aber zu bequem waren, ihrem ach so geliebten Hund die Medikamente zu geben. Sich aber dann mit dem apathischen, ewig aufgeschwemmten Hund einen Untersuchungsmarathon gönnen, der heftig Kosten verursachte, um nach Ausschluß von Milztumor etc. WIEDER gesagt zu bekommen, daß es der Hündin besser ginge, wenn regelmäßig ihre Herzerkrankung behandelt würde!

    O Mann.