Beiträge von Quarus

    Ich hatte immer sehr aufgeschlossene, freie Welpen. Aber Spaziergänge in die Umgebung habe ich erst begonnen, als die Kleinen mir als neuer Bezugsperson vertraut haben und ihr Heim voll angenommen hatten.

    Es bringt doch nix, einem durch die Trennung von Mutter und Geschwistern eh schon verunsichterten Welpen noch x neue Veränderungen zuzumuten. Der kleine Kopf arbeitet auch so schon auf Hochtouren, ein kleiner, ruhiger Garten und die Wohnung reichen in der ersten Woche vollkommen aus als Neuland.

    Hunde ernähren sich in unseren Breiten seit vielen Jahrhunderten nicht mehr aus eigener Jagd. Der pflanzliche Anteil am Barfen ist einfach der Tatsache geschuldet, daß in der Geschichte Europas Hunde von dem leben mußten, was verfügbar war und die Menschen erübrigen konnten. Das waren hauptsächlich pflanzliche Nahrungsmittel, und deshalb gibt es viele Hunde, die einen wechselnd großen Anteil davon im Futter nicht nur tolerieren, sondern direkt brauchen.

    Die Erklärung mit dem Mageninhalt versucht nur eine Logik herzustellen, die es meines Erachtens so nicht gibt.

    Also stellen wir fest, es wurden keine Rassen unterm VDH wieder zusammengeführt, nur getrennt in den letzten 100 Jahren.

    Der VDH dürfte das nicht, nur bei der FCI anregen. Zumal, wenn unterschiedliche Patronatsländer betroffen sind, dürften nationale Befindlichkeiten den Rassezusammenführungen entgegenstehen.

    Ich kann mich aus meiner Kindheit an Wolfsspitze erinnern, da wurde von den Besitzern nicht viel gepflegt oder erzogen. Es waren robuste, langlebige, anspruchslose Hunde. Wäre schade, wenn der altdeutsche Typ verschwinden würde. Schön, dass er noch seine Liebhaber hat!

    Schlimm. Da baust Du einen vielversprechenden Hund über Jahre auf, steckst unendlich viel Arbeit und Nachdenken rein, verfährst tausende Kilometer und verbringst einen Grossteil Deiner Freizeit mit dem Hundesport in irgendeiner Form - und dann schlägt das Schicksal zu.

    Aber nicht zu ändern. Auf jeden Fall finde ich es gut, daß Du Hilde jetzt nicht "verheizt", sondern als Konsequenz eben notgedrungen aufhörst, bevor der Schaden ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Da blutet einem das Herz, ich kann das nachvollziehen. Ich hatte mal eine wunderbare Hündin, die hat gearbeitet wie nur was, es war herrlich, mit ihr zu trainieren, sie war leistungsbereit ohne Ende, und was kam: Spondylose. Ich habe auch aufgehört, aber auch für meine Sarah war es hart, nicht mehr richtig arbeiten zu dürfen.

    Ich hoffe, Du findest für Hilde eine Beschäftigung, die das angeschlagene Knie nicht zu stark belastet und Euch beiden Spaß macht!

    Und ein bißchen glaube ich noch an ein kleines Wunder, sei es Spontanheilung oder Behandlung....

    Nein der Keeshound und Wolfsspitz waren immer eine Rasse und auch nach Diskussionen die Rasse wieder zu trennen wurde dies zum Glück abgelent.
    Der Phalène und der Papillon sind getrennte Rassen, können jedoch anhand der Ohrenhaltung dann umgetragen werden.
    Beim belgischen Schäferhund ist es Mmn ähnlich, da können Tervuerennin Mali Würfen fallen und andersherum.
    Brim Spitz kann man Zwerg zu Kleinspitzen umschreiben lassen wenn sie zu groß werden.

    Gab es für Keeshond und Wolfsspitz nicht unterschiedliche FCI-Standarts und Patronatsländer? Ich hatte da was in Erinnerung...

    Da kommen wohl mehrere Komponenten zusammen:

    die Rassemischung kann zu leicht erregbaren, etwas unsicheren Welpen führen

    die Mutter selbst ist unsicher und gibt das an ihre Welpen weiter, verstärkt natürlich, wenn der Familienverband so lange zusammenbleibt

    der Junghund hat noch nicht viel von der Welt gesehenund ist leicht überfordert

    "ängstliche Phase" wird bei vielen Junghunden beschrieben

    der Wechsel in eine neue Umgebung mit neuen Bezugspersonen

    Das sind einige Möglichkeiten, warum Euer Hund so reagiert. Wahrscheinlich ist es ein Gemenge.

    Ich würde mich darauf einstellen, daß diese Baustelle doch längere Zeit der Bearbeitung bedarf. An erster Stelle steht für mich das Vertrauen, auch Dein Partner muss es sich verdienen. Er sollte bevorzugt Sachen machen, die der Kleine positiv verknüpft, wie Futter hinstellen, Spielangebote, Spaziergänge. Sich einfach liebevoll mit dem Zwerg beschäftigen und sich nicht frustrieren lassen, wenn es nicht nach ein paar Tagen perfekt ist. Konstante, unaufdringliche Freundlichkeit und Verlässlichkeit!

    Draußen braucht der junge Hund gute Hundekantakte, nicht viele. Wenn Ihr eine Welpenstunde besuchen wollt, geht erst mal alleine hin und seht Euch an, wie sie geführt wird. Welpen, die führungslos übereinander herfallen ("spielen") braucht der Kleine nicht, dan ist ein grosser, ruhiger und freundlicher Hundekumpel zehnmal besser.