Beiträge von Quarus

    Bei mir ändert sich nix. Ich liebe Boxer und mag Hundesport, das paßt beides zusammen. Gerade komme ich aus dem Urlaub von der Ostsee, und da habe ich wieder gemerkt, wie problemlos und anpassungsfähig mein Hund ist. Genau so einen will ich irgendwann (hoffentlich erst in vielen Jahren) wieder.

    Bei "Schlund" klingeln bei mir immer leise die Alarmglocken - Schilddrüse?

    Solchen undefinierbaren Mixen stehe ich aus zweierlei Gründen skeptisch gegenüber: erstens kann man in der Mischung die einzelnen Anteile nicht genau nachprüfen und muss sich blind auf die Angaben verlassen. Zweitens ist es ein Einheitsfutter, das nicht im Mindesten auf die Individualität des Hundes eingegangen wird.

    Somit vergibt man sich wichtige Vorteile des BARF gegenüber normalem Futter, ob trocken oder naß.

    "Änderungen des Standards
    Nachfolgend veröffentlichen wir die Neufassung des geänderten Standards des Deutschen Boxers, FCI-Nr. 144, wie vom BK am 10.05.2006 beantragt und von der FCI am 01.04.2008 publiziert.
    Wir weisen im besonderen darauf hin, dass die kupierte Rute auf Weisung der FCI nicht ausdrücklich als "Fehler" gekennzeichnet wird, das bedeutet, dass in Ländern ohne Kupierverbot bzw. ohne entsprechende Verordnungen, kupierte Ohren und Ruten akzeptiert werden, also nicht benachteiligt werden dürfen.
    F.C.I.-Standard Nr. 144 / 09.07.2008 / D
    Deutscher Boxer ........ "


    Quelle

    Das war der Kompromiß, der mit den weiter kupierenden internationalen Verbänden ausgehandelt wurde. Und dahin war es ein langer Kampf, der schon vor dem Kupierverbot begann.


    UK ging einen anderen Weg und versuchte, schwanzlose Boxer zu züchten (Steynmere Boxers). Hunde dieser Abstammung bekamen in D Zuchtverbot, um zu verhindern, daß diese Anomalie und in ihrem Gefolge Semiletalfaktoren eingeschleppt werden. Leider fanden sie aber in Skandinavien Verwendung.


    Es ist mir im Prinzip egal, ob und wie das von Außenstehenden beurteilt wird. Das die am Spielfeldrand Stehenden es immer besser wissen, ist ja eine bekannte Erscheinung.


    Wenn Du nicht mehr als Plattitüden auf Lager hast....

    Oder ich tue Dir unrecht, und Du KANNST einfach nicht mit mehrdimensionalen Problemen umgehen. Dann bitte ich um Verzeihung.

    Das hat bewirkt, dass für einen großen Teil der jüngeren Leute der Dobermann und Boxer mit Schlappohr/Knickohr und mit langer Rute das allgemein akzeptierte Normalbild ist, dass man sie im Straßenbild inzwischen häufiger sieht als kupierte Hunde und dass man die kupierten zumindest in seriösen Zuchten im VDH und auf deutschen Ausstellungen nicht mehr findet.Das manche Leute trotzdem noch umbedingt kupierte Hunde wollen und nen Weg dazu finden, ändert daran nix.
    Wenn man soweit bei manchen Extremformen in der Zucht erstmal gekommen wäre, wäre schon viel gewonnen.

    Es wäre allemal eleganter und die Züchter bzw die Vereine und der Verband wären glaubwürdiger, wenn sie von selber Veränderungen anstoßen und umsetzen würden, ohne dass ihnen jemand von oben dazwischenfunken bräuchte.
    Ist halt ein bisschen ironisch, wenn man für sich in Anspruch nimmt, DIE Autorität in Sachen Hundezucht zu sein, wo eigentlich jeder nen Hund kaufen sollte der nicht an nem TS-Hund interessiert ist, aber dann bei tierschutzrelevanten, zuchtbedingten Missständen nicht von selber in die Puschen zu kommen.


    Ich denke auch, es würde besser funktionierten, wenn Hundezüchter selber sowas in die Hand nehmen würden ohne dass ihnen jemand was diktiert, weil sie halt immer noch ihre jeweilige Rasse besser kennen als jeder Außenstehende und eben die praktische Zuchterfahrung haben.
    Aber wenn kein Bewusstsein bzw keine Selbsterkenntnis da ist, dass was zu tun wäre, dann geht das halt nicht.

    Das klingt alles so pillepalle, als ob es nur an ein wenig gutem Willen gemangelt hätte!

    In Wirklichkeit ging es um die Existenz der Rasse. Weil mittlerweile in fast allen Ländern Boxer gezüchtet werden, und fast alle Länder andere Probleme als ein Kupierverbot haben, stand der Boxer kurz vor der Rasse-Spaltung in unkupierter "Deutscher Boxer" und selbstverständlich kupierter "Europäischer Boxer". Infolge des Kupierverbotes brachen die Welpenzahlen im VDH dramatisch (um 50%) ein und begann der eigentliche Welpentourismus aus Ungarn, Serbien etc. Sie haben sich nie wieder richtig erholt. Zwangsläufig wurden auf Leistung und Gesundheit selektierte, alte deutsche Linien geschwächt bis notgedrungen wegen Absatzproblemen aufgegeben. Traditionszwinger mit jahrzehntelangem Wissen mußten die Zucht einstellen. Der Einfluß des Boxerklubs auf assoziierte Zuchtvereine anderer Länder wurde geringer, somit auch die Möglichkeit, auf Wesen, Leistung und Gesundheit größeres Augenmerk zu legen, als auf Showerfolge. In der ATIBOX geben jetzt andere Länder den Ton an und bestimmen die Richtung, in die sich die Rasse entwickelt. In Italien, Frankreich, Spanien, Ungarn, ja Serbien und Kroatien werden weitaus mehr Boxer gezüchtet, als im Heimatland, von den USA und GB ganz zu schweigen. In D wird jetzt zwar nicht kupiert und werden alle möglichen Untersuchungen und Leistungsnachweise gefordert, aber damit stehen wir weitgehend isoliert da. Die kleiner gewordene Zuchtbasis ist auf Auslandsimporte angewiesen, mit denen sich die Zucht trotz aller Selektion immer wieder Krankheitsträger einschleppen kann. Die Ausstellungen international werden seit Jahren von ausländischen Zuchten dominiert, vollkupiert, aber ohne Gesundheitsnachweise, dafür Inzucht ohne Ende. Die wachsen, wir schrumpfen.

    DAS sind die Konsequenzen eines Kupierverbotes, nicht, daß irgendwelche Züchter "nicht in die Puschen kommen" wollten. Diese Entwicklung war nämlich absehbar. Es war ein Kampf, der auf Messers Schneide stand, und nur mit Waffenstillstand ausging, als beschlossen wurde, im Standard kupierte und unkupierte Hunde zuzulassen.

    Und als ob das nicht genug ist, werden die Bemühungen um Transparenz in gesundheitlichen Fragen durch Monitoringprogramme und Zuchtwertschätzungen landauf, landab in allen Hundeforen zu Todesanzeigen der Rasse umdefiniert.

    Die Rassezuchtvereine werden gern als ein bißchen blöde dargestellt, weil es doch ach so einfach ist, per Dekret den Züchtern Befehle zu erteilen. Aber gerade, wenn sie aus mehr als Oma, Opa, Tante und Onkel bestehen, die sich Montag einen e.V. haben eintragen lassen, um Freitag "Papiere" drucken zu können, muß so was Lästiges wie "Demokratie" berücksichtigt werden, die dazu führen kann, daß verschiedene Interessen einen Konsens finden müssen.

    Im Fall des Kupierens wird "am deutschen Wesen" die Welt jedenfalls nicht genesen.