Ein wichtiges Zeitfenster für den Mops hat sich erst vor etwa 20 Jahren geschlossen. Da hatten mämlich die grauen (nicht schick apricotfarbenen) DDR-Möpse (mit Nase) ihr maximales Zuchtverwendungsalter erreicht.
Ich habe kurz danach im Internet eine Retromopszüchterin, die mit Einkreuzungen von Beagle und Jack Russell begann, gefragt, warum nicht auf diese und andere Populationen von Nasen-Möpsen aus dem ehemaligen Ostblock zurückgegriffen wurde, um schnell wieder Nase in den West-Mops zu bekommen?
Eine Antwort habe ich nie erhalten....
Entweder war den Rückzüchtern gar nicht bekannt, daß vor ihrer Nase gesunde Möpse in Resten existierten, es war ihnen nicht schick genug, aus "miefigen DDR-Altbeständen" den modischen West-Mops zu verbessern, oder die Kreuzung mit einem angesagten Jack Russell versprach besseren Absatz der Welpen.
So oder so, ein Ruhmestat der Kompetenz oder noblen Absicht liess sich aus dieser Fehlentscheidung nicht ableiten. Und daher bin ich skeptisch, wenn 15 Jahre nach diesem Gespräch offensichtlich trotz aller alternativen Zucht und Kreuzerei die Mopsnasenproblematik weiter besteht.
Da 3/4 aller Möpse, äußerst vorsichtig geschätzt, außerhalb des VDH gezüchtet werden, wo sich doch die wahren Hundefreunde und Idealisten versammeln (Ironie), finde ich den Ruf nach der "Verantwortung des VDH" einfach nur heuchlerisch.
Erst das ewige Lamento, was der VDH sich doch anmaßen täte (Skandal! Monopol! Unterdrückung! Geldmacherei! Mafia!) und wenn er sich raushält, das Lamento, er wäre doch trotzdem irgendwie moralisch verpflichtet.... wie's gerade in den Kram paßt. Nur nicht selber was mit der Macht von 3/4 der Mopszüchter auf die Beine stellen. Tja....