Beiträge von Quarus

    Der Schutzdienst ist züchterisch ja auch z.B. für Triebwechsel, Führigkeit in Extremsituationen, kurz Impulskontrolle und Frustrationstoleranz wichtig. Und verlangt einen hochleistungsfähigen, gesunden Körper über eine lange Ausbildungs- und Prüfungszeit hindurch.

    Wenn Hunde nicht mehr auf ihr Verhalten bei Belastungen getestet und züchterisch selektiert werden, nimmt die Belastungsfähigkeit zwangsläufig über die Generationen ab. Endstadium des körperlichen Verfalles sind die Extremformen der Qualzuchtdiskussion. Genauso schlimm ist in meinen Augen der mentale Verfall, wenn Hunde kaum noch streßfrei oder angstfrei leben können, von Arbeit mit dem Menschen nicht zu reden.

    Vereine außerhalb des VDH, die Arbeitseigenschaften als Grundlage der umfassend gesehenen Rassegesundheit fördern, sind auf jeden Fall überlegenswert, wenn es um einen Welpenkauf geht. Wo nur Blabla und Wischiwaschi statt glasklarer, belegbarer Regelungen dazu existieren, verschwende ich keinen zweiten Gedanken dran. Der IHV scheint zur zweiten Kategorie zu gehören.

    Was denkt sich der Arzt, Euch so grundlos zu verunsichern? Ja, es besteht ein geringes Risiko einer Allergie, so wie es geringe Risiken auf noch 100 andere Fälle des Lebens gibt. Kein Mensch würde die alle auf bloßen Verdacht hin vermeiden können!

    Wenn keine starke Disposition zu Tierhaarallergien in Euren Familien besteht, wäre das für mich kein Grund für schlaflose Nächte.

    Und wie oft die "Allergie" vorgeschoben wird, um sich eines lästig gewordenen Haustieres zu entledigen, kann man nur spekulieren...

    Hast Du versucht, ein Spiel nur mit Dir, ohne Spielzeug, zu etablieren? Das kann man ohne großes Hochfahren auch zuhause aufbauen, in einer entspannten Atmosphäre, aus einem innigen Knuddeln heraus zum Beispiel auf dem Fußboden.

    Bei solchen Hunden würde ich nicht zu hektische, eher körperbetonte Spiele anbieten, die das Vertrauen in den Gegenpart aufbauen und den Focus auf den Sozialpartner richten, nicht auf Wegschmeißen und Alleineamüsieren. So mache ich das mit neuen Welpen, und erst wenn das Kleinteil begriffen hat, daß ich der Quell aller Freude bin, beziehe ich Spielzeug ein. Alte Handtücher zum Zergeln z.B., an denen ich aber sofort das Interesse verliere, wenn Hund sie für sich beansprucht. Dann spiele ich eben mit einem anderen Handtuch für mich weiter.... bis mein Hund aufmerksam wird und sich wieder mir zuwendet, dann spielen wir wieder zusammen. Immer bei mir und mit mir findet der Spaß statt, dann kann ich darauf aufbauen und später die Ablenkung draußen langsam einbeziehen.

    Kommt aufs Freßchen an. Es wird alles gefressen, aber bei Fleisch habe ich die Sättigung noch nie erreicht. Da hätte jeder meiner Hunde bis zum Platzen gefressen. Vegetarisches erreicht wirklich die Sättigung bei noch normalen Mengen.

    Wenn die Omma aber weiß, daß sie gar keinen Enkel hat (und soviel kritisches Wissen erwarte ich eigentlich schon von einem mindestgebildeten Mitteleuropäer, jetzt auf obskure Heilsversprechen bezogen), und trotzdem glaubt, ihr sei ein Enkel plötzlich vom Himmel gefallen - tja, dann will sie wohl betrogen werden....

    Ich vermute auch, daß die Hauptmotivation die Medienpräsens ist. Hier ist der "Problemhund" das Transportvehikel, in anderen Sendungen das Tanz-/Nichttanzvermögen, Sportlichkeit/Nichtsportlichkeit oder bei totaler Verzweiflung prostituiert man sich im Dschungelcamp.

    Problemekens, die jeder Dorfhundetrainer anpacken könnte, seien wir doch mal ehrlich, warum wird da wohl der Rütter hingeschickt....

    Ich sehe das etwas anders. Entweder Rohfuttermahlzeiten (gerade mit Knochen!) regelmäßig geben, damit der Magen sich in Ruhe anpassen kann und nicht überfordert wird, oder einfach zum normalen Futter immer mal ein Löffelchen leicht verdauliches Frisches druntermischen. Einmal wöchentlich dem Fertigfuttermagen immer was lomplett Fremdes vorsetzen, bringt außer Verdauungsbeschwerden nichts. Knochenverdauung muß ein Hund lernen, das geht nicht im Hauruck-Verfahren. Keinesfalls einmal wöchentlich ein splittriges Hühnerbein! Und wenn es ein Junghund ist, würde ich auch alles, was über höchstens 10 % der Gesamtfuttermenge liegt, von den Nährstoffen her etwas ausbilanzieren. Sonst hast Du keinen Überblick mehr, was Du eigentlich an Nährstoffen und Mineralstoffen/Vitaminen wirklich so dem Hund fütterst. Man verschätzt sich nämlich gar leicht....

    Beim erwachsenen Hund, der seine Erfahrungen mit allen möglichen Futterarten gemacht hat, kann man das durchaus lockerer sehen (Ausnahme Knochenfütterung), beim Junghund bis ich da vorsichtiger.