Besitzer und Eigentümer müssen nicht identisch sein. Der Flugpate kann der Besitzer sein, als Eigentümer ist im Ausweis jemand anderes eingetragen.
Beiträge von Quarus
-
-
Hier im Ort gab es vor einigen Jahren eine eher kleine, zierliche Doggenhündin, die gesund und munter gut 12 Jahre alt wurde. Hatte keine Allergien, keine anderen Malaisen, gut und trocken bemuskelt, ein bewegungsfreudiger, toller Hund, der viel Freilauf bekam. Echt ein Träumchen...
Es gab aber auch das Gegenteil, Leute haben aus optischen Gründen einen Doggenrüden gekauft und nach dem ersten halben Jahr hat der Hund das Grundstück nicht mehr verlassen. Mangelnde Beschäftigung und Erziehung schuf einen frustrierten, schwabbeligen Riesen-Hund, für den dann noch eine Hündin angeschafft wurde, damit Welpen verkauft werden konnten. Alt wurde dieses Paar nicht, was mich auch nicht wundert.
Qualzucht oder nicht? Die extreme Form sicher, aber die ganze Rasse-da tue ich mich mangels genauerer Kenntnis schwer.
Bei den Bernhardiner gibt es aber auch Linien, deren Züchter den leichteren, agileren Typ wiederherstellen.
-
Sieht zwar beknackt aus, aber ich setze mir bei grösseren Zwiebelmengen so eine Schwimmbrille auf, die die Augen abschirmt. Damit kann ich stundenlang schnippeln.
Bei den Händen weiss ich auch nix, ausser Waschen oder Handschuhe...
-
Ich mache mir schon im Vorfeld ein möglichst detailliertes Bild von dem zu erwartenden Wurf. Wenn ich dann viele Verwandte mütterlicher- wie väterlicherseits gesehen habe, lasse ich mich von Augenblickseindrücken beim Welpenbesuch nicht mehr stark beeinflussen, sofern ich keine Extreme sehe. Z.B. ängstliche Welpen sind ein Ausschlußkriterium oder schlechte Aufzucht. Die Mutter ist mir wichtiger als der Vater, paßt die auch im Verhalten und ist der Wurf einigermaßen ausgeglichen, habe ich selten den absoluten Wunschwelpen, auf den ich mich versteife, und berate mich gern mit dem Züchter.
Zuteilen lasse ich mir aber keinen Welpen, es muß auch emotional bei mir "klick" machen und da brauche ich die letztendliche Kontrolle über diese wichtige Entscheidung!
Mein Matti stammt aus einem Gestromt-Wurf und war der einzige Gelbe, noch nicht mal der Schönste. Trotzdem hat mich sein Verhalten und Aussehen so angefixt, daß ich ihn den Geschwistern vorgezogen habe. Auf "Zuteilung" hätte ich ihn vielleicht nicht genommen....
-
Wenn es nicht der erste Hühnerhals überhaupt ist, den er gefressen hat, passiert da nix. Der knorpelige, weiche Hals wird wie ein zerkauter verdaut. Mein Boxerzwerg hat in etwa diesem Alter einen Putenhals gefressen, selbst der ist ihm bestens bekommen!
-
Diese Strategie kann sich aber langfristig rächen, wenn viele andere dann auf den Zug aufspringen wollen und zu geringfügig billigerem Preis Welpen anbieten. Der Ruf der Rasse leidet dann und sie findet wenige Jahre später keine Käufer mehr zum erhöhten oder sogar Normalpreis.
Die klassische "Moderassenfalle".
-
Ich bin viel mit den Hunden unterwegs gewesen (aber wegen des Welpen natürlich keine Gewaltmärsche!) und habe in der Wohnung auf Ruhe und Abstand gehalten. Kein Spiel auf beengtem Raum! Notfalls waren die Hunde in unterschiedlichen Zimmern, konnten sich aber durch ein Türgitter sehen. Gefressen wurde mit Abstand, herumliegende Spielzeuge, die einer beanspruchen konnte, gab es konsequent NICHT.
Durch die gemeinsamen Ausflüge kam es immer wieder zu angenehmen Emotionen, die zusammen erlebt wurden, und nach einer guten Woche waren beide erst im Garten und dann auch in der Wohnung gute Freunde. Erst wurde an unterschiedlichen Stellen geschlafen, dann zusammengerückt, zuletzt gekuschelt. Auch dann hat der Ältere den Kleinen mal zurechtgewiesen, aber beide kannten und vertrauten sich mittlerweile und hatten ihre Rituale. Ab da blieben sie auch ohne Aufsicht zusammen. Aber ziemlich lange habe ich eine strikte Herrschaft über begehrte Ressourcen ausgeübt: ICH habe entschieden, mit wem ich schmuse, ICH habe die Leckerchen und Knabberteile vergeben, ICH habe strikt darauf geachtet, das jeder nur aus seinem Napf frißt, und ICH habe die Regeln beim Spiel und bei der Vergabe von Spielzeug aufgestellt und strikt durchgesetzt. Inkonsequenz in diesen Bereich führt immer wieder zu Spannungen und kann das Zusammenleben langfristig sehr erschweren!
-
Wenn der Kleine den Großen wieder und wieder nervt und nicht auf dessen Abweisung reagiert, werden des Älteren Maßnahmen natürlich immer drastischer.
Du mußt dem Älteren das Vertrauen zurückgeben, daß Du ihn vor dem "Nervzwerg" schützt und sein Individualabstand respektiert wird. Wenn er sich an den Kleinen gewöhnt hat, wird er dann schon von selbst Annäherungen wieder zulassen. Das kann schon ein paar Tage oder Wochen dauern! Bis dahin bist Du gefordert.
Ich hatte das auch mal, habe aber diese Zeit genutzt, den Welpen gut an mich zu binden und vor dem Hundekumpel auch später die erste Geige zu spielen.
Natürlich muß auch der Oldie geschützt werden, und zwar langfristig, denn gegen einen pubertierenden Junghund kommt er bei aller Gewöhnung kaum mehr an.
-
Die Frage ist halt, ob "die leistungsstärksten Hunde" repräsentativ für diese Zucht sind, oder letztlich nur einen kleinen Prozentsatz ausmachen. Ich kenne Hunde aus solchen Zuchten, die NICHT vornan gestellt werden und NICHT leistungsstark sind.
Nur: wenn 10 Welpen in einem Zwinger fallen und einer davon ein Überflieger ist, fällt das halt weniger auf, als ein Massenzwinger mit 100 Welpen, von denen vielleicht 5 überdurchschnittlich sind. Der bekommt die fünffache Aufmerksamkeit, obwohl sein Leistungsschnitt sogar schlechter ist. Er muß es nur schaffen, die übrigen 95 Hunde aus der Aufmerksamkeit verschwinden zu lassen...
Hat man auch oft in großen Ausstellungszuchten, wo keine Möglichkeit besteht, z.B. etwas über die Geschwister/Halbgeschwister der "Stars" herauszubekommen.
P.S. für mich ist nicht der PEAK ausschlaggebend, sondern der unspektakuläre Durchschnitt
-
Ich habe bisher immer bei Züchtern gekauft, für die es klar war, daß über den Kauf hinaus eine Zusammenarbeit stattfindet. Ich sichere zu, den Welpen nicht nur bestmöglich aufzuziehen und zu halten, sondern unterstütze die Zucht noch nachträglich, indem ich kostenintensive Untersuchungen machen lasse, die Zuchtzulassung anstrebe, Ausbildungskennzeichen erreiche und auch mal eine Ausstellung besuche. Die Ergebnisse stehen dem Züchter dann wieder für seine Entscheidungen zur Verfügung, und im positiven Fall sind sie auch imagefördernd für die Zucht. Allerdings würde ich auch nicht mit schlechten Ergebnissen hinter`m Berg halten...

Das verursacht auch bei mir Kosten, und den Nutzen stelle ich dem Züchter völlig kostenfrei zur Verfügung. Nicht alles davon wäre notwendig für mich.
Ich möchte also, daß dieses gegenseitige Geben und Nehmen auch eine Rolle bei der Preisgestaltung spielt. Bisher hat es gepaßt.
Klar, wenn dem Züchter völlig egal ist, ob er jemals wieder etwas von seiner Nachzucht hört, kann er gern austesten, wie hoch er den Preis schrauben kann, bis er seine Welpen nicht mehr unterbringt. Auf mich als Käufer wird er dann aber verzichten müssen, weil ich MEINE Leistung ihm dann auch nicht umsonst zur Verfügung stellen will.
Ich bin aber auch jemand, der Absprachen einhält, und nicht versucht, einen einmal geschlossenen Vertrag juristisch auszuhebeln. Das kann ich überhaupt nicht ab, und kann nachvollziehen, wenn desillusionierte Züchter das Vertrauen in Hundekäufer verlieren, die vor dem Kauf das Blaue vom Himmel versprechen, und dann auf ihr Eigentumsrecht pochen.
