Die Kleine braucht Zeit. Der ist gestern die ganze Welt zusammengebrochen. Hausleine finde ich gut, Spielzeug und Kauzeug finde ich gut, Ruhe im Haus finde ich gut.
Vor allem braucht sie jetzt Geduld und Nachsicht, nicht zu verwechseln mit Inkonsequenz. Unerwünschtes Verhalten dürft Ihr gern abbrechen (besser umlenken mit Kauzeug etc.), aber ohne gebetsmühlenartiges "Neineinnein", Ausausaus" oder "Pfuipfuipfui" - ich sage das nicht, weil Ihr das so macht, sondern weil ich es in ähnlichen Fällen bereits erlebt habe. Und der Geduldsfaden dann eben schnell gerissen ist, wenn die ganzen Verbote nichts fruchteten.
Das Grobmotorische ist ziemlich rassemischungstypisch, ohne mal einen blauen Fleck oder Kratzer wird es wohl nicht abgehen auf Dauer, das würde ich den Kindern auch klipp und klar sagen, es ist keine Böswilligkeit und auch nix, was durch Erziehung von jetzt auf gleich abstellbar ist.
Ich würde eine klare Trennung zwischen Drinnen und Draußen aufbauen: draußen durchaus Toberei (braucht so ein Junghund und fördert die Bindung und das Vertrauen), drinnen Kuscheln und Ruhe. Konsequent, was bedeutet, daß auch von den Kindern keine Spielaufforderung/Provokation im Haus ausgehen darf. Schwer umzusetzen, vermute ich. Und wer weiß genau, weshalb der Junghund im stressigsten Alter aus einem Haushalt mit mehreren Kindern wohl abgegeben wurde; bestimmt nicht, weil das Zusammenleben so easypeasy war... das kommt noch obendrauf.
Das ist für die nächsten Wochen eine echte Aufgabe, ich wünsche Euch viel Geduld und Verständnis!