Ich weiß noch, als ich vor fast 20 Jahren mit meinem damals jungen Claudio zur freiwilligen Herzuntersuchung kam und eine Aortenstenose festgestellt wurde - da ist eine Welt für mich zusammengebrochen. Nie hätte ich damit gerechnet! Der TA riet mir von Hundesport und anderen Belastungen ab und wollte keine Prognose abgeben.
Ich bin wie in Trance nach Hause gefahren und habe erst mal Bücher gewälzt und das Internet bemüht. Dabei kam raus, daß mein Hund eine miniminimalste Überschreitung des Grenzwertes der Fließgeschwindigkeit von Herz 0 zu Herz 1 hatte. Wirklich quasi die Stelle hinter dem Komma. Später wurde durch das CC dieser Wert korrigiert und liegt jetzt im Bereich von Herz 0. Damals war ich erst mal am Boden zerstört.
Claudio hatte niemals Probleme, bis dann im hohen Alter das "Altersherz" sich mit Herzschwäche bemerkbar machte. Leber und Niere waren in Ordnung, ich konnte ihm noch ein gutes halbes Jahr mit ACE-Hemmer usw. schenken. Dazu gab es Taurin, L-Carnitin, Selen, B-Vitamine und generell schmackhafte, nährstoffreiche und leicht verdauliche Kost.
Was in den erfahrenen TA gefahren ist, mir so eine Horrorprognose zu stellen, weiß ich bis heute nicht....
Da fällt mir wieder die VOX-Doku von gestern aus der Tierklinik ein, wo ein alter Dackel mit schwersten Symptomen zur Untersuchung kam und sich herausstellte, daß die Besitzer seit 2 Jahren von der Herzerkrankung ihres Hundes wissen, aber zu bequem waren, ihrem ach so geliebten Hund die Medikamente zu geben. Sich aber dann mit dem apathischen, ewig aufgeschwemmten Hund einen Untersuchungsmarathon gönnen, der heftig Kosten verursachte, um nach Ausschluß von Milztumor etc. WIEDER gesagt zu bekommen, daß es der Hündin besser ginge, wenn regelmäßig ihre Herzerkrankung behandelt würde!
O Mann.